zoziplex - ultimate home cinema experience

  • Hallo zozi,


    Das sind interessante Gedanken.

    Ich versuche zu verstehen was genau am Sony emotionslos für Dich ist.

    Das Gerät bietet hervorragende Werte, allerdings ist es in keiner Disziplin herausragend- es ist ein guter Allrounder dank MadVR werden die meisten Schwachstellen ausgebügelt…


    Stört Dich das Bild oder möchtest Du einfach einen „besonderen“ Projektor? Sowohl Dein Christie, als auch der Z1 waren eher Exoten mit Schwachstellen.

    Warum war der Panasonic RQ13 nicht das Richtige?


    Auch ich fand den Bragi damals großartig, das Bild fand ich mit Abstand am „authentischsten“ bei so ziemlich jedem Bild, und das ganz ohne Fi- es gab kein Dynablack damals. No Go war die immense Abwärme und vor dem „Silent Modus“ die Lautstärke.
    mit Technikraum ist das ganz anders :) .


    Heute schaue ich auch zu JVC, allerdings bleibt die Frage ob Dich der NZ800/NZ9 emotional abholen können..es sind auch (tolle) Mainstream Geräte mit überragendem Schwarz- allerdings ist Frage ob Du mit der Schärfe leben kannst..im Vergleich zu den Sonys ist das Bild weniger auf Effekt aus und dadurch eben ein tolles Bild mit weniger WOW.

  • Mein Ratschlag wäre Probier den envy Core mit dem Sony

    Das wäre ein größerer Rückschritt: Zozi nutzt schon madVR, dazu noch den Shader von Roman und in der Kombi sind wir dem Envy voraus. Siehe auch Besuchsbericht von Joe bei Namor, der selbst einen Envy+Nz9 hat und trotzdem vom Bild bei Namor mit "nur" einem NZ8 begeistertet war.


    Als DLP-Fan führt für mich kein Weg am Barco Bragi CS vorbei – mit etwas Stretch würde er finanziell gerade noch hineinpassen.

    Gleichzeitig haben mich zwei Jahre mit JVC beeindruckt – und so liebäugele ich nun auch stark mit dem NZ800, und in meinem Hinterkopf spukt ganz leise auch der große Bruder, der NZ9, herum.

    Wäre nicht der 600er Barco eine Option, zumindest gegen den Bragi?

  • Das wäre ein größerer Rückschritt: Zozi nutzt schon madVR, dazu noch den Shader von Roman und in der Kombi sind wir dem Envy voraus. Siehe auch Besuchsbericht von Joe bei Namor, der selbst einen Envy+Nz9 hat und trotzdem vom Bild bei Namor mit "nur" einem NZ8 begeistertet war.

    Hallo,


    was nur deswegen so abgelaufen ist, weil generell wenig Helligkeit zur Verfügung steht (im Vergleich). Mit mehr Licht (viel mehr Licht), sieht die Sache definitiv anders aus.

    Wäre nicht der 600er Barco eine Option, zumindest gegen den Bragi?

    Nein.


    ANDY

    arled-cinema.de Fullservice Integrator mit professioneller VR 3D Kino Planung + Akustikausarbeitung + technische Planung + Designausarbeitung.

    (zertifizierter Trinnov + Storm Audio Händler) Brands u.a. : BARCO ; CHRISTIE ; LED Wall Systeme ; ASCENDO PRO ; Display Technologie ; MAD VR ; AV pro edge ; Magnetar ; Artnovion ; ARLED Cinema Screens ; Lightboxen ; Spann - Rahmemsysteme ; Akustikstoffe uni + bedruckt uvm.

    Kinos :

    OASIS Theater & Lounge

    Heimkino der Zukunft Build 1

    Wohnkino mal anders 2.0

    Edited once, last by ANDY_Cres ().

  • Das wäre ein größerer Rückschritt: Zozi nutzt schon madVR, dazu noch den Shader von Roman und in der Kombi sind wir dem Envy voraus. Siehe auch Besuchsbericht von Joe bei Namor, der selbst einen Envy+Nz9 hat und trotzdem vom Bild bei Namor mit "nur" einem NZ8 begeistertet war.


    Wäre nicht der 600er Barco eine Option, zumindest gegen den Bragi?

    Der Barco i600 steckt noch in der Kinderschuhen!!

    Da muss noch viel passieren das der vernünftig läuft!!

  • Ok, dachte, der wäre ein neuer Game Changer, wer etwas mehr Licht möchte. Wurde ja bißerl gehyped.


    was nur deswegen so abgelaufen ist, weil generell wenig Helligkeit zur Verfügung steht (im Vergleich). Mit mehr Licht (viel mehr Licht), sieht die Sache definitiv anders aus.

    Ich weiß zwar nicht, was wie und wo abgelaufen ist.
    Macelmann meinte wohl, Zozi soll sich einen Envy zum Sony dazu kaufen. Wer keinen VP nutzt, ist das sicher ein gutes Upgrade.

    Wir, die schon madVR mit einem PC nutzen, bringt madVR keinen Mehrwert (im Gegenteil, wir haben mehr Einstellmöglichkeiten). Zusätzlich können wir noch den Shader von Namor verwenden, der für uns Beamer-Nutzer ein GameChanger ist.

  • Ich habe einiges gesehen, immer in Kombination mit madVR: Bragi, Sony, NZ9. Was mich immer abholte, ist die FI des Envy.


    Ohne Envy ist der NZ9 für mich am ausgewogensten, da hier der Schwarzwert am besten ist, bzw am wenigsten stört. Der Bragi mit Dynablack kann diesbzgl in etwa mit einem Sony mithalten, hat aber bessere Farben, ANSI, Schärfe als Sony und JVC. Ein Bragi mit Envy schlägt für mich ganz klar einen NZ9 ohne Envy, auch wenn er deutlich dunkler ist / weniger hell ist. Mit Envy und 120Hz ist der NZ9 extrem ausgeglichen. Da kommt dann auch Bildruhe und Souveränität ins Spiel, die ich am Bragi so schätze. Limitierend ist beim NZ9 halt auch die Helligkeit. Klar: Abzüge (für mich leichte) bei den Farben (für mich nicht gravierend). Insgesamt ist der NZ9 mit Envy ein enorm starkes Packet für LW bis ca 3.5 m Breite.


    Fazit: mit dem NZ8/9 macht man nichts Grundlegendes falsch. Man braucht halt ein wenig Glück, dass die Kiste ein paar Jahre hält. Wer eine kleinere LW hat und Stabilität wünscht: Bragi. Der Sony ist günstiger und kann je nach Situation aber auch passen (einen guter Allrounder ohne überragende Eigenschaften). Wer Schwarzwert-Fetischist ist, landet bei JVC, sieht aber auch da noch Steigerungspotential ;-) Wer Farben und Scharfe will: Bragi.

  • Schwer in Worte zu fassen, was genau mir fehlt. Meine Frau sagt, ich sei einfach zu kritisch – für sie ist alles völlig in Ordnung.


    Hallo Leidensgenosse :big_smile: Meiner Frau versteht auch nicht ein, was am Bild noch besser sein könnte.


    Mein Ratschlag wäre Probier den envy Core mit dem Sony

    Das kann ich voll unterstreichen. Das interne Processing von Sony und JVC ist solange gut, bis man einen Vergleich mit externen Processoren (Standalone oder HTPC) macht. Das endet meinst mit einer Investition. Weiterer Vorteil ist, das die externe Lösung weit länger verwendbar ist und der Weg zu den Profigeräte weiter offen bleibt. Bist einfach flexibler.


    Ja, DLP und Lichtreserven ... wenn man Gefallen an dem Bild gefunden hat ist es eh vorbei. Aktuell kenne ich keine andere Technik mit der man den Seheindruck bekommt. Aber, der finanzielle Aufwand steigt leider überpropertional mit den Bedürfnissen. 1080p 3-Chip hattest Du eh schon, also wäre die Konsequenz 3-Chip 4K (shifter usw) mit Objektivtuning. Da wird´s leider aktuell noch sehr teuer. Aber! die Zeit spielt mMn für uns, die auf der Hellen Seite der Macht sind. Je mehr Geräte neu in den Markt kommen (Profi / Residential) desto schneller werden auf Zeit die Preise der gebrauchten Geräte fallen. Und an einem zB 5 Jahre alten 3 Chipper mit 1000h ist nix verkehrt. Ist ne Geduldsfrage.


    Ich würde mal den Weg mit einem externen Processing versuchen und abwarten. :opi:

  • Ich würde mal den Weg mit einem externen Processing versuchen und abwarten.

    Auch hier: Hat er doch schon längst im Einsatz!


    DLP hat schon sein Vorzüge, bin auch selbst ein Fan vom hellen Bild. Das Problem ist halt, dass man auf der anderen, der dunklen Seite nach Möglichkeit, nicht mehr zurück steigen möchte.
    Bei Zozi kommt hinzu: Mit dem Christie war sein Raum "nur" mit Lautsprecherstoff verkleidet. Durch den helleren Raum ist das hellere Schwarz nicht so stark aufgefallen. Selbst hatte ich schon den X7900 und N5 bei den Besuchen. Dunkle Szenen waren OK in dem Raum.
    Inzwischen hat Zozi seinen Raum auch mit Adamantium verkleidet. Damit fällt das hellere Schwarz umso stärker auf.

    Wie fast immer: Pro&Contra.


    Leider haben dann noch die meisten Shifter-DLP einen geringeren Kontrast, als die Full-HD Geräte. Interessante Geräte sind auch gebraucht noch weit außerm Budget.



    Letztendlich ist es natürlich immer subjektiv, welche Pro&Contra man selbst stärker gewichtet.


  • Wer einen neuen Projektor kauft, will vor allem eines: langfristige Sicherheit. Genau das hat mich überzeugt – und so fiel die Wahl auf den JVC NZ800... Es war keine leichte Entscheidung: NZ9 oder NZ800? Am Ende hat ein entscheidender Faktor den Ausschlag gegeben – und damit ist ein neues Kapitel in unserem Heimkino eingeläutet...



    Die Entscheidung ist gefallen – nach langem Abwägen!


    Meine Wahl ist auf den JVC NZ800 gefallen. Warum? Das ausschlaggebendste Argument war die 3 Jahre Garantie. Nach den Problemen mit dem JVC Z1 wollte ich diesmal keinen Projektor kaufen, der nur wenig oder gar keine Garantie bietet.


    Ich habe mir geschworen: Nie wieder ein teures Gerät ohne ausreichend Garantie!


    Am Ende stand die Wahl zwischen NZ9 und NZ800 – und der NZ800 hat gewonnen.

    Momentan steht das Heimkino nicht an erster Stelle in unserem Leben. Deshalb wollte ich einen aktuellen Projektor mit viel Garantie, den ich in 2–2,5 Jahren noch problemlos verkaufen kann – mit Restgarantie und stabiler Nachfrage am Markt. Der NZ800 bot dafür den besten Kompromiss.


    Kurz habe ich sogar mit dem NZ900 geliebäugelt. Das Budget hätte ich strecken können – aber realistisch betrachtet wäre das derzeit reine Geldverschwendung bei unseren aktuellen Kino-Gewohnheiten.


    Der Plan: Der NZ800 bleibt für ca. 2 Jahre.

    Dann sind die Zwillinge auch größer, das Kino wird wieder stärker genutzt, und ich werde den nächsten Schritt gehen – diesmal kompromisslos in jeder Hinsicht.

  • Ich habe heute den JVC NZ800 bestellt. Wenn ich Glück habe, kommt er Ende der Woche an... wenn nicht, dann nächste Woche... Ich warte wie ein kleines Kind auf Weihnachten... :-)




    Christie HD10K – Eine Zeitreise in die goldene Ära der Projektion


    Heute war ein ganz besonderer Tag – mein kürzlich von Dirk erworbener Christie HD10K ist endlich angekommen.


    Ein Projektor, den ich nicht zum ersten Mal in den Händen halte – tatsächlich hatte ich dieses Modell schon zweimal zuvor. Als ich ihn einschaltete, kamen sofort Erinnerungen hoch. Es ist einfach unglaublich, was dieser beinahe 15 Jahre alte Projektor heute noch leisten kann.


    Die Bildqualität hat mich erneut beeindruckt: ein starker ANSI-Kontrast, eine gleichmäßig scharfe Darstellung über die gesamte Bildfläche und mit dem YNF-Filter einfach wunderschöne Farben. Die 3-Chip-DLP-Technologie zeigt einmal mehr, warum sie als unverwüstlicher Kämpfer gilt – zukunftssicher und zuverlässig.


    Wäre mein Sitzabstand zur Leinwand nicht so gering, könnte dieser Klassiker auch heute noch problemlos meinen Heimkino-Alltag bestreiten.


    Am Wochenende geht das Gerät zu „cseneleswow“ für ein kleines Tuning – sowohl beim ANSI-Kontrast als auch bei der Optik. Danach macht sich der HD10K auf die Reise nach Budapest zu seinem neuen Besitzer.


    Ein Stück Projektorgeschichte lebt weiter.


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    noch ohne Tuning, aber mit ganz grössen Potential...

  • JVC NZ800 – Erste Eindrücke (Quick & Dirty)


    Heute ist er endlich angekommen – der JVC NZ800.


    Hier ein schneller, ungefilterter Ersteindruck. Der ausführliche Bericht folgt später, wenn ich genug Zeit hatte, das Gerät perfekt an meine Umgebung anzupassen.

    Das Paket kam in einer edlen, stabilen Doppelverpackung an. Beim Auspacken stieg mir sofort dieser „Neugeruch“ in die Nase – etwas, das ich bei meinen bisherigen Projektoren nie erlebt habe, denn es ist tatsächlich das erste Mal, dass ich ein komplett neues Gerät gekauft habe. Die 3 Jahre Garantie sind dabei ein sehr beruhigendes Plus.


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    Optisch macht der Projektor sofort Eindruck: massiv, solide gebaut, hochwertig verarbeitet. Im direkten Vergleich wirkt er edler als mein vorheriger Sony.

    Zunächst kam er auf eine provisorische Halterung.


    Einschalten, Bild grob auf die Leinwand ausrichten, Grundeinstellungen checken – dann den PC gestartet. Eigene Auflösung, RGB-Signal, Videoausgabe… und schon beim Windows-Desktop hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Das Bild wirkte deutlich schärfer als beim Sony XW7000, den ich zuletzt hier im Kino hatte. Selbst das Kodi-Menü und die Covergrafiken sahen gestochen scharf und brillant aus.


    Ein paar Testszenen folgten: Farbprofil aus, High-Brightness-Modus an – Vorbereitung für die LUT-Kalibrierung. Das Bild war knackig, kontrastreich, mit satten, kräftigen Farben und mehr als ausreichender Helligkeit. Mein spontaner Tipp: etwa 30–35 fL.


    Dann kam das Mess-Equipment zum Einsatz. Auf meiner 3,15 m Gerriets-Leinwand erreichte der NZ800 im High-Brightness-Modus 180 nits Spitzenhelligkeit. Kalibriert auf D65 blieben bei einem 20 %-Fenster noch 130 nits übrig. Mit DCI-Filter waren es glatte 100 nits – exakt so viel, wie mein JVC Z1 vor seinem Defekt schaffte.

    Ohne Filter und mit deaktiviertem Wide-Gamut-Modus erreichte er 85 % DCI-P3, mit Filter nahezu 100 %. Beeindruckend.


    Dann die ADL-Messung – inzwischen war meine Neugier auf dem Höhepunkt. Mit schweißnassen Händen wartete ich auf die ersten Zahlen…

    Mit komplett geöffneter Blende und 100 % Laserleistung erreichte er unglaubliche 51.000:1 nativen On/Off-Kontrast (unkalibriert). Atemberaubend. Auch der ANSI-Wert ließ nichts zu wünschen übrig: 340:1 – fast schon DLP-Niveau. Angeblich lässt sich dieser Wert mit Lens Shift noch steigern, was ich definitiv testen werde, sobald der Projektor seinen festen Platz im Technikraum bekommt.


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    In der ADL-Kurve zieht er bereits bei 25 % mit dem 3-Chip-Christie-DLP gleich, und darüber hinaus hängt der JVC ihn klar ab.

    Ein Hinweis: Die Werkseinstellungen für die Bildverarbeitung waren viel zu aggressiv und erzeugten Artefakte. Ich musste deutlich zurückregeln. Falls jemand hier gute Tipps hat – immer her damit –, aber ich werde auch selbst experimentieren.



    Fazit:

    Erster Eindruck: hervorragend. Das Gerät hat enormes Potenzial. Wenn ich mit Namor Shader und Gamma Kick die vollen 180 nits Spitzenhelligkeit ausnutzen kann… wow. Ich hoffe, das ist nicht nur der „Neuheitsbonus“. Weder beim Z1 noch beim Sony XW7000 hatte ich dieses Gefühl. Das letzte Mal so viel Begeisterung hatte ich beim Christie HD10K – auch wenn dieses Bild heute nicht mehr mithalten könnte.


    Seit 2017 hat sich bei JVC einiges getan. Alle Schwachstellen des Z1 scheinen ausgebügelt. Ich habe in keiner Hinsicht das Gefühl, Abstriche machen zu müssen. Die Schärfe, vor der ich am meisten Respekt hatte, ist absolut in Ordnung. Die Helligkeit ist 30 % höher, der Kontrast fünfmal so groß, der Schwarzwert hervorragend. Und die Laserlicht Regelung ist das Sahnehäubchen.


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    Fortsetzung folgt.

  • Erste Woche mit dem JVC NZ800 – meine Eindrücke

    In der ersten Woche habe ich bereits rund 30 Stunden mit dem NZ800 verbracht. Für die Messungen habe ich mir einen mobilen Rahmen gebaut und mit einer Gerriets-Leinwand bestückt. In der richtigen Entfernung zum Projektor konnte ich so sogar mit dem i1 Display Pro reflektiv messen.


    Mit ColourSpace habe ich ein VCGT 1D-LUT erstellt und dieses anschließend mithilfe des „Karlklammer Gamma Tools“ in einen freien Gamma-Slot des NZ800 geladen. Das Ergebnis war beeindruckend: zurückgemessen zeigte sich eine nahezu perfekte Graustufendarstellung. Der kalibrierte native On/Off-Kontrast lag bei 41.300:1 – ein wirklich guter Wert. Offenbar habe ich ein sehr gutes Exemplar erwischt, was wohl auch der sorgfältigen Vorauswahl zu verdanken ist.


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    Daraufhin habe ich eine Messreihe mit ca. 3800 Patches durchgeführt. Über die „Map Space“-Methode entstand dann ein 3D-LUT für den Projektor. Mit 100 % Laser, vollständig geöffneter Iris und ohne DCI-P3-Filter erreichte ich 115 nits Spitzenhelligkeit bei 85 % P3-Abdeckung. Die Ergebnisse auf der mobilen Leinwand habe ich später noch mit meiner „normalen“ Leinwand abgeglichen – die Abweichungen waren minimal. Danke an dieser Stelle für den Tipp mit der mobilen Leinwand, das ist wirklich die bessere Lösung als eine Messung direkt am Objektiv.


    Im nächsten Schritt habe ich den Projektor in den High-Brightness-Modus (150 nits, unkalibriert) zurückgesetzt und im NNdykorel den HL Kicker 2.0 aktiviert. Mit den Reglern habe ich einen korrekten D65-Weißpunkt eingestellt, zusätzlich die Hauptpunkte des Farbraums (color gamut) sowie eine 5-Point-Saturation-Messung mit aktivem Shader (via MPC-HC) durchgeführt. Das Ergebnis war ebenfalls überzeugend. Parallel habe ich im madVR das DTM angepasst. Der HL Kicker scheint in den bisherigen Tests einen klaren Vorteil zu bringen, ohne dass die Farben merklich verfälscht werden – eine endgültige Aussage erfordert aber noch mehr Praxiszeit.


    Mit meiner Basis-Einstellung (115 nits) habe ich bereits zahlreiche bekannte Szenen durchgetestet. Kurz gesagt: ich bin sehr zufrieden. Je mehr Referenzszenen ich anschaue, desto begeisterter bin ich. Der NZ800 überzeugt mit Schärfe, Helligkeit und Kontrast. In dunklen Szenen konnte ich mehr Details entdecken als bisher gewohnt – genau das, was man von einem JVC erwartet. Aber auch in hellen Szenen schlägt er sich hervorragend, wozu sicher der hohe ANSI-Kontrast beiträgt.


    Ein Wort zur Schärfe: ein großer Teil entsteht meiner Meinung nach durch die digitale Signalverarbeitung. Ohne 8K e-Shift wirkt das Bild eher weich, mit aktiviertem e-Shift hingegen liefert der NZ800 das knackige, zeichnungsstarke Bild, das ich schon vom JVC Z1 (und auch von DLP) kannte. Besonders auffällig ist der Unterschied im Kodi-Menü oder auf dem Windows-Desktop. Offenbar greift hier neben dem e-Shift auch ein Schärfungs-Algorithmus.


    Meine aktuellen Einstellungen:

    • 8K e-Shift: On

    • High Res: 1

    • Enhance: 1 (max. 2, darüber wirkt es unnatürlich bei mir)


    Sehr positiv überrascht hat mich außerdem das HDMI-Handshake: nach einem Frequenzwechsel ist das Bild bereits nach 3–4 Sekunden da. Auch die Lasersteuerung gefällt mir sehr gut. Ich nutze die niedrige Stufe – die Spitzlichter bleiben unberührt, aber FFTB ist in Sekundenbruchteilen da, was in meinem „Adamantium“-Kino einfach fantastisch wirkt.


    Gestern Abend konnten wir dann auch den ersten kompletten Film schauen: „Statham - Working Man“. Die Bildqualität des Films selbst war nicht herausragend, trotzdem gab es mehrere Szenen, bei denen ich einfach nur staunen musste – nicht nur in den dunklen Momenten.


    Fazit nach einer Woche: Der NZ800 ist ein wirklich starker Projektor. Er liefert aus guten Quellen ein herausragendes Bild, zeigt aber gnadenlos auch die Schwächen von schlechtem Material. Genau so, wie es sein sollte.

  • mit aktiviertem e-Shift hingegen liefert der NZ800 das knackige, zeichnungsstarke Bild

    Mit dem E-Shft werden auch weitere Schärfefilter aktiviert, die wieder anders arbeiten, als im MPC. Standbilder mit feinen Strukturen profitieren davon merklich.

    Dafür bringt es bei Bewegung Motion Blur ins Spiel. Zumindest bei unserer Generation.

    Bin deshalb immer wieder hin&her, ob mit oder ohne 8K E-Shift.


    Unsere Generation erzeugt auch einen Schatten beim 8K E-Shift. Am Besten bei schwarzen Linien auf weißen Hintergrund zu sehen. Da gibts mit ein paar Pixel Abstand dann noch eine hellgraue Linie. Wäre interessant, ob das bei den neuen Geräten weg ist.

    Hab das damals hier fotografiert, 2. Bild:


  • Kleines Kino-Update: Am Wochenende stand Aufhübschen auf dem Programm. 🧹🛋️

    Alles sauber gemacht, Sitze gepflegt – und schon macht’s gleich doppelt Spaß, den Raum zu genießen.

    Und weil Bilder mehr sagen als Worte, hier ein kurzer Clip aus dem Zoziplex:


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  • Zwischenbericht - Einstellungen, Schärfealgos...


    Fazit nach einer Woche: Der NZ800 ist ein wirklich starker Projektor. Er liefert aus guten Quellen ein herausragendes Bild, zeigt aber gnadenlos auch die Schwächen von schlechtem Material. Genau so, wie es sein sollte.


    Ich beschäftige noch immer mit den Einstellungen.

    Eine wirklich 100%ige Lösung habe ich bislang noch nicht gefunden. Ich habe mich intensiv mit dem Thema beschäftigt, aber es gibt nach wie vor bestimmte Titel, die nicht optimal funktionieren. Vor allem dort, wo die künstlerische Intention stark auf Filmkorn/Grain setzt, verschlechtert der Schärfungs-Algorithmus das Bild deutlich. Produktionen, die in exzellenter technischer Qualität gemastert wurden, wirken dagegen absolut überzeugend – Beispiele: Passengers, F1, Lucy , Black Widow, 355, Gucci, usw.

    Mein aktuelles Setup:

    • JVC mit 8K E-Shift, Enhance 2, High Resolution 1

    • madVR-Schärfefilter deaktiviert

    • Chroma- und Upscaling: AA very high

    • nnDykorel-Schärfefilter: gering

    Ich habe diverse Konfigurationen getestet. Da ich zuvor ein 3-Chip-DLP im Einsatz hatte und auch der JVC Z1 über eine extrem hochwertige Optik verfügte, hat native Schärfe für mich höchste Priorität. Der NZ800 ist in diesem Punkt (native sharpness) für mich nicht vollständig zufriedenstellend – nur mit digitaler Nachschärfung, was schnell "zu viel" sein kann...

    • High Resolution 2 → zu weich

    • 8K E-Shift deaktiviert → ebenfalls zu weich

    Für mich sind daher High Resolution 1 und 8K E-Shift zwingend notwendig, um eine solide Basis zu schaffen. Allerdings ist das in manchen Fällen bereits „zu viel“. Deshalb habe ich die madVR-Schärfung sowie nnDykorel entsprechend zurückgenommen.

    In der Mehrzahl der Fälle funktioniert dieses Setup sehr gut. Es gibt jedoch Titel (z. B. gestern bei Jurassic Park Rebirth), bei denen das Resultat nicht meinen Vorstellungen entspricht…


    Jetzt, da der Projektor seinen endgültigen Platz im Technikraum gefunden hat und sowohl das 1D-LUT als auch das 3D-LUT für madVR erstellt sind, kann ich sagen: Der native Kontrast und vor allem der Intra-Szenen-Kontrast sind wirklich beeindruckend. Der ANSI-Kontrast bewegt sich beinahe auf DLP-Niveau.

    nativ on/off 43.000:1

    ansi: 388:1


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  • Der NZ800 ist in diesem Punkt (native sharpness) für mich nicht vollständig zufriedenstellend – nur mit digitaler Nachschärfung, was schnell "zu viel" sein kann...


    Da wird es wohl auch keine one-fits-all Lösung geben, da Schärfe Algorithmen bei ungünstigem Content das Bild eher verschlechtern.

    Ich sehe nur die Option 2 oder 3 Presets mit mehr oder weniger Anschärfen definieren die je nach Content verwendet werden.

  • Trotz moderater Anschärfung, nutze ich auch 2 Filter. Da leichter zum umschalten, mit madVR, Beamer recht neutral. 1x mit meiner normalen Anschärfung, 1x neutral, ohne Anschärfung.

    Ich hab auch noch ein Profil mit Rauschunterdrückung, aber das nutze ich nur recht selten, da es tw. komische Effekte hat.

    Wenn das Bild ganz schlimm ist, schau ichs meist später am TV.

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