Klangliche Unterschiede zwischen Endstufen?

  • Ich hatte das ja woanders schonmal angefragt ohne bisher eine Antwort zu bekommen: Gibts Richtlinien zur gesamten "Kette" von Player, Vorstufe, Endstufe und LS, was man da zusammen bringen muss für den maximalen Hörgenuss? Ich baue ja auch kein Buguatti Motor in einem Golf ein und erwarte 400Kmh fahren zu können.


    Letztlich bestimmt ja jedes Element in der Kette ob am Ende das maximal Mögliche des investierten Geldes am Ohr ankommt :)

  • Holger deine IRS sind auch hungrig.

    Da hast du keine große Auswahl.

    Sowohl die McIntosh als auch die Pass sind mit 1200 Watt an 4 Ohm angegeben. Sie schaffen es beide, die IRS ordentlich zu versorgen, aber der sich ergebende Klang ist deutlich unterschiedlich.



    Siehe:

    Deine Aussage bezog sich aber eher auf Doppelblindtests und wissenschaftliche Aussagen und eher weniger bis gar nicht auf das geduldete Händler-Bashing. Aber egal, ist ja nun geklärt.

  • An einer Anlage wo vieles sehr gut passt kann man den unterschied von "lahmarschigen" D&M Geräten und besseren auch ohne Blindtest hören.

    Sry ich hatte mit 14 oder 15 Jahren eine Denon AVP 5000 und eine ONKYO M55xx Stereoendstufe. Das und andere Erfahrungen bestätigen die Regel leider regelmäßig und eine Kappa 7.1 gebraucht "bekommen".


    Der Raum muss dabei durchschnittlich gut sein. Kein Ausnahmeraum.


    Der Pegel ist dabei egal die klingen laut und leise sehr unterschiedlich. Um es so einfach und offensichtlich wie möglich zu halten würde ich nur Stereovergleiche anstellen.

    Gerade da sollte den Unterschied besonders stark aufallen. Natürlich kann man auch den Pegel abgleichen. Sicherlich gibt es auch Endstufen die in Ihrer Characteristik ähnlich spielen.

    Meine Stereoendstufe spielt nach einem Vergleich sehr ähnlich zu zwei EC AW 400 Monoblöcken.

    Wenn man jedoch nur auf den Unterschied aus ist vergleicht Bryston, Mark Levinson mit Marantz an einer guten Vorstufe und LS. Das sollte einen großen Unterschied zeigen "wie" sie spielen.


    Wenn man öfter 2, 3, 4, 5 Stücke hört also ca 1 Std. kann man sich mit den umstecken Zeit lassen^^. Beim obigen Beispiel ist auch kein Blindtest nötig.

    Besonders auffallende ist dann das Umstecken zurück von der schlechten zur guten.

  • Weswegen ich auch immer nach der Kette frage:


    Ich konnte Übergangsweise durch Upgrades folgendes Vergleichen:


    * Yamaha-Aventage und Denon 6500

    * Mit und ohne IOTA

    * an Dali Oberon Onwall mit Phantoms (entspricht Opticon 1 Niveau).


    Meine Erfahrung war. Auf der OnWall klang alles schlechter, auf der Phantom klang es am Besten mit dem Yamaha oder Kombi Denon als Vorstufe und Iota als Endstufe. Alle anderen Kombis brachen keine Verbesserung. Somit kam ich drauf wieso gerne Yamaha verbaut wird, wenn man kein Auro bruacht und Denons sich wirklich nur als Decoder eignen. Dann wäre noch Spannend wieviel % Klang einem ein "Kack"-Raum kostet :)

  • Dass dir nach einiger Dauer die MF besser gefiel wundert mich nicht. Sie ist ja teurer und hat so einen wohlklingenden Namen. Da muss sich natürlich das "geschulte Ohr" hereinhören, denn nur Eingeweihte nehmen die Unterschiede wahr. Sorry, aber das klingt für mich nach Homöopathie.

    Meine Endstufen die ich habe sind viel günstiger als eine AW 400 und ziemlich identisch in der Performance. Nur haben meine keinen Markennamen und 100 Watt weniger Leistung.

    Und ich weiß für mich dass ich davon ausgehen kann dass rein klanglich sich auch bei 30K Euro für zwei Monoblöcke sich nichts oder nichtviel ändern wird. Den Vergleich habe ich ca. 2016 oder 2017 gemacht.

    Ich war froh zu dieser Lösung zu kommen und damals erleichtert 2 Jahre nach meinen LS nicht noch in Levinson & Konsorten investieren zu müssen. Auch heute noch bin ich dankbar dass der Händer mir keine 5 mal so teure Marke verkauft hat.

    Ich musste 7 Jahre inkl Lehrzeit eisern sparen um mir erstmal die 5 LS zu kaufen. Das Setup war dort besser als alles was ich damals über alle Preisklassen hören konnte. Und da hing dann nur so eine komische Endstufe dran^^.


    Ich habe davor viele Anlagen über viele Jahre gehört.

    Weil das so toll war habe ich damals schon beschlossen 2 jahre danach diese und dazu eine 5BST zu kaufen.


    Ich freue mich sogar dass ich soviel gespart habe. Mit 92db Wirkungsgrad reichen mir die 2 X 300 Watt / 8 Ohm vollkommen aus. Sie klingt auch bei hohen Pegeln nicht schlechter als eine mit noch mehr Leistung.

    Es ist wichtig wie die ersten 80 oder 100 Watt klingen und nicht ob die Endstufe 600 oder 1200 Watt hat. Das ist nutzlos wenn ich nur 300 Watt abrufe.....

    Wichtig ist dann welche bei 300 Watt besser klingt. Das muss nicht die mit 1200 Watt sein......

  • Aber immernoch muss Vorraussetzung sein Vorstufe und LS sind potent genug das auch abzubilden. Auf einem 100Euro LS wird man den Unterschied entweder gar nicht oder extrem hören, was aber nicht unbedingt gut klingen muss. Wäre mal spannend zu wissen welche Vorstufe und welche LS zum Vergleich herangezogen wurden.

  • Zum Beispiel Electrocompaniet ec 4.8 oder eine alte Proceed AVP2 (wichtig full bypass analog only 2 channel mode) mit externen Wandler oder Streamingplayer. Der RME ADI2 Pro soll auch das Stereovorstufe super sein. Und auch der Wandler ist Top.

    Wieviel drunter noch geht k a^^ aber denke daran Stereotest´s. Das sollte ausreichend sein für Endstufentests.


    LS zum Probieren Chario Academy LS (Sowohl eine alte Academy 3 oder eine aktuelle Serendipity / Sovran) oder die Quadral Aurum 9er Serie.


    800er B&W haben mir nie gefallen da wäre ich trotz des Preises vorsichtiger. T + A auf keinen Fall heranziehen. Egal welche Serie egal wie teuer. (Ja ich persönlich und subjektiv finde nicht dass dies gute LS sind). Ich gönne aber jedem seine Meinung:)


    Was noch bestimmt gut ist große Sonus Faber oder Dali Epicon oder (noch viel teurere JM Lab Utopia Varianten)


    Es gibt aber auch noch viele andere tolle LS da draußen die sich prima eigngen.


    Am einfachsten ist es deine Endstufe in so ein fertiges Setup eines Users zu integrieren und dann einfach nur zu sehen was passiert. Am einfachsten du klingelst bei Holger *g

  • Wenn Endstufen nicht unterschiedlich klingen frag ich mich dann schon warum es bei gleichen Herstellern unterschiedliche Modelle mit nahezu gleicher Leistung gibt die unterschiedlich viel kosten :think:


    Werde demnächst mal bei einer neuen LS Entwicklung einfach mal messen wie sich der LS an Class D vs Class AB verhält.

    Vielleicht irre ich mich ja auch

  • Sowohl die McIntosh als auch die Pass sind mit 1200 Watt an 4 Ohm angegeben. Sie schaffen es beide, die IRS ordentlich zu versorgen, aber der sich ergebende Klang ist deutlich unterschiedlich.

    Was eingedenk der völlig unterschiedlichen technischen Konzeption beider Endstufen auch zu erwarten ist. Alles andere hätte mich auch verwundert. Einschränkend möchte ich anmerken, dass die elektrischen Eigenschaften einer IRS nun auch etwas "speziell" sind und folglich eine stabile Stromlieferfähigkeit der Endstufen an unterschiedlichen Impedanz- und Phasenverläufen der angeschlossenen LS essentiell sind. Wenn's passt, klingt das grossartig!

  • Wenn Endstufen nicht unterschiedlich klingen frag ich mich dann schon warum es bei gleichen Herstellern unterschiedliche Modelle mit nahezu gleicher Leistung gibt die unterschiedlich viel kosten :think:


    Werde demnächst mal bei einer neuen LS Entwicklung einfach mal messen wie sich der LS an Class D vs Class AB verhält.

    Vielleicht irre ich mich ja auch

    Weil sie erstens eben doch unterschiedlich klingen und es halt billige und teure Bauteile gibt, einfache und komplexe Schaltungsdesigns, simple Gehäuse und aufwendige und weil "Leistung" eben kein eindeutiges Kriterium für guten Klang ist.

  • Hinweise zur Moderation in diesem Thread


    pillepalle123

    Die Nachrede über Cinemike wird nicht geduldet und ich habe daher den Absatz aus Deinem Beitrag entfernt.


    steakhouse

    Bitte nur sachliche Hinweise zum Thema und keine pauschalen Aussagen im Sinne von "ist sowieso alles nur Einbildung".



    Ich hoffe, dass damit nun weitere Teilnehmer ihre Erfahrungen berichten und sich nicht - wie leider Holger es geschrieben hat - aufgrund befürchteter hämischer Kommentare zurückhalten.

    Vielen Dank.

  • Ich glaube man darf einfach nicht den Fehler machen grundsätzlich Class D mit Class AB zu vergleichen.


    Gerade bei Class D gibt es riesige Unterschiede draußen am Markt. Bei Class AB ist das sicher nicht anders.


    Schaut euch z.B. diese beiden Endstufen an:

    https://www.audiosciencereview…y-amplifier-review.41669/


    https://www.audiosciencereview…o-amplifier-review.10627/


    Was sehen wir da:

    • SINAD von 71 zu bis zu 113,
    • deutlich weniger Störungen,
    • eine deutlich geraderen und vor allem erweiterten Frequenzgang
    • eine deutlich bessere Leistungskurve

    Schaue ich mir bei ASR viele Reviews an wir für mich schnell klar, dass es gerade im "unteren" Bereich schon deutliche Unterschiede gibt - auch im Frequenzgang - und das hört man dann auch.


    Es zeigt für mich aber auch ganz klar: Je mehr ich ausgebe, umso gleicher wird das Ergebnis.


    Und es zeigt mir auch: Auch Eisenschweine müssen nicht zwangsläufig besser sein:

    https://www.audiosciencereview…eo-power-amplifier.25067/


    Das Monster hat z.B. nur einen SINAD von 64, habe einen drop von 0,5db bei 20khz und hat hörere Verzerrungen. Dafür halt Leistung ohne Ende.

    Leider hat ASR nicht viele Eisenschweine gemessen, ich bin mir aber sicher, dass es da halt auch richtig gute gibt und richtig schlechte.


    So eine Purifi wie Aries sie hat stellt für mich aktuell das Ende der Fahnenstange dar, sofern die Leistung von um 300 - 400 Watt reichen - zumindest so lange, bis ich mal was Vergleichbares von den Messungen gesehen habe. Auch meine Ohren vertraue ich da erstmal weniger. Gerade größere Verzerrungen, ggf. gepaart mit einem Abfall im Hochton kann erstmal deutlich gefälliger klingen, ist aber in Wirklichkeit ein Fehler :-)


    macelman Wenn du die Möglichkeit hast, dann teste mal die Purifi an deinen Fullrange. Das lohnt sich wirklich und die Leistung sollte auch im Bass mehr als reichen.

  • Zwei Erfahrungsbeispiele kann ich noch beitragen:


    -vor allerlei Jahren habe ich mal spasseshalber meine damalige Mehrkanalendstufe Marantz MM7055 an meine Fischer & Fischer gehängt, die normalerweise von einem Pärchen Mark Levinson No.436 befeuert werden. Um es kurz zu machen: das Experiment war nach 5 Minuten beendet. Die Marantz klang schlapp, kraftlos, ohne Durchzeichnung; ich habe meine LS kaum wieder erkannt. Der Vergleich MM vs. ML war aber natürlich auch höchst unfair....


    - etwas danach musste eine der MLs mal zum Service und ich konnte ein Paar Musical Fidelity M8s-700m ausleihen. Beide sind echte Männermonos und die Unterschiede waren schon ganz erheblich geringer als bei obigem Vergleich. Die MF klang im Mitteltonbereich vielleicht etwas "freundlicher", liess aber im Gegenzug, zu meiner Überraschung, etwas Basskontrolle vermissen (gut zu hören bei "Touch" von Yello). Letztlich blieb die ML die Siegerin und mir auch erhalten, aber auch mit der MF hätte ich glücklich Musik hören können....

  • Natürlich gibt es Endstufen, die unterschiedlich klingen. Kann ja sogar ein Entwicklungsziel sein. Aber Technologien klingen nicht grds. besser/schlechter. Also Class D nicht besser/schlechter als Class AB. Es gilt doch immer, die für den Einsatzzweck geeigneteste Endstufe auszuwählen. Das muss nicht immer die mit den geringsten Verzerrungen, niedrigstem Rauschen, größter Leistung etc. sein....



    Mal ein Beispiel. Ich nehem eine 50Watt Class AB Endstufe und eine 3KW Class D Endstufe. Beide klemme ich nacheinander an einen leistungshungrigen 18" Subwoofer. Ups, wieso klingt das wohl unterschiedlich ;)

  • Weil sie erstens eben doch unterschiedlich klingen


    Eigentlich gilt generell, dass Endstufen GAR NICHT klingen

    :think: Ich denke irgendwie wie reden aneinander vorbei...


    Ich Frage mich ja wie die Reaktionen verlaufen wären wenn ich geschrieben hätte, das wir bei meiner Oma im Garten gesessen hätten.


    Jedenfalls finde ich das dies durchaus ein spannendes Thema ist und würde mir wünschen das ALLE die möchten ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Endstufen hier schildern würden. AUCH wenn sie dafür NUR Ihre Ohren benutzt haben. :sbier:

  • IMHO, ohne Alles gelesen zu haben:


    Natürlich gibt es Unterschiede in der Leistungsfähigkeit:

    Bei großen und/oder Wirkungsgrad schwachen LS, Fullrange, LS welche in gewissen Bereichen die Impedanz verringern, sprich viel Strom ziehen, kommen manche Endstufen, bzw. deren Netzteile eher ans Limit. Bei vielen Kanälen, z.B. in AVRs immer wieder ein Thema.


    Je nach elektrischen Aufbau kann es mehr oder weniger Störungen geben, siehe Kanal 1 bei der STA-2000.


    Grundrauschen bei Class-D


    Bei Endstufen mit eingebauten DSP haben wir wieder die ganze A/D-D/A Wandlung.


    Tw. sind HPF fix verbaut, z.B. bei 20hz.


    Bis hier her, selbst ohne Sounding, Auflösungsunterschiede, gibt es schon Unterschiede.


    Ich schon aus diesen elementaren Faktoren auch ein Fan von Class A/B Endstufen. Dicker Trafo, welcher größer Dimensioniert ist, als die Summe aller Kanäle, wenig Grundrauschen, usw.

  • LS zum Probieren Chario Academy LS (Sowohl eine alte Academy 3 oder eine aktuelle Serendipity / Sovran) oder die Quadral Aurum 9er Serie.

    Interessant, das Du beide in einem Atemzug nennst. Für mich sind das die am gegensätzlichsten Lautsprecher abgestimmten Lautsprecher überhaupt.


    LG


    Uwe

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!