MPV Player als Alternativer Player z.B. in Kodi

  • Sorry für die "DU". Passiert mir ständig, hat keine Bedeutung..


    Ein nerviges Problem habe ich noch: Das OSD, welches mit wichtige Infos liefert, z.B. bei welchen Untertitel ich gerade angekommen bin, hängt an der ursprünglichen Film-Oberkante fest. Ich schiebe ja per Option video-align-y=1 das Bild immer an die Unterkante. Das OSD scheint davon aber nichts zu wissen und hängt somit bei Scope-Filmen in der Kaschierung, so dass ich es nicht lesen kann.


    Es gibt zwar einige Optionen zur Positionierung des OSD, doch scheint mir keine passend. Evtl. übersehe ich ja was?

  • Was ist denn von dieser Aussage aus Facebook zu Mpv zu halten:

    „Also was man in dem Thread so an Screenshots sehen kann, ist eher ernüchternd finde ich. Kein Wunder, dass MPV nicht so hardwarehungrig ist, wenn die Highlights einfach geclippt werden. All das Feintuning, an dem schon Jahre im AVRforum getweakt wird, was Highlight recovery angeht oder Szenenerkennung, scheint bei MPV zu fehlen. Ich würde dort kommentieren: Hey, da liegen WELTEN zwischen. Scheint dort aber nicht so sehr ins Gewicht zu fallen. Ganz im Gegenteil, der Vorzug vom Clipping, wenn gerade nichts kaputt geht, dass man einen ordentlichen Kontrast hat, fällt halt den meisten auf. Zumindest dieser Thread konnte mich jetzt nicht gerade überzeugen. Ich bin immer noch ganz zufrieden mit meiner Version 113 :-)„

  • Was ist denn von dieser Aussage aus Facebook zu Mpv zu halten:

    Von Facebook ist generell nichts zu halten! :big_smile:


    Hier die ernsthafte Antwort an dich:


    Ja, es gibt nicht so viele Einstellungen zum Tone Mapping in MPV. Wie gut die Szenenerkennung ist, muss erst noch in mehreren Filmen ermittelt werden. Dafür reichen ein paar Screenshots und Testszenen aus extrem gegradeten Filmen nicht unbedingt aus.

    Welten liegen zwischen madVR und MPV aber definitiv nicht. Ich wette, dass die meisten hier ohne direktes Umschalten kaum Unterschiede wahrnehmen würden. Es sei denn, madVR wird besonders in eine Richtung eingestellt. "Highlight-Recovery" z.B. ist eine Funktionalität, die das Bild nicht nur besser macht genauso wenig wie HSTM, das bei hellen Szenen ins Gegenteil kippt (siehe hier) und den Kontrast verringert.


    Ich habe ja jahrelang das Tone Mapping von madVR immer wieder mit dem von DisplayCAL (synthetische 3D-LUT) verglichen. Anfangs sahen beide nahezu identisch aus, aber schon seit längerem wirkt madVR deutlich kontrastreicher, was teilweise am dynamischen Tone Mapping liegt (DisplayCAL kann ja nur statisch), aber nicht nur. Das Tone Mapping von MPV sieht insgesamt dem von madVR sehr viel ähnlicher als dem von DisplayCAL. Das heißt, ein großer Evolutionsschritt scheint in MPV bereits enthalten zu sein. Es ist auf einem Stand, mit dem man sehr gut Filme schauen kann.


    Nach meiner jetzigen Einschätzung ist das Tone Mapping von madVR noch etwas besser über alle Filme/Szenen hinweg, die ich bisher getestet habe. Aber ein abschließendes Urteil möchte ich da noch nicht abgeben. Ich bin immer noch in der Evaluierungsphase.


    Und ganz wichtig: ich habe mich vor allem auf Unterschiede konzentriert. Das heißt, die Beispiele, die ich in den letzten Beiträgen gezeigt habe, sind vor allem Negativbeispiele. Das verzerrt aber die Wahrnehmung beim Lesen unter Umständen. Denn Szenen, die nahezu identisch aussehen, habe ich natürlich nicht gezeigt. Von daher hilft nur selbst ausprobieren.


    Ach ja, noch was: die Build 113 enthält viele (undurchsichtige) Parameter noch gar nicht. Ich vergleiche mit der letzten Beta und Kurven mit konstanter Steigung.


    MPV ist vor allem durch viele andere Dinge interessant. Es ist ein einfacher Player, der extrem mächtig unter der Haube ist. Wer ein laufendes Setup mit madVR hat und nichts vermisst, für den gibt es keinen Grund zum Wechseln. Wenn die mannigfaltigen Möglichkeiten der Automatisierung usw. ausnutzen oder eben ein stabiles Linux-System aufbauen möchte, für den ist MPV sehr interessant.

  • Da hat jemand auf Facebook etwas zu Bildern gepostet, die ich nicht kenne und kommt offensichtlich zu einem anderen Schluss, als wir hier und ist zufrieden mit seiner recht alten MadVR Version 113, in der die erwähnten Jahre Tuning kaum enthalten sind. Was Du jetzt davon hältst überlasse ich Dir. ;)

  • Ich würde es nicht von einem Howto abhängig machen, das noch nicht angekündigt ist. Wenn Du mit Linux soweit klar kommst, dass Du Dich selber durchfummeln kannst, hast Du eine gute Basis, ansonsten wäre evtl. Windows für Dich der sicherere Weg.

  • Ich hab Zeit zu warten. Wie gesagt brauch ich erstmal eine erschwingliche gpu. Vorher mach ich da eh nix. Denke das DoXer demnächst damit anfängt (vorab schon mal besten Dank).

    Ich habe auf meinem alten Laptop Ubuntu am Laufen aber so richtig auskennen tue ich mich nicht mit Linux. Alles schon ewig her seit meinem Linux Lehrgang.

  • Naja, das ist doch schon mal eine gute Voraussetzung. Je nachdem, wie alt das Laptop ist, kannst Du doch mal spaßenshalber die Kodi/MPV-Kombi installieren. Gibt sicherlich schon mal Aufschluss übe das Handling usw.

  • Eine vielversprechende Nachricht: einer der Entwickler will das Tone Mapping überarbeiten. Siehe hier. Vielleicht können wir Probleme/wünsche äußern, so wie es bei madVR passiert ist. Nur mit dem Unterschied, dass MPV quelloffen ist. Der Entwickler ist übrigens ein Deutscher, was die Kommunikation über Mail dann auch einfacher macht.


    Schauen wir mal...

  • Oh, das sind ja gute Nachrichten! Man müsste sich mal anschauen, was genau sich hinter der sicherlich nicht aus Spaß gewählten Bezeichnung gpu-next verbirgt. Aktuell kann die wohl leider keine Hardware-Dekodierung, wenn ich das richtig verstanden habe. Würde mich aber wundern, denn wer will denn 4K H265 in Software dekodieren? Evtl. habe ich das auch falsch interpretiert. Auf jeden Fall sehr spannend.

  • Man müsste sich mal anschauen, was genau sich hinter der sicherlich nicht aus Spaß gewählten Bezeichnung gpu-next verbirgt. Aktuell kann die wohl leider keine Hardware-Dekodierung, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Ich habe mich bezüglich Hardware-Decoding und gpu-next etwas schlauer gemacht: Bei Verwendung von gpu-next wird der Parameter -hwdec und die damit verbundene Funktionalität des HW-Decodings derzeit nicht unterstützt und somit kommt ausschließlich Software-Decoding über die CPU zum Einsatz.
    Anbei ein Link zur Erläuterung: https://github.com/mpv-player/mpv/issues/9506 => Zitat: "hwdec support is planned but not implemented yet. Again, this is experimental". Diese Aussage ist gerade einmal 24 Tage jung. Daher taucht im Manual zum Parameter -hwdec nie die Option gpu-next auf.


    Ansonsten ist es natürlich super, dass am Tonemapping aktiv weiter entwickelt wird!

  • Das ist aber doch seltsam. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es das Ziel ist, das Decoding langfristig in Software zu machen. Ich werde mal testen, wie performant das ist. ich hatte ja anfänglich wohl versehentlich einen Parameter drin, der das HW-Decoding verhindert hat und es auf einem Pentium Gold (!) nicht gemerkt. Scheinbar hat der kleine Prozessor das klaglos gemacht, was ich mir wie gesagt, kaum vorstellen kann. Na mal probieren.


    Ansonsten bahnt sich was an: Ich habe vorhin länger mit Olombo telefoniert und überlegt, wie wir eine einfach nachzubauende Linux-installation auf die Beine stellen können. Es ist rausgekommen, dass Debian "testing" bereits die 0.34 Version von mpv drin hat und damit können wir meine einst angelegte Installationsanleitung für den Debian-Convolver einfach weiter ausbauen. Wenn das gut klappt, hätten wir etwas, das interessierte einfach nachbauen könnten und da die Systeme dann alle erst mal den gleichen Startzustand hätten, sollte der Support recht überschaubar und auch unter den Nutzern möglich sein. Ziel ist ein System, dass nicht nur "Eingeweihte" zum laufen bringen.

  • Das Ziel ist sicherlich das HW-Decoding unterstützt wird. Deshalb ja auch "not yet". gpu-next als VO ist halt noch sehr frisch (ich würde es mal so zwischen Alpha und Beta einstufen).

    Ansonsten: Gegen Debian als Standardplattform würde von meiner Seite ebenfalls nichts sprechen und eine identische Ausgangslage für Tests und Support ist in jedem Fall sinnvoll. Für mich persönlich würde ich dann immer noch zusätzlich eine separate Plattform erstellen und das jeweilige Master komilieren (bin da einfach zu neugierig).

  • Hättest Du nicht evtl. Lust, das direkt auf dem gerade erdachten Debian zu machen? Idealerweise gleich verscriptet, dann könnte man es an alle verteilen, die gerne cutting-edge hätten. Ich wette, in dem Moment, wo mit dem Tonemapping etwas weiter geht, wird das Interesse da sein. Man könnte den jeweiligen Release-Player parallel zum GIT-Player direkt in Kodi auswählen und sich entscheiden: Cutting-edge oder Familienfilmabend. ;)


    Falls Du eh Lust hast, Dich an der "Entwicklung" dieses Debians zu beteiligen, bist Du herzlich eingeladen. Wenn Du das möchtest, lade ich Dich gerne zum internen Talk dazu ein. Das machen wir erst mal nicht als offenen Thread, um Verwirrungen vorzubeugen. Die Anfrage gilt natürlich auch für DoXer, der ja gerade mit Arch starten wollte und jeden anderen, der soweit Firm mit Linux ist. Einfach kurz Bescheid geben.

  • Ansonsten bahnt sich was an: Ich habe vorhin länger mit Olombo telefoniert und überlegt, wie wir eine einfach nachzubauende Linux-installation auf die Beine stellen können. Es ist rausgekommen, dass Debian "testing" bereits die 0.34 Version von mpv drin hat und damit können wir meine einst angelegte Installationsanleitung für den Debian-Convolver einfach weiter ausbauen. Wenn das gut klappt, hätten wir etwas, das interessierte einfach nachbauen könnten und da die Systeme dann alle erst mal den gleichen Startzustand hätten, sollte der Support recht überschaubar und auch unter den Nutzern möglich sein. Ziel ist ein System, dass nicht nur "Eingeweihte" zum laufen bringen.

    Wow! Das ist echt eine coole Aktion von Euch! Vielen Dank von meiner Seite schon mal im Voraus! :thumbup:

  • @((( atom ))) Danke für die Einladung und gerne würde ich generell unterstützen, aber leider fehlt mir derzeit komplett die Zeit und ich will nicht die Projektbremse sein. Daher wäre mein Vorschlag: Wenn ich zwischendurch mal etwas Zeit finde und dabei was Verwertbares für alle rauskommt, dann komme ich gerne auf Euch zu und ihr/wir können entscheiden, ob und wie es eingebaut wird. Ok?

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