Wunderschöner (TV, HBO Max, OV)
Im Nachfolger zu Caroline Herfurths Wunderschön geht es nicht mehr vorrangig um Schönheitsideale, sondern um Gleichberechtigung. Dabei herrscht eine deutlich düsterere Grundstimmung. Der lockere, unterhaltsame Witz des Vorgängers wird um einiges kleiner geschrieben, dafür gibt es mehr Drama. Die Leistung manchen Teenagerdarstellers ist bestenfalls durchschnittlich, bei den Erwachsenen ist aber alles im Lot.
Wünderschöner ist immer noch ein guter Film, kommt allerdings nicht an den tollen ersten Teil heran.
6/10
The Astronaut (Heimkino, 4K Disc, DTS-HD + Neural X, OV)
Eines vorweg: The Astronaut ist kein Weltraumfilm. Kate Mara ist als Astronautin wieder auf der Erde gelandet. Während der Landung brach der Funkkontakt ab. Sie wird bewusstlos geborgen und ihr Helm ist zerbrochen. Etwas muss in der Landekapsel gewesen sein. Soweit zur Ausgangssituation. Zur Regeneration wird die Astronautin dann alleine in einer luxuriösen Wohnung mitten im Wald einquartiert. Wie es weiter geht, können sich wohl die meisten denken. Es folgen ein paar zu viele Jumpscares und die Frage was hier eigentlich erzählt werden soll, weil kaum mehr als Standart-Haunted-House-Kost geliefert wird. Dann kommt allerdings der Twist, mit welchem der Film steht und fällt. Ich bin mir selbst noch nicht so ganz im klaren, ob ich ihn unglaublich albern oder gar nicht so uninteressant finden soll. Jedenfalls hat er dafür gesorgt, dass ich mehr darüber erfahren will. Leider ist der Film dann aus.
The Astronaut ist wunderschön gefilmt. Abgesehen vom mäßigen, aber nicht im Übermaß eingesetzten CGI, sieht der Film großartig aus. Die DTS-HD Tonspur klingt auch hervorragend, sogar der Soundtrack wird überzeugend eingesetzt.
Ich bin mir sicher, dass einige auch auf Grund der genre-typischen Logiklöcher vor dem Ende abschalten werden. Die verpassen dann aber, was den ganzen Film ausmacht. Das mag vielleicht etwas vorhersehbar sein, sorgt aber dafür, dass The Astronaut doch noch als solider 90-Minüter über die Ziellinie geht.
6/10