Dirac Einmessung - Tipps & Tricks, Fragen, Diskussion

  • Du schickst den Yamaha zurück, weil dir Dirac ART nicht gefällt? Wieso das?

    Der Yamaha hat kein Dirac ART und er ist auch ohne Messepuipment komplett manuell konfigurierbar. Daher verstehe ich nicht so ganz, was du damit bezweckst.


    Du kannst mit dem Yamaha einfacher den Klang nachregeln, da du alles direkt am Handy und am Hörplatz nach Gehör einstellen kannst. Ohne separates Messequipment bzw. dafür reicht das, was Yamaha beilegt.


    Das geht natürlich auch mit den Oberklasse AVR´s von Denon/Marantz. Es ist aber fummeliger, da du dafür die Audyssey App benötigst. Entweder über Handy oder am PC. Im Yamaha lässt sich alles direkter bearbeiten, da der EQ im Gerät quasi verbaut ist und du kannst sofort anhören, was du verstellst. Bei Denon/Marantz musst du jede Klangveränderung erst auf den AVR hochladen.


    Sogesehen ist der Yamaha intuitiver und diesbezüglich besser für Leute geeignet, die ihren Sound durch Hören einstellen möchten. Ich hab hier exakt meinen Sound eingestellt ohne Messungen. Auch die Phasenlage der Subs hab ich ohne Messungen per Gehör eingestellt, weil es relativ einfach geht.


    Dafür kann die Denon/Marantzsoftware noch mehr einstellen, kostet aber auch extra. Ob es dann besser klingt, da scheiden sich die Geister.


    Ohne ART ist der Yamaha klanglich gleichauf mit der Konkurrenz, d.h. du kannst damit den von dir gewünschten Klang auch ganz alleine und mit etwas Übung "relativ simpel" einstellen. Dann kann der Yamaha auch mit Dirac Live oder Bass Control mithalten.


    Nur Dirac ART ist etwas, was Yamaha aktuell nicht kann und da sind Denon/Marantz definitiv überlegen.


    Jedoch ist der Unterschied auch nicht so groß wie viele meinen, wenn man ohnehin die Raumakustik berücksichtigt. Es liegen keine Welten dazwischen. Wenn dann sind es eher 5%.

  • Nur Dirac ART ist etwas, was Yamaha aktuell nicht kann und da sind Denon/Marantz definitiv überlegen.


    Jedoch ist der Unterschied auch nicht so groß wie viele meinen, wenn man ohnehin die Raumakustik berücksichtigt. Es liegen keine Welten dazwischen. Wenn dann sind es eher 5%.

    Viele die nun ART haben würden dir da widersprechen - mich inbegriffen. Tatsächlich empfinde ich es hier und in diversen anderen Foren eher so, dass diejenigen, die mit ART nicht zufrieden sind (vllt. weil sie den etwas dickeren Bass mit DLBC bevorzugen) seltene Ausnahmen sind.

    Sony Bravia 77" A83J OLED, Marantz Cinema 50 + Dirac ART, 4.3.4

    Edited once, last by AlArenal ().

  • Es kommt auf deine Raumamustik an. Bei mir ist das ohnehin schon so gut es geht optimiert.

    Ich hab quasi nur eine Raummode, die wirklich stört und die ich auch mit dem Yamaha durch 2 Subwoofer und ein wenig Spielerei mit verzögerten Basswellen halbwegs im Griff hab.


    Keine Frage, der Bass geht mit ART in jedem Raum nochmals trockener.

    Ich hab am PC-Desktop einen Klang fast ohne Moden und sicher, da geht noch mehr. So viel das es mich schockt ist es aber vermutlich nicht.

  • Ich denke, dass du damit auf einen sehr guten Weg bist. Viel Erfolg!

    "Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid." (Yoda)

    Edited once, last by Bumblebee ().

  • kurze Frage, da ich den Denon 4800H sowie Dirac als auch ART heute zum ersten Mal in Gebrauch habe:


    Wenn es zeitlich drin ist, möchte ich morgen mal in REW gegenmessen, wie gut ART ein DBA eingestellt bekommt.

    Über welche Einstellung am AVR messt ihr das, damit entsprechend jeglicher Support aller ausgewählten Lautsprecher auch bei der Messung mitspielt?

    Normalerweise messe ich dann mit aktivem EQ immer über Multi CH. Wäre das hierfür ebenfalls die Wahl?

  • Warum? Das ganze Thema Einmessen „Entzerren“ übersteigt meine Fähigkeiten. Ich müsste einen Profi bezahlen, um das machen zu lassen. Aber mit jeder Änderung im Raum/ Lautsprecher, oder der Aufstellung (Lautsprecher, Sitzposition) wäre das ja wieder hinfällig. Wenn Dirac 80-90% von dem hinbekommt, was ein Profi macht, würde ich auf Dirac setzen wollen, weil ich dann jederzeit was verändern und neu durch Dirac messen kann.

    Hallo, wenn du die Gedanken hast das du den Yamaha nicht eingestellt bekommst, muss ich dir leider sagen das Dirac ART hier nochmal eine ganz andere Hausnummer darstellt in Sachen umfangreichen Einstellmöglichkeiten und Fehleinstellungen....


    Ich würde eher sagen, Yamaha bekommt jeder hin, ART hingegen nicht.

    Natürlich hat der Yamaha aber auch gerade dort Schwächen, wo auch dein Raum Probleme macht durch deine Raumgeometrie.


    Ausgereizt ist ein Yamaha ein stumpfes Messer im Vergleich zu ART, aber ob du da ohne einen Profi/Hilfe hin kommst wo du hin möchtest kann wohl niemand garantieren.

    Vllt ist es dir ja möglich mit der Zeit alles an Equipment und Einrichtung zu optimieren, und DANN einen Profi für ART hinzu zu ziehen.

  • kurze Frage, da ich den Denon 4800H sowie Dirac als auch ART heute zum ersten Mal in Gebrauch habe:


    Wenn es zeitlich drin ist, möchte ich morgen mal in REW gegenmessen, wie gut ART ein DBA eingestellt bekommt.

    Über welche Einstellung am AVR messt ihr das, damit entsprechend jeglicher Support aller ausgewählten Lautsprecher auch bei der Messung mitspielt?

    Normalerweise messe ich dann mit aktivem EQ immer über Multi CH. Wäre das hierfür ebenfalls die Wahl?

    Multi CH 7.1

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  • Hi zusammen,


    unverhofft habe ich eine Dirac Volllizenz geschenkt bekommen :) Daher habe ich mich bisher nicht so richtig mit beschäftigen können und hoffe auf ein paar Tipps, um die gesamte Einmessung usw. nicht doppelt machen zu müssen.


    Hintergrund: Ich nutze im Kino ein 9.2.2 Setup mit 3 NuWave 35/65 in der Front, 6 NuLine WS14 und 2 Klipsch SPL120


    Sorry falls diese Fragen schon geklärt wurden, ich habe in meiner Recherche gestern Abend leider keine Antworten hierzu gefunden


    1. Gibt es eine Newbie Anleitung - es wird häufiger von Youtube Anleitungen gesprochen - konkrete Empfehlungen wären super, man findet dort auch viel "Werbung"

    2. Gibt es eine Reihenfolge in der man die verschiedenen Dirac Anwendungen nutzen sollte (Room Correction, Bass Control, ART)? Oder passiert das alles in einer Messung?

    3. sehr konkrete Frage zu meinem Setup: Ich habe aktuell die beiden Subwoofer mit Y Kabel in der Front. Wäre es sinnvoll einen der SW an der hinteren Wand zu platzieren und in eine separate Gruppe zu packen. Es Schallpegelgründen brauche ich nicht beide in der Front. Gibts hierzu eine Möglichkeit das zu "analysieren" ohne mehrfache Messungen durchzuführen und hin- und her-zubauen? Muss ich mein Positionswechsel des Subs etwas an der Phase ändern?


    Danke sehr und sorry für ein eventuelles Wiederholen, der Thread ist aber unübersichtlich geworden


  • zu 2. Du stellst einfach auf ART und dann wird alles berechnet.

    zu 3. Ausprobieren, und die Phase korrigiert Dirac immer selbst, auch wenn du es am Subwoofer falsch einstellst.

  • Zwei gute Videos die mir geholfen haben und beim zweiten Video auch mal ein Dirac Mitarbeiter:


    External Content youtu.be
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  • Da gibt es nur einen Weg !!

    Einmessen und probieren was möglich ist , sich langsam ran Testen.

    Hilfreich ist auch einen großen Zettel

    Mit Rubrik Gruppe und Support /Db / Hz , anzulegen , dazu genau hinsehen was deine einzelne Lautsprecher so können um zu Supporten den eine Trennfrequenz gibt es unter Art nicht , und das für jeden Lautsprecher anzupassen

    Wie du jetzt schon liest, es ist kein Selbstläufer. Es braucht Zeit und Geduld

    Gruß Thomas

  • ergänzend zu 3.: Ich würde auf jeden Fall das Y-Kabel rausnehmen und die Subwoofer getrennt von Dirac einmessen lassen. Position muss man ausprobieren. Ich würde es wohl erstmal so lassen und ausprobieren. Gute Erfolge werden bei zwei Subwoofer aber oft bei diagonaler Aufstellung erzielt. Ist aber halt nicht allgemeingültig.


    Lieben Gruß


    Michael

  • Schau mal hier in post #1, da gibts sehr gute links


    "Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid." (Yoda)

  • Ich habe jetzt eine Einmessung meines dba nur mit ART gemacht. Also sub 1 ist das vordere Gitter und sub 2 ist das hintere Gitter. Beide subs in ART in eine eigene Gruppe. Gibt es da Erfahrungswerte mit welchem Supportlevel ich sub2 in ART für sub1 einstelle? Standard ist ja -18dB. Das scheint mir aber etwas wenig.


    Zum nachmessen hatte ich gestern Abend keine Zeit mehr. Aber vielleicht kann ich mir ja heute Abend viel try & error sparen, wenn es da gute Richtwerte gibt.

  • ich habe ebenfalls gestern mein DBA mit ART gemessen und es genauso wie du angeschlossen.


    Zuerst habe ich Sub 1 (-18dB) von Sub 2 mit -18dB supporten lassen. Dann habe ich den Support-Level von Sub 2 auf -12 gestellt und habe damit eine bessere Nachhallzeit messen können.

    Mit den Einstellungen bis -24 habe ich noch nicht herumexperimentiert. Doch eine allgemeingültige Aussage scheint es dazu nicht zu geben.

    Das Support-Level gibt ja auch die Lautstärke wieder. Falls du vorerst nicht gegenmessen möchtest, würde ich schauen, von wo dann beim DBA der Bass zu hören ist --> von vorne, mittendrin oder doch eher von hinten

  • Hallo zusammen,


    Seit letzter Woche habe ich auch eine Dirac ART Lizenz und damit rumgespielt. Ich wollte jetzt einfach mal mein Setup und meine Messungen hier mit euch teilen und nach Tipps besonders zur Gruppierung, Frequenzen und wer wen unterstützen sollte fragen. Bezüglich der Target Curves habe ich auch keine Ahnung, ob ich überhaupt was verändern sollte oder muss. Klingt eigentlich aktuell sehr gut, aber geht ja immer besser.


    Grundsätzlich hat sich die Anschaffung definitiv gelohnt, klanglich nochmal besser als vorher. Center unterstützt nirgends und die Fronts bis 40Hz runter. Messen mit REW steht noch aus, wollte ich heute mal machen eventuell. Bin gespannt auf euren Input, jetzt die Daten:


    Setup:

    Front (L/R): 2x Quadral Ascent 80 LE

    Center: 1x Quadral Ascent 10 LE Base

    Surround / Back: 4x Quadral Ascent 20 LE

    Height (Front/Rear): 4x Dali Fazon Sat

    Voice of God (Top Center): 1x Quadral Signum Phase 1

    Subwoofer: 2x Quadral Cube 10

    Receiver: Denon AVC-A1H


    Frequenzen der Lautsprecher laut Datenblatt:

    Quadral Ascent 80 LE: 29 Hz – 46.000 Hz

    Quadral Ascent 10 LE Base: 49 Hz – 46.000 Hz

    Quadral Ascent 20 LE: 49 Hz – 46.000 Hz

    Dali Fazon Sat: 86 Hz – 25.000 Hz

    Quadral Signum Phase 1: 60 Hz – 32.000 Hz

    Quadral Qube 10 (aktiv: 22 Hz – 200 Hz


    Fotos vom Raum:

    Der Neue aus dem Raum Stuttgart

  • Musaark: Nachmessen gehört bei ART definitiv mit dazu. Ob Subs in eigene Gruppen oder in einer Gruppe, Supportlevel, das alles beeinflusst das Ergebnis, ist aber individuell vom Raum, den Subwoofern und LS abhängig, etc. Eine pauschale Aussage kann man dazu nicht treffen.


    In einer perfekten Welt funktioniert das DBA prinzipbedingt besser als ART. Daher wäre mein Ansatz, dass DBA als 1 Sub an ART zu übergeben und dann die Ankopplung an die anderen LS durch ART machen zu lassen. Dann die Support-Frequenzen so variieren, dass der Bereich, wo das DBA aufbricht, durch die anderen LS mit unterstützt wird.

    In der realen Welt kann der Ansatz mit den durch ART kontrollierten Gittern durchaus besser funktionieren.


    beckeran: Auch bei dir gilt, ART ist sehr individuell und nicht alle Änderungen haben manchmal die erwarteten Auswirkungen. Daher ausprobieren und nachmessen und hören. Zur ersten Analyse in ART ist es hilfreich, sich den Spread anzeigen zu lassen, insbesondere den korrigierten Spread. Damit erkennt man dann schon wenn man die Filter berechnen lässt, ob und wie diese wirken. Eine geringere Streuung bedeutet eine geringere Abweichung über die Messplätze und muss nicht unbedingt kürzerer Nachhall bedeuten. Ist halt die Frage, auf was du optimieren möchtest.

    Fronts: Diese spielen bei dir im Raum sehr tief und sind auch vom Datenblatt her entsprechend leistungsfähig. Diese würde ich tiefer Supporten lassen und auch für alle LS

    Center: Beim Center fällt der Pegel im Raum schon signifikant unter 100 Hz. Daher würde ich diesen sicher nicht so tief Supporten lassen, vermutlich sogar ganz rausnehmen

    Surround/Back: Diese würde ich so bis 60/70 Hz Supporten lassen

    Height/Top: Diese eher garnicht unterstützen lassen


    Grundsätzlich würde ich alle bassfähigen LS immer Supporten lassen. Wenn man Angst wegen der Ortbarkeit hat, eher die obere Supportfrequenz reduzieren, danach den Supportlevel. Weiter bevorzuge ich es, für alle LS möglichst ähnliche oder identische Target-Curves vorzugeben. Insbesondere, wenn es tonal unterschiedliche Lautsprecher sind. Dies finde ich für die Immersion wichtiger, als mögliche Klangeinbussen durch zu starken Filtereinsatz.

    Wenn möglich, würde ich die Surround und SurroundBack bei dir ein Regalfach weiter nach oben stellen. Auf deinem Bild sehen die sehr tief aus. D.h. da wird viel durch das Sofa abgeschattet.

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