Planungs- und Bauthread "Elaboratorium"

  • macelman

    Mir ging es nur um den Punkt "eine Vorstufe tauscht man schnell aus". Gerade wenn eine Trinnov zumindest eine Option ist, sehe ich das halt ein wenig anders.


    Das ist es was ich mit "Anforderungen und Budget" definieren meine:

    Es macht IMHO zu Anfang überhaupt keinen Sinn über Einzelkomponenten zu diskutieren, erstmal muss der Rahmen gesetzt sein.

    Und - wie Nils ja auch richtig sagt - nicht immer ist dann eine Trinnov "notwendig".

    Natürlich freut sich der Kunde auch wenn vorhandenes Equipment weiter genutzt werden kann, nicht selten ist es aber sinnvoller auf der grünen Wiese anzufangen wenn es das Konzept erfordert.

    Auch ob ein "Zug um Zug" überhaupt gewünscht ist oder ob es direkt der "große Wurf" sein soll muss geklärt werden.

    Aber ich kann nun nicht sagen, dass in einem Kino, in dem alle Basics entsprechend richtig gemacht wurden, in dem vielleicht eh schon DSP vorhanden sind, eine Trinnov ein völlig neues Klangerlebnis bringt.

    Das kann aber auch daran liegen dass man sich in dem bereits durch die vorherige Installation vorgebebenen Korsett bewegt - wenn man direkt von Anfang an mit einer Trinnov geplant hätte, dann wäre ja die Basis eine andere gewesen und man hätte ggf. mehr Freiheiten in der Planung gehabt.


    Zur Sicherheit wiederhole ich das nochmal (man wird ja schnell in eine Schublade gesteckt): es geht nicht darum dass es eine Trinnov sein muss, nur macht es IMHO schon einen Unterschied im Konzept.

  • Das kann aber auch daran liegen dass man sich in dem bereits durch die vorherige Installation vorgebebenen Korsett bewegt - wenn man direkt von Anfang an mit einer Trinnov geplant hätte, dann wäre ja die Basis eine andere gewesen und man hätte ggf. mehr Freiheiten in der Planung gehabt.

    Wo soll das sein. Bei Sonderlösungen wie bei Aries mit seinem Doppelcenter oder in Räumen wo keine Aufstellung nach "Norm" möglich ist bin ich bei dir. Aber wenn ich alle Vorgaben erfüllen kann, dann vielleicht noch ein z.B. eine Adam S5V oder was von Genelec mit DSP nehme, dann wird das Eis und der Nutzen für eine Trinnov halt immer dünner.

    Klar, man kann dann mit mehr Sidesurrounds, Front wide usw. argumentieren, was aber zum einen die Kosten in die Höhe treibt und wo der Nutzen halt auch fraglich ist.


    Wenn Geld keine Rolex spielt alles gut - dann baue ich mir halt 30 Lautsprecher ins Kino und nehme die Trinnov 32, aber mittlerweile liest es sich hier so (etwas überspitzt) als ginge kein Weg an der Trinnov vorbei. Ich z.B. würde das Geld lieber erstmal in eine gute Basis stecken, mir statt Neumann z.B. auch mal die Adams mit DSP anschauen und überlegen, ob ich andere Sachen (Front Wide usw.) wirklich brauche. Sowas kann man ja auch vorbereiten, genau wie Atmos / Auro 3D und dann später bei einer eventuellen Aufrüstung immer noch installieren.

  • Wenn Geld keine Rolex spielt alles gut - dann baue ich mir halt 30 Lautsprecher ins Kino und nehme die Trinnov 32, aber mittlerweile liest es sich hier so (etwas überspitzt) als ginge kein Weg an der Trinnov vorbei.

    Siehst Du, genau das meine ich mit "(man wird ja schnell in eine Schublade gesteckt)" - ich bin dann raus hier.

  • Siehst Du, genau das meine ich mit "(man wird ja schnell in eine Schublade gesteckt)" - ich bin dann raus hier.

    Warum, ich habe doch extra in Klammern (überspitzt) geschrieben. Die Frage war wirklich ernst gemeint. Mir fallen da rein aus Anwendersicht (Filme schauen) keine Gründe für eine warum mit einer Trinnov anders geplant wird und das in einem Fall wie hier wichtig wäre. Ich finde da absolut keine Schublade - stehe da gerade auf dem Schlauch.


    Das eine Trinnov ein tolles Spielzeug ist und für sich auch eine tolle Vorstufe steht außer Frage - aber das hat ja mit dem Thema nix zu tun.

    Es ging ja um das hier.

    Das kann aber auch daran liegen dass man sich in dem bereits durch die vorherige Installation vorgebebenen Korsett bewegt - wenn man direkt von Anfang an mit einer Trinnov geplant hätte, dann wäre ja die Basis eine andere gewesen und man hätte ggf. mehr Freiheiten in der Planung gehabt.

    Hier würde mich wirklich interessieren wo und was das "Korsett" ist. Vielleicht übersehe ich ja was.

    Du schreibst ja selber von Budget.

    Wenn hier eine KH310 für Surround und Atmos den Rahmen sprengt was ja nun völlig legitim ist, dann ist das doch schon eine Sache die man diskutieren kann.

    Denn wenn die KH310 das Budget sprengen, dann frage ich mich halt, was die Trinnov bringt, da dann ja auch kein Budget für ein weiters Paar 420er als Wide und auch kein Budget für weitere Surrounds vorhanden ist.


    Ergo würde ich da auf die Trinnov verzichten und das Geld lieber in eine ordentliche Basis investieren. Die könnte in dem Fall z.B. die Adam Serie oder Genelec Serie mit DSP sein.

  • mittlerweile liest es sich hier so (etwas überspitzt) als ginge kein Weg an der Trinnov vorbei.

    Das hat keiner behauptet.

    Natürlich muss das immer in Relation zu den finanziellen Möglichkeiten gesehen werden, in der Tat sehe ich jedoch einige Vorteile einer Altitude, die für viele Fälle die Anschaffung rechtfertigen.

    Neben den genannten Punkten (Remapping, Nutzung von zusätzlichen Lautsprecherpositionen) sehe ich noch den Aspekt der schnellen und unkomplizierten Einmessung.

    Ich traue es zwar sehr erfahrenen Anwendern wie Dir zu, dass Du ein vergleichbares Resultat wie die Einmessung mit einer Altitude erreichst, aber bei einem weniger erfahrenen Anwender habe ich da Zweifel.

    Und selbst wenn man die nötige Expertise hat ist die automatische Einmessung mit einer Altitude einfach weniger Aufwand.

    Last but not least:

    Mit einer Altitude hat man das gute Gefühl, dass man den State-of-the-Art nachhaltig erreicht hat.

    :)

  • Mir fallen da rein aus Anwendersicht (Filme schauen) keine Gründe für eine warum mit einer Trinnov anders geplant wird und das in einem Fall wie hier wichtig wäre.

    Nochmal: ich habe mich gar nicht auf dieses Projekt hier bezogen (das habe ich mir im Detail gar nicht genau angeschaut), das war ein generelles Statement.

    Ich vermute wir bewegen uns aktuell einfach auf unterschiedlichen Flughöhen auf diesen Thread bezogen. Du bist schon in die Details eingetaucht, ich bewege mich noch im Generellen.

    Ich hab ja selbst oben geschrieben dass ich überhaupt erstmal die Rahmenbedingungen (Budget, Anforderungen) festklopfen würde, die Geräteauswahl kommt dann ganz zum Schluss. Letztlich hat der TE die Trinnov selber in´s Spiel gebracht, ebenso die LS.

  • Ich traue es zwar sehr erfahrenen Anwendern wie Dir zu, dass Du ein vergleichbares Resultat wie die Einmessung mit einer Altitude erreichst, aber bei einem weniger erfahrenen Anwender habe ich da Zweifel.

    Und selbst wenn man die nötige Expertise hat ist die automatische Einmessung mit einer Altitude einfach weniger Aufwand.

    Der Punkt kann aber auch ein Nachteil sein. Leute wie du haben ganz sicher riesen Spass mit der Trinnov, hätte ich auch. Es ist halt gerade für Leute die auch gerne mal fummeln ein feines Teil.


    Es gibt aber auch Leute die wollen ein fertiges Kino bekommen, sich dort hineinsetzen und einfach Filme schauen. Hier braucht es in jedem Fall so oder so den Fachmann, denn je komplexer ein System umso mehr kann man da auch verschlimmbessern.


    Ich habe ja nun auch ein paar mal eine Einmessung einer Trinnov gesehen und ganz trivial ist das sicher nicht. Ich hatte auch mal ein Kino darunter, wo es trotz Trinnov falsch klang. Da war halt was bei der Einmessung schief gelaufen (hat nix mit Trinnov direkt zu tun, sondern passiert halt schneller als man denkt). In einem anderen Kino waren massive Probleme mit Eingangsclipping. Alles Sachen die gelöst werden konnten und auch bei dir war ja der ein oder andere Bug. Von der Bedienung sprechen wir mal nicht... Kling negativer als ich es meine, aber eine Trinnov ist alles, nur nicht Plug & Play :-)

  • Nochmal: ich habe mich gar nicht auf dieses Projekt hier bezogen (das habe ich mir im Detail gar nicht genau angeschaut), das war ein generelles Statement.

    Ja, aber es geht hier ja um ein konkretes Kino. Daher bringt dann dem der das Kino baut ein generelles Statement recht wenig.


    Aber ich hab dafür einen extra Thread aufgemacht. Das "Mir" steht sinnbildlich für die einzelnen individuellen Anwendungsfälle.


    RE: Ist eine TRINNOV bei "Mir" sinnvoll

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