JVC NZ 7 / NZ 8 / NZ 9 (Laserprojektoren 2021)

  • Wenn die Kisten sagen wir mal 50% weniger kosten würden, dann könnten sie viel mehr davon verkaufen und auch wesentlich billiger produzieren.

    Das war auch die Hoffnung vieler, mich eingeschlossen, das sie 2 günstigere UHP Modelle weiter laufen lassen. Da hat uns wohl der lückenhafte Lieferkette der Elektronikbauteile in die Suppe gespuckt: Sie können eh nicht genügend produzieren, also wird die Stückzahl auf die hochpreisigen Modelle mit mehr Marge gelenkt. Die Modelle sind auch sehr schlau aufgestellt. Der NZ7 ist ja deutlich abgespeckt.

  • Wenn die Kisten sagen wir mal 50% weniger kosten würden, dann könnten sie viel mehr davon verkaufen und auch wesentlich billiger produzieren. Sonst wird es leider so sein, dass die sich die Spirale immer schneller drehen wird!

    Es geht nicht darum möglichst viel zu verkaufen sondern möglichst viel zu verdienen.


    Das ist in keinster Weise verwerflich!


    Denn viel verdienen kann eine Firma dann, wenn sie ein besonders nachgefragtes Produkt anbietet (Monopole einmal außer acht gelassen - davon reden wir hier aber nicht).

    Und es ist offensichtlich, dass viele diese Produkte gerne hätten.

    Rumgejammert wird nun weil die Produkte relativ teuer sind - aber sind sie zu teuer?

    Das sind sie eben nicht.


    Günstiger werden nun vermutlich nur die sony Geräte anbetracht der JVC Konkurenz:

    Danke.

    Das Chart zeigt doch eindrucksvoll, das JVC mehr Projektor für weniger Geld bietet als Sony.

    Von den Haltbarkeitsproblemen bei Sony nicht zu reden.


    Vermutlich wird JVC gar nicht so viele Projektoren produzieren können wie sie mit diesem Setup verkaufen können.

    Warum sollten sie dann die Projektoren für weniger Geld verkaufen?

  • ... JVC Konkurenz:

    In der Tabelle ist von einer dynamischen Iris die Rede.

    An anderer Stelle hieß es jedoch, dass die Iris nur statisch wäre und das Dimming ausschließlich über die Laserlichtquelle erfolgen würde.


    Interessant finde ich auch noch, welche Kontrastwerte (on-off und ANSI) für maximal aufgezoomte Bildgröße und offene (statische) Iris, d.h. bei den Bedingungen maximalen Lichtoutputs, im Vergleich zu den Vorgängern erreicht werden.

  • Bei der Tabelle ist zu bedenken, dass Sony in den USA deutlich teurer sind:
    Der VW590 kostet bei uns "nur" 7000,- statt 10.000,- und der VW790 nur 12.000,- statt 20.000,-
    Dann sieht der Vergleich nimmer soooo schlimm aus.

    das stimmt schon, aber der US Markt ist bedeutend größer. Damit ist Sony schon ziemlich unter Druck.

  • In der Tabelle ist von einer dynamischen Iris die Rede.

    An anderer Stelle hieß es jedoch, dass die Iris nur statisch wäre und das Dimming ausschließlich über die Laserlichtquelle erfolgen würde.

    Da hoffe ich nur das JVC das besser gelöst hat als mit der Iris die komplett das Bild verfärbt.

    Ansonsten wäre das Laser Dimming auch für die Katz.

    Die dynamische Iris bei der N Serie war/ist unbrauchbar *imo*

  • Guten Morgen,

    Ich finde das bei dieser Diskussion die Gebrauchtgeräte vergessen werden.

    Anfänger oder Einsteiger und aber auch Heimkinoliebhaber die sich Neugeräte nicht leisten wollen /können haben eine gewisse Auswahl an Geräten die wenige Jahre alt sind.

    Diese machen immer noch ein sehr gutes Bild.

    Das bei einigen ältere Topgeräten kaum mehr Lampen zu bekommen sind ist allerdings schade.

    Ich habe letztens einen Infocus 777 3Chip DLP für 300€ bei Kleinanzeigen gesehen, ein Gerät für das viele damals gemordet hätten 😁😁

    Es muss nicht immer ein Neukauf sein, machen ja viele ( ich auch) beim Auto auch nicht..


    Vg

    Karsten

  • Die dynamische Iris bei der N Serie war/ist unbrauchbar *imo*

    Bei meinem X7000 habe ich sie auch deaktiviert.

    Ich denke auch, dass die Angabe in der Tabelle oben falsch ist und es keine dynamische Iris mehr gibt, d.h. das Dimming erfolgt ausschließlich über den Laser.


    Es wurde vielfach berichtet, dass das Laser-Dimming schon beim Z1 (mit aktualisierter Firmware) sehr gut funktioniert hätte so dass der wahrgenommene Kontrast daher beim Z1 nicht schlechter gewesen sei als bei den X Modellen mit deaktivierter Auto-Iris.


    Das ist im übrigen für mich ein sehr relevanter Vorteil bei den Laser Geräten:

    Die dynamische Lasersteuerung ist nutzbar, die Auto-Iris bei den Lampenprojektoren (für mich) nicht.

  • Es geht nicht darum möglichst viel zu verkaufen sondern möglichst viel zu verdienen.


    Das ist in keinster Weise verwerflich!

    Ich finde es auch in kleinster Weise verwerflich. ;)


    Ich dachte nur eher an folgende Konstellation.

    Das Produkt ist immer das gleiche:


    Serie 1 (1000 Stück):

    - Entwicklungskosten: 10.000 000

    - Material/Produktion: 20.000 pro Stück

    - Logistik: 100 pro Stück

    - Preis pro Stück: 50.000

    - Gewinn/Verlust: 1000 x 50.000 - 10.000 000 - 1.000 x 20.000 - 1.000 x 100 = + 19.900.000


    Serie 2 (100.000 Stück):

    - Entwicklungskosten: 10.000 000

    - Material/Produktion: 2.000 pro Stück

    - Logistik: 100 pro Stück

    - Preis pro Stück: 5.000

    - Gewinn/Verlust: 100.000 x 5000 - 10.000 000 - 100.000 x 2000 - 100.000 x 100 = + 280.000.000


    Sind alles nur Beispiele und mir ist auch klar, dass das Risiko für den Hersteller steigt, wenn er mit höheren Verkaufszahlen und geringeren Margen kalkuliert, aber Kleinserien führen am Ende immer zu noch stärker steigenden Preisen für alle. So habe ich das gemeint. :)

    In diesem Fall sind steigende Preis also auch ein Nachteil für schnellere Innovationen, weil man irgendwann immer noch höhere Entwicklungskosten auf immer noch weniger Einheiten irgendwann nicht mehr umlegen kann! :( Und dann verlieren wir alle! :(

  • dslmaster

    Wenn die Zahlen so wären und die Produktionsmenge entsprechend gesteigert werden könnte - dann wäre das so sinnvoll.

    Aber da die Jungs von JVC auch rechnen können ist es wohl nicht so.


    Ich habe mich auch schon gefragt warum Christie, die im Bereich >= 100 t€ (nach meinem Dafürhalten) die besten Projektoren herstellen und offensichtlich sehr viel Know-How haben, dies nicht nutzen um Projektoren im Heimkinobereich für < 100 t€ anzubieten.

    Mein Wunsch wäre ein Mini-Eclipse mit 5000 lumen für 50 t€ ... aber auch das wird wohl ein Wunsch bleiben ...

    Auch da kann ich es mir nur so erklären, dass es sich letztlich nicht rechnet sonst würden sie es wohl machen.

  • Ich habe mich auch schon gefragt warum Christie, die im Bereich >= 100 t€ (nach meinem Dafürhalten) die besten Projektoren herstellen und offensichtlich sehr viel Know-How haben, dies nicht nutzen um Projektoren im Heimkinobereich für < 100 t€ anzubieten.

    Mein Wunsch wäre ein Mini-Eclipse mit 5000 lumen für 50 t€ ... aber auch das wird wohl ein Wunsch bleiben ...

    Auch da kann ich es mir nur so erklären, dass es sich letztlich nicht rechnet sonst würden sie es wohl machen.

    Die haben sich halt auf einen anderen Markt spezialisiert. Der Consumer-Markt braucht ganz andere Strukturen, allein wenn es um Marketing oder Pre- und After-Sales-Support geht. Auch die Preisstrukturen sind da ganz anders. Der Pro-Markt ist da viel einfacher.

    Unser Christie Vertriebler und Distri haben schon fragend geschaut als wir uns für den Schwarzwert, 3D und FI interessiert haben. Das ist eine ganz andere Welt.

    EDIT: Ich finde es sehr klug von einem Unternehmen sich auf das zu konzentrieren was es gut kann und nicht versucht auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen nur um (kurzfristig) möglichst viele Geräte zu verkaufen.

  • Wenn die Kisten sagen wir mal 50% weniger kosten würden, dann könnten sie viel mehr davon verkaufen und auch wesentlich billiger produzieren.

    Wenn Dein Chef Dir 50 Prozent weniger Gehalt im Monat bezahlt bei gleicher Arbeitsleistung, dann kann er auch viel billiger produzieren, günstiger verkaufen oder mehr Mitarbeiter einstellen. Nur hilft Dir das nicht unbedingt weiter.

    :zwinker2:

  • Gerade bei der Produktion von Elektronikgeräten werden die Lohnkosten nur einen geringen Anteil ausmachen und je höher die Stückzahl, um so höher das Optimierungspotential.

    Ein großer Teil der Kosten sind Stückzahlunabhängig (Entwicklung, Formen und Werkzeuge, Marketing, etc.).
    So gibt es einen Sweetspot aus Umsatz x Marge, wo sich der höchste Ertrag ergibt.


    Der Spaßverderber sind die derzeit hängenden Lieferketten, die Stückzahlen sind somit durch externe Faktoren begrenzt. Deshalb verfolgt JVC eine Top to Bottom Strategie. Wie man sieht, wird diese auch funktionieren. Durch die Kastration des NZ7 wird wohl der NZ8 wohl der Umsatzbringer werden.

  • Die haben sich halt auf einen anderen Markt spezialisiert. Der Consumer-Markt braucht ganz andere Strukturen, allein wenn es um Marketing oder Pre- und After-Sales-Support geht. Auch die Preisstrukturen sind da ganz anders. Der Pro-Markt ist da viel einfacher.

    Unser Christie Vertriebler und Distri haben schon fragend geschaut als wir uns für den Schwarzwert, 3D und FI interessiert haben. Das ist eine ganz andere Welt.

    EDIT: Ich finde es sehr klug von einem Unternehmen sich auf das zu konzentrieren was es gut kann und nicht versucht auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen nur um (kurzfristig) möglichst viele Geräte zu verkaufen.

    Das hört sich zwar einleuchtend an, aber mit Eclipse und Gryffin hat Christie doch Projektoren für den High-End Consumer Markt im Portfolio, sie sind also schon heute nicht nur im Pro Markt unterwegs.

    Ich meinte auch nicht den unteren Preisbereich mit Verkauf über mediamarkt & co. sondern schon weiterhin über ausgewählte Heimkinohändler und Installer so wie das jetzt auch mit Eclipse und Gryffin läuft.


    Als Vergleich könnte Trinnov dienen, die ausgehend von der A32 eine abgespeckte A16 zu ca. 60% des Preises der A32 auf den Markt gebracht haben und damit deutlich ihre Stückzahl erhöht haben.


    PS

    Nun könnte man auch bei der A16 argumentieren, es ist ja nur ein Linux PC mit zusätzlichen Schnittstellen und Software, warum verkaufen die das Teil nicht für 5 t€?

    Die Frage kann man stellen, aber die Trinnov Leute werden sicher sehr genau kalkuliert haben wie sie sich mit der A16 preislich positionieren.

  • Das hört sich zwar einleuchtend an, aber mit Eclipse und Gryffin hat Christie doch Projektoren für den High-End Consumer Markt im Portfolio, sie sind also schon heute nicht nur im Pro Markt unterwegs.

    Nein, die sind immer noch für den Pro-Markt plaziert, es gibt bei Christie keine Heimkino-Projektoren (was natürlich nicht heißt dass sie nicht in Heimkinos installiert werden). => https://www.christiedigital.com/en-gb/markets/

  • Zitat


    Durch die Kastration des NZ7 wird wohl der NZ8 wohl der Umsatzbringer werden.

    Ich sehe (noch) keinen klaren Favoriten. Angesichts der hohen Preise tippe ich, dass der NZ7 am beliebtesten sein wird. Vermutlich wird da die Differenzierung eher künstlicher Natur sein, wie schon in mancher Hinsicht beim N5/N7. Mein persönlicher Favorit ist eindeutig der NZ9 nach dem Motto "wenn schon, dann schon" :sbier:

    Wenn JVC beim ANSI Fortschritte gemacht haben sollte, könnte das ein phantastisches Gerät werden.


    Natürlich ist der Aufpreis insbesondere für das Objetiv schon blödsinnig. Aber ich sage mir: lieber heute das Geld für etwas ausgeben, das Spass macht als sich dann morgen ärgern, weil das angesparte Geld durch die Geldpolitik eh immer weiter entwertet wird. Das wird nicht besser, sondern immer bedenklicher. :heilig:

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