Erstellung einer 3D LUT für den madVR Envy mit DisplayCAL

  • Bei mir ist es so, dass durch das Umschalten ein gewisser Schock entsteht, weil mit/ohne schon deutlich was macht, speziell in Gesichtern. Wenn ich allerdings einen Film starte und gucke, sehe ich nie zu rote Gesichter. im Vergleich dann, sind mir auch schon Zweifel gekommen. ich vermute mal, das mein JVC oben rum korrekt D65 trifft - stelle ich ja beim Start der Messung ein - und z.B. bei 50% Bildhelligkeit leicht verschoben ist. Ich müsste einfach mal HCFR anwerfen und verschiedene Helligkeiten betrachten. Eine Funktion zur Beeinflussung der Helligkeit des Weißbildes bei Displaycal wäre klasse. Evtl. schreibe ich den Florian Höch mal dazu an, der ist eigentlich immer ganz offen für so was.


    Btw, Displaycal hat so einen "Spenden" Button, falls einem die Software was bringt.. :)

  • Wäre es denn nicht auch vorstellbar, dass der Grund für die ganze Aufregung in einem nicht profilierten Colorimeter zu suchen ist? :think:

    Man liest ja leider allenthalben von irgendwelchen Red-Shifts und so, ich meine doch auch beim Eodis3...

    Dann würde natürlich eine Kontrollmessung mit demselben Sensor wenig Aufschluss bringen...

  • Ich bin mit einem (günstigen) Kolorimeter eher skeptisch, was die Erstellung von 3D-LUTs angeht. Die JVCs treffen die Töne von Haus aus schon relativ gut (siehe Colorchecker) und benötigen bei korrektem Gamma und korrekten Gains keine großen Korrekturen. Ich habe immer die Befürchtung, dass eine 3D-LUT durch ein Billigkolorimeter eher Dinge verschlechtert. Das Problem ist, dass man das ohne Spektralfotometer bzw. profiliertes Kolorimeter nicht nachprüfen kann. Also wenn Hauttöne plötzlich ganz anders sind, würde ich mir Gedanken machen...


    Daher benutze ich auch keine 3D-LUT, sondern die Einstellung "DCI-P3" in madVR und an meinem Projektor. Das sitzt dann schon so gut, dass große Verbesserungen (zumindest mit dem Kolorimeter) nicht sein können. Und der Farbraum wird auch immer korrekt transformiert.

  • Wenn ich bei Start der Messung RGB am Projektor auf D65 stelle und der Projektor einigermaßen linear arbeitet, sollte es beim Hin- und Herschalten keine nennenswerte Verschiebung der Farbtemperatur geben. Auch wenn das Messgerät deutlich zu rot messen würde, denn dann wäre bereits in der initialen D65 Messung diese Verschiebung berücksichtigt.

  • FoLLgoTT Nun sehen sowohl Suke als auch ich aber speziell in Gesichtern eine deutliche Verbesserung (Sikes 709 erst mal raus gelassen). Ohne LUT sehen die Leute im Vergleich krank aus. Daher glaube ich persünlich nicht mehr an die immer als extrem gut bezeichneten Farbmischer der JVCs. Dazu gewinnen dunklere Bereiche deutlich an Tiefe und die Farben rasten ein. Ob es nun 99% richtig ist, einfach nur deutlich besser aussieht, ist mir dann egal.


    Wir haben aber auf der Arbeit wohl ein ganz gutes Gerät rumzufliegen. Das könnte ich mir eigentlich mal angucken und evtl. damit mein EODIS mal einnorden. Keine schlechte Idee.

  • FoLLgoTT Nun sehen sowohl Suke als auch ich aber speziell in Gesichtern eine deutliche Verbesserung (Sikes 709 erst mal raus gelassen). Ohne LUT sehen die Leute im Vergleich krank aus. Daher glaube ich persünlich nicht mehr an die immer als extrem gut bezeichneten Farbmischer der JVCs. Dazu gewinnen dunklere Bereiche deutlich an Tiefe und die Farben rasten ein. Ob es nun 99% richtig ist, einfach nur deutlich besser aussieht, ist mir dann egal.

    Interessant wäre, wie die Messungen ohne 3D-LUT aussehen. Vielleicht ist bei euch Gamma und Gains ja generell verbogen. Die 3D-LUT korrigiert das ja auch mit. Und das würde auch alle Mischtöne betreffen.


    Ich kann jedenfalls nicht nachvollziehen, dass eine 3D-LUT ein schon relativ gut passendes Anzeigerät dermaßen stark verbessert. Das entspricht einfach nicht meiner Erfahrung.

  • Naja, aber die Beobachtung von suke dass es bei UHD (also Rec.2020) Zuspielung passt und bei HD-Zuspielung (Rec.709) nicht ist doch ein ziemlich deutliches Zeichen dafür, dass da in den Settings was nicht passt.


    Entweder der JVC war bei der Profilierung nicht im richtigen Modus oder er switched nun noch irgendwie den Farbraum hin und her.

  • Gamma ist mit Autocal in die Spur gebracht.


    Tatsächlich habe ich genau den Effekt mit den deutlich verbesserten Hauttönen durch die Bank weg bei meinem X3, dem 2. X3, einem X500 und meinem aktuellen X7500 beobachten können.


    Ich denke auch, dass der Effekt sich "auf dem Papier" drastischer liest, als er denn ist. Es ist eine feine, aber dennoch deutlich Verbesserung.

    NIls, hast Du denn mal eine 3D-LUT getestet? Messgerät hast Du sicherlich eins da?

  • aber die Beobachtung von suke dass es bei UHD (also Rec.2020) Zuspielung passt und bei HD-Zuspielung (Rec.709) nicht

    Nochmal langsam: Bei 4K-BR sieht das Bild gut aus, ganz eventuell ist etwas zu viel rot im Bild. Wie gesagt, vielleicht auch nicht.


    Bei normalen BR sieht das Bild ohne LUT ein klein wenig flacher aus, aber eigentlich ganz normal. Sowohl mit als auch ohne.

    Entweder der JVC war bei der Profilierung nicht im richtigen Modus oder er switched nun noch irgendwie den Farbraum hin und her.

    Ich gucke heute Abend noch einmal. :sbier:

  • Hi,


    ich habe diverse LUT erstellt mit Lightsspaca aber auch mit Calman. Tatsächlich gab es Abweichungen.

    Calman war zT (das ist ca 2,5 Jahre her) so mies dass ich es auch nach mehrfacher Rücksprache mit Ted Aspiotis nicht mehr verwendet habe.

    Da sind die Algomrythmen von Steve (Lightspace) doch deutlich besser.

    Das haben diverse Nachmessen ergeben dass die Calman LUT nicht so geil waren.


    Wie ist dass denn mit DisplayCal wird nach der Profilierung, der Berechnung des LUT nochmal eine Validierungsmessung durchgeführt, mit aktiver LUT?

    Die Berechnung ist ja (analog zur Trinnov :-) ) eben nur eine Berechnung aber eben keine Gegenmessung.


    Und hier greife ich noch mal meine bisher unbeantwortet Frage/Feststellung aus einem anderen Thread auf:

    Das die Laserengine meines VW760 über den Zeitraum eines größeren LUT schwankte und die Ergebnisse "beliebig" waren, habe ich mich davon verabschiedet LUTs zu generieren.


    Auch die Funkion in Lightspace alle xx Messungen eine 100IRE Messung als Referenz einzufügen hat da nicht geholfen,

    Der VW760 war kürzlich beim Service, wäre interessant on das Verhalten so immer noch gegeben ist.


    NACHTRAG: und eine Kalibrierung und erst recht ein LUT ist ohne profiliertes Colorimeter meiner bescheidenen Meinung nach nicht wirklich State of the Art.

  • Nun ja, wie geschrieben sehe ich eine Verbesserung, dann nutze ich das natürlich auch. Da ich es nun aber wissen will, habe ich eben mal rumtelefoniert und bekomme später den Typ unseres Gerätes auf der Arbeit genannt. Wir kaufen teilweise recht gut ein, mit etwas Glück ist es was "amtliches".

  • Ja das war so zweischneidig damals, einerseits gibt es in Calman die sogenannten Lightning LUTs die waren flott erledigt, andererseits waren die trotzdem scheisse, weil Calmans LUT Engine nicht so dolle war. RGB Level, Gamma usw per Autofunktion durch ausprobieren hinzudämmern, das geht ja seit Jahren mit Calman, aber eine LUT sinnvoll zu berechnen ist ne andere Hausnummer.


    Daher fand ich Lightspace auch cool dass man nach einmaliger Profilierung immer neue LUTs mit anderen Parametern erzeugen konnte, und es gibt eine sogenannte "Relax" Funktion die in den untersten IRE Level berücksichtigt das ein günstiges Colorimeter da gerne Mist misst und den Algo entsrprechend anpasst. das wiederum geht nur in den teueren Lighsspace Versionen.

    Dann aber auch': zB beim SONY Tweak konnte man auch die hohen IRE Level messen aber eben vom LUT nicht anfassen lassen, sonst verliert man ja den Sinn des Tweaks, da der LUT den Beamer wieder auf Kurs zwingen würde.

  • Interessant wäre, wie die Messungen ohne 3D-LUT aussehen. Vielleicht ist bei euch Gamma und Gains ja generell verbogen. Die 3D-LUT korrigiert das ja auch mit. Und das würde auch alle Mischtöne betreffen.


    Ich kann jedenfalls nicht nachvollziehen, dass eine 3D-LUT ein schon relativ gut passendes Anzeigerät dermaßen stark verbessert. Das entspricht einfach nicht meiner Erfahrung.

    Meiner auch nicht!


    Man muss sich mal vor Augen führen wo LUTs eigentlich herkommen, aus Geräten die er zuließen die interne LUT komplett neu zu schreiben, das waren idR Profi Mastering Monitore.

    Heute haben unser Geräte alle eine interne LUT an die wir nicht rankommen, die wir mit einer externen LUT "korrigieren".

    Ich habe die Erfahrung gemacht dass man zunächst einmal das Wiedergabegerät in den Grundparametern auf Kurs bringt, hinsichtlich Zielgamma möglichst auf Punkt, RGB Verlauf möglichst auf Punkt (bis auf SONY Tweak), und beim Farbraum möglichst ein wenig ÜBER den ZIelfarbraum als Grundeinstellung.

    Dann kann der Algo nämlich am besten arbeiten und den Farbraum entsprechend anfassen.

    In Lightspace gibt es dazu diverse Presets wie der Algo arbeitet.

    Sofern der Zielkorridor des LUT zu klein ist kommt es je nach LUT auch mal zu Banking und/oder Colorshift. Muss nicht, kann aber.

    Daher macht man zusätzlich zur Validierung mit aktiver LUT noch eine Sichtprüfüng mit Farb- und Grau VERLÄUFEN, nicht mit Rampen.


    das war zB ein Ergebnis wo eine Rampe gut aussieht (wenige Messpunkte die dann super gepasst haben) aber im Verlauf direkt daneben sieht das total xxx aus:



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