Der Barco Thread

  • Da du aber eben mit eigenen Augen gesehen hast wie gut das Bild trotzdem war, scheint einfach ein hoher Kontrast gar nicht so wichtig zu sein :zwinker2:

    Es müsste präziser heißen: der wahrgenommen Kontrast ist relevant. Und der hängt von der Intensität des Stimulus ab.


    Aus meiner Sicht haben wir es hier vor allem mit zwei Effekten zu tun:


    Hunt-Effekt

    Farben erscheinen intensiver bei höherer Luminanz.


    Stevens-Effekt

    Der Kontrast erscheint größer bei höherer Luminanz.


    Eigentlich müsste man deren Erkenntnisse und die Leuchtdichte auf der Leinwand mit den ADL-Messungen verwursten, um eine brauchbare Vorhersage treffen zu können. Wäre doch mal interessant, wenn man so ein Modell hätte...

  • Das ist neue Magie.....:zwinker2:


    ANDY

    Maggi, so nennt es der Saarländer:big_smile:


    Egal, welches Produkt man -bewusst- kauft: Wenn man kein völlig verschossener Fanboy ist, ist die Kaufeintscheidung praktisch nie nur von einem solitären Faktor abhängig!

    Mag sein, dass ein Detail das persönliche Killerfeature ist - aber auch da wandeln sich die Wichtungen manchmal im Laufe der Zeit.


    Merke ich aktuell zB an meinem Stereo-Setup..


    Und bei aller Liebe als Ex-CRTler zum Schwarz- 2021 würde ich mir kein + 60kg-Monster unter die Decke dübeln, nur damit mir bei '2001' einer flöten geht- da macht ein 10kg- Digi das Rennen. Rückenschonung gegen Schwarzwert:zwinker2:

  • Nabend,


    nochmal ein kleiner Bericht zum Barco Bragi, da dieser zufällig auch auf den Event bei "Cinemike" im Kino 2 installiert war.:zwinker2:


    Im Vergleich zum Freya fast schon winzig.:big_smile:

    Gut wie groß das Gerät wirklich ist, steht im Datenblatt, was aber nicht wirklich einzuordnen ist, ist dessen Lautstärke.

    Handelt es sich doch bei diesem Gerät um einen 1 Chip DLP Projektor mit LED Lasereingine und ca. 2200 Lumen Helligkeit.

    Das Gerät bildet die untere Einstiegsklasse von Barco. Sowohl in Normal + CS Ausführung zu haben.

    Mit einem "Wobble" DLP Chip (Basis 2560 x 1600 Px), die dann Dank Pixel Quad Technik auf 5120 x 2160 Pixel gebracht werden.

    (Ich hatte es schon erwähnt im Thread).


    Und die Lautstärke vom Gerät ist sehr leise, wie ich feststellen konnte. Irgendwo zwischen Eco und Max Licht (Lautstärke), der z.B. üblichen JVC

    Geräte (NX Serie). Insofern in der Form voll im Raum "normal" integrierbar.


    Apropos Raum und integrierbar ?

    Was hier in der Form bisher kaum Beachtung fand, ist die Fähigkeit/Möglichkeit das Gerät auch hochkant oder generell in eine Ecke des Raums zu stellen und mittels Umlenkspiegel in versch. Varianten (alles im Zubehör bei Barco vorhanden....auch für die größeren "Kisten" übrigens).

    auf die Leinwand zu leuchten.

    Daher die wirklich extrem umfangreiche Wraping Fähigkeiten von Barco macht es möglich.

    Und zwar so möglich, das diese Berechnung auf 14 bit Ebene passieren, also parallel zum Eingangssignal "gerechnet" wird.

    Damit wird es der ebenso verfügbaren Lösung (z.b. in einem Envy) nochmal in der Genauigkeit und Schärfe überlegen sein.

    Ich hatte das dann selbst auf der Leinwand mit direktem Augenkontakt überprüft und man sieht keinen Unterschied im Filmbild.

    (auch nicht mit einer Schrift etc.).

    Klar mittels Testbilder könnte man "vielleicht" noch etwas erhaschen, aber wozu ? Man sieht so kein Defizit !!

    Im Fazit ist das eine mächtige Funktion, da so etwas über das normale Wraping hinausgeht und so völlig "abgefahrene" Installationen (der unsichtbaren Art) zulässt.

    Keine Chance das auch nur ansatzweise mit den üblichen "Verdächtigen" (JVC + Sony) so zu machen.

    Das finde ich wirklich Klasse und es gibt für den Installer quasi kaum Grenzen in der Aufstellung und Integration in den Raum.


    Stichwort Signalverarbeitung :

    Das man auch mit einen "z.B. Envy" hier die volle "Wobble" Auflösung einstellen kann, sei auch noch einmal erwähnt.

    Sicher wird das auch nochmal eine bessere Signalschärfe abgeben (nicht getestet).

    Ebenso wie der große Freya, ist das eigentliche Bild Signalprocessing im Bragi ebenso hervorragend.

    Wie schon mehrfach beschrieben ist das bei diesen DLP Projektoren auch extrem wichtig, damit eben diese Bilder zu Stande kommen können.


    Zum Bildeindruck :

    Auch die etwas abgespeckten Objektive (für diese Baureihe) inkl. der Wechsel Objektiv Funktionen, brillieren mit einer super nativen Schärfe.

    So jetzt hier auch wieder gesehen auf einer 320 cm breiten Stewart 130 mit Microperforation.

    Das macht Spaß so ein DLP Bild rein schon von der Schärfe anzusehen.

    Und die Helligkeit auf der Leinwand (inkl. der ca. 1,3 Gain Verstärkung) war sehr homogen und ich konnte kein Glitzern ausmachen. Überhaupt auch die Gleichmäßigkeit war gegeben) kein Hotspot erkennbar.

    Scheint eine gute Kombi zu sein, um auch ein bisschen in der Helligkeit nochmal positiv nachzuhelfen.

    Die erzielbare Helligkeit ist OK, nur für mich deutlich zu dunkel, aber ich muss hier auch kein Maßstab sein.:)

    Nur die Durchzeichnung dabei gefiel, ich meine das ist wieder besser, als mit den üblichen Verdächtigen.

    Im Fazit war aber die Helligkeit gut genug, das das Bild anmacht.

    Und ich sah dabei nur ganz minimal mal den RBE Effekt, das hatte ich noch anders in Erinnerung, von anderen Sichtungen.

    Entweder da wurde nochmal etwas geändert (so sagte es Bart von Barco auch im Nebensatz) oder ich bin da weniger empfindlich geworden.

    Egal trotz ca. 30 min Sichtung war es jetzt kaum störend gewesen, ergo sicher für viele User gänzlich unsichtbar.


    Thema Farben bei dem Gerät ?

    Eine gute HDR Umsetzung und satte Farben ist die Antwort. Halt DLP auch schon in der Klasse !!:big_smile:

    Ob sich hier ein JVC oder Sony (die 25 t€ Geräte) nochmal absetzen wird, kann ich nicht abschließend beurteilen. Ich glaube viel Unterschied ist da nicht. Wohl aber was die mögl. Farbdichte angeht, da könnte der Bragi nochmal einen drauf setzen.

    (aber ohne Direktvergleich so nicht zu verallgemeinern).

    Das er an den RGB Laser "Kollegen" so nicht ran kommt (in den Endsättigungen), ist aber auch klar sichtbar.

    Nur das können die anderen Geräte (JVC, Sony) ja so auch nicht.


    Schwarzwert :

    Glaubhaft und absolut HK tauglich. Da ist kein Grau für das Schwarz in Verwendung.

    Gleiche Situation Freya zum GTZ 380, auch hier merkt man den definitiv schlechteren (on/off) Wert so nicht unmittelbar.

    Man vermisst da im Bild auch nichts, weil es stimmig passt (s. Durchzeichnung etc.).

    Klar auch hier ist ein direkter Vergleich zu Geräten mit dem 3-5 fachen (on/off) Kontrast sofort sichtbar, aber eben nicht mehr in der Notwendigkeit, wie es vielleicht die Daten so vermitteln.

    Und genau diese Gewichtung macht den Unterschied oder macht den schlechteren Schwarzwert wieder weg.

    Das kann man so nicht ansatzweise mit den kleinen und günstigen Einsteiger DLP Geräten vergleichen.


    Was aber auch im Vergleich mit dem Freya auffällt ist der Druck in den Farben, kann der Bragi so nicht vermitteln, dazu fehlt ihm einfach die Helligkeit vom Kollegen.

    Man sieht an solchen Vergleichen sofort was Helligkeit ausmacht, wenn auch der Rest ebenso an Performance noch steigt.

    Insofern sind die Preisschilder leider auch deutlich unterschiedlich.


    FAZIT :

    Wer eine Alternative im "ähnlichen" Helligkeitsumfeld (s. JVC und Sony bis 25 t€) sucht, dazu vielleicht kein Bock mehr auf irgendwelche "Paneldegeneration etc." Diskussionen hat, dazu ggf. auch noch eine unnormale Aufstellung im Raum nur möglich ist, der sollte sich das Gerät einmal "live" anschauen.:zwinker2:

    Sicher ist das Gerät auch nicht für größere Leinwände gedacht (so mit der Gain 1,3 ggf. bis max 350 cm Bildbreite IMO) sinnvoll umsetzbar.

    Ja nach LW Breite ist dann "X" Helligkeit machbar. Wer mehr will oder überproportional mehr, muss eben zu anderen Geräten tendieren.:)


    ANDY


    PS

    Leider hat auch dieses "Profi" Gerät keine Frameinterpolation.

  • Schwarzwert :

    Glaubhaft und absolut HK tauglich. Da ist kein Grau für das Schwarz in Verwendung.

    Das sehe ich nicht so positiv.


    Die Werksangabe on-off 1850:1 hörte sich für mich - einmal ganz offen gesagt - grottenschlecht an und ich war daher sehr skeptisch.

    Insofern war ich positiv überrascht, dass das Bild in den meisten Szenen eine gute Durchzeichnung hatte.

    Bei kritischen Szenen, also z.B. dunkleren Szenen, war jedoch der schlechtere Schwarzwert klar zu sehen und auch die Durchzeichnung in den dunklen Bereichen fiel ab.


    Wer gutes LCOS Schwarz gewöhnt ist wird hier einen klaren Nachteil wahrnehmen.

    Ob das durch die anderen guten Eigenschaften aufgewogen oder eventuell überwogen wird hängt von den individuellen Präferenzen ab.


    auf einer 320 cm breiten Stewart 130 mit Microperforation.

    ...

    Und die Helligkeit auf der Leinwand (inkl. der ca. 1,3 Gain Verstärkung) war sehr homogen und ich konnte kein Glitzern ausmachen. Überhaupt auch die Gleichmäßigkeit war gegeben) kein Hotspot erkennbar.

    Ja, Stewart hat mit dem letzten Update der 130 das Glitzern "ausgetrieben", das ist ein deutlich sichtbarer Fortschritt. :)

    Bei dem Sitzabstand von um die 320 cm so wie im kleinen Cinemike Kino sehe ich aber leider die Perforation im Bild deutlich als Rauschen/Bildunruhe. :(


    Stewart selbst schreibt dazu:

    "As an example, in a conventional theatre, with a luminance level of 12 Foot Lamberts (nominal), the studio industry standard Stewart Cinema Screen will have the perforations vanish at a viewing distance of 15 feet whereas the Stewart MicroPerf fabrics will vanish at a viewing distance of 12 feet."


    12 feet sind 366 cm.

  • Ich hätte ein Frage zum Barco Bragi (CS) - es handelt sich ja um einen RGB LED Beamer, wie auch zum Beispiel der SIM2 M-150. Bei diesem konnte durch Tausch der einzelnen LEDs die Lichtausbeute auf Kosten des Farbraums erhöht werden.

    Ist so ein Umbau eigentlich auch beim Bragi möglich bzw. hat damit jemand Erfahrung ? Spannend wäre der umgekehrte Weg - eine Erhöhung des Farbraums bei Verlust von Helligkeit ?

  • Ist mir nicht bekannt. Würde ich auch nicht empfehlen da dann natürlich sofort die Garantie futsch ist.

    Wenn man den Bragi sieht kommt einem eine Farbraumerweiterung auch am wenigsten in den Sinn.

    Ich hätte nach der Freya Demo ja lieber mehr Helligkeit. Ich hatte Bart von Barco auch gefragt warum der Bragi nicht einfach mehr LEDs hat. Aber er meinte das wäre nicht so simpel wie man denkt.

  • Zitat

    Join our Belgian beer bar on Tuesday 30 November at 17:00 for the Exhibitor Networking event

    die wissen zumindest, wie man die Kunden an den Stand bekommt..


    Zitat

    Includes IR (740 nm) capability for NVG training

    ein Muss für jeden mit ner Pilotenlizenz!:zwinker2:

    Wie muss man sich das vorstellen? Sitzt man dann mit nem Nachtsichtgerät auf den Augen vorm Beamer?

  • Also, das was für uns HK Enthusiasten schon so atemberaubend aussieht, ist für die Profi-Simulation gerade so gut.

    HDR, 120/240Hz (für VR 3D), Warping ist ein Thema und natürlich hohe Lichtleistung. (Lautstärke ist fast egal)

    Schwarz und guter Kontrast sind sehr wünschenswert.

    Anwendungen finden in Flugsimulation oder Rennsimulation sowie Entwicklung dessen statt.

    (galls es jemanden interessiert)


    Der Barco strahlt entweder IR oder simuliert dieses Bildspektrum.


    Im allgemeinen sind VR Brillen ok, mehr nicht. (da gibt es viele visuelle Hindernisse wie FOV , Auflösung, Farbdarstellung...) Ist in so einem tragbaren Gehäuse nicht gut unterzubringen. ..und wenn man schwitzt, beschlagen sich die Linsen, das ist inakzeptabel.


    G

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!