Mankras Heimkino

  • Hi Mankra,


    bist Du eigentlich von dem idealen vertikalen Abstand der Tieftöner-Zentren leicht abgewichen um noch Platz für die LFR zu generieren. Bei 214 Raumhöhe wäre das ja 2 x 0,54 cm Abstand zueiander. Ich überlege auch grad ein ähnliches Setup mit den HKM 21" (die immer noch relativ günstig) angeboten werden. Allerdings wird es dann für meine LFR zu knapp, wenn man sich an die idealen Abstände zueinander und zum Boden / Decke halten würde.


    Bist Du mit den 21"ern immer noch sehr zufrieden? Auch vom Gehäuse Volumen? Meine Alternative wären BMS 18" und ich muss mich entscheiden.


    Übrigens: Finde Deine Vorgehensweise als Neueinsteiger zur Umsetzung ausgesprochen inspirierend (Pareto, PA, Kino-Surrounds, pragmatische Ansätze, SBA Realisierung ;-), usw.).

    Grüße

  • Bei 214 Raumhöhe wäre das ja 2 x 0,54 cm Abstand zueiander.


    Die optimale Aufteilung mit z.b. 25% - 50% - 25% mit 2 LS in einer Richtung dient dazu, um eine möglichst hohe Wirkfrequenz zu bekommen.

    Für den LFE brauchen wir 120hz, d.h. max. 70cm von Wänden/Boden/Decke, max 140cm untereinander Abstand, damit die Bündelung funktioniert.


    D.h. wenn zuwenige Subs verbaut werden wie bei dem häufig anzutreffenden 2x2 Gitter, bei mehr als 280cm Raumbreite, dann ist es schon wichtig, diese 25-50-25 Aufteilung ein zu halten, um eine möglichst hohe Wirkfrequenz zu erhalten.

    Vom Pegel hätten 4 Subs locker gereicht, aber bei 384cm Raumbreite hab ich deshalb 6 Subs verbaut, um nicht später unnötige Probleme zu bekommen.


    Hat man mehr Subs als Notwendig, kann man variieren, solange man die 70, bzw. 140cm nicht überschreitet, wobei näher zur Wand/Boden/Decke vorteilhaft ist, da der reflektierende Schall früher in die Hauptwelle eingebunden wird.


    Optimum laut Formel wären also bei mir ca. 53 - 106 - 53cm LS Mitte, bei min. 60cm Gehäusehöhe würden nur 46cm Höhe für die LCR übrig geblieben. Ursprünglich hatte ich als späteres Update paar LS bis 70cm im Fokus, so wollte ich 70cm Zwischenraum frei halten.

    Also ging ich hier auf 130cm auseinander (entspricht auch fast den horizontalem Abstand bei 384cm Raumbreite) und dementsprechend näher an Decke-Boden.

    Damit hab ich eine rechnerische Wirkfrequenz bis 127hz. Dürfte auch der Praxis entsprechen, zumindest hätte ich bei 135hz böse Moden.

    Bist Du mit den 21"ern immer noch sehr zufrieden? Auch vom Gehäuse Volumen?

    Ja, aber:


    Preis/Leistung find ichs immer noch top, man bekommt für ~ 200,- ein hohes Verschiebevolumen und obwohls 21er sind, funktionierens bis zu den 120hz hinauf tadellos. Sind halt eher Bass-Lautsprecher, weniger (Infra) Subs.

    Referenzpegel + 10dB Spaßkurve und trotzdem zitterns nur wenige mm und brauchen dabei nicht all zu viel Leistung. Die 6 Subs an einer Proline und die Proline bleibt dabei so kühl, dass die geregelten Lüfter, die ich verbaut hab, kaum anlaufen.


    Aber sie brauchen Volumen, die 6x250l Gehäuse nehmen gleich mal 1,5m³ Volumen hinter der Leinwand ein und trotzdem habens wenig Tiefgang (wie geschrieben sind eher Bass-LS, weniger HK-Subs).

    Bei einem kurzen Raum mit 5 bis 6m passen gut zum Roomgain. Hast einen offenen Raum oder ein großes HK mit mehr als 6m Raumlänge wird Tiefgang fehlen.


    Ich glaub schon, dass ichs wieder nehmen würde.

    PLV spricht dafür.

    Dagegen IMHO nur das Volumen und Tiefgang. In sehr kleinen Räumen schwierig unter zu bringen, in großen/langen Räumen fehlt der Tiefgang.

    Übrigens: Finde Deine Vorgehensweise als Neueinsteiger zur Umsetzung ausgesprochen inspirierend (Pareto, PA, Kino-Surrounds, pragmatische Ansätze, SBA Realisierung ;-), usw.).

    Danke.

    Ich entferne mich zwar inzwischen davon Etwas. Der Stand bis Ende 2019 zeigt, dass man mit ca. 13.000,- und überschaubarem Aufwand schon ein gut funktionierendes HK bauen kann. Über rudimentäre Akustikmaßnahmen und Raumgestaltung holt man mit geringem Budget schon viel raus.

    Inzwischen bin ich von Pareto schon etwas weg.

  • Ne, kommt dann an die Grenze, natürlich kann man Subs nicht unendlich anheben.


    Simuliert schaffens geschlossen, 230l Nettovolumen, QTC 0,62, bei 100hz zwar 122dB, bei 20hz jedoch nur mehr 102dB, bzw. bei 6 Stück 118dB.

    Dann sinds zumindest elektrisch am Limit.


    Bei langen Räumen, ohne Hilfe vom Roomgain braucht es mehr Tiefgang.

    Oder man baut die HKMs in eine BR Box.

    Braucht dann aber schon eher 300l aufwärts, bringt dann aber +10dB bei 20hz, ca. 1118dB @ 20hz wären damit möglich.


    HSB bietet diesen 21er mit einer Modifikation für mehr Tiefgang an, damit sind dann die obligatorischen 120dB@20hz möglich. Ob er dafür nach oben raus an Dynamik verliert, keine Ahnung.


    Bei meinem Raum unterstützt der Roomgain ab ca. 28hz, somit hab ich ca. 125dB nach unten hin, dass passt genau für die 10dB Spaßkurve zusammen.

  • Dass man für ein gewisses Verschiebevolumen, das für Pegel X bei Frequenz Y braucht ist klar. Wenn das limit die elektr. Leistung ist, ist dann das Gehäuse "zu klein"?


    Andersrum, mit noch mehr Volumen wäre auch mehr max. Pegel untenrum drin... oder?

    Und das Problem ist "nur" mehr das Volumen.


    mfg

  • Was wirklich limitiert, schwer zu sagen, zumindest laut WinLSD ist das MaxSPL.


    Bißerl durch geklickt, an der Leistung scheint es laut WinLSD doch nicht zu liegen:


    Am Gehäuse liegt es scheinbar nicht, da auch mit 500l Gehäuse nicht mehr raus kommt. Aber auch mit 150l könnte es klappen. Hab aber keine Bauberichte mit solch "kleinem" Volumen gefunden, hab mich auf die Empfehlungen ab 250l verlassen.


    Interessant ist, dass mit dem mittleren Volumen es der größte Hub sein soll:




    Ich hab mich an diverse Bauvorschläge gehalten.

    Zusammen mit dem Roomgain hab ich damit genügend Reserven (wobei ich ursprünglich von einer geringeren Spaßkurve ausging).


    Das größere Fragezeichen war, ob das SBA mit nur 2/3 Raumbreite Dämmung überhaupt funktioniert. Zum Glück stört die Türe nicht wirklich.

  • Also ich habs selbst nicht simuliert.

    Aber wenn das ein CB Gehäuse ist, dann gibt es sicher irgendwann ein "zu klein".

    Dann reicht die elektr. Leistungsgrenze nicht mehr aus um den möglichen (oder zulässigen) Hub zu machen.


    Alles was an Volumen darüber liegt hat +- den selben maximal Pegel (der ist bei gegebener Fläche ja nur durch den Hub bestimmt).

    Klar mehr Leistung rein heißt höherer Strom, heißt höhere Modulation des Magnetfelds, heißt mehr nichtlineare Verzerrungen,....


    Wie weit sich nach eine Entzerrung auf gleichen (gewünschten) Amplituden FG dann auch noch andere Parameter (Einschwing, Ausschwingverhalten) durch die Gehäusegröße im relevanten Ausmaß ändern...? Ich denke eher nein.


    Wenn der Hub das Limit darstellt dann hilft Entzerrung freilich nicht.

    Da hilft dann nur mehr oder andere Chassis.


    mfg

  • Ob die ganzen Werte von WinLSD stimmen, schwer zu sagen, aber der simulierte FG passt ganz gut zur Messung.


    Wie auch immer, bei nicht zu langen Räumen sinds tolle Lautsprecher.


    Bei längeren Räumen, wenn man mehr Tiefgang braucht, gibt es sicher bessere Alternativen, z.b. den Daytona Ultimax. als den HKM 21XX geschlossen mit "aller Gewalt" zu entzerren, Tiefgang auf zu drücken.


    Wenn es trotzdem der HKM sein soll und Platz vorhanden ist: bei 16 Stück hat man auch bei 20hz genügend Pegel ;)

  • Hat man mehr Subs als Notwendig, kann man variieren, solange man die 70, bzw. 140cm nicht überschreitet, wobei näher zur Wand/Boden/Decke vorteilhaft ist, da der reflektierende Schall früher in die Hauptwelle eingebunden wird.

    Ist es sinnvoll, dies dahingehend zu übertreiben und die äußeren Subwoofer horizontal komplett an die Wand zu schieben um mehr Platz für LCR zu schaffen? Hintergrund: Ich suche nach einer Lösung um große Kinolautsprecher (z. B. JBL 3678) unterzubringen und hantiere mit der Idee, dies in Verbindung mit einem 2 x 4 15" Gitter zu lösen. Siehe Grafik. Vertikale Abstände entsprechen dabei dem berechneten Ideal, horizontale Abstände 0,24 m bzw. 1,24 m. Oder wäre es in diesem Fall (Kinolautsprecher) besser auf 2x2 zu setzen und damit mit einer tieferen Wirkfrequenz zu arbeiten?


  • Ist es sinnvoll, dies dahingehend zu übertreiben und die äußeren Subwoofer horizontal komplett an die Wand zu schieben um mehr Platz für LCR zu schaffen?



    Die 420cm Raumbreite ist ein schönes Beispiel dazu:


    Um mit einem 2x3 Gitter die 120hz des LFE mit der Wirkfrequenz ab zu decken, ist die Anordnung laut Formel notwendig (70-140-140-70cm).

    Beim 2x4 Gitter hat man mehr Freiheiten und Ja, ich würde es so machen, und wenn man genügend Subs einsetzt, ist das IMHO sogar vorteilhaft.

    auf 2x2 zu setzen und damit mit einer tieferen Wirkfrequenz zu arbeiten?

    Ne, wäre Nachteilig. Zur Sicherheit: Wenn bei einem Array von Wirkfrequenz gesprochen wird, bzw. von der Grenze, ist das immer von tiefen zu hohen Frequenz zu sehen. Die Bündelung funktioniert bei tiefen Frequenzen bis hinauf, wo die halbe Wellenlänge > LS-Abstände ist.

    Mit einem 2x2 Gitter hast den SBA/DBA Effekt, der linearen Schallquelle bis ca. 82hz hoch, darüber fächert es wie von normalen Subs auf.

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