Schallisolierung in Mietwohnung

  • Hallo zusammen,
    wir ziehen Mitte Januar in eine neue Mietwohnung, die einen ca. 24qm großen Raum enthält, der zu einem dedizierten Heimkino umgebaut wird. Eine der Seitenwände grenzt leider an die Wohnung eines Nachbarn.

    Hat hier jemand Erfahrung mit einer Schallisolierung, die in einer Mietwohnung verbaut werden darf?
    Macht in diesem Fall ein SBA oder DBA überhaupt Sinn, oder besser 1 oder 2 Subs plus IBeam?

    Gibt es hier im Forum Mitglieder, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten und trotzdem eine tragfähige Lösung gefunden haben? Über Ideen und Anregungen würde ich mich sehr freuen?

  • Ein SBA bei 24m2 frisst viel Fläche von der schon nicht extrem viel vorhanden ist. Je nach Ausrichtung des Raumes, kann eine Vorsatzschale zum Nachbarn schon Sinn machen. Dazu ein DBA evtl. Mit Subsonic und Körperschallwandler könnte sehr Nachbarschaftsverträglich sein. Alternativ für eher Alleinhörer ist faszinierend, was der Smyth Realiser mit Kopfhörern für ein Raumerlebnis schaffen kann.

    auch gewerblich als User "Speaker Base" unterwegs

  • Erst mal vielen Dank für Eure Antworten.
    Es handelt sich um den Erstbezug in einen Neubau. Kopfhörer kommen für mich bzw. uns eher nicht in Frage. So wie ich die Sache bisher verstanden habe, bleibt da leider nur Testen und den Nachbarn fragen.

    Der Raum ist übrigens 7m lang und 3,49m breit. Es handelt sich um eine Maisonette-Wohnung wobei der Kinoraum im oberen Stock liegen wird.

    Noch eine Frage:
    Mit einem DBA löschen sich ja die Schallwellen hinter den Zuschauern aus, was zu einem präzieren Klangbild führt. Das sollte aber auch bedeuten, dass der Raum weniger resoniert. Könnte dies nicht auch zu einer indirekten "Schallisolierung" führen? Nach meiner Erfahrung sind es insbesondere die tiefe Frequenzen, die außerhalb eines Hörraums wahrgenommen werden.

  • Das ist so - wenn die Raummoden mit einem DBA so gut es geht reduziert werden, überträgt sich natürlich auch weniger in die Nachbarräume/Wohnungen.


    Letzte Woche noch in einem Wohnzimmer erlebt, wo die Ehefrau eine Etage drüber im Schlafzimmer immer aus dem Bett gefallen ist, wenn der Hausherr unten im Wohnzimmer Gas gegeben hatte. Nach der Reduzierung der Raummoden war das Problem quasi weg.

  • Ja, kann ich bestätigen, daher der Ansatz des DBA als Empfehlung und eben zusätzlich den Infraschall auch garnicht erst zu produzieren. Der geht am Ehesten durch das Mauerwerk und bringt für mein personliches Empfinden jetzt im Gegenzug keinen extremen Merhwert oder man muss so übertreiben, dass das nachbarschaftliche Verhältnis leidet.

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  • Da hilft wie immer so häufig nur probieren; aber ich denke ein sinnvoller Ansatz wird ein DBA sein; dann muss man hören, was die Nachbarn hören und bei Bedarf kann man mit einem Bodyshaker ergänzen, wenn es zb unter der Woche abends ist...

    In fernem Land, unnahbar euren Schritten, liegt eine Burg, die Monsalvat genannt;

  • Da du in einen neubau einziehst ist da wohl schwimmender estrich verlegt und wahrscheinlich Kalksandstein als wände zwischen den Wohnungen. Das ist schonmal ein super punkt bezüglich Schallschutz. Dazu könntest du tatsächlich noch eine Vorwand bauen aus rigips. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten. Ganz günstig wird es nicht und erfordert bauliche Maßnahmen. Hier mal ein gutes video dazu


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  • Hi Hoger,
    schön zu hören, dass ich bei diesem Thema auf dem richtigen Weg bin.
    Als AVR kommt übrigens ein Denon 6800H zum Einsatz. Damit sollte sich ein DBA aufbauen lassen. Ich werde mal schauen, welche Chassis-Größe bei der zur Verfügung stehenden Raumgröße Sinn macht.

  • Könnte dies nicht auch zu einer indirekten "Schallisolierung" führen?

    Hier konkrete Praxiserfahrung:

  • Da du in einen neubau einziehst ist da wohl schwimmender estrich verlegt und wahrscheinlich Kalksandstein als wände zwischen den Wohnungen. Das ist schonmal ein super punkt bezüglich Schallschutz. Dazu könntest du tatsächlich noch eine Vorwand bauen aus rigips. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten. Ganz günstig wird es nicht und erfordert bauliche Maßnahmen. Hier mal ein gutes video dazu


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    Ich würde schauen, ob du irgendwas über die baulichen Gegebenheiten herausfinden kannst.
    Wenn du dir, wieso auch immer, mit dem Nachbarn zum Beispiel eine Bodenplatte oder eine Deckenplatte teilen solltest, dann kannst du so viel Vorsatzschalen setzen wie du willst, der Nachbar wird es trotzdem hören.

    Im Neubau achtet man normalerweise inzwischen auf solche Dinge, zumindest bei Reihen- oder Doppelhaushälften.
    Bei Wohnungen bin ich mir nicht sicher, daher wäre es sinnig dies abzuklären als unnötig Geld auszugeben und diese Summen dann womöglich "verbrannt" zu haben!

  • Da es ein Neubau ist wird da unterm Estrich dämmung sein (meistens mehr als 10cm dick) und der Fließ oder zementestrich hat keinen Kontakt zur wand. Damit ist der schonmal gut entkoppelt.

    Der meiste schall wird sich in einem Neubau über die wand übertragen. Deshalb gehe ich stark davon aus dass das nochmal einiges bei ihm bringen könnte. Auch wenn KS verwendet wurde - was in MFH neubau sehr häufig gemacht wird. Eben weil Kalksandstein so ziemlich die besten schalldämmenden werte hat weil sehr massiv.

  • @suchmich1983
    Ich muss mal schauen. Unsere Wohneinheit wird ohnehin erst Ende des Jahres fertig; es bleibt also noch etwas Zeit zum recherchieren. Der Nachbar wohnt im "Nebenhaus", wobei die Wohnanlage wie ein übergroßes Reihenhaus aufgebaut ist (wird teilen uns mit dem Nachbarn eine dickere Wand).

    Ansonsten wohnt über dem Kino niemand, unter dem Kino wir und rechts vom Kino wir. Vor sowie hinter dem Kino befindet sich nur die Außenwand.

    Ich habe die Wohnung bewusst so ausgewählt, dass es im Kino möglichst wenig Berührungspunkte zu Nachbarn gibt, damit man zumindest ein wenig Spaß haben kann ohne anderen auf die Nerven zu gehen. Hoffen wir mal dass das auch in der Praxis funktioniert.

  • Der Nachbar wohnt im "Nebenhaus", wobei die Wohnanlage wie ein übergroßes Reihenhaus aufgebaut ist (wird teilen uns mit dem Nachbarn eine dickere Wand).

    normal würde ich hier erwarten, dass ein solcher Wandaufbau dann zweischalig erfolgt. So macht man es meines Wissens nach heutzutage bei jedem Reihen- oder Doppelhaus. Entkoppeln wo nur eben möglich.

  • wenn die Sandsteinmauer auf einer Betonplatte steht die er sich mit seinem Nachbarn teilt, dann werden zusätzlich Dämmmaßnahmen hier aber nichts bringen!

    *Kalksandstein

    Kann es aber unter Umständen aber doch vor allem im mittel und hochton. Im tiefton wird das wahrscheinlich weniger bringen. Durch die Dämmung und die schwimmende Verlegung des Estrichs ist der boden sehr gut entkoppelt.

  • @Sebastian87
    Wir haben überall Fußbodenheizung. Ich weiß nicht ob das im Sinne der Isolierung positiv ist aber so ist der Stand.

    Dann ist da auf jeden fall dämmung und ein entkoppelter, schwimmend verlegter estrich drunter der keinen kontakt zu den wänden hat. Somit überträgt sich schonmal weniger Bass Energie vom boden auf die wände.

  • Da es ein Neubau ist wird da unterm Estrich dämmung sein (meistens mehr als 10cm dick) und der Fließ oder zementestrich hat keinen Kontakt zur wand. Damit ist der schonmal gut entkoppelt.

    Der meiste schall wird sich in einem Neubau über die wand übertragen. Deshalb gehe ich stark davon aus dass das nochmal einiges bei ihm bringen könnte. Auch wenn KS verwendet wurde - was in MFH neubau sehr häufig gemacht wird. Eben weil Kalksandstein so ziemlich die besten schalldämmenden werte hat weil sehr massiv.

    Neubau heisst nicht dass es keine Baufehler gibt, wohne selber in einem (180 Parteien-Komplex) und hier ist viel mist gemacht worden. Von manchen Bewohnern höre ich nix von anderen das Trampeln des Kindes bis in den Keller als wäre es neben mir. Ich kann empfehlen sich mit den Nachbarn gut zu stellen und dann zu "testen" was (zb bei einem DBA) ankommt und die Anlage danach zu betreiben. Wenns gut geht ist es immernoch angenehm Laut und der Nachbar bleibt friedlich.


    Ich selber habe alles (Ständwerk) komplett entkoppelt mit Schlagzeugmatten, alles gefilzt etc.. dh wenns kein Körperschall gibt ist man meistens ganz gut unterwegs. Ab dem Thema Körperschall wirds wild, habe seit Monaten ein Brummen in der Bude (und ebenso in allen Kellern die wir haben) was irgendwo im Haus produziert wird, was wir bisher nicht gefunden haben (aber hier gibts auch 10 Aufzüge, 10 Heizungsräume, Trafostationen etc etc etc), es kann alles sein. Also Körperschall zu vermeiden ist das Wichtigste hierbei.

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