Anforderungen an Auro 3D Lautsprecher

  • Ja moin.


    Ich plane (zumindest gedanklich) mit einem Upgrade meines HK auf Auro und stelle mir aktuell die Frage welchen Anforderungen die Height-LS gerecht werden müssen.


    Zur aktuellen Bestückung:

    - Heco Victa 601 L/R

    - Heco Victa 101 C

    - Heco Victa Sub 201

    - Numan Ambience SL/SR

    - Pioneer VSX 828


    Mich würde interessieren was die Heights "können müssen". Sollten es eher große LS sein oder "reichen" an der Stelle auch zB die kleinen Würfel von Dynavox (AS301)?

    Im offiziellen Guide zu Auro ist nur die Rede von gleichen LS für Heights...


    Besten Dank

  • Im Idealfall sollten überall die gleichen Lautsprecher Verwendung finden.
    Allerdings werden auch oft „nur“ Atmos-taugliche Lautsprecher verbaut, die entsprechend ausgerichtet werden.
    Da eh die Heights-Konfiguration genutzt wird, können auch größere LS installiert werden.
    Ist hinten nicht so viel Platz vorhanden, machen gerichtet abstrahlende oder auch umschaltbare LS durchaus SInn, z.B. Dali Altecos o.a.

    Bezüglich Aufstellung von Position und Winkel siehe auch meinen One-for-all-Setup-Guide:

    HKV-Download: One-for-all-Setup-Guide_V5.0_deutsch_publish.pdf

  • Ich würde für Atmos / Auro-Installationen immer recht potente Lautsprecher nutzen / empfehlen. Es ist ja nicht so, dass nur Umgebungsgeräusche in die obere Ebene gemischt werden, sondern Objekte wandern durchaus durch den Raum und dabei hört man auch gut Klassenunterschiede verschiedener Lautsprecher-Zusammenstellungen.


    Generell würde ich mir noch genau überlegen, ob das Update Richtung Atmos oder Auro führen soll. (Wenn Du das bereits umfassend gemacht hast - alles gut.) Oder: die Multilösung von Binap umsetzen. Abgesehen davon, dass es kaum bis kein natives Auro-Material gibt, halte ich den Einsatz von wenigen aber besseren Lautsprechern in vielen Fällen für sinnvoller, als hier nur auf Quantität zu setzen. (Ich finde es sehr wichtig darauf hinzuweisen, da wir aus der Frage nicht herauslesen können, wo Dein Kenntnisstand genau ist).

  • Abgesehen davon, dass es kaum bis kein natives Auro-Material gibt, halte ich den Einsatz von wenigen aber besseren Lautsprechern in vielen Fällen für sinnvoller, als hier nur auf Quantität zu setzen.

    Was ja nichts mit Auro-3D zu tun hat... das gilt generell für alle 3D-Soundformate, ob man das möchte, oder lieber auf 5.1/7.1 bleibt...

    Und wer nun mal Auro-3D zur Auswahl hat, nutzt eh in 95% aller Fälle den Auro-Matic-Upmixer. Mit dem One-for-all-Setup hat man nun mal den Vorteil, eben alle Möglichkeiten nutzen zu können.

  • Ich glaube nicht, dass wir schon wieder diese Diskussion führen müssen...

    Lyngdorf, Arcam, Datasat, Trinnov, verkauft sich auch ohne den Auro-3D-Fokus....


    Und bei den Mainstream-Geräte sind nun mal Marantz und Denon stark vertreten... und falls die Auro-3D-Gerüchte der Wahrheit entsprechen, wird ja auch Yamaha zukünfig diese Wahl bieten...

  • Binap, ich lese gerade dein PDF mit großem Interesse.

    Speziell im Bezug dazu, dass ich vor nicht langer Zeit mir zwei Videos von Anthony Grimani (Expert Audio Series - Speaker and Room Layouts Part 1 - YouTube) gesehen habe, wo ausdrücklich empfohlen wird, die Surround und Atmos Kanäle separat zu halten, und dass die Dolby Angabe vollkommen falsch ist. Er spricht von rund 30° Winkel.

    Natürlich, es ist so, dass er hauptsächlich von Dolby Atmos spricht und nicht Auro3D, aber sagt auch dass in richtig gebauten Kinos Dolby Lautsprecher werden über die Hörer platziert und nicht irgendwie seitlich. Auch hat Dolby Atmos in Kinos wesentlich mehr Kanäle was mit Heimkino und AVR Lösungen nichts mehr zu tun hat. Wir haben grundlegend einen Downmix auf unsere 4 Lautsprecher.



    Ich sag jetzt nicht mehr dazu, dass ich noch nicht fertig gelesen habe, aber das hier sticht mir besonders raus.


    Und Anthony Grimaldi soll sehr bekannt sein, hat in Skywalker Studios gearbeitet und hat viel Erfahrung in dem Gebiet. Ich kenne ihm nicht, aber es hört sich aus dem Video alles sehr sinnvoll an.


    Vor allem, ich wollte in meinem Projekt die Lautsprecher lassen so wie sie sind, ca. 45° links und rechts, nach diesem Video wollte ich sie umplatzieren, und jetzt bin ich wieder verunsichert. Auro3D Upmixing wäre bei mir ein Thema, ich müsste lediglich eine Auro3D für meinen Marantz SR7009 kaufen und könnte vermutlich sowas nutzen? Aktuell sind die Lautsprecher in ca. 45-50° in allen Richtungen platziert. Ich habe keine Front Height.


    EDIT:

    Und eine Ergänzung: es wird in beiden Fälle von 30° gesprochen, jedoch bei Auro ist das gemeint von der untersten Ebene, beim Video ist gemeint von der vertikalen Achse (also Auro ist eher über die Surrounds, Atmos ist mehr oberhalb des Hörers)

  • Und von denen nutzen 95% die Auro-Matic wie von Dir behauptet?

    Deshalb wundert mich auch Deine Behauptung.

    Hast Du eigentlich einen Schlagwortalarm „Auro-3D“ bei Dir eingestellt? 😉


    Hier hat jemand nach Auro-3D gefragt; ich habe darauf geantwortet und dabei meine Erfahrungen und Eindrücke u.a. aus meiner FB-Gruppe „Heimkino und 3D-Sound“ einfliesen lassen.


    Deshalb stelle ich solch eine „Behauptung“ auf.

    Du vertrittst bei diesem Thema generell eine andere, recht deutliche und klare Meinung, die sich deutlich von der meinen unterscheidet.


    Das darfst Du selbstverständlich, der Interessent darf dann entscheiden, wessen Rat er dann folgt :sbier:

  • Also ich bin das Dokument durch, das ist echt eine sinnvolle Doku.

    Aber ich bleibe nach wie vor beim Atmos Setup - ich wollte nur ergänzen damit, dass es aus meiner persönlichen Sicht und nachdem was ich sowohl bei dir wie auch bei Anthony Grimaldi höre, keinen Vergleich gibt.

    Bei Auro3D (und das habe ich nicht gewusst), wird Musik vorne in die Heights gespielt, was sicher nicht schlecht ist, aber ich hinterfrage hier das wirkliche Nutzen. Bei Atmos werden die LS hauptsächlich (nur?) für die Effekte genutzt. Daher ist für Atmos 30° von oben und für Auro3D 30° von unten sinnvoll. 45° als Kompromiss macht wie du sagst keinen Sinn, für beides scheinbar schlecht. Im Grunde kannst die zwei nicht verheiraten :big_smile:


    Allerdings eine Sache die nicht erwähnt wird:

    Auro3D wird mir immer mit einem kleinen Bildschirm und vielen Lautsprechern rundherum angezeigt.

    Im Kino (auch Heimkino) verwenden wir aber oft die AT-Leinwand, und daher wandern die Hauptlautsprecher eher hinauf, weil wäre die Leinwand so tief dass die Hauptlautsprecher in der Ohr-Höhe und Leinwand-Mitte (oder annährend sind), wäre die Leinwand ja viel zu tief! Daher rauf mit der Leinwand (weil die Hauptlautsprecher sollten ja in der Mitte der Leinwand sein), und alleine wenn die Hauptlautsprecher etwas unter der Mittenebene sind, sind sie trotzdem über der Ohrhöhe, außer man sitzt erhöht. Was wiederrum den Winkel zu den Auro3D Height verringert. Da müssen sie wieder nach vorne wandern.


    Also verstehe ich vielleicht falsch, aber ist für Einsatz in einem Raum mit der niedrigen Decken und AT-Leinwand eher unpassend?

  • Also verstehe ich vielleicht falsch, aber ist für Einsatz in einem Raum mit der niedrigen Decken und AT-Leinwand eher unpassend?

    Ja, das ist genau das Problem. Bei niedriger Deckenhöhe schaffst Du niemals den eigentlich erforderlichen Elevationswinkel von 30 Grad für die Heights an der Hörposition. Da sind dann eher Winkel von unter 15 Grad realistisch. Deshalb dann die Empfehlung, den Winkel durch Heranziehen der Heights an die Sitzposition (oder eben Näherrücken der Abhörposition) zu vergrößern.
    Auro-3D-Studio-Installation haben immer viel Platz nach oben, da sind dann auch 30 Grad bei direkter Montage der Heights senkrecht über Fronts und Surrounds problemlos möglich. In vielen „Profi“-Heimkinos wurde aber genau das falsch gemacht: senkrecht über Fronts und Surrounds, wie von Auro-3D verlangt, aber viele zu kleiner Höhenwinkel aufgrund der niedrigeren Decken.

    Bei AT-Leinwand sehe ich aber kein Problem, Fronts-HT und Center sind da normalerweise auf Ohrhöhe in Sitzposition, so wie es auch für „freie“ LS der Fall wäre.

  • Nach vielem hin und her bin ich eher auf Auro fixiert da mir hier natürlich die Auromatic ins Auge sticht. Ich verspreche mir da "mehr drumherum" als bei Atmos. Klar sind aktuell ein Großteil der Medien auch mit nativer Atmosspur erhältlich. Trotzdem tendiere ich in Richtung Auromatic da ich mir hier mehr Flexibilität verspreche durch das Upmixing aus (überall vorhandenen) 5.1 Basissignalen.


    Die Frage nach den Anforderungen der Lautsprecher im Heightlayer hat weniger einen akustischen als einen statischen Background. Meine Surround-LS sind an Säulen befestigt welche lediglich aus 9,5mm Rigips bestehen. Diese Säulen waren bereits vorhanden. Die aktuell als Surround-LS genutzten Numan Ambience sind von der Bauart ähnlich den Teufel Consono LS und verhältnismäßig leicht. Daher der Griff zu diesen LS. Da die Heights in gleicher Flucht sitzen sollen kam mir die Frage ob ein vergleichbar leichter LS verwendet werden kann. Ein Paar AS301 hätte ich noch da (wurden früher als Front Heights genutzt am aktuellen AVR). Ebenfalls vorhanden ist noch ein Paar Victa 201 welche ich allerdings auf Grund ihres Gewichtes nicht an die Säulen packen möchte. Eine Verwendung als Front Heights käme da maximal in Frage. Allerdings möchte ich die Wände nicht unnötig perforieren.


    Ei ei ei was tun...

  • Fronts-HT und Center sind da normalerweise auf Ohrhöhe in Sitzposition, so wie es auch für „freie“ LS der Fall wäre.

    Ich denke das kommt eher auf die Lautsprecher an? Wenn man D'Appolito Anordnung hat, dann sind die ganzen Lautsprecher höher positioniert.

    Dazu kommt es auch, dass die Lautsprecher eher in der vertikalen Mitte der Leinwand, aufgrund der Effekte, sein sollten. Da die Leinwand aber oft etwas höher positioniert wird, damit man Füße ausstrecken kann o.ä., sind die Mains auch oft etwas höher, nach unten geneigt, oder täuscht mich das?

  • Hier spielt halt viel persönlicher Geschmack eine Rolle. Auch was die ideale „Film-Zuschau“-Position eigentlich ist.
    Der klassische „Lümmler“ hat eine viel geringere Ohrhöhe als der klassische „Aufrechtseher“.
    Der „Lümmler“ schaut auch zur Leinwand hoch, TVs hängen dann auch meist weitaus höher, als die klassische „Bildmitte auf Augenhöhe“.

    Ich gehöre zur zweiten Fraktion, lümmle nur bei Serien im Heimkinositz, bei Filmen sitze ich aber meist bei aufrechter Rückenlehne mit dem Kopf somit zentral im eingemessenen „Hörzentrum“.

    „Lümmler“ haben dann auch einen größeren Elevationswinkel zu den Höhenlautsprechern, deshalb ist das ganze wirklich sehr subjektiv zu beurteilen.

    Deshalb gilt nach wie vor: Ausprobieren und Probehören und das nehmen, was einem am besten gefällt, gerade im 3D-Sound-Bereich.

    Der „Director’s Intend“-Fan wird das eh alles anders sehen/hören, und weiterhin seine native Atmos-Spur bevorzugen, da die Effekte ja genau nur dort sind, wo sie angeblich auch gewollt sind. Unabhängig davon, ob eine vernüftige 3D-Soundspur vielleicht aus Zeit- oder Budgetmangel „verhunzt“ wurde. Wobei da man schon wieder fragen muss, was ist denn überhaupt eine „vernünftige“ 3D-Soundspur... bekommt jetzt alles einen leicht philosophischen Charakter :zwinker2:

  • Man kann auf jeden Fall festhalten, dass mit auro3d mehr los ist um einen und die Atmosphäre dichter wird.

    Klar, das ist so, weil Auro3D simuliert wird (wir reden hauptsächlich davon hier, nicht über dedizierte Auro3D Spuren). So wie andere bisher bekannten Dolby Formate, beginnend mit ProLogic (gab's was früher, kenne ich nicht?).


    Atmos sind halt dedizierte Kanäle. Und genau aus dem Grund müssen diese, wie auch andere Dolby-Kanäle, genug Abstand haben. Das ist so mein Verständnis.

    Das optimalste wäre beide Systeme zu haben halt. 30 Lautsprecher total und gut ist :big_smile:

  • Bei Dolby Atmos und DTS:X gibt es keine dedizierten Höhen-Kanäle, denn es sind objektbasierende 3D-Soundformate.
    Es sind Meta-Daten vorhanden, die dann Objekte im dreidimensionalen Raum abbilden, und die dann durch Neuberechnung im Raum verschoben werden können.

    Bei Auro-3D sind es hingegen wirklich dedizierte Kanäle, und keine Objekte, weshalb die Anordnung der LS und das Einhalten der angegeben Winkel viel wichtiger ist. Erst das korrekte Zusammenspiel erzeugt die so recht oft als „Klangkokon“ bezeichnete umhüllende 3D-Glocke.

    Und man braucht keine 30 Lautsprecher. 9.1 / 5.1.4 reicht doch aus, idealerweise 13.1 / 7.1.6, oder noch besser One-for-all mit 15.1 / 7.1.8 mit 7.1.6 Atmos und 7.1.6 Auro-3D bzw. DTS:X Pro im automatischen Wechselbetrieb je nach anliegendem nativen 3D-Audio-Signal.

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