Interstellar

  • Ich hatte den damals, als er raus kam, sofort gekauft, einmal gesehen und dem, der mitgeguckt hatte, gleich verkauft. Hatte mir überhaupt nicht gefallen.


    Aber ich wollte ihm irgendwann doch noch einmal eine Chance geben und die vielen positiven Stimmen bestätigen mich, dies unbedingt nachzuholen.

  • (hatte da aber auch mehr den Eindruck, dass da "Krimi" mehr im Vordergrund stand)

    Nur zum Beginn, wird dann sehr politisch verstrickt. Game of Thrones im Weltall. Speziell die ersten 2 Staffeln haben viele Parallelen: Beginnend mit der Titelmusik, den einzelnen Fraktionen, der Erde innen, dem Mars, den Gürtlern weit im "Norden", wo eine blaue, unbekannte Bedrohung lauert.

  • Spannend wie unterschiedlich die Bewertungen und die Wirkung ein und desselben Films sein können.

    Für mich selbst war Interstellar sozusagen die Wiedergeburt als Filmkonsument.

    Hatte ich mich in den Jahren davor so langsam aus dem Kino verabschiedet, wohl weil ich selbst zu viel Film gemacht und zu viel gesehen hatte und von zu viel zu sehr enttäuscht worden war und mit nichts mehr zu überraschen oder gar zu begeistern gewesen war, war Interstellar für mich die Neuentdeckung des Films als eigenständige, künstlerische Leistung im Bereich des Geschichtenerzählens.

    Mit diesem (langen) Streifen habe ich wieder Spaß am Kino gefunden.

    Und bin dem der Söhne, der mich praktisch dazu gezwungen hat, ihn anzuschauen, sehr dankbar dafür.

  • Witzig, der war in der letzten Woche auch bei mir wieder dran.

    Und schon wieder Gänsehaut pur. Einmal durch den brachialen Soundtrack aber auch wegen der Story.


    Ich habe den Film zum ersten mal gesehen, da war ich gerade vor ein paar Monate Vater geworden. Wer ihn kennt kann vielleicht nachvollziehen was ich meine. Will hier nicht spoilern. Ich konnte mich noch nie wirklich in Filme hineinversetzen, aber irgendwie in diesen schon.

    Der hat mich beim ersten gucken echt mitgenommen. Unfassbar gut.

  • Wen das mehr interessiert, dem kann ich sehr das Buch "The Science of Interstellar" von Kip Thorne - Nolans wissenschaftlicher Berater bei diesem Film und immerhin Nobelpreisträger in genau diesem Gebiet - empfehlen.

    Ist für mich bislang der beste Spagat dieses doch sehr schwierige Thema halbwegs "normalverdaulich" zu machen.

    Sehr cool auch die konsequente Kennzeichnung, was "Allgemein anerkannter Stand" (grün), "Durchaus möglich aber noch nicht abschließend bewiesen" (gelb) und "Nicht ausgeschlossen aber wild spekuliert" (rot) in diesem Film ist.


    Ich würde sagen, dass es wenig Science-Fiction gibt, der mehr "Science" ist.

    Dazu möchte ich kein Spielverderber sein. Ich gehe davon aus das Vieles (auch wenn sie es genau wüssten wie das wrklich ist) so nicht gezeigt oder nicht so drehen würden da es sehr verstörend wirken würde.

    Nur als Beispiel: ein massives sw Loch besleunigt die Materie um sich herum um womöglich die halbe Lichtgeschwindigkeit und ist im Stande einen erwachsenen Stern innerhalb von ein paar Wochen zu zerlegen. Es gibt einen guten Grund warum man sw Löcher idR nicht sieht (es wurde gerade gefrühstückt, wer weiß wann es Mittag gibt)

    Bei den Fliehkräften würde ich ungern in dessen Orbit sein, denn da gibt es dann von mir innerhalb kurzer Zeit nur noch einzelne Molekülketten (im besten Fall) :heilig: :big_smile:

  • Dazu möchte ich kein Spielverderber sein. ...

    Hast du das Buch gelesen? ;-)

    Gerade auf die von die beschriebenen "tidal forces" geht Thorne ziemlich viel ein.

    Diese hängen sehr stark von der Größe und dem Spin des konkreten schwarzen Lochs, der gewählten Trajektorie und der Größe des Beobachters ab ...

    (ein kleines Raumschiff ist deutlich weniger anfällig für diese ale "..ein erwachsener Stern..." - hier gilt nicht "Was den Riesen tötet, zermalmt den Zwerg" ;-) ).


    Ich finde, das Buch lohnt sich sehr - für an sowas Interessierte - und macht den Film nohmal interessanter.

    (es ist natürlich trotzdem keine Wissenschaftsdoku und will es auch nicht sein)


    Gruß


    Simon2

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