Produkte von Cinemike - Der Versuch einer sachlichen/fachlichen Diskussion

  • Wenn Du ihn kennst, dann frag ihn doch einfach mal, was er von CM und ihrer Arbeit hält.

    Ich kenne ihn nicht persönlich da wir in unseren Projekten kaum bis gar nicht JVC verbauen, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt werde ich das mal tun.

    Allerdings wird der Besuch von ihm bei Dir sicherlich schon ein paar Jährchen her sein, oder?

  • Und für mich ist es unmöglich so einen Vergleich aus dem Gedächnis zu machen.

    Ich für mich selbst habe das schon vor langer Zeit so erkannt, und ich kenne bisher auch niemanden der es nachweislich konnte. Jedoch einige die vor so einem Blind-Test gesagt haben, dass sie es können.

    "Nachweislich" ist halt immer der Knackpunkt an dem es nach "Forderung" klingt, das will ich hier aber wirklich nicht tun - ich schreibe hier also nur wie meine Herangehensweise ist.


    mfg

  • Also, dass es die Möglichkeit eines BTs gibt beim Hersteller.

    Habe ich das falsch verstanden und wurde nicht Nilsens ein solcher Termin kurzfristig abgesagt?


    Wenn solche Gelegenheiten bei mir um die Ecke wären, kein Problem. Und wenn Kaufinteresse besteht auch nicht ein weiterer Weg (für Lautsprecher anhören war ich auch schon in München bei einem Händler).


    mfg

  • Nicht wirklich. So ein Test erfordert Unabhängigkeit vom Durchführenden.

    Naja so mündig bin ich doch selbst, vor allem als kritisch eingestellter, um den Test als tauglich oder untauglich zu beurteilen.


    Und allgemein ein bisschen Vertrauen gehört nun mal dazu, denn genauso wie in einem offenen Test jeder zu 100% positive (also immer erkennen was spielt, oder Unterschiede erkennen) Ergebnisse erzielen kann, kann in einem BT zu 100% negative (also keine Unterschiede) genannt werden. Und beide Aussagen können erhlich oder gelogen sein.


    mfg

  • "Nachweislich" ist halt immer der Knackpunkt an dem es nach "Forderung" klingt, das will ich hier aber wirklich nicht tun - ich schreibe hier also nur wie meine Herangehensweise ist.

    Nachweislich benötigt man aber in einem validen Blindtest auch eine sehr grosse Anzahl von Wiederholungen. Da tritt dann irgendwann einfach Erschöpfung ein.

    Wir haben früher oft einfache Blindtests bei uns durchgeführt.

    Das lief dann z.B. so ab:

    Testproband im Kino weis nicht was passiert oder worum es überhaupt geht. Dann draussen im Technikraum z.B. die Cinchkabel der Sidesurrounds mit denen der Backsurrounds getauscht. Z.B. ein vermeintlich "gutes" Kabel bei den Sides und ein "schlechtes"bei den Rears.

    Dann den Probanden gefragt, ob bei den beiden Sequenzen irgend etwas anders war.

    Als Antwort kam dann in diesem Fall immer: Vorher klang es aus den Side-Surrounds detaillierter. Beim zweiten mal aus den Backsurrounds.

    Mir reicht das um ein Cinch Kabel zu überprüfen.

    Das ist aber kein valider Blindtest. Dafür müsste ich das wie oft? 100 mal wiederholen? Spätestens nach dem 10ten Durchlauf kann das keiner mehr auseinanderhalten.


    Ich will hier die wissenschaftliche Wichtigkeit von Blindtests nicht in Abrede stellen. Es gibt sehr viele Bereiche wo Sie unabdingbar sind. Aber alles erklären können Sie auch nicht.

    Oder trinken hier alle Bier für 7€/Kasten oder Wein für 1,99€/ Tetrapack.

    Laut Blindtest kann man nicht mal ein Kölsch von einem Pils unterscheiden.

  • Laut Blindtest kann man nicht mal ein Kölsch von einem Pils unterscheiden.

    Ein Beispiel was oft gebracht wird - aber eben nicht stimmt.

    Genau wie es beim Hören eine Sache der Übung ist, ist es das bei Speisen und Getränken genau so.


    Ich wäre in jedem Fall in der Lage mir bekannte Pilssorten von mir bekannten Kölschsorten Blind zu unterscheiden.

    Bei Wein ähnlich. Da kannst du mich gerne mal herausfordern ;-)

  • Nachweislich benötigt man aber in einem validen Blindtest auch eine sehr grosse Anzahl von Wiederholungen. Da tritt dann irgendwann einfach Erschöpfung ein.....


    Das ist aber kein valider Blindtest. Dafür müsste ich das wie oft? 100 mal wiederholen? Spätestens nach dem 10ten Durchlauf kann das keiner mehr auseinanderhalten.

    Sowas legt man vorher fest und es hängt von mehreren Faktoren ab, also kann allgemein nicht wirklich gesagt werden wieviele es sein "müssen".

    Daher bin ich auch für Tests die in Umgebungen und auf einer Art und Weise stattfinden die möglichst gleich zu der ist wo die Unterschiede (offen) erkannt wurden. Da kann man dann so viele davon machen wie man lustig ist.


    Aber ich persönlich würde mich da aufgrund der "Unwichtigkeit" mit einem deutlich niedrigeren Signifikanziveau zufrieden geben, als z.B. bei einem Medikament wo es um Leben und Tod geht.


    Zitat von RTFS

    Ich will hier die wissenschaftliche Wichtigkeit von Blindtests nicht in Abrede stellen. Es gibt sehr viele Bereiche wo Sie unabdingbar sind. Aber alles erklären können Sie auch nicht.

    Oder trinken hier alle Bier für 7€/Kasten oder Wein für 1,99€/ Tetrapack.

    Laut Blindtest kann man nicht mal ein Kölsch von einem Pils unterscheiden.

    Das wollte ich mit meinen vorherigen Posts ausdrücken, dass es beim BT nicht um die Frage geht "was trinke ich lieber" oder "mit was höre/sehe ich lieber" sondern nur um die Frage "kann man Pils von Kölsch am Geschmack unterscheiden" oder "kann man Geräte A von Gerät B anhand seines akustischen/optischen Outputs unterscheiden".


    Kleine Geschichte dazu:

    Bei uns (in D auch?) gibt es aktuell wieder die 1l Coca-Cola Flaschen aus Glas in den Supermärkten. Zuvor gab es im Grunde nur die PET Flaschen.

    Ich mag das Cola lieber aus der Glasflasche als aus der PET.

    Ob es rein am Geschmack liegt kann ich nicht sagen, dazu müsste ich einen Blindtest machen. Nur hilft mir der bei der Frage woraus ich lieber trinke ja nicht.


    mfg

  • Ein Beispiel was oft gebracht wird - aber eben nicht stimmt.

    Genau wie es beim Hören eine Sache der Übung ist, ist es das bei Speisen und Getränken genau so.


    Ich wäre in jedem Fall in der Lage mir bekannte Pilssorten von mir bekannten Kölschsorten Blind zu unterscheiden.

    Bei Wein ähnlich. Da kannst du mich gerne mal herausfordern ;-)

    ..also, ich kenne einige, die wirklich Rot-und Weisswein nur anhand der Farbe unterscheiden können..

    Und von einem der besagten stammt dann auch noch der Satz: 'Es gibt praktisch keinen trinkbaren Weisswein unter 20(30?) €...:big_smile:


    Wenn Verbesserungen so augen-und ohrenfällig sind, dass Kunden nach kurzer Zeit beim Händler klar zur getunten Variante greifen, würde ich ja annehmen, dass auch der BT natürlich 'zu 0' ausgeht!


    Ich sach mal so: Wenn ich 3x hintereinander jeweils auch nur 2s lang Greta van Fleet im Wechsel mit Led Zeppelin höre, kann ich mich recht eindeutig festlegen, welches LZ sind- und wer nur so klingt..:zwinker2:

  • Kleiner Tipp: in anderen Foren gibt es häufig eigene Accounts für Moderatoren und Administratoren. Damit kann man das privat und moderativ Geschriebene scharf trennen. :)

    Ja Nils.
    Das hatte ich mir auch schon überlegt.


    Den Admin User nutzen wir übrigens nur für eine unter den Moderatoren abgestimmte Aktion --> z.B. Sperren eines USERs.

    Ich möchte deswegen diesen User unberührt lassen und nur für "ganz besondere Anlässe" nutzen.


    Mich als jemand der sowohl gerne seine eigenen Ansichten schreibt und/oder als Moderator tätig ist ist dieses An- und Abmelden mit unterschiedlichen Usern dann schon sehr lästig.



    Daher finde ich die Idee mit den Farben nicht so schlecht. Dann werde ich mich eben bei kritischen Dingen mit den Reaktionen zurück halten.

  • Nachweislich benötigt man aber in einem validen Blindtest auch eine sehr grosse Anzahl von Wiederholungen. Da tritt dann irgendwann einfach Erschöpfung ein.

    Wir haben früher oft einfache Blindtests bei uns durchgeführt.

    Das lief dann z.B. so ab:

    Testproband im Kino weis nicht was passiert oder worum es überhaupt geht. Dann draussen im Technikraum z.B. die Cinchkabel der Sidesurrounds mit denen der Backsurrounds getauscht. Z.B. ein vermeintlich "gutes" Kabel bei den Sides und ein "schlechtes"bei den Rears.

    Dann den Probanden gefragt, ob bei den beiden Sequenzen irgend etwas anders war.

    Die Herangehensweise ist in der Tat ermüdend und führt zu keinem brauchbaren Ergebnis.

    1. braucht es 10 Durchgänge. Nicht mehr für den privaten Bereich.

    2. Ist die Frage "ob etwas anders war" rein suggestiv


    Soweit ich die beiden Diskussionen verfolge, gibt es unterschiedliche Auffassungen von der Bezeichnung Blindtest.

    Valide wäre zB der ABX Test.


    1. Sample A wird gespielt

    2. Sample B wird gespielt

    3. Sample A oder B wird gespielt und der Proband muss notieren ob es A oder B war.


    Der Proband weiß natürlich nicht ob A oder B der getunte Projektor ist.

    Anhand der notierten Reihenfolge des Testers wird dann verglichen.

    Alles unter 8 Richtige ist Zufall und nicht reproduzierbar. Dabei spielt es keine Rolle wie oft A oder B vorkommt.


    Auch andere valide Verfahren können angewendet werden, sind aber deutlich aufwändiger.

    Wer es genauer wissen will, dem empfehle ich die meist taschenbuchgroßen Ausgaben "Wissenschaftliches Arbeiten". Das Standardbüchlein für jeden der mal eine Arbeit mit wissenschaftlichen Charakter schreiben musste. Da steht auf wenigen Seiten alles nötige drin was man zum validen arbeiten machen sollte.


    Das Ergebnis kann bei korrekter Durchführung reproduziert werden bzw tauchen Fehler in der Abfolge sehr schnell auf. zB ein Projektor hat Schmutz auf der Linse und man weiß welcher das ist usw.

  • Das mit der Durchgängen ist festzulegen, es gibt hier keine allgemein gültige ausreichende Anzahl.

    Man legt zuvor fest welches Signifikanzniveau man haben will und daraus resultiert die Anzahl.


    Blindtest wird hier(?) in der Form verwendet als das der Hörer das Gerät nur anhand der in der Fragestellung beschriebenen Eigenschaften kennt.

    Also z.B. nur den akustischen oder optischen Output serviert bekommt.


    Die Frage "war etwas anders" ist auch eine Möglichkeit.

    Es gibt Umschaltung und der Tester muss die Frage beantworten: "ist nach der Umschaltung eine Änderung vorhanden - JA/NEIN".

    Welche Frage man stellt hängt immer davon ab was man erreichen will.


    mfg

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