Planung meines Kinos im Keller eines Reihenendhaus

  • Hallo,


    im Vorstellungsbereich habe ich kurz angedeutet, dass ich verschiedene Vorüberlegungen zum Raum an sich anstellen muss, bevor ich in die weitere Planung einsteige. Mein „Problem“ ist, alles haben zu wollen, dafür aber nicht ausreichend Platz bereitstellen zu können. Aktuell verfüge ich über einen relativ großen Raum, der beim Kauf vom Bauträger als möglicher Standort fürs Kino identifiziert wurde. Er befindet sich im vollisolierten Keller. Maße rund 5,5m mal 4,2m. Hier mal zur Veranschaulichung. Rechts die doppelte Wand ist die Trennwand zum Nachbarhaus. Wobei die Außenwände durchgehend sind. Der vermeintliche Raum rechts unten ist das Treppenhaus. Die Treppe nutzt die hier sichtbare Wand. Hier sind keine größeren Durchbrüche (Tür, etc.) machbar. Raumfähre ist durchgehend 2,41m.




    Der Raum wird inzwischen aber zu verschiedenen Zwecken genutzt, die hier mit den Stichwörtern Schrauberplatz für Fahrräder, Indoortraining (Laufband und Rollentrainer) sowie Werkstatt und Lager relativ gut zusammengefasst sind. Zudem sollte da eigentlich auch mal noch eine Modellbahn rein. Letzteres war eine Fehlleitung ;-) nach der Geburt meines ersten Sohnes. Um die Story abzukürzen, die Bahn fährt jetzt im Garten, für Radsport fehlt mir die Zeit und Lust…


    Freigabe durch meine Regierung inklusive Familienrat ist hinsichtlich der Umsetzung eines Kinos im Keller erteilt. Nur möchte ich weder das Laufband noch die Fahrräder komplett rauswerfen. Sie müssen aber aus dem geplanten Raum ausziehen. Also muss der vorhandene Platz im Keller insgesamt anderes verteilt werden. Da die bislang zum restlichen Keller begrenzende Wand (im Bild unten links mit Durchgang in Türformat) eine einfach beplankte Trockenbauwand ist, ist das relativ einfach machbar. Alte Wand raus, neue mit besserer Beplankung und Dämmung rein. Zudem habe ich den bisherigen Lagerflächen (u.a. Getränke, Vorräte, etc.) anders aufgeteilt und so die bisherigen Flächen effektiver genutzt.


    Ich habe für den HK-Raum verschiedene Modelle in 3D gezeichnet und dann mit den jeweiligen Gegebenheiten gespielt. So komme ich am Ende bei zur Verfügung stehenden Raummaßen an, die eine Innenlänge von 5,39 x 3,00m bedeuten (Deckenhöhe durchgehend 2,41m). Die Verminderung der Länge ergibt sich durch eine zusätzliche Vorsatzschale, damit eine weitere Wand inklusive Luftspalt den Frieden mit den direkten Nachbarn erhält. Breiter fürs HK wäre besser, ich weiß. Ich habe sogar mal mit einer schrägen Wand gespielt. Vorne 3,30m und hinten 3,00m. Das scheint mir mindestens akustisch problematisch zu sein. Habe ich jedenfalls verworfen.

    Eigentlich wollt ich mit einer Innenbreite von 3.30m planen. Dann habe ich aber auf der anderen Seite des Raumes also im Rest des Kellers zu wenig Platz. Die 30 cm machen hüben wie drüben eine Menge aus. Und Außenwände versetzen ist aus verschiedenen Gründen unmöglich.


    Und ich muss ein wenig auf die Kosten achten, weil mehr oder weniger alles „neu“ gebraucht wird.



    Mein Planung sieht daher aktuell so aus:


    Daten (Planungsstand 21.02.2023):

    - Leinwand 16:9 mit 270 cm (Maskierung per Selbstbau, nachträglich) wegen Sport. Irgendwie kann ich mich zu einer 21:9 wegen der dann wegfallenden Breite bei 16:9 nicht anfreunden

    - Lautsprecherlayout 7.1.x (obere Ebene bin ich noch nicht mit durch)

    - Einsatz von Saxx TS 300 in der unteren Ebene (inspiriert durch verschiedene tolle Beiträge hier!)

    - DBA mit 2x 4 12“ Alpine SWG 1244 (inspiriert durch verschiedene tolle Beiträge hier!)

    - Projektor in Hushbox mit Lüftung in den Nebenraum

    - 2 richtige Sitzplätze plus 3 für Besuch (der dann keine so großen Ansprüche haben darf)

    - Podesthöhe 40cm

    - aktive Entlüftung in den Restkeller, Absaugung über dem hinteren Ständerwerk

    - Zuluft aus dem Restkeller, Eintritt oberhalb des vorderen Ständerwerks

    - Außenwände alle isoliert, Abstand zur Hinterlüftung eingehalten (Ausnahme entsprechende Balken zur Hinterlattung)

    - Technik kommt außerhalb des HK-Raums in einen Netzwerkschrank

    - vorhandenes Außenfenster (Lichtschacht ist oben aber von Holzterrasse überdeckt) wird durch abnehmbare Holzpanele verschlossen






    Ich hätte zwar hier noch Technik, die ist aber im Wohnzimmer im Einsatz und da soll sie auch bleiben. Die ist auch ein wenig in die Jahre gekommen. 5.1-System (Canton und Pioneer) und HD-Projektor von Epson auf weiße Wohnzimmerwand.


    An dieser Stelle möchte ich mich einmal ausdrücklich bei allen hier bedanken. Das ist ein super Forum. Zivilisiert und super hilfsbereit. Finde ich außergewöhnlich! Zudem hat es mir bei meinen bisherigen Vorüberlegungen und der Planung wahnsinnig geholfen. DANKE :!::thumbup:


    Ich habe aber noch viele Fragen:


    Platzierung der Backsurrounds

    wegen der 2. Reihe. Also müssten sie wegen der Sitzmöbel höher als Ohrhöhe 1. Reihe (110cm)?. Zudem müssen sie, wenn ich es richtig verstanden habe, laut Dolby auf 135 - 150 Grad vom Referenzplatz. Das geht so gerade. Ich sehe hier aber immer wieder auch welche, bei denen die vermeintlich enger beisammen stehen.


    One for all Setup

    Das entsprechende PDF habe ich gelesen, aber wahrscheinlich nicht komplett verstanden. Jedenfalls würde ich grundsätzlich gerne 7.1.6 realisieren. Wären das dann hinten Lautsprecher „Rear Hights“ (links und rechts) Voice of god und Front Hights (links und rechts sowie center)?


    Sehr sicher sind das nicht die letzten Fragen :zwinker2:



    Grüße Marco

  • Das klingt ja fast nach meinem Kino. Es ist gerade Mal 40 cm kürzer, dafür 70cm breiter.
    Meine Podesthöhe ist 40cm und damit sind die Hochtöner der BackSurrounds auf 140cm über dem Boden ausgerichtet. Wie viele Grad das bei Dir bedeutet, kann ich nicht sagen, ich habe mir das planen lassen.
    7.1.6 habe ich auch mit Rear Hights, VoG, Top Hights und Center High.
    Musst beim Kauf des AVRs drauf achten, dass das Layout unterstützt wird


    Viele Grüße

  • Kleines Update:

    Im Zuge der weiteren Planung in SketchUp bzw. bei den ersten Räumaktionen im Keller konnte ich nochmals 30 cm Innenbreite für das HK rausholen. Jetzt also 330 cm. Damit sollte laut meiner Planung eine Leinwand von 300 cm gehen. Betrachtungsabstand zum Referenzplatz 285cm, Abstand dieses Platzes zur hinteren Wand so, dass 1/3 der Raumlänge dahinter liegt.



    Jetzt muss noch der restliche Keller freigeräumt werden und dann geht es langsam los…

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