Das Kellerkino "Infast" entsteht

  • Hallo zusammen,


    ich möchte in diesem Thread den Bau des "Infast" dokumentieren, welches Ende letzten Jahres begonnen wurde und nun langsam dem Ende zusteuert (Update 10/2021: Zwischenstand V1.0 ist nun fertig :mad:).

    Beginnen möchte ich in diesem Post mit der Vorgeschichte zu meinem Heimkino, vorab noch das Inhaltsverzeichnis zum schnelleren finden von Punkten.



    Folgendes Inhaltsverzeichnis für die noch folgenden Posts hätte ich grob angestrebt und werde versuchen die Punkte dann später als Link einzufügen:


    Vor inzwischen doch schon ca. 7 Jahren wurde unser Haus fertiggestellt. Da ich bis dahin nur Wohnzimmer Multichannelanlagen (ohne Beamer) hatte und ich mich bei dem Thema nie richtig austoben durfte, konnte ich nun im neuen Haus einen Raum im Keller ergattern :)

    Hat auch für meine Frau den Vorteil, dass Sie somit im Wohnzimmer bestimmen darf und es sich einrichten darf, wie Sie möchte ohne Kompromisse bzgl. Lautsprecheranlage etc. machen zu müssen.


    Somit war nun klar, dass ein eigener Raum im Keller nur fürs zukünftige Heimkino geplant werden darf. Bei der Planung des gesamten Hauses sollten die folgenden Aspekte berücksichtigt werden:

    - Raumlänge ca. 6m

    - Raumbreite 4,5m

    - Keine Rohre oder Schornsteine sollten in dem Raum verlaufen

    - Eingangstürposition nicht an der Ecke oder der Raummitte


    Es konnte ein guter Hausschnitt gefunden werden, bei dem die Aspekte der Raumlänge, Türposition und der Rohre berücksichtigt werden konnten. Nur in der Raumbreite musste ich mich leider geschlagen geben und eine Raumbreite von 4,0m akzeptieren.

    (Raumhöhe wurde damals nicht beachtet :angry: )



    Nachdem das nun geschafft war, wurden nun die restlichen Details des Raums geplant und wie folgt umgesetzt:


    Da im gesamten Haus eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut wurde habe ich auch die Anbindung des Heimkinos an das System von Anfang an mit den Lüftungsplanern besprochen und eingeplant. Als Ergebnis bekam der Raum eine separate Zu- und Abluft, die jeweils über zusätzliche Schalldämpfer und nochmals zusätzlichen Klappen verfügt. Durch diese separate Belüftung sind auch keine Fenster im Heimkino/Keller notwendig geworden, was auch noch ein Punkt auf der Wunschliste war.


    Auch das Heimkino erhält wie das restliche Haus eine Fußbodenheizung welche mit einem dunklen Laminatboden bedeckt ist.


    Die Wände und die Decke habe ich extra verputzen lassen um einen gewissen "Wohnflair" zu erhalten, da ansonsten die klassischen Betonabdrücke zu erkennen gewesen wären.

    Bzgl. Schallschutztür habe ich damals nichts spezielles berücksichtigen lassen. Es war damals nur von mir geplant die übliche Raumtür später gegen eine richtige Schallschutztür auszutauschen.



    Kurz nach dem damaligen Einzug vor ca. 6 Jahren wurde die Decke schwarz und die Seitenwände in einem schönen dunklen Rot angemalt. Zusätzlich montierte ich noch separate Steckdosen mit eigenen Sicherungen um die Geräte wie Beamer und Endstufen voneinander zu trennen sowie Netzwerksteckdosen. Das Thema war damals wichtig, da meine damalige Rotel RMB-1075 die Sicherungen beim Einschalten öfters mal zum fliegen bringen konnte, was ich in Kombination mit einem Beamer hier vermeiden wollte.


    Meine damalige Anlage hat dann auch seinen Einzug erhalten (5.1) und mein erster Heimkinobeamer der Sony VPL-HW55ES wurde noch angeschafft. Der durfte als Zwischenlösung an die weiße Wand projizieren, was erstaunlicherweise so extrem gut funktioniert hat, dass aus dieser "Zwischenlösung" eine "Dauerzwischenlösung" wurde.

    Ich weiß, da werden die Bildfreaks die Hände über den Kopf zusammenschlagen, aber mir ist persönlich der Ton wichtiger als das Bild! Außerdem musste ich erstmal überlegen, welche Größe, Typ, etc. ich haben möchte.




    In den darauffolgenden Jahren wurde die verfügbare Zeit und übrige Geld damit verwendet, das restliche Haus und vor allem den Garten "fertig" zu kriegen (ein Garten ist glaub ich wie ein Heimkino irgendwie nie fertig!).


    Die wenige restliche Zeit wurde allerdings auch dazu genutzt um weiter an dem Ziel des zukünftigen Heimkinos zu arbeiten. Dazu wurde das 5.1 Layout auf ein 7.1 Layout mit übrigen Lautsprechern erweitert. Dies war mir schon immer wichtig, da ich ganz früher schon Tests mit einem 6.1 Teufelsystem machen konnte. Die Tests haben mir gezeigt, dass das für mich akustische Loch hinten mit Surround Backs verschwindet und somit wenn möglich unbedingt die Surround Backs montiert werden müssen. Auch wenn es damals kaum natives Material hierfür gab außer z.B. Hostage und Co.


    Außerdem konnte ich an der Beleuchtung arbeiten um hier passende flackerfreie LED-Lampen zu finden, die über die Harmony steuerbar sind.


    Akustikmaßnahmen mit 8cm dicken Breitbandabsorber an den Erstreflexionspunkten wurden auch durchgeführt und konnte hier endlich den ersten Aha-Effekt erleben, wie stark dies die ETC verbessern kann. Vor allem die vorderen Deckenabsorber hatten einen riesigen Einfluss, der deutlich beim Hören zu merken war.


    Auch den Subwoofer-Bereich habe ich in dieser Zeit mir angeschaut. Ich hatte einen geschlossenen B&W ASW825 Subwoofer, mit dem ich an sich und klanglich sehr zufrieden war. Nur die Raummodenthematik ließ mir keine Ruhe, da ich den Frequenzgang nie perfekt einstellen konnte, wie ich es haben wollte.

    Aus dem Problem heraus habe ich vor ca. 2 Jahren den B&W Subwoofer dann verkauft und mir stattdessen ein DBA in Kleinausführung (2x vorne und 2x hinten) mit DIY Subwoofern gebaut und damit erste Tests und Erfahrungen gesammelt. Mit diesem war ich dermaßen zufrieden, dass für mich klar war, dass dies bleibt und zukünftig mit einer richtigen Gitteranordnung umgesetzt wird.


    Mit 3D-Ton konnte ich in dieser Anfangszeit kaum etwas anfangen, da das Thema irgendwie an mir vorbeigegangen war bzw. nur sowas provisorisches wie 4 einfache Deckenlautsprecher wie die WS-14 in den Sinn kam. Mit meinem 7.1 Setup war ich sehr zufrieden, so dass ich hier kein großes Verbesserungspotential gesehen habe. Erst als ich dann vor ca. 2-3 Jahren auf das Thema richtig aufmerksam geworden bin und durch Messebesuche hier etwas Erfahrung sammel konnte, wußte ich, dass ich dies auch haben möchte. Allerdings gibt es in meiner Gegend nicht unbedingt gute "Heimkinohändler", die sich mit anspruchsvollem Mehrkanalsound, geschweige denn mit 3D Sound sehr gut auskennen um dort Erfahrung zu sammeln. Ich finde es wirklich schade, dass das Thema anspruchsvolles Heimkino kaum in den Fachhändlern groß vorhanden ist, nur dieses High End Stereo mit teuren Kabeln, etc.!


    Auf der Basis wollte ich damals die Detailplanung starten um ca. 2022 oder so dann den Bau zu beginnen. Nur leider kam eben mit der Pandemie alles anders und ich entschloss mich, vor einem Jahr mit der (Schnell)-Planung des Heimkinos zu beginnen um mit dem Gesamtkonzept dann Ende 2020 mit dem Bau zu starten, was auch geklappt hat.




    So, nun habe ich viel über die Vorgeschichte geschrieben und hätte nun endlich angefangen über das aktuelle Gesamtkonzept zu schreiben :)


    Hierzu hätte ich den Thread in mehrere Posts aufgeteilt, die mit etwas Abstand geschrieben werden. Muss hierfür die passenden Bilder suchen und die Arbeitsschritte zusammenschreiben, was mit dem restlichen Bau parallel geschehen muss.


    Auch wenn der Bau nun fast abgeschlossen ist und keine wirklichen Änderungen mehr durchgeführt werden können, sind Fragen, Kommentare oder Verbesserungswünsche natürlich erwünscht. Denn sowas ist ja nie zu Ende und das Ende vom einen Projekt ist der Planungsanfang vom neuen Projekt :sbier:

  • Raum / Raumplanung

    In diesem Post gehts nun weiter mit dem Raum bzw. der ganz groben Raumplanung:



    Nachfolgend ist eine schräge Top-Ansicht vom Raum abgebildet.


    Der Raum hat die Maße 6,1 x 4,0 x 2,25 m. Zwei Wände sind Betonaußenwände und die anderen zwei sind mit roten Standardziegeln gebaut.


    Vom Gang gelangt man direkt an die Tür vom Heimkino und diese wird in den Innenraum her geöffnet.


    Vom Gang nach links gelangt man in einen Abstellraum bei dem oben die Endstufen für die Subwoofer untergebracht sind (dunkelblauer Kreis). Rechts unten im Bild ist der Technikraum, in dem die Stromversorgung und Steuerungselektronik (cyanfarbiger Kreis) montiert ist und gleich daneben das Technikrack mit allen übrigen Technikkomponenten (AV-Verstärker, Player, Endstufen, etc.) untergebracht ist (orangefarbiger Kreis). Hierfür wurden von dem Technikraum in den Heimkinoraum zwei Kabeldurchbrüche hergestellt.



    Nun zum eigentlichen Raum wieder:


    An der rechten Seite ist die Frontseite mit verkleideter Stoffbespannung und davor montierter Leinwand. An der linken Seite ist entsprechend die Rückseite mit verkleideter Stoffbespannung und dem integrierten Beamer.


    Wenn man nun den Raum durch die Tür betritt, dann befindet man sich zwischen der Rückseite und den Sitzen, was an sich nun aus technischer Sicht sehr gut liegt und auch für mich vom Gefühl her am besten wirkt, da man nun von hinten den gesamten Raum nach vorne betrachten kann.


    Der einzige Nachteil, der mir dabei einfällt ist, dass man zum Erreichen der Sitzplätze einmal komplett um die Sitzplätze herum gehen muss. Ansonsten bietet das für mich viele Vorteile aus akustischer und optischer Sicht, denn damit kann nun z.B. der 2x3m große Teppich vorne gut positioniert werden, was mit der früheren gedrehten Variante nicht möglich war (aufgrund der nach innen aufgehenden Tür).


    Die zwei grünen Kreise deuten die Positionen des Zuluft- und Abluftauslasses an, welche direkt in die Betondecke integriert sind (links=Zuluft, rechts oben=Abluft).

    Das schwarze Rechteck im oberen Raum-Bild ist der Lichtauslass in der Mitte der Decke, wo ich direkt ein rechteckiges Gehäuse für zwei Spotlampen montiert habe.

    Außerdem sind die beiden Kabelkanäle oben links und rechts zu erkennen, sowie das vordere und hintere Deckensegel (mehr Details hierzu kommt in den kommenden Posts).


    Übrig bleibt eine effektive Raumlänge von 4,7m und eine Raumhöhe am niedrigsten Punkt unter dem hinteren Deckensegel von ca. 2,08m.


    Gleich beim Eintritt in den Raum befinden sich links der Funklichtschalter, Steckdose und das Thermostat für die Fußbodenheizung. Diese wurden schwarz lackiert, was sehr gut funktioniert hat und vor der roten Wand sogar noch recht gut aussieht, wie ich finde.




    Die originale Raumtür vom Heimkino wurde vor einem Jahr gegen eine Schallschutztür der Klasse 4 ausgetauscht :dancewithme


    Der Hintergrund für die Schallschutztür sind die empfindlichen Familienmitglieder, welche sich spätabends öfters mal beschwert haben wenn ich vor allem Musik gehört habe. Zum entspannten Musikhören habe ich meistens nur spätabends Zeit, womit mir die neue Tür recht wichtig ist, da die originale Tür sehr durchlässig war und somit der Schall sehr leicht durch das offene Treppenhaus ganz nach oben zu den Schlafzimmern gelangen konnte.


    Zur Auswahl standen bei mir eine Schallschutztür der Klasse 3 oder Klasse 4 von Jeld-Wen, während die Klasse 4 leider nochmal einen deutlichen Aufpreis hatte. Ich habe mich dennoch für die Klasse 4 entschieden, da ich den zusätzlichen Falz und die dickere massivere Tür für wichtig erachtete hatte und ich mir vor allem im unteren Frequenzbereich eine höhere Schalldämmung erhoffe, auch wenn der offizielle Dämpfungsunterschied im normalen Frequenzbereich bestimmt nicht groß ist.


    Den Unterschied der unterschiedlichen Türen habe ich anhand verschiedener Messungen versucht zu dokumentieren und zu beurteilen. Versucht deshalb, da vor allem bei der Frequenzgangmessung kleiner ca. 100Hz im näheren Türbereich Resonanzeffekte und ähnliches auftreten, welche die Frequenzgangmessung in dem Frequenzbereich verfälschen.


    In der nachfolgenden Grafik ist der jeweilige Unterschied der beiden Türen geplottet mit geöffneter und geschlossener Tür. Im Frequenzbereich größer 200Hz ist die deutliche Verbesserung von 15-25dB schön zu erkennen. Im Bassbereich ist eine Verbesserung von "nur" ca. 10-15dB zu erkennen.


    Messtechnisch ist im Schlafzimmer eine Verbesserung im Bassbereich von ca. 10-15dB und im normalen Frequenzbereich/Hochton von ca. 20dB festzustellen, was sich gut mit der Frequenzgangmessung der Tür direkt deckt.


    Der nun aktuelle Flaschenhals bzgl. Lautstärkedämmung sind nun die Ziegelwände an sich, denn bei lauten Pegeln kommt der Hochtonbereich leicht aus allen Wänden vom Schlafzimmer. Dadurch hat sich im Schlafzimmer der Bassbereich gefühlt mehr verbessert als der Hochtonbereich. Dies lässt sich allerdings nur noch mit einem Raum-In-Raum Konzept verhindern oder mit massiven Ziegeln statt den "Leichtbaudämmziegeln"! Aber dennoch hat sich die Investition auf jeden Fall gelohnt :)

    Wie ist da eure Erfahrung? Was ist bei euch der Flaschenhals bzw. das schwächste Glied?



    Beim Einbauvorgang habe ich das Türblatt und die Zarge im Innenbereich noch gleich mit einer matten schwarzen Folie bezogen. Diese stammt aus dem KFZ-Bereich und mit dieser habe ich schon bei der Originaltür sehr gute Erfahrung gesammelt.


    Und nun noch ein aktuelles Bild von innen ohne die noch geplanten montierten Absorber.

  • Stromversorgung


    Warum ein eigenes Kapitel nur für die Stromversorgung?


    Nun, für den Maximalausbau werden 11 Endstufen benötigt und diese sollen zuverlässig ein- und ausgeschalten werden können. Da ich früher hierbei etwas an (negativer) Erfahrung sammeln konnte und der Sicherungsschrank eh umgebaut werden sollte (Garage und Außenbereich benötigen doch mehr Phasen als ursprünglich gedacht :waaaht: ) habe ich mir gedacht ich mach das gleich gescheit!


    Außerdem ist es für den ein oder anderen vielleicht auch interessant wie dies ohne schaltbare Steckdosenleisten realisieren werden könnte. Dies ist mir beim lesen anderer Threads immer wieder aufgefallen.




    Vom Grundansatz her soll das Heimkino einen eigenen Sicherungsschrank mit eigenen FI und Leistungsschaltern bekommen welche über eine Phase läuft (die übrigen Phasen sind als backup mitverlegt). Eine eigene Phase deshalb um potentielle Störungen von anderen Elektrogeräten grundsätzlich zu vermeiden (hier hatte ich in der Vergangenheit bei günstigeren Audiogeräten schon mal Probleme).


    Aus dem Grund ist die Beleuchtung vom Heimkino, sowie der Beamer im anderen Sicherungsschrank mit anderen Phasen angeschlossen.


    Unterhalb von dem Sicherungsschrank ist noch ein größerer Schaltschrank montiert, in dem der Großteil der Schaltaktoren und Beleuchtungsdimmer untergebracht ist. Der Rest ist in Aufputzbehälter untergebracht.

    Nochmal unterhalb diesem sind die diversen Doppel-Aufputzdosen montiert der diversen Stromzüge.




    Zur besseren Übersicht und Erklärung ist nachfolgend ein Blockschaltbild des Stromversorgungskonzept abgebildet:


    Im linken Teil des Blockschaltbildes ist die Audio-Stromversorgung und im rechten Teil des Blockschaltbild ist der Non-Audio Stromversorgungsteil abgebildet.


    Der Audio-Teil ist in 5 Gruppen aufgeteilt:

    Die erste Gruppe ist der Dauerstrom, an dem die Geräte hängen, welche nicht abgeschaltet werden sollten wie z.B. AV-Receiver, Streamingsticks, etc. (ganz links).

    Die restlichen 4 Gruppen sind abschaltbar ausgeführt, welche über Schütze/Relais (gelbe Rechtecke) geschalten werden. Das erste Schütz mit der Schaltnummer 10 ist ein übliches "kleines" Installationsschütz, welches über ein elektr. Relais angesteuert wird. Dieses ist zwischen dem Triggerausgang 1 des AV-Verstärkers und dem Installationsschütz geschalten, da der maximaler Strom des Triggerausgangs begrenzt ist und sonst das Schütz nicht geschalten werden kann.


    Für diejenigen die sich jetzt fragen, warum nicht gleich über das elektronische Relais schalten? Ein elektronisches Relais schaltet nicht vollständig Potentialfrei, womit am Ausgang des elektronisches Relais noch eine Restspannung anliegt, welche vom Strom her natürlich begrenzt ist. Das Problem hierbei ist, dass unter Umständen die nachfolgenden Geräte mit dieser Restspannung (welche im Bereich 70VAC liegen kann) glauben Sie könnten einschalten, versuchen es aber das Einschalten misslingt. Es können sich somit ungünstige Hysterese-Effekte ergeben.


    Die anderen 3 schaltbaren Gruppen haben richtige Leistungsschütze (Siemens Sirius) verbaut, welche nur für die Endstufen gedacht sind. Der Vorteil dieser Leistungsschütze ist die offizielle Eignung für stark induktive Verbraucher (bzw. Blindverbraucher im Allgemeinen) und verträgen somit die hohen Einschaltströme auch über viele Zyklen (im Gegensatz zu kleinen Relais) ohne Probleme. Geschalten werden die Schütze über je einen 230V Unterputz-Funkschalter von Trust (#11, #12, #13), welche über die Harmony zeitlich nacheinander geschalten werden. Die Endstufengruppen sind jeweils mit einem C-Leistungsschutzschalter abgesichert. Diese Charakteristik ist notwendig um die Einschaltströme zu verkraften ohne auszulösen. Diese sind so aufgeteilt, dass für jeden Sicherungsstrang nicht mehr als 2/3 Endstufen hängen, um hier ebenfalls die Einschaltströme zu reduzieren und die allgemeine Leistungsaufnahme der Endstufen zu verkraften, während der letzte Punkt nicht im Vordergrund stand.


    Unterteilt sind die 3 Gruppen in die Tonebene unten, Tonebene oben und Subwoofer, was auch bei Tests und vom Handling bei Messungen recht praktisch ist :dancewithme.





    Zur Vervollständigung nochmal:


    Der Beamer hängt an einem eigenen Leistungsschutzschalter (und FI) und anderer Phase, sowie die Beleuchtung auch nochmal. Zur Beleuchtung selber gibt es später noch einen separaten Post wo dies erklärt wird.


    Den Beamer hätte ich in diesem finalen Stand bei der Heimkino-Stromversorgung hinzufügen können, allerdings war das verlegte Kabel für den neuen Sicherungsschrank zu kurz und ich hätte dieses komplett neu verlegen müssen was ich mir erspart habe :)



    Dieses Stromversorgungskonzept könnte etwas oversized wirken, allerdings halte ich mit dem Konzept mir alle Möglichkeiten offen und bin somit für die Zukunft gut gerüstet denke ich.

  • Ursprünglich wollte ich mit dem nächsten Post mit dem Lautsprecherkonzept weitermachen, allerdings war ich in letzter Zeit mit dem vorderen Deckensegel und vor allem dessen Stoffverkleidung beschäftigt.

    Warum ich nun hier dieses Thema vorab doch schon anspreche ist, dass ich ein Problem mit der Stoffverkleidung habe :choler:



    Das vordere Deckensegel soll bei mir zwei Zwecke erfüllen. Einmal die Breitbandabsorber verstecken und andererseits die Lichtreflexionen an der Decke möglichst vermeiden, damit der obere Deckenbereich optisch möglichst dunkel ist.


    Hierfür habe ich das Adamantium Audio Dark 2.0 ausgesucht, besorgt und verbaut. Die erhöhte akustische Dämpfung war für mich nicht relevant, da ich eine möglichst hohe Lichtabsorption haben wollte.



    Nun zum Problem:

    Der Stoff wurde nun mit Klemmleisten an der großen Fläche und den schmalen Seiten montiert.


    Das erste was mir bei der ersten Anlieferkontrolle schon aufgefallen und damals nicht gefallen hat, war, dass der Stoff nicht durchgängig gleichmäßig optisch aussieht bzw. das Licht anders reflektieren lässt (den geringen Teil). Vor allem ist das ein regelmäßiges Muster und an manchen wenigen kleinen Stellen auch ganz stark ausgeprägt (siehe nachfolgendes Bild).


    Im Praxisbetrieb mit Beamer ist dieses Muster auch deutlich zu erkennen und lenkt vom eigentlichen Bild stark ab. Allein aus diesem optischen Grund ist dieser Stoff (mit meiner Lieferung) eigentlich schon unbrauchbar für mich (obwohl ich hier nicht 100% das perfekte erwartet hätte). Nachfolgend noch ein Bild vom Beamerbetrieb.

    Findet Ihr das auch so schlimm oder ist das normal und bei euch in geringerem Maße auch vorhanden?



    Das für mich aus akustischer Sicht noch viel schlimmere ist allerdings, dass der Stoff die vorderen drei LCR-Lautsprecher stark reflektiert. In dem vorderen Deckensegel sind die Breitbandabsorber für die Erstreflexion verbaut, welche diese auch gut bedämpfen und vorab so schon kontrolliert und vermessen wurde. Im montierten Zustand kam die der Stoff etwas komisch vor (siehe noch später folgender Punkt) und habe gleich danach eine Kontrollmessung der ETC mit dem verbauten Adamantium Stoff durchgeführt. Diese hat zu Tage getragen, dass die Deckenreflexion bei 2ms sich von -14dB auf ganze -7dB verschlechtert!! :waaaht:



    Dies ist für mich ebenfalls ein No-Go, da dies den ganzen Zweck von dem Deckensegel mit den Absorber entgegenwirkt :choler:



    Zu guter letzt gibt es sogar noch ein Phänomen, was nicht optimal ist. Wie vorhin schon geschrieben, kam mir der Stoff im montierten Zustand etwas seltsam vor. Denn wenn man auf den Stoff draufklopft, dann hört sich das wie richtige Bongo-Trommeln an. Je nach Größe der Fläche erzeugt der Stoff Eigenresonanzen die mal tiefer oder höher sind. Es fühlt sich im gespannten Zustand auch eher wie so ein "Plastikstoff" an und nicht wie der übliche Stoff, der gar keine Töne von sich gibt (klingt blöd ist aber so).




    Hat jemand von euch mit dem Adamantium Audio Dark 2.0 auch solche oder ähnliche Erfahrungen sammeln können?

    Ich kann diesen Stoff als Verkleidung nicht empfehlen. Höchstens zum Aufkleben auf harten Untergründen, allerdings gibt es hierfür bessere selbstklebende Stoffe.


    Für mich ist nun klar, dass der Stoff leider wieder weg muss und die Tage was neues bestellt wird. Hierfür könnte ich wieder meinen üblichen Akustikstoff (von akustikstoff.com) verwenden, allerdings absorbiert dieser Stoff das Licht nicht so stark und reflektiert daher etwas, was zum Teil verschmerzbar wäre.



    Als Alternative steht noch das oft empfohlene Adamantium Audio Dark Acoustic zur Auswahl. Hier habe ich allerdings wieder Angst, dass auch dieser Stoff einen oder alle von oben erwähnten Punkte in irgend einer Art und Weise hat.


    Hat jemand Erfahrung mit dem Audio Dark Acoustic Stoff, speziell mit seinem akustischen und optischen Reflektionsverhalten (nicht Durchstrahlung)? Hat derjenige ETC Messungen davon zufällig durchgeführt bzw. was ergibt ein Klopftest?


    Ich bin hier gerade sehr unsicher, was ich bestellen soll. Nicht dass ich wieder viel Geld für nichts ausgebe :angry:

  • Das ist echt ärgerlich, optisch wie auch akustisch.

    Das Dark 2.0 ist aber halt auch recht dick und auf der Rückseite ziemlich dicht bis geschlossen, das wirkt dann leider je nach Frequenz reflektierend.

    Optisch geht das aber mal wirklich garnicht. Hast du mal versucht den Stoff in eine Richtung zu "streichen"?

    Der Dark Akustik ist schon durchlässiger und auf der Rückseite offen gewebt, aber vor Erstreflexionsabsorber auch nicht erste Wahl.

  • Ja, die Rückseite beim Audio Dark 2.0 ist wirklich sehr dicht und fest!


    Beim Streichen oder leichten "Bürsten" gelingt es zwar schon Änderungen am Reflexionsverhalten zu generieren, allerdings gelingt es nicht diese speziellen Stellen alle einheitlich in eine Richtung zu "bewegen". Durch die lange Lagerungspositionierung im gerollten Zustand haben sich anscheinend ein paar Stoffteile in eine Richtung permanent verschoben.

    Vom Gefühl her gesagt, ist es so ähnlich wie bei einer Kurzhaarfrisur. Diese Richtungsänderung bekommt man vermutlich nur mit Wasser und einem Föhn wieder in eine gleichmäßige Richtung, was ich aber nicht probieren möchte :zwinker2:


    Interessant Deine Einschätzung, dass du beim Dark Acoustic auch eine akustische Reflexion erwartest und dadurch für meinen Fall nicht die erste Wahl ist. Danke :thumbup:

  • Findet Ihr das auch so schlimm oder ist das normal und bei euch in geringerem Maße auch vorhanden?

    Ja und nein: Ich hab zwar nur den ersten Stoff, 50lfm im Kino verarbeitet und nirgends solche Streifen.

    Schaut so aus, als wäre die Rolle mit dem Stoff starkem Gewicht ausgesetzt worden und der Stoff geplättet worden......

    Was sagt Adamantium Audio dazu?


    Adamantium Audio Dark Acoustic

    Hab ich jetzt auch 10lfm hier. Der Stoff ist von der Rückseite schon deutlich dünner, vorne dabei genau so schwarz.

    Vor einem LS würd ichs nicht hängen, als Absorber Verkleidung sollte es gut passen: Meist wird im Raum eh der Hochton überdämpft, wenn der HT nicht ganz so stark bedämpft wird, wird es in Summe nicht schaden, ein gleichmässiges Abklingen fördern.

  • Ganz klar mal mit Adamantium Audio Kontakt aufnehmen, da gibt es sicherlich eine Lösung für.


    Ich habe ja im Wohnzimmer die Acoustic Variante verbaut ohne irgendwelche Muster im Stoff.

    Mit deinen Streifen würde ich mich auf gar keinen Fall zufrieden geben!


    Hält das gut mit den Klemmleisten? Wenn Du den Stoff wieder entfernt hast schreib doch bitte mal etwas dazu. Also ob er intakt zu entfernen ist.


    Grüße

    Mario

  • Schaut so aus, als wäre die Rolle mit dem Stoff starkem Gewicht ausgesetzt worden und der Stoff geplättet worden......

    Jetzt wo du es sagst. Ja, der Karton ist diagnonal verbogen, was darauf schließen lässt, dass beim Transport der Karton diagnonal stark zusammengedrückt worden ist. Interessant, dass dies gleich langfristig die Fallrichtung des Stoffs beeinflusst :shock:


    Habe Adamantium diesbezüglich nicht kontaktiert. Wollte erst noch abwarten.


    Hält das gut mit den Klemmleisten? Wenn Du den Stoff wieder entfernt hast schreib doch bitte mal etwas dazu. Also ob er intakt zu entfernen ist.

    Habe anfangs einen kurzen Test hierzu gemacht und beim bespannen an einer Stelle kurz korrigieren müssen.

    Mechanisch hält der Stoff sehr gut und ist sehr robust. Mechanisch passiert dem Stoff beim Entfernen nichts, allerdings können sich (je nachdem wieviel Mühe man sich gibt) leichte Streifen bilden. Da habe ich allerdings noch nicht ausprobiert, ob sich diese wieder "ausbürsten" lassen.

    Heute Abend wollte ich die eine Seite entfernen und kann dann im Detail berichten.

    P.S. Wenn alle 4 Seiten komplett fertig eingeklemmt sind, dann bekommt man den Stoff an sich nicht rausgezogen. Dies geht nur in der Montagephase wenn noch Überhang vorhanden ist.

  • Das scheint eine fehlerhafte Charge zu sein. Da Du die Deckensegel bereits fertig hast, ist das jetzt natürlich sehr ärgerlich, aber ich würde defenitiv den Händler kontaktieren. Mit dem aktuellen Stand erreichst Du ja das genaue gegenteil von dem, was Du eigentlich möchtest. Die Streifen würden mich auf jeden Fall massiv nerven.

  • Danke, für euer vieles Feedback :sbier:


    Ich habe die letzten Tage über das Thema nachgedacht und einige Tests durchgeführt.



    Als erstes habe ich mir für einen Alternativstoff das optische Reflexionsverhalten anderer Stoffe angeschaut. Als akustischer best case wäre ja ein offizieller Akustikstoff. Hier habe ich die zwei Stoffe von akustikstoff.com Standard und Adamantium Invisible verglichen. Beide sind sich sehr ähnlich und sind als vorderes Deckensegel viel zu hell, womit bei hellen Szenen oben der Stoff stark erhellt ist und somit vom Bild leicht ablenkt :choler:

    So ähnlich hatte ich es früher und wollte es diesmal besser machen, daher kommen solche Akustikstoffe hier nicht in Frage.


    Weiter optisch verglichen habe ich es dann mit einem Stoffmuster von Adamantium Dark Acoustic. Optisch ist dies kaum schlechter als das Adamantium Dark 2.0, womit bei hellen Szenen er kaum aufhellt und somit der sichtbare Deckenbereich dunkel bleibt. Also optisch schon mal optimal für meinen Anwendungsfall :dancewithme



    Wie siehts aber akustisch aus?


    Um dies herauszufinden, habe ich eine kurze relative Akustikmessung (Durchstrahlung) mit verschiedenen Stoffen durchgeführt. Dafür wurde der Stoff vor meinem letzten nicht verkleideten Lautsprecher positioniert und in 1m Entfernung direkt ab 60Hz gemessen.



    Der erste nachfolgende Plot zeigt die frequenzabhängige Dämpfung der Akustikstoffe. Diese haben wie vermutet kaum einen Einfluss auf den Frequenzgang (siehe auch anderen Thread zu den Akustikstoffvermessungen).

    Auch im Impulsverhalten haben die Stoffe keinen nennenswerten Einfluss, was sich auch im guten akustischen Reflexionserhalten widerspiegelt (dass sie es eben nicht machen). Dies sind somit die best case Eigenschaften, an die sich die anderen Stoffe messen lassen müssen.




    Weiter gehts mit dem Vergleich der Adamantium Dark Stoffe im Frequenzgang. Hier zeigt sich, dass der Adamantium Dark Acoustic Stoff ab ca. 1-2kHz eine Dämpfung erzeugt, die sich gutmütig verhält und im Rahmen hält. Dagegen zeigt der Adamantium Dark 2.0 Stoff bereits schon ab ca. 300Hz Einflüsse im Frequenzgang. In meinem Messaufbau zeigt sich um ca. 800Hz sogar eine Überhöhung, während er gleich danach in eine starke Dämpfung über den restlichen Hochtonbereich übergeht und somit eine sehr starke Beeinflussung stattfindet.



    Beim Vergleich der Impulsantwort des Adamantium Dark Acoustic Stoff ist eine leichte Erhöhung aller Reflexionen zu erkennen, allerdings bleibt das grundsätzliche Verhalten unverändert, womit auch das akustische Reflexionsverhalten sich vermutlich gutmütig verhalten wird.


    Beim Vergleich der Impulsantwort des Adamantium Dark 2.0 Stoffes ist dagegen eine komplette Veränderung des Impulses festzustellen. Als erstes ist der Hauptimpuls gar nicht mehr eindeutig zu erkennen und zeitlich stark verzögert. Außerdem sind alle nachfolgenden Zeitanteile stark erhöht und komplett anders angeordnet wie bei den übrigen Stoffen. Hier erwarte ich eine starke akustische Beeinflussung dieses Stoffes, was sich eben auch in den akustischen Messungen im Verbau meines vorderen Deckensegels gezeigt hat.



    Ich habe allein schon aus optischen Gründen das Adamantium Dark Acoustic ins Auge gefasst und die akustischen Messungen haben nun auch bestätigt, dass der akustische Einfluss für meinen Anwendungsfall an den Erstreflexionspunkten gering ausfallen könnte.


    Somit habe ich mich entschieden, dem Adamantium Dark Acoustic eine Chance zu geben. Aufgrund eurer positiven Erfahrung hierzu, dass solche optischen Phänomene bei euch nicht vorhanden sind, hoffe ich, dass dies bei meiner Lieferung auch so sein wird.


    Ich werde nach erfolgten Umbau wieder berichten :zwinker2:



    P.S. Kontakt mit Adamantium Audio wurde hergestellt.

  • Die letzten Tage konnte ich die Verkleidung des vorderen Deckensegels mit der neuen Lieferung des Adamantium Dark Acoustic Stoffes fertig stellen :dancewithme



    Die erste optische Prüfung bei der Anlieferung hat ergeben, dass der Stoff diesmal gut aussieht, keine Auffälligkeiten, Muster, etc.


    Die Montage des Dark Acoustic Stoffes gestaltete sich mit den Klemmleisten etwas schwierig, da dieser Stoff erheblich empfindlicher und schwierig zu spannen ist als der Dark 2.0. Jetzt verstehe ich auch die Frage vom blacksub bzgl. der Entfernung des Stoffes aus den Klemmleisten. Dies gestaltet sich beim Dark Acoustic erheblich schwieriger als beim Dark 2.0, bei dem es ohne Probleme ging, da dieser viel reißfester ist.


    Nachdem die Montage mit kleinen optischen Fehlern (Wellen an einer schwierigen Stelle) geglückt war (mein zweiter sehr fähiger Helfer ist für längere Zeit im Urlaub und ich musste somit ihn allein beziehen :choler:) folgt nun die optische Beurteilung.

    Das Ergebnis ist so, wie ich es mir vorgestellt und gedacht habe. Lichtreflexionen oben am Stoff finden kaum statt, es bleibt absolut dunkel und es sind diesmal keine Muster oder ähnliches zu erkennen :)

    Nur im ganz vorderen Bereich vor dem Deckensegel ist ein kleiner Bereich, welcher ein bisschen von der schwarz gestrichenen Decke aufgehellt wird, was im Praxisbetrieb mich persönlich nicht stört und so zu erwarten war.


    Die anschließende akustische Vermessung ergab auch keine Auffälligkeiten, wie anhand den Vorabmessungen (vom letzten Post von mir) vermutet. Die Reflexionen (ETC) sind fast gleich geblieben wie vorher ohne Stoff bzw. haben sich sogar etwas reduziert.



    Als Verkleidungsstoff an den Erstreflexionspunkten finde ich persönlich den Adamantium Dark Acoustic Stoff ideal (in Kombination mit passenden Akustikmodulen dahinter). Wenn man statt Klemmleisten eine Rahmenbespannung mit Tackernadeln wählt, dann geht auch die Montage erheblich einfacher.



    Damit ist nun das vordere Deckensegel fertig und ich kann mich in der nächsten Zeit auf die restliche Verkleidung des hinteren Deckensegels und der Seitenverkleidung kümmern.



    Weiter gehts demnächst dann mit einem Post zu meinem verwendeten Lautsprecherkonzept.


    P.S. Nach Rücksprache mit Adamantium konnte eine gute gemeinsame Lösung gefunden werden und der Service ist empfehlenswert.

  • Lautsprecherkonzept


    Habe nun nach meinem Sommerurlaub, einer (kurzen) Nachkalibrierung des Beamers mit einem neuen Sensor und der Fertigstellung des Zwischenstands :dancewithme nun wieder etwas Zeit die nachfolgenden Kapitel meines Bauthreads weiter zu schreiben.


    Weiterhin sind natürlich jederzeit Fragen, Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge, etc. willkommen. Ich konnte bisher schon einige Punkte verifizieren, welche ich beim nächsten mal anders machen würde.


    Bevor ich mit dem Lautsprecherkonzept beginne, noch eine Anmerkung:

    Jeder eingesetzter Lautsprecher wird (wenn möglich) im Freifeld und Indoor vermessen sowie im Stereobetrieb mit Stereomusik beurteilt. Die Freifeld/Outdoormessung wird verwendet um vorwiegend den Frequenzgang (und speziell untere Grenzfrequenz) zu ermitteln, sowie dessen hervorstechenden Klirranteile. Bei der Indoormessung werden speziell die Intermodulationsprodukte ermittelt (besser wäre es dies bei der Outdoormessung mitzumessen, allerdings ist hier die Lärmbelästigung der Nachbarn das beschränkende Element).


    Seitenansicht der Outdoormessung




    Lautsprecherkonzept:

    • L/R:
      Als L/R Lautsprecher sind und bleiben vorerst die B&W 803S im Einsatz. Bei der Konzeptphase war auch der Gedanke, diese Lautsprecher gegen andere zu ersetzen, welche mit den restlichen Lautsprechern ideal harmonieren. Da es sehr schwierig ist gleichwertig klingende Lautsprecher zu finden, welche ich auch in Ruhe anhören kann, ohne große zusätzliche Finanzaufwendungen zu beschaffen sind und dies auch noch in der kurzen Zeit vor dem Heimkinobau und während der Pandemie, habe ich dies wieder verworfen und die Lautsprecher behalten.
      Da ich viel Musik höre, war für mich der Winkel mit 60° relativ schnell klar (hatte ich bisher immer und war damit sehr zufrieden).
    • C:
      In Bezug auf sehr gute LCR Wiedergabe war hier ja auch die Überlegung exakt den gleichen Lautsprecher zu verwenden wie die LR. Daher gab es auch die Überlegung diese zu ersetzen (siehe bei LR), aber wurde dann auf den vorhin genannten Gründen dann "leider" wieder verworfen. Mit dem verwendeten B&W HTM3S habe ich einen fast identischen Begleiter zu den LR. Leider ist dieser nicht ganz exakt identisch, aufgrund kleinerer Tieftöner, eines kleineren Mitteltöners und des geschlossenen und kleineren Gehäuses. Der große Vorteil ist allerdings, dass die Anordnung des Mittel- und Hochtöners identisch sind, was bei vielen anderen (HiFi) Center-Speakern nicht so ist.
    • Surround untere Ebene:
      Wie in der Einleitung schon geschrieben, wollte ich unbedingt ein 7.1 System für die untere Ebene haben, da für mich die Surround Back sehr wichtig sind. Das Ziel war für die Surrounds und für die Höhenlautsprecher möglichst identische Lautsprecher zu verwenden aus den bekannten Gründen. Diesbezüglich wollte ich relativ wenig Kompromisse eingehen.
      Der erste Anhaltspunkt wäre natürlich Lautsprecher aus der gleichen Serie, was in meinem Fall die B&W SCMS wären. Ein paar von diesen hatte ich sogar, allerdings sind diese vom Klang sehr schlecht gewesen, weshalb ich diese wieder verkauft habe. Eine andere Überlegung war gewesen, von Nubert die nuline 34 für unten und oben die WS-14 zu verwenden, was ich aber aus diversen Gründen nicht gemacht habe. Für Selbstbau war ich noch nicht bereit in Bezug auf Zeit, Erfahrung und die Einbindung an die LCR. Somit wollte ich bei B&W bleiben. Ich benötigte einen Lautsprecher, der relativ flach ist und hinten keine Bassreflexöffnungen hat (für Surround Side und wegen Dämmung) und auch nicht viel in die Tiefe geht für die Höhenlautsprecher, etc. Als einziger Kandidat blieb die CT 7.5 übrig, welche alle benötigten Bedingungen erfüllte und dabei auch noch sehr gut klingt.

      Entgegen einer ganz alten Planung habe ich mich final dazu entschieden "nur" eine Sitzreihe mit einem Money Seat bzw. 3 guten Plätzen zu planen mit einem Notsitz, also insgesamt 4 Sitzplätze. Bei ganz großen Filmabenden wäre es im Notfall möglich hinten noch ein paar zusätzliche Sitzplätze mit Stühlen oder Co zu positionieren. Ein paar der Gründe hierfür waren, dass ich den Raum von hinten betreten wollte, für bestmögliche akustische Behandlung der LCR & Co.
      Als optimale Position der Side Surrounds habe ich persönlich den Bereich 80-90° ermittelt und mich für 90° entschieden. Die Ausrichtung der Back Surround finde ich persönlich am besten und am homogensten, wenn diese im Winkel von 150° (30°) angeordnet sind und habe dies auch exakt so umgesetzt.
    • Höhenlautsprecher:
      Am schwierigsten war das Konzept der Höhenlautsprecher bzw. das gesamte 3D Sound Konzept in Kombination mit den räumlichen Gegebenheiten, persönlichen Präferenzen und den anderen aktuellen Beschränkungen zu erstellen. Da ich (schon immer) relativ viel (Mehrkanal) Musik höre (Ziel wäre 40% Musik zu 60% Serien/Film) fand ich den Ansatz mit Height-LS interessant. Ein System mit nur zwei Höhenlautsprechern (7.1.2=Top Middle) fand ich für mich unpassend. Ein Höhenlayout rein nach Atmos mit 45° Elevation finde ich nicht schlecht, allerdings ist dies nicht mit Auro3D Kompatibel.

      Der ausschlaggebende Punkte für die Auswahl der drei bzw. zwei möglichen Konzepte war allerdings die Raumhöhe, welche mit 2,2m für 3D Sound sehr niedrig ist! Eine Atmos-Anordnung mit 45° wäre nur mit sehr schmalen Lautsprechern wie z.B. der WS-14 möglich (welche ich aus den oben schon genannten Gründen nicht verwenden wollte), da ansonsten die Tür oder Personen gegen den LS stößt. Außerdem kommt hinzu, dass hier die LS sehr nahe positioniert sein müssen und die Anordnung der MT/HT Einheiten seitlich sein müssen, was ein "Problem" der horizontalen Abstrahlcharakteristik hervorruft, was ich auch nicht haben wollte. Damit fällt dieses eigentlich auch raus.

      Übrig bleibt dann nur noch ein 3D Sound Layout mit Height-LS. Dabei muss ich zwei Kompromisse eingehen, ansonsten wäre es perfekt möglich gewesen. Der eine Kompromiss ist die Anordnung mit 25° Elevation statt 30°, was für Auro gerade noch der untere mögliche Winkelbereich ist und für Atmos im Sollbereich liegt. Außerdem musste der Raum so angeordnet werden, dass man von hinten in den Raum eintritt und die vorderen zwei Height-LS mussten etwas nach vorne in den Raum verschoben werden (mehr als 10%), womit die Lautsprecher einerseits nicht mehr verdeckt eingebaut werden können und andererseits die Auro-Vorgabe verletzt wird.
      Diese Kompromisse konnte ich eingehen und hier werden wie oben schon geschrieben die angedachten CT 7.5 verwendet.
    • Top:
      Nun fehlt allerdings noch der Top-Bereich. Hier wäre es möglich 1x VoG, 2x Top Middle oder gar keine zu verwenden. Ohne Top wollte ich in der Konfiguration mit Height-LS auf keinen Fall, da sich hier oben wieder ein akustisches Loch bildet wie damals schon im Surround Back Bereich ohne den Surround Back LS. Durch Hörtests mit nativem Auro und Atmos-Material, sowie der Auromatik und dem Neural:X Upmixer konnte ich ermitteln, dass mich der VoG persönlich nicht überzeugt. Er konnte zwar das akustische Loch etwas auffüllen, aber "nur" sehr zurückhaltend und auch das Gefühl ganz direkt von oben war etwas unangenehm. Die Top Middle in Kombination mit den Height-LS fand ich dagegen extrem gut. Diese waren je nach Material sehr unterschiedlich stark eingebunden und auch das Überkopfgefühl war hier erheblich besser (bei optimaler Ausrichtung).

      Da für mich gutes Atmos wichtig ist und Auro vorwiegend nur für Musik und manches Upmixing nutze, fiel die Wahl auf zwei Top Middle, da hiermit Filme und Musik in Atmos ideal wiedergegeben werden können. Auch eine bezahlbare Vorstufe für diese 13 Kanäle inkl. Auro & Co gibt es hierfür seit "kurzem" (Denon X6700H), womit dies auch sofort nutzbar ist. Als passende Lautsprecher gehen leider nicht mehr die CT 7.5 :-( und ein anderes Modell musste gefunden werden. Da für das Deckensegel und somit eine Lautsprecherhöhe von nur 17cm Höhe zur Verfügung steht und durch den starken seitlichen Abstrahlwinkel die Ausrichtung schwierig ist, sind hier leider fast nur Decken-Einbaulautsprecher verwendbar. Diese haben einen neigbaren Hochtöner und einen größeren Tiefmitteltöner für eine tiefe untere Grenzfrequenz. Als passende Auswahl im B&W Sortiment stand der CCM 7.5 S2 oder der CCM 683. Der 7.5 war mir zu teuer und die Ausrichtung des Hochtöners (sowie TT) war starr und zu gering, während beim CCM 683 der HT sich stärker eindrehen lässt und der TT leider nur waagrecht bleibt. Geworden ist es der CCM 683, allerdings mit nicht perfekten Messergebnissen (siehe unten). (P.S. In den nächsten Wochen möchte ich noch testen, wie es sich anhört bei Verwendung der beiden Top Middle LS als VoG).
    • Subwoofer:
      Als Subwoofer-Konzept entschied ich mich schon vor längerem für ein DBA
      mit DIY Subs. Als Chassis standen damals (schon länger her) nach längerer Recherche der Scan Speak 30W/4558T00 und der Lab 12 in der engeren Auswahl. Anhand der Parameter, Materialien, dem Markennamen und diversen guten Erfahrungen habe ich mich für den Scan Speak entschieden, trotz der geringeren RMS-Leistung. Bei meinen Tests (und WinSim Simulation) habe ich festgestellt, dass für mich die 20Hz Grenze die entscheidende Pegelgrenze ist, womit der Hub das Entscheidende ist und nicht die RMS-Leistung. Mit höherer RMS-Leistung könnte ich zwar im ca. 50Hz Bereich mehr Pegel erzeugen, allerdings bei 4 Stück ist dies für meinen Pegelgeschmack völlig ausreichend.
      Als Gitter verwende ich ein 2x2 Gitter mit je 4x vorne und 4x hinten. Die erreichbare Grenzfrequenz des Gitters von ca. 80Hz reicht bei mir aus. Außerdem ist die Anordnung von 6 Stück mit dem Beamer nicht möglich, womit ich auf 8 Stück gehen müsste, was kostenmäßig zu teuer ist, sowie die Breite für die geplante Hushbox zu schmal geworden wäre.

    3D Ansicht aller Lautsprecher

    Draufsicht

    Seitenansicht (von rechts)



    Lautsprechermessergebnisse und Beurteilung:

    • B&W 803S & HTM3S: Keine Freifeldmessungen vorhanden. Keine Auffälligkeiten bei den Indoormessungen festgestellt und bei der Multitone Messung sehr geringe Intermodulationsprodukte, sowie sehr hohe Pegel möglich (bei Trennung 80Hz). Klanglich fand ich diese damals sowie heute immer noch sehr gut. Perfekte Räumlichkeit mit einer sehr guten Tiefenstaffelung. An sich gibt es nichts zu bemängeln :)

      Diese Lautsprecher sind im Hauptnutzbereich sehr niederohmig mit <4Ohm. Das Impedanzminimum der 803S beträgt 3,3 Ohm und der HTM3S sogar nur 2,9 Ohm. Somit werden für diese Lautsprecher Endstufen benötigt die am besten 2 Ohm stabil sind und sehr viel Leistung bereitstellen können. Habe mich dann für die Dynacord SL900 entschieden, welche alle benötigten Eigenschaften aufweist und habe diese auch messtechnisch überprüft (zu meinen Endstufenvermessungen folgt in Zukunft noch ein eigener Thread).

      Impedanzverlauf der B&W 803S

      Impedanzverlauf der B&W HTM3S
    • B&W CT 7.5: Dieser spielt sehr tief bis 40Hz, hat im Mittel eine Empfindlichkeit von 90dBspl2,8V/1m. Der Klirr steigt erst ab kleiner 60Hz stärker an und auch im restlichen Bereich ist dieser ziemlich klirrarm. Ein Betrieb bis 60Hz wäre somit möglich (je nach Pegelanforderung).
      Die Impedanz ist unkritisch mit 4 bis 8 Ohm und die Intermodulationsverzerrungen sind gut, allerdings bei weitem nicht so sauber wie bei den 803S.
      Klanglich finde ich diesen auch sehr gut. Er hat ein annähernd gleiches Klangbild wie die 803S, nur in der Tiefenstaffelung nicht ganz so gut, der Rest ist einwandfrei (ermittelt im direkten A/B-Vergleich). Nach den guten Ergebnissen war ich am Überlegen die 803S und HTM3S gegen die CT 7.3 auszutauschen aber mich dagegen entschieden (Gründe siehe oben).

      Klirrverlauf über Pegel in %
    • B&W CCM 683: Dieser spielt auch sehr tief bis ca. 45Hz, hat im Mittel eine Empfindlichkeit von 87dBspl2,8V/1m. Der Klirr ist bereits ab ca. 90dBspl im Bereich 200Hz bis 700Hz relativ hoch und im unteren Bereich größer 60Hz in Ordnung (empfehlenswerte Trennung wäre hier dennoch 80Hz).
      Auch in den Intermodulationsverzerrungen zeigt sich der kritische Bereich zwischen 500 und 700Hz mit erhöhten IMD-Produkten.
      Es wurden auch die Frequenzgänge bei verschiedenen horizontalen Ausrichtungen und Hochtöner-Settings vermessen. Dabei ist aufgefallen, dass dieser LS im Bereich 2kHz bis 5kHz einen starken Pegelabfall besitzt (je nach Winkel). Dieser ist nicht schön und ist für den Bautypen vermutlich normal (oberer Bereich des Tiefmitteltöners, bevor der HT übernimmt) und lässt sich vermutlich nur mit einem anderen Bautyp beheben. Allerdings haben alle andere Alternativen eine größere resultierende Höhe als 17cm, womit ich bei dem Lautsprecher leider bleiben musste.
      Klanglich waren sie okay. Mir ist nichts besonders negatives aufgefallen (annähernd auf der 0° Achse), aber war auch nicht der Burner mit einem klanglichen Aha-Erlebnis. Als Top-Middle und reiner Effektspeaker "ausreichend".

      Vgl. Pattern 0° zu 45° optimiert

      Vgl. Pattern von 0° bis 45° (ohne HT Settings)
  • Akustikkonzept


    Das Ziel der akustischen Eigenschaften war eine RT60 Nachhallzeit von linearen 0,2s bis 0,3s zu erhalten und bei der ETC vom Hauptimpuls bis 10ms unterhalb der -15dB zu bleiben (nach 10ms dürfen/sollen noch Reflexionen vorhanden sein).


    Umsetzen wollte ich dies mit einer starken Dämmung an der Vorder- und Rückseite, einer Behandlung der wichtigsten Erstreflexionspunkte mit 80mm Absorber und der Verwendung von möglichst „vielen“ Diffusoren für einen nicht unangenehmen Raumeindruck.



    Zur Umsetzung folgendes:

    In dem provisorischen Stand vor meinem Umbau konnte die ETC schon recht gut erreicht werden und die Nachhallzeit war nicht schlecht. Diese war im Mittelton etwas niedriger als im Hochtonbereich und im Bass (ca. 80Hz der nicht Subs) war Sie mit unter einer Sekunde für mich zu hoch aber okay.


    Da ich für die restlichen Lautsprecher (vorwiegend LCR und SB) die raumbedingten Überhöhungen und Auslöschungen reduzieren wollte (nicht für den Subwoofer, denn hier herrscht mit dem DBA schon klare Verhältnisse), war der Plan diese mit einer starken Dämmung (ca. 50-70cm Rockwoll) an der Vorder- und Rückseite zu erreichen, was auch gut funktioniert hat.


    Da ich diesmal einen etwas gleichmäßigeren Verlauf der Nachhallzeit erreichen wollte (Mittelton zu Hochton), habe ich die Steinwolle diesmal nicht in Folie eingewickelt da diesmal sonst die Differenz noch größer geworden wäre durch die größere verwendete Fläche.


    Die Erstreflexionspunkte wollte ich nur mit 80mm Absorber behandeln, aber mit so wenig wie möglich (was bei den vielen Lautsprechern schwierig ist 😊 aber mit der Entscheidung für nur eine Sitzreihe leichter). Als Absorber habe ich mich vor längerem schon für die 80mm AixFoam Absorber entschieden, da man diese sehr leicht verarbeiten kann und mit den Abmaßen von 50x100cm auch ideal positionieren kann.


    Das heißt für die Seitenwände vorne links und rechts je vier Stück (3 wären auch möglich und bin auch am Überlegen dies noch zu ändern) in der Höhe der Hörposition. Damit ist unterhalb und oberhalb noch die nackten Wände frei, die ich für indirekte Reflexionen nutze. An der Decke vorne sind an den exakten Punkten für den Center 2 Stück verbaut und für die L/R/HFL/HFR je Seite nur 1 Absorber verbaut, was ausreicht und somit dieser Deckenbereich nicht überdämmt ist. An der Decke hinten sind für jede Seite je 2 Stück verbaut um die Erstreflexion der SBL/SBR/SSL/SSR zu reduzieren. Für die HBL/HBR sind nochmal zwei kleine 50x50cm Absorber montiert, da diese sehr Deckennah montiert sind.


    An den Seitenwänden/Tür für die SBL/SBR sind auch noch je Seite 1 Stück Absorber eingeplant, aber auf der Wandseite noch nicht final montiert und auf der Tür noch gar nicht montiert.


    Am Boden vorne ist noch ein schwarzer Hochfloorteppich verlegt, der die starken Erstreflexionen des Laminatbodens für L/C/R reduziert und gleichzeitig für das Bild die Lichtreflexion stark reduziert, womit auch der Boden sehr schwarz wirkt.


    Dieser Raum so ohne Diffusoren wäre sehr unangenehm für eine Person (war für ein paar Tage während der Bauphase der Fall). Daher wurden an der Frontseite 4 EPS Skyline Diffusoren (Nr. 2 in der Grafik) in ungefähr der Raumhöhe montiert sowie an der Decke exakt über dem Hörplatz noch zwei Stück (je 60x60cm).


    An den Seitenwänden links und rechts wurden exakt in dem Maß der Side Surround Lautsprecher 2D Schröder Diffusoren mit 60x200x25cm selber hergestellt (Nr. 1 in der Grafik seitlich).

    An der Rückseite habe ich mittig einen großen 2D Schröder Diffusor hergestellt (Nr. 1 in der Grafik hinten) und für die seitliche Position zwei Skyline Diffusoren aus Holz (Nr. 3 in der Grafik).

    Die Vorderseite der 8 Subwoofer (60x60cm) habe ich absichtlich großflächig unbehandelt gelassen um ebenfalls noch natürliche Reflexionen zu erhalten.


    Verkleidet wurde alles wenn möglich mit Akustikstoff, nur das vordere Deckensegel wurde wegen Lichtreflexionen mit Adamantium Dark Acoustic verkleidet welches auch noch relativ akustisch transparent ist und somit für die Decken-Absorber ausreichend ist.


    Top-Ansicht mit Absorber (schwarz) und Lautsprecher (gelb+grau)


    Top-Ansicht mit Diffusoren (grün) und Lautsprecher (gelb+grau)


    3D Ansicht mit Absorber, Diffusoren und Lautsprecher




    Daraus ergibt sich nun folgendes:

    Die ETC passt gut mit meinem Ziel überein. Je nach Lautsprecher sind innerhalb der ersten 10ms die Reflexionen um die -15dB bis -20dB. Bei den LCR sind nach 10ms dann noch einige Reflexionen von den Diffusoren auf der Rückseite übrig. Bei den übrigen Lautsprechern sind mal mehr oder weniger noch Reflexionen nach 10ms vorhanden. Bei allen dämpft sich das Signal nach ca. 15ms bis 20ms dann schnell ab (siehe auch Nachhallzeit).


    Die gewünschte Nachhallzeit habe ich nicht ganz erreicht, bin stattdessen zwischen 0,1s und 0,2s, dafür linear und im Bassbereich bin ich ebenfalls recht trocken mit 0,3s.


    Mit diesem Stand bin ich derzeit recht zufrieden, hört sich auch gut an und man merkt, dass der Raum trocken ist aber nicht unangenehm für mein Gefühl.



    Nachfolgend noch ein paar Beispiele der Akustikvermessung:

    (Die Surround kann ich derzeit noch nicht vernünftig vermessen, da ich mit REW und den Treibern ein Problem habe :choler:)

    RT60 Beispiele


    L ETC


    C ETC

  • Respekt vor dem planerischen und umsetzungstechnischen Aufwand den Du hier betreibst. :thumbup:

    Mir fehlt hier die Expertise um die Maßnahmen inhaltlich zu bewerten aber die Konsequenz und Detailverliebtheit mit der Du an diese Sache rangehst ist definitiv beeindruckend.


    Was genau ist denn Dein Problem mit REW? Hier wurden schon diverse REW Probleme gelöst - evtl. ist Dein Problem (+ Lösung) ja schon bekannt?


    Viele Grüße

    Gregor

  • Danke Gregor fürs Feedback :sbier:

    Ja, im Nachhinein beim Zusammenschreiben von den vielen Punkten ist mir das auch aufgefallen :zwinker2:.


    Bzgl REW: Ich hab das Problem, dass ich bei Verbindung per HDMI zwar in REW (V5.20.3) und am Laptop die 8 diskreten Kanäle per ASIO auswählen kann, aber sobald ich eine Tonwiedergabe starten möchte, bringt er mir die Meldung, dass die Settings bzw. Treiber resettet wurden und das wars. (P.S. Versuch mit einem neuen Laptop den Versuch der 8 Kanalansprechung).


    Eine Suche hier im Forum und in einer Suchmaschine hat mir zu meinem Problem nichts gebracht (meistens fehlt einem hierzu das passende Schlagwort).


    Ich wollte noch ein paar Tage probieren und wenn es weiterhin nicht funktioniert, dann im REW Messthread nachfragen. Oder ist es besser hier im Bauthread das Thema zu diskutieren?

  • Da es sich um Deinen Thread handelt ist das ganz Dir überlassen :zwinker2:


    Das mit dem Treiber Reset meine ich schon mal gehört/gesehen zu haben...

    Ich nehme an, dass Du mit ASIO4All arbeitest. Leider habe ich das nicht mehr installiert um zu prüfen welche Einstellungen dort machbar waren. Wenn möglich würde ich einmal testen ob ein WASAPI Modus (Exclusive) möglich ist.

    Was ich aber als erstes ausprobieren würde ist :

    - Virenscanner deaktivieren

    - Alle anderen Anwendungen die evtl. auf das Audio Device zugreifen deaktivieren.


    Bei Problemen mit dem Treiber hat mir selbst und einigen anderen hier der Wechsel auf FlexAsio + FLexAsio GUI geholfen.


    Das ist in 2 Minuten installiert und bietet dann über die Anwendung Flex Asio Gui die Möglichkeit den Treiber genau einzustellen.

    (Es gibt auch eine Konfigurations GUI, die sich direkt aus REW öffnen lässt - diese ist aber etwas beschränkt.)


    Wichtig:

    - Asio4All vorher deinstallieren - die beiden behindern sich gegenseitig-

    - In der Config die "Latency" auf 0.1 setzen (Ohne dies kann es zu einem Störgeräusch bei Messen kommen)

    - WASAPi - Exclusive Mode


    Für den Anfang könntest Du aber auch einfach mal einen Screenshot des ASIO4All Control Panels posten - evtl. ist da ja auch schon etwas auffällig.


    Gruß

    Gregor

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!