Der "Kick" von John Wick (oder: Definition von Kickbass)

  • Die "Schadschwelle" liegt bei 85 dB bei jahrelanger Einwirkung über ein tägliches 8 Stundenäquivalent. Je höher der Pegel, desto kürzer die notwendige Expositionszeit. Bei 140 dB kann es schon nach sehr kurzer Zeit zu bleibenden Schäden kommen (Lärmtrauma).

    Anfänglich kann sich die Hörschwelle wieder normalisieren ("war stundenlang fast taub nach dem Konzert"): Aber dafür gibt es keine Garantien. Ist immer auch Schicksal.

  • Schwerzgrenze ist bei den Frequenzen vllt vom Namentlichen Begriff falsch,

    Ich hab ja nun auch schon einige Kinos gesehen und bei manchem Pegel war bei mir ganz klar „die Schmerzgrenze“ überschritten. Es gibt sie also (zumindest für mich)! ;)


    Ich halte mir selten die Ohren zu, bin regelmäßig mit der Kettensäge im Wald… aber das alles war nicht so laut wie dass was ich bei meinen Besichtigungen gehört hab. Ist schon krass!


  • Man hört teilweise schon am Anfang - scheiße wie mau ist das denn wieder abgemischt - entweder haben sie nur Tiefton, manchmal klingen Schüsse wie Spielzeugpistolen, Stimmen klingen kraftlos usw.

    Da vergeht einem die Lust am Filme schauen.

    Da gebe ich dir recht, besonders die Stimmen in vielen Filmen wirken kraftlos zu den Effekten.

    Gerade bei Dialogen, und das finde ich das wichtigste sollte doch in den Produktionen stimmen.

    Das regt mich am meisten auf.

    Danach kommen erst die Effekte….

    Alles ist bei mir gut eingestellt. Aber Dialoge und was da Studios, manchmal abliefern….Komischerweise wenn man ins richtige Kino geht ist die stimmwiedergabe meist top.


    König der Löwen Real Verfilmung im richtigen Kino hat die Dynamik…Stimmen, Effekte auch nicht gepasst.

    War sehr enttäuscht, was ich da im öffentlichen Kino gehört habe…Alles so dünn und kraftlos. Daran kann ich mich noch gut erinnern.

  • Da die Rezension im Filmthread in der Masse verschwinden wird hier noch ein Hinweis auf "True Legend" als Referenz hinsichtlich der Kickbässe.

    Mehr dazu siehe:



    Warnhinweis

    Die Gesundheitsgefahren von hohen Lautstärkepegeln wurden hier im Thread besprochen, daher bitte vorsichtig sein.

  • Hier ein mMn gutes Erklärvideo mit Tips.


    Audio-Freak

    Vielen Dank dafür!


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  • Hab das Video gestern auch mal angeschaut und dann versuchsweise bei meiner Target den Abfall der Spaßkurve von 80Hz Richtung 150Hz gezogen.

    Das macht echt Laune! :sbier:

    MfG Oli


    "Nach der Katastrophe ist vor der nächsten Katastrophe" (Michael Manousakis)

  • Wir haben auch im Carhifi nicht auch schon vor 20 Jahren immer gesagt: "Der Hochton macht den Kick". Ich finde die Obertöne sehr wichtig dafür, ob es knallt und knackig klingt :)

    auch gewerblich als User "Speaker Base" unterwegs

  • Ich finde den Hinweis mit der Kontrolle der Trennfrequenz sehr gut. Ich habe da am Anfang auch nicht viel Wert draufgelegt. So geht es aber bestimmt vielen. Die stellen TF auf 80Hz ein und gut.


    Ich habe mittlerweile für jede Lautsprechergruppe die beste TF mühsam ermittelt und jedes Mal gemessen und die Übergänge kontrolliert. Das ist auch der Grund warum ich mit ART noch nicht richtig warm werde.


    Wurden in dem Video ein paar Anmerkungen (wie die Nachhallzeit) vergessen? Ja. Trotzdem hat er sich die Mühe gemacht und hilft damit vielen Menschen weiter.

  • Ich hab das gestern mal.im Vergleich getestet mit einer Präsenzabsenkung zwischen 1500 und 4000 Hz und einer linearen Kurve.


    Beim linearen FG war die Attacke und das "Feeling" beim Schuss deutlich intensiver. Allerdings ist das auch ein Frequenzbereich, der allgemeinen auch etwas anstrengend werden kann. Ob man das auf Dauer hören kann, mal schauen...


    Dennoch bin ich immer noch auf der Suche nach der passenden Bass Boost Kurve, die nicht auch die Musik so extrem betont.

  • Das ist für mich dann aber "Attacke" und nicht Kickbass.

    Nicht ganz einfach umzusetzen für die meisten, aber man kann das ganze wunderbar für sich selbst erfahren:


    Wahlweise schnappt man sich ein Schlagzeug, speziell die Bassdrum und jemanden der die Fußmaschine mit schöner Regelmäßigkeit bedient.

    Dies nimmt man nun mit einem geeigneten Mikro ab und führt das Signal in ein brauchbares Mischpult mit einem mindestens zweibändigem, parametrischen EQ.

    Nun die Güte eines der EQs etwas enger wählen, einen Boost von 6, 9 oder 12 db einstellen und anschließend durch das Frequenzspektrum von 100Hz bis ca. 1kHz arbeiten.

    Vergleichend dazu dann auch noch entsprechende dB-Werte rausnehmen.


    Nicht jeder wird Zugriff auf ein Schlagzeug, einen Spieler und Mic+Mixer-Equipment haben.

    Alternativ kann man sich eine DAW installieren.

    Die Platzhirschen Pro Tools, Ableton, etc. sind zu teuer für ein reines Experiment. Da findet sich sicherlich auch was günstiges / freeware.

    Hier eine Sequenz anlegen, ein Bassdrum-Sample reinladen und nun einen EQ als Effekt auf die Spur drauflegen.

    Ab hier selbes Spiel wie oben.


    Mein persönliches Fazit, meine Bewertung fällt identisch zu der von Moe aus.

    Die Obertöne gehören dazu und sind Bestandteil eines kickenden Klangs. Betonung liegt hier für mich aber auf "Klang".

    Physisch drücken kann es auch ohne die Obertöne.

  • Die Obertöne gehören dazu und sind Bestandteil eines kickenden Klangs. Betonung liegt hier für mich aber auf "Klang".

    Physisch drücken kann es auch ohne die Obertöne.


    Insofern reden wir über einen semantischen Unterschied, also wie wir Dinge bezeichnen.

    Für mich geht "physisch drücken" in die Richtung, was ich unter "Kickbass" verstehe - und was v.a. den Spaßfaktor ausmacht, z.B. bei Szenen wie in diesem Thread besprochen (True Legend, Atomic Blonde noch vor John Wick Clubszene).

  • Ich fand auch, sehr schönes Video Audio-Freak !


    Den Nagel hat er in unserem Kontext hier ab Minute 28:50 min getroffen.


    Nach dem Einsatz von ART sind wir tatsächlich genauso von der Klangabstimmungsseite zu wunderbaren Kicks in verschiedenen Frequenzbereichen gekommen.


    Wir haben das ja schon öfter diskutiert. Um Klang in Tief, Mittel und Hochton zu optimieren muss man sich ja darüber im Klaren sein, dass


    1. Der Nachhall im Tieftonbereich im Griff sein muss, weil er sonst zeitlich nachfolgende höhere Töne zumatscht


    2. Der Mainbasspegel nicht so hoch gewählt werden darf, dass er Mittel und Hochton überstrahlt


    3. Jedes Tonereignis Obertöne erzeugt, die bis in richtig hohe Frequenzbereiche einen erheblichen Pegel setzen:


    Screenshot_2025-12-19_134518.jpg


    Was wohl bedeutet, dass betonter Mainbass umso mehr den Mittel und Hochton zumumpft.


    Deswegen ist mein Take zum von Markus angesprochenen Gamechanger Waveforming und ART, dass LFE und Mainbass jetzt separat geregelt werden können. So kann man den LFE für die Effekte nach Geschmack betonen ohne den Mainbass gleichermaßen anheben zu müssen.


    Und so hat es sich hier tatsächlich nach sorgfältigem Abstimmen der Kanalzielkurven mit ART (mit nur sehr leichten Betonungen hier und da) zugetragen, das mit sehr günstigen Lautsprechen und sehr schnellen Subwoofern in Diagonalaufstellung ein krass guter musikalischer Klang entstanden ist, der mit denselben Presets im Film / Mehrkanalbetrieb nirgendwo Bass vermissen lässt, wunderbar detailliert und luftig klingt und Kick liefert, die es hier vorher nie gegeben hat.


    So wie von Markus am Ende seines Videos beschrieben.


    Woher weiss ich denn, dass das wirklich gut klingt?


    Ich konnte letztes Wochenende bei einem Hifi Spezialisten im Laden ein sehr, sehr aufwändiges, analoges Stereosetup hören.


    Und die Unterschiede waren da - aber erstaunlich gering...

    "Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid." (Yoda)

    Edited once, last by Bumblebee ().

  • Ich habe gestern Abend mit meinem Schwager Transformers 3 mit Original Ton geschaut.

    Der Film ist durchgehend am kicken non stop Schläge in die Brust, hab ich so in noch jenem Film erlebt.

    Tiefbass gibt es dafür sehr sehr wenig aber der Rest der Tonspur ist super

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