Schutz der deutschen Synchronsprecher

  • Nicht zu verachten ist auch die Tatsache, dass KI die originalen Stimmen der Schauspieler in die Synchro übernehmen kann.


    Im Sinne der Originalität kann man das als Vorteil sehen.

    Jedoch stelle ich immer wieder fest, wenn ich bisher die Synchronstimme eines Schauspielers kannte und nun erstmalig im OT die Originalstimme höre, dass die Synchronstimmen besser zum Charakter passen als das Original - gerade kürzlich habe ich das bei James Bond / Sean Connery so erlebt.

    Und es ist ja auch nicht verwunderlich, denn eine Synchronstimme wird passend ausgesucht, die Originalstimme ist hingegen so wie sie ist.

  • Im Sinne der Originalität kann man das als Vorteil sehen.

    Jedoch stelle ich immer wieder fest, wenn ich bisher die Synchronstimme eines Schauspielers kannte und nun erstmalig im OT die Originalstimme höre, dass die Synchronstimmen besser zum Charakter passen als das Original - gerade kürzlich habe ich das bei James Bond / Sean Connery so erlebt.

    Das gibt sich nach meiner Erfahrung schnell.

  • Sehe ich auch so, hat man sich mal an die oton stimmen gewöhnt… ist nur die Gewohnheit


    Ich denke aber auch dass Bach Möglichkeit die Stimme ähnlich der originalen ausgesucht wird. In Fällen, selten, hören sie sich fast gleich an.

    Tschau

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    MinMax - Birdies Heimkino

  • Das gibt sich nach meiner Erfahrung schnell.


    Im konkreten Fall hatte ich den Film mit einem Freund zusammen geschaut.

    Wir haben uns zwar tatsächlich an die neue Stimme gewöhnt und der Effekt wurde geringer, jedoch blieb es für uns auch nach Eingewöhnung ein gewisses Manko.

    Die Stimme macht einen Teil der Wirkung einer Person aus, ebenso wie Optik, Mimik, Gestik, etc. und daher spielt sie eine Rolle.


    Siehe übrigens auch den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm - für manche Schauspieler war es das Ende ihrer Karriere, weil sie keine "gute" Stimme hatten.

  • Im konkreten Fall hatte ich den Film mit einem Freund zusammen geschaut.

    Wir haben uns zwar tatsächlich an die neue Stimme gewöhnt und der Effekt wurde geringer, jedoch blieb es für uns auch nach Eingewöhnung ein gewisses Manko.

    Die Stimme macht einen Teil der Wirkung einer Person aus, ebenso wie Optik, Mimik, Gestik, etc. und daher spielt sie eine Rolle.

    Ich meinte damit auch eher über die Zeit über mehrere Filme. Ich hatte das ehrlich gesagt aber noch nie so wahrgenommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals eine Synchron-Stimme besser (nicht gewohnter!) fand, als die Originalstimme eines Schauspielers (insbesondere nicht bei Sean Connery.). Oft aber umgekehrt.

  • Generell finde ich es immer etwas peinlich, wenn sich eine Branche hinstellt, und so tut , als ob SIE unbedingt vor dem technischen Vortschritt geschützt werden muss, weil...

    Ja, warum eigentlich?

    Ich kenne keinen Fahrlehrer, der sich hinstellt, und sagt, dass Autonome Autos verboten gehören, weil er dann seinen Job verliert.



    Das hier ist aber wirklich was anderes.

    Einen Sprecher durch KI zu ersetzen ist für mich OK, wie gesagt, warum sollte man den mehr schützen, als den Essenslieferranten?

    Aber einen Sprecher durch eine gratis arbeitende Version von sich selbst zu ersetzen, ist halt was ganz anderes, dass geht einfach garnicht.

  • Ich rede von besser, nicht gewohnter.

    Weiteres Beispiel:

    Sylvester Stallone / Rocky

    Interessantes Beispiel.

    Ich schaue hauptsächlich im OT, egal welche Sprache.


    Ich kenne die Qualität der deutsche Synchro von Sly nicht, aber ich habe die gleiche Meinung über die italienische. Der Schauspieler, der ihn synchronisiert hat, kann mMn. deutlich besser spielen.

    Das gleiche gilt für mich auch für Schwarzenegger.


    Das gibt sich nach meiner Erfahrung schnell.

    Das geht für mich auch so, ein paar Minuten oder ein paar Filmen danach und schwupps fühlt sich die Synchronstimme plötzlich komisch an.


    Aber auch umgekehrt: vor ein paar Tagen habe ich einen Film auf Norwegisch angefangen und dann auf Deutsch wegen des weniger Lesens umgestellt. An Anfang hörte es sich komisch an und nach ein paar Szenen war es wieder weniger auffällig. Es sei natürlich, dass man sich nicht auf die Lippen der Schauspieler konzentriert.

  • Ich habe jetzt nicht alles verfolgt, aber es wundert mich etwas, dass jeder in Europa bei z.B. einem Bild von sich selbst direkt die Rechte darauf hat und bei der Abtretung oder Verwendung zustimmen muss.
    Es hier bei den Stimmen aber scheinbar nicht so eindeutig ist? Kann das denn sein?

    Käme ich mir auch verarscht vor, und vor allem wenn ich damit meinen Lebensunterhalt bestreite!

  • Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals eine Synchron-Stimme besser (nicht gewohnter!) fand, als die Originalstimme eines Schauspielers (insbesondere nicht bei Sean Connery.). Oft aber umgekehrt.

    Ich finde da gibt's genug Beispiele, wo die deutsche Syncronstimme besser klingt. Wir hatten gerade vor kurzem Copland angeschaut. Die Stimme von Robert De Niro hört sich im deutschen viel gefälliger und markanter an.

    Oder von Arnold Schwarzenegger.

    Ich kenne da einige Beispiele, aber wie immer alles Geschmackssache.


    Wenn ein Syncronsprecher stirbt würde

    Ich es begrüßen, wenn die Stimme per Lizenz durch KI weiter benützt wird.

    Beste Beispiel Dannenberg für Stallone, Schwarzenegger, Dennis Quaid usw.

  • Und ich denke das "besser" hat sich eben aus jahr(zehnt)elanger Hörgewohnheit ergeben. Ich persönlich kann auch Dein Rocky-Beispiel nicht nachvollziehen.

    Aber ich denke es macht keinen Sinn darüber zu diskutieren.

    Ich kann das sehr wohl nachvollziehen, denn es gibt noch einen anderen Aspekt. Es gibt Synchronsprecher deren Stimme ich regelrecht liebe und da dürfte ich nicht der Einzige sein. Thomas Danneberg beispielsweise (Stallone, Schwarzenegger, Travolta, Terence Hill, ...) oder Gert Günther Hoffmann (William Shatner, Sean Connery, Paul Newman, Lex Barker, Rock Hutson, ...) , aber auch weibliche Synchronstimmen, wie Edith Schneider (Tippi Hedren, Doris Day, Katharine Hepburn, ...). Und das sind nur die Synchronsprecher, die mit gerade spontan einfallen. Ich habe mich immer gefreut diese Stimmen zu hören (egal welcher Film). Bis auf wenige Ausnahmen hat es auch immer gepasst.

  • Schwarzenegger ist natürlich das beste Beispiel, die Filme gibt es immer nur mit Syncro, sonst muss ich jedes mal lachen :big_smile: Zumal Danneberg natürlich ein top Sprecher ist.


    Bin auch gegen die KI-Stimmen, selbst wenn der Sprecher verstirbt, idR gibt es einen passenden Ersatz, leider kommt der dann nicht immer zum Einsatz, weil er nicht zum Syncronsprecher "Kreis" gehört. Gutes Beispiel ist Eddie Murphy, Randolf Kronberg hat es Jahrzehnte fantastisch gemacht, jetzt wird er von Dennis Schmidt-Foß gesprochen obwohl Christopher Karatsonyi 90% so klingt wie Kronberg.


    Bin absolut auf der Seite der Syncronsprecher, aber da reinzukommen scheint auch nicht einfach. Es sollte wirklich der sprechen, der am besten passt, insbesondere wenn Sprecher abgelöst werden.

  • Generell finde ich es immer etwas peinlich, wenn sich eine Branche hinstellt, und so tut , als ob SIE unbedingt vor dem technischen Vortschritt geschützt werden muss, weil...

    Ja, warum eigentlich?

    Ich kenne keinen Fahrlehrer, der sich hinstellt, und sagt, dass Autonome Autos verboten gehören, weil er dann seinen Job verliert.

    Ich finde vergleichbare Platitüden als Argument beim Thema KI immer etwas sonderbar. Derartige Vergleiche werden immer wieder herangezogen, egal wie sehr sie hinken. Sei es der Vergleich mit dem Aufkommen der Schreibmaschinen, des Autos und sogar bis ganz zurück zur Erfindung des Rades. Sie haben zwar alle teils große Veränderungen mit sich gebracht, waren aber nicht ansatzweise vergleichbar, mit dem jetzigen Wandel.


    Ja, die Schreibmaschine hat sicher eine Menge Schreibkräfte ersetzt, hatte sonst aber kaum weitere Auswirkungen. Das Auto hat sogar Millionen Arbeitsplätze entstehen lassen und dazu auch gleich noch eine ganze, weltweite Industrie. Es gibt hingegen nicht viele Berufe, die auf Kurz oder Lang nicht von einer KI oder von KI-gestützten Robotern ausgeübt werden können. Ich weiß zwar nicht, was Du beruflich machst, aber auch Deine Tätigkeit dürfte vermutlich darunter fallen.


    Die Entwicklung der KI's wird die Welt in bisher nicht dagewesener Weise und vor allem in einer unvergleichlichen Geschwindigkeit verändern. Der Wegfall einer einzelnen Branche, durch technischen Fortschritt, wie es bisher der Fall war, ließ sich eigentlich immer irgendwie kompensieren. Irgendwo wurden immer Arbeitskräfte gebraucht. Der Wegfall der meisten Branchen und Arbeitsplätze weltweit, dürfte hingegen kaum noch kompensierbar sein. Auch dazu werden zwar gerne Platitüden gerissen, dass die Aufgaben sich einfach nur ändern, aber die Welt braucht keine 8 Milliarden Psychiater, Administratoren oder Programmierer. Zumal auch diese Berufe auf längere Sicht leichthin durch die KI ersetzt werden können.


    Bis auf Richter, Staatsanwälte und Politiker mag mir nicht ein einziger Beruf einfallen, der nicht durch die KI oder KI-gestützte Maschinen ausgeführt werden könnte. Und sogar da darf man zu Recht fragen, ob die KI darin nicht sogar besser wäre. Bis hin zu Ärzten oder Chirurgen. Zwar noch nicht heute, aber in 20-30 Jahren dürfte das deutlich anders aussehen.


    Schon heute sind Millionen Arbeitsplätze davon betroffen, nicht nur Synchronsprecher. Es lässt sich aber natürlich immer leicht reden, bis es einen selbst erwischt und die über Jahre erlernten oder antrainierten Fähigkeiten von heute auf morgen plötzlich wertlos sind.

    They can be a great people, Kal-El, they wish to be. They only lack the light to show the way.

  • Um das auch nochmal klarzustellen: ich zweifele nicht an, dass es hervorragende Synchronsprecher gibt. Ich finde es nur seltsam zu "fordern" die einem Schauspieler von Natur aus gegebene Stimme gegen eine "bessere" auszutauschen. Dazu gehört natürlich sicherlich auch, dass ich bei Filmen in der Regel den O-Ton bevorzuge. Da hört sich dann für mich die Synchro-Stimme komisch an - daher mein Ansatz ob es nicht eher an der Hörgewohnheit liegt ob man die eine oder andere Variante bevorzugt.

    Aber wie gesagt - ich finde den Ansatz eine Stimme auszutauschen, seltsam. Gehört für mich eben zum Schauspieler dazu.

    Gutes Beispiel ist Eddie Murphy, Randolf Kronberg hat es Jahrzehnte fantastisch gemacht

    Lustig - Eddie Murphy ist für mich ein absolutes Negativbeispiel einer Synchro. Verändert für mich im Vergleich zur Originalstimme total den Charakter - und das in´s Negative.

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