One Battle After Another (2025)

  • One Battle After Another


    FSK 16, 162 min


    Quelle: HD-Strom [Ama.]


    Aloha,


    die schwarze, anfängliche Hauptrolle denkt anscheinend nur ans primitive Fluchen, Knutschen oder Ficken, das wirkt sehr unprofessionell und stereotyp. Sie ist natürlich auch gewohnt fruchtbar, aber hat als Feministin nach der Geburt nichts anderes im Sinn, als gleich dilettantisch einen Banküberfall zu begehen. Was soll das alles? Wirkt wie ein Monument pseudoschwarzer Überlegenheit, alles maximal überzeichnet. Da sie einen Beschützer hat, kommt sie danach nicht lebenslang in den Knast. Nach 30 völlig bescheuerte Minuten gibt es einen großen Zeitsprung von 16 Jahren.


    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, die Tochter steht ihrer Mutter in nichts nach. Auch sie ist maximal unsympathisch. Was soll das alles?


    Das dämliche, unmotivierte Klaviergeklimper geht mir dauerhaft auf den Sack, wird in die Tonnote massiv einfließen. Die Filmmusik ist beispiellos schlecht.


    Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Film richtig interpretiere. Er wirkt auf mich wie ein komplett politisch motiviertes Werk aus einer linksgrünen Perspektive heraus. Eine Schwarz-Weiß-Malerei ohne Graustufen. Weil die Weißen so böse sind, darf jeder Nichtweiße maximal scheiße zu diesen sein, fluchen, sich moralisch überlegen fühlen und auch so handeln. Ja, sogar auf sie schießen, Selbstjustiz üben. Was für ein maximaler Hirnriss. Am Ende schreckt man vor einer Vergasung nicht zurück. Soll das lustig sein, eine Persiflage? Aufgrund der Warte wird man ihn beim Oscar bestimmt begrüßen, huldigen. Würde man die Handlung umdrehen, würde sie als massiv rassistisch aufgefasst.


    Der "Humor" trifft bei mir zu keiner Zeit auf einen Nährboden. Schade um die verlorene Lampenzeit. Ohne DiCaprio hätte ich nach maximal 30 min ausgeschaltet. Ich hätte kaum etwas verpasst.


    Film: 5

    Ton: 4

    Bild: 2

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.

    Edited once, last by MickeyKnox ().

  • Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Film richtig interpretiere. Er wirkt auf mich wie ein komplett politisch motiviertes Werk aus einer linksgrünen Perspektive heraus.

    Nö - hast du leider nicht. Wenn du es hättest, hättest du gecheckt, dass der Regisseur selber hier gar keine politische Haltung einnimmt. Er ist Beobachter und wirft uns das Gesehene vor die Füsse. Aber es bist DU, der aus einer wenig liberalen Perspektive heraus sich den Film schlecht redet und nur das sehen willst was du willst.


    Und… wer (wenn man es mal nüchtern durch dekliniert) geht in dieser fiktiven ach nicht so fiktiven Geschichte als (sagen wir mal lapidar) Gewinner hervor? Wer wohl? Die menschenverachtenden bösen Schwarzen und Farbigen? Oder aber die armen…?


    Ich lass jedem seine Meinung zu Film. Über Geschmack soll nicht gestritten werden. Aber diese Analyse hat für mich mit einer objektiven Rezi leider gar nichts zu tun.

  • Der Film ist trotzdem klasse. Nach den ersten 30 Minuten habe ich applaudiert, sie sind mMn perfekt gemacht.

    BenQ PE8720 -> Sony HW10 -> JVC X30 -> X5000 -> X7000 -> Valerion Max

    Edited once, last by weasel1979 ().

  • Denn…


    Dieser Film ist wesentlich vielschichtiger, subtiler und komplexer, als man sich vielleicht eingestehen will/kann.

  • Das sind die Schablonen, die das Hollywood der letzen 10 Jahre häufig ansetzt und mit Oscars belohnt.

    BenQ PE8720 -> Sony HW10 -> JVC X30 -> X5000 -> X7000 -> Valerion Max

    Edited 3 times, last by weasel1979 ().

  • Du, ich als Bluthochdruckpatient kämpfe derzeit auf Grund gesundheitlicher Probleme mit einem schwächelnden Blutkreislauf :rofl:



    Geärgert hab ich mich während des Films, weil er mich auf brutal gute Art und Weise gezwungen hat über Dinge zu lachen, bei welchen eigentlich einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Beachtlich und für mich beängstigend.

  • weasel1979


  • Wenn du erlaubst, antworte ich darauf:

    Du findest, die Tochter wird negativ dargestellt? Echt?
    Das Handy ist ihr Akt der Rebellion gegen die Vorschriften des Vaters (gegen das Patriachat, Autoritäten). Positiv.
    Im Kampf gegen den Faschismus ist Schießtraining positiv, ja.

    Ich habe einige Punkte von dir angenommen und integriert, danke.

    BenQ PE8720 -> Sony HW10 -> JVC X30 -> X5000 -> X7000 -> Valerion Max

  • Wird sie in dem Film unsympatisch dargestellt?

    BenQ PE8720 -> Sony HW10 -> JVC X30 -> X5000 -> X7000 -> Valerion Max

  • Sie wirkte nicht wirklich sympathisch, aber auch nicht unsympathisch. Ich empfand sie eher als neutral und unfreiwillig zwischen die Fronten gequetscht.

    Ich sehe es so, dass beide Seiten ihr Fett wegkriegen, allerdings wird auf der rechten bzw. Staatsseite alles nur böse dargestellt. Da ist nichts differenziert.

    Die linke Seite empfand ich als deutlich differenzierter dargestellt. Hier ist von idiotischer Bombengeilheit bis zur harmlosen Untergrundunterstützung von illegalen Migranten alles dabei. Insofern kann ich den Beigeschmack, den einige empfinden, nachvollziehen.


    Letztendlich sind das ja Themen aus den 60/70ern, als die Linken noch Bombenanschläge gegen die weißen Herrscher durchgeführt haben. Der Film überträgt das auf die heutige Zeit und bleibt dabei in Teilen Fiktion. Denn zum einen existieren solche linken Gruppen schon lange nicht mehr und zum anderen wurde Trump nicht nur von Weißen gewählt (ich meine, ca. 40% der Latinos haben ihn gewählt). Hinzu kommt, dass auch andere Ethnien im Militär und Staatsdienst stehen. Der Film passt also nicht direkt in unsere Zeit.

  • Für dich war sie sympathisch? Also jemand, den man gleich ins Herz schließt? Geb ich dir. Für mich war sie es nicht.

    BenQ PE8720 -> Sony HW10 -> JVC X30 -> X5000 -> X7000 -> Valerion Max

  • Spannende Dynamik, da bekomme ich noch mehr Bock drauf, den zu schauen. Als ich im Kino war, hatte leider Tron, BAA aus dem IMAX verdrängt :( Muss leider noch bis Januar warten, bis die UHD kommt.

    auch gewerblich als User "Speaker Base" unterwegs

  • Nö - hast du leider nicht. Wenn du es hättest, hättest du gecheckt, dass der Regisseur selber hier gar keine politische Haltung einnimmt. Er ist Beobachter und wirft uns das Gesehene vor die Füsse. Aber es bist DU, der aus einer wenig liberalen Perspektive heraus sich den Film schlecht redet und nur das sehen willst was du willst.

    Das ist also Deine "Objektivität". Famos. Ich beteilige mich an derlei Unterstellungen lieber nicht, sonst artet es aus. Aber ich widerspreche Dir trotzdem in jeder Hinsicht. Belassen wir es dabei.

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.

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