Ertüchtigung mit Absorbern

  • Seid gegrüßt in der Runde,


    ich hab keinen passenden Thread gefunden also mach ich mal einen eigenen auf.

    Ich möchte unser Wohnzimmer etwas raumakustisch behandeln und wollte hierfür als erste Maßnahme Deckensegel aus 10cm Basotect montieren.

    Hab mich aber zwischenzeitlich gefragt ob nicht Wandabsorber erstmal einen größeren Effekt haben werden.

    Da ich das ganze nach und nach plane die Frage an euch: erst Wand oder erst Decke?


    Messen kann ich leider nichts.

    Danke erstmal.


    Grüße

  • Am0kSepp hat das in seinem Thread super umgesetzt und auch beschrieben was für ihn am meisten gebracht hat. Ich kann dem auch nur zustimmen. Ob 6x 10cm an der Decke ausreichen hängt auch mit der Raumgröße zusammen. Das wichtigste ist, dass die direkten Reflexionen an der decke mit Absorbern bedeckt sind.


  • Das Wohnzimmer hat gute 27qm, wollte es erstmal mit 6 100x50x10 Absorbern probieren und dann später ggf. erweitern. Die 6 Stück würden den zentralen Audiobereich großteils abdecken.

  • Vielleicht besser 20 Stück, mit 6 Stück wirst du auf der Fläche nicht viel merken

    Grade nochmal qm geändert, hatte es falsch im Kopf, aber ändert an der Tatsache wahrscheinlich erstmal nichts.


    Klar wäre es besser die gesamte Decke abzuhängen damit, aber da spielt meine Frau nicht mit. Drum war die Idee klein anzufangen.

  • Eine komplette angehängte decke kann durchaus weniger auffällig sein als nur ein Teilbereich. Darin lässt sich auch wunderbar Beleuchtung, Lautsprecher etc Unterbringen. Tolle Beispiele gibts ja genug hier im forum.

    Auch weißer stoff ist möglich.

  • Ich würde, bzw. habe, folgende Platten verwendet: https://www.schaumstofflager.d…100-x-50-x-5cm-weiss.html


    5cm Dicke reicht auch, angefaste Kanten sehen hübsch aus, nicht kleben, sondern anders montieren. Ich habe es mit Gipskartondübel und Beilagscheibe im Schaumstoff und magnetische Befestigung an der Decke gelöst.


    Bei 0.5 Platten pro m² merkt man schon eine Besserung, eine pro m² sind schon echt gut und ein deutlicher Unterschied zu vorher. Muss man sich sogar etwas daran gewöhnen, so stark ist der Unterschied. Irgendwas dazwischen würde ich empfehlen, bei 27m² so ab 18 Stück.

  • 5cm wirkt nicht richtig über den gesamten Sprachbereich.
    Ich empfehle lieber etwas weniger absorber dafür dicker.
    Unter 10cm Basotect würde ich nicht gehen.
    10cm basotect mit 5cm Luft dahinter. Das wirkt dann gerade so runter zu tiefen Männerstimmen.
    Wichtig ist die gleichmäßige Behandlung des Raumes. Bedeutet dünne absorber die dann den Hochton absorbieren, im mittel und tiefton garnichts machen, bringen ein ungleichgewicht.

  • angefaste Kanten sehen hübsch aus, nicht kleben, sondern anders montieren. Ich habe es mit Gipskartondübel und Beilagscheibe im Schaumstoff und magnetische Befestigung an der Decke gelöst…

    Die wollte ich auch nehmen, aber halt in 10cm. Befestigung ist genau so geplant, nur mit doppelten Haken statt Magneten.


    Ich werde mal schauen was sich machen lässt, vielleicht kann ich auf 12 hochverhandeln.. :-D

  • Die wollte ich auch nehmen, aber halt in 10cm. Befestigung ist genau so geplant, nur mit doppelten Haken statt Magneten.


    Ich werde mal schauen was sich machen lässt, vielleicht kann ich auf 12 hochverhandeln.. :-D

    Hast du schon mal ne Nachhall-Messung mit REW gemacht?
    Du könntest diese hier in den Rechner eingeben: https://amcoustics.com/tools/amrev/#/room

    und dir dann deine Absorber "zusammenklicken". Dann siehst du auch gleich die Wirkung bei 6, 8 oder 12 von den Dingern.

    Das muss natürlich nicht dem finalen Ergebnis entsprechen, aber einfach nur hinhängen und hoffen dass es klappt ist eventuell auch nicht zielführend!

  • Hast du schon mal ne Nachhall-Messung mit REW gemacht?
    Du könntest diese hier in den Rechner eingeben: https://amcoustics.com/tools/amrev/#/room

    und dir dann deine Absorber "zusammenklicken". Dann siehst du auch gleich die Wirkung bei 6, 8 oder 12 von den Dingern.

    Das muss natürlich nicht dem finalen Ergebnis entsprechen, aber einfach nur hinhängen und hoffen dass es klappt ist eventuell auch nicht zielführend!

    Nee ich hab keine Messung gemacht, mir fehlt das entsprechende Equipment hierfür.

    Wollte auch gar nicht messtechnisch gut da stehen, sondern eher mich mal rantasten.

  • könnte teuer werden. Leih dir ein Mikro und lies dich 2h ein. Danach hast du einen Istwert.
    Das muss auch nicht 100% genau sein. Aber so bekommst du leichter ein Gefühl dafür wieviel ein, zwei, fünf oder noch mehr Absorber bringen.

    Keine schlechte Idee. Werd ich in Betracht ziehen.


    10 Absorber wären schon gute 400€, auch nicht zu verachten.

  • Hallo,


    der Ansatz dickeres Material zu nehmen (und weniger Fläche zu bedecken) ist hier grundsätzlich falsch.

    Daher wichtig ist hier das Äquivalente Schallabsorbtionsvolumen bezogen auf den Raum.

    Konkret der Raum hat 27 qm, ich nehme einmal 2,5 m Raumhöhe an, ergibt ges. ca. 80 qm Fläche (Wände + Decke).

    Um nun den ggf. Nachhall im Bereich 1,6 - 1,8 sec auf knapp unter 1 sec. zu reduzieren, braucht es ca. 35% Fläche.

    Also ca. 28 qm im Fazit, was ungefähr die ges. Deckenfläche ausmacht.

    Und hier reichen 5cm Material (richtiges) mit ca. 5 oder 10 cm Luft zur Decke (Decke ist hier von der Effektivität am Größten bzw. auch gleichmäßig auf den ges. Raum bezogen).

    Der Bereich ist also ca. 500 - 4000 Hz der hier relevant ist und mit den Maßnahmen (AE 0,9 - 1,0) umgesetzt werden sollte.


    Da du nun nicht die ges. Decke zubauen möchtest (verständlich), kannst du weitere Flächen auf den Wänden schaffen.

    Optimal auch immer gegenüberliegend, um Flatterechos entgegen zu wirken.

    Daher Flächen von 2-3 qm an den Wänden schaffen (ggf. auch größer), um im Fazit auf diese ca. 25 - 28 qm Fläche im Raum zu kommen.

    (Absorber mit Motiven, bedruckt auf Akustikstoffe usw.).


    Möglich ist auch die Akustikmaßnahmen mehr im unmittelbaren Bereich (Esszimmerbereich oder Couchsitzbereich) zu fokussieren, um grundsätzlich weniger Akustikmaßnahmen umsetzen zu müssen.

    Immer bezogen auf den Zielbereich den Nachhall an den relevanten Plätzen im Bereich 0,8 - 0,9 Sec. zu bekommen.

    Je weniger man hier umsetzt, desto weniger ist natürlich auch zu erwarten.


    Man kann das also schon sehr genau berechnen für den Raum (wir bieten so etwas zudem auch an).

    Gut wäre auch einmal ein Grundriss und der Nutzungsbereich im Raum (Aufteilung), so könnte man nochmal etwas mehr darauf eingehen.


    ANDY

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  • Ich merk schon, das wird nicht so einfach wie ich es mir erhofft habe.

    Hab jetzt mal bisschen kreuz und quer gelesen, Messen scheint ja schön und gut, aber das ganze zu interpretieren gehört ja auch dazu.


    Erschwerend kommt hinzu dass ich nur begrenzt Möglichkeit habe Absorber anzubringen.

    Eine Skizze werd ich heute mal noch anfertigen um den Raum zu verdeutlichen.

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