Hallo werte Forumskollegen und Freunde,
wer meine Vorstellung hier im Forum und den ein oder anderen Beitrag von mir gelesen hat weiß sicherlich, dass ich eher audiophil unterwegs bin und sehr großen Wert auf die Musikalität meines Equipments lege.
Daher waren die üblichen Boliden der AV-Technik keine Alternative für mich. Allerdings beschäftige ich mich mit der Mehrkanaltechnik bereits seit den frühen 80er Jahren. (Yamaha DSP1)
Nach einer Heimkino Präsentation von McIntosh bei "Raum Ton Kunst" in Frankfurt, war ich so von der Großbild Darstellung angefixt, dass ich so Etwas auch haben wollte. Tontechnisch hatte mich die Vorführung damals aber überhaupt nicht überzeugt.
Ich kürze hier mal ab, da ich nach langem Probehören und Vergleichen letzendlich doch bei McIntosh und einem MX 180 gelandet bin. StormAudio und Trinnov kamen zu der Zeit nicht in Betracht da denen die o.g. Musikalität fehlte.
Eigentlich bin ich total happy mit dem was momentan in meinem Wohzimmer / Kino am Start ist.
Aber dann kam der Besuch bei Fabian @CineMops, der eine StormAudio Elite mit DiracART installiert hatte.
Zugegebener Maßen kann ich so ein Lautsprecher Setup in unserem Wohnzimmer nicht realisieren und würde, was den reinen Stereobetrieb betrifft auch nicht tauschen wollen, aber was mir DiracART im Kinobetrieb so möglich wird, (Ich kannte Fabians Kino von vorherigen Besuchen) hat mich schon fasziniert.
Wieder so ein Reflex, dass willst du auch!
Aber wie? Musikalisch hatte sich die Strom ja disqualifiziert und da ich sehr viel Vinyl höre, immer noch keine Alternative.
Nach dem Hinweis, das in den aktuellen Modellen andere Boards verbaut werden, wurde ein erneuter Test fällig.
Also eine Elite geordert und mit Tests begonnen.
Ich weiß zwar nicht mehr wir groß die Unterschiede damals waren, aber auch die jetzige Version spielt musikalisch nicht auf dem Niveau einer McIntosh. Und die McIntosh im Heimkinobetrieb nicht auf dem Niveau einer Storm mit DiracART.
Zumindest ist das bei meinen Ohren so, andere Mitmenschen empfinden das sicherlich anders, aber es geht ja um meine Anlage. Und ja, ich weiß das Heimkino und Musikhören eigentlich zwei unterschiedliche Welten sind.
Aber der innere Monk sagt mir, dass es einen Weg mit möglichst geringen Kompromissen geben muss, da ich auch von der baulichen Substanz her keine ander Möglichkeit habe.
McIntosch mit Dirac ART wird es sicherlich nicht geben. ![]()
Also bleibt nur über zu überlegen, wie kriege ich die Musikalität in die Storm.
Von anderen Tests die ich mit DACs und unterschiedlichen Datenübertragungsmedien gemacht habe, weiß ich das die A/D - D/A Wandlung erheblichen Einfluß auf die Wahrnehmung hat.
Da die Audio Controller die ich für mein aktives Hornsystem nutze, sowieso in der Kette sind und deren Wandler keinen negativen Einfluß auf die Wiedergabe haben, (nochmals der Hinweis: "in meinen Ohren") wurde die Idee geboren die Storm bei der Stereo Wiedergabe ohne DA Wandlung zu nutzen.
Hierzu habe ich ein AES EBU Modul angefragt um die Siganle direkt digital aus der Storm auszugeben.
Am vergangenem Dienstag war es dann soweit und Holger Stanczus ist gekommen, um mit mir einen entsprechenden Test zu machen. Im Laufe dessen haben sich dann noch Michael@Mico1972 und Fabian@CineMops dazugesellt.
StormAudio_AESdigital.jpg Hier ein Foto vom 32ch AES EBU Modul im eingebauten Zustand.
Testaufbau von Oben nach Unten: StormAudio Elite; AVM 30.3 Streamer; APG DMS48 Digital Controller; Gold Note PA1175 und Gold Note PA10 Endstufen.
Das gesamte an PMC twenty5 24i Lautsprechern
Ziel des Tests sollte sein, festzustellen ob die Umgehung der DA Wandlung in der Storm Vorteile bringt.
Da die Storm Roon Ready ist, wurde Roon mit Tidal Vernüpfung als Medium genutzt. ![]()
Um einen Eindruck von den Streamer-Fähigkeiten der Storm zu bekommen haben wir sie im A/B Vergleich mit einem AVM 30.3 gehört.
Dazu waren beide Geräte analog mit dem APG Controller verbunden, der eine reine Umschaltfunktion inne hatte. (Der AD-DA Wandlung die zwangsläufig stattfand mal ausgenommen)
Die Unterschiede der Geräte waren deutlich zu hören!
Der AVM dickte das Klanggeschehen im tieffrequenten Bereich deutlich an, war im Grundtonbereich präsenter, aber von der Bühnenabbildung deutlich eingeschränkter als die Storm.
Die Storm war deutlich analytischer und lies tiefer in das Klanggeschehen reinhören. Hier vermisste ich wieder die Musikalität .
Was der AVM aber übertrieb und überhaupt nicht mehr ausgewogen klang. Der Bass überdeckte einfach zu viele Details.
Jetzt kam der spannende Teil. ![]()
Wir haben die Storm analog und digital mit dem APG Controller verbunden und die Zuspielwege A/B verglichen.
Den analogen Weg mit der DA-Wandlung in der Storm habe ich ja oben schon beschrieben. Was sich aber tut wenn eine DA/AD Wandlung gespart wird, ist schon erstaunlich.
Zumindest in dieser Kombination wie sich später noch herausstellen sollte.
Das Klangbild rastete gefühlt förmlich ein.
Keine übertrieben Analytik mehr, aber eine Bühne die nochmals an Breite und vor allem an Tiefe gewonnen hatte. ![]()
Es gibt ihn also doch, diesen Kompromiss!
Auch wenn ich jetzt noch testen muss, wie die AD Wandlung in meiner Kette mit der Storm funktioniert, bin ich jetzt sicher auch dafür eine Lösung zu finden.
Von diesem Ergebniss angefixt, wollte Michael nun herausfinden, ob sich mit seiner Xilica XP 8080 ein vergleichbares Verhalten einstellt.
Wir haben uns darauf hin für den Mittwoch verabredet, und die gleiche Testprozedur digital/analog mit der Xilica durchgeführt.
Beide sind wir einhellig zu dem Ergebnis gekommen, die Xilica besser analog anzusteuern da das Klangbild deutlich besser war.
Eine Erklärung dazu haben wir allerdings nicht, aber so ist es.
Bestätigt aber wieder meine Theorie, dass die gesamte Kette stimmig sein muss um ein herausragendes Ergebnis zu erzielen und das geht leider nur mit Testen, Hören und ausprobieren.
Die digitale Ausgangskarte ist jedenfalls direkt in der Storm verblieben und ich mache jetzt eine Planung wie ich den Wechsel von McIntosh zur Storm in unserem Wohnzimmer realisiere. ![]()
Beste Grüße und ein charmantes Wochenende.
Rolf