Wer schaut Filme mit Original Tonspur?

  • Klar, soll doch jede*r machen, wie si*e*r will…

    Ich schau alleine eigentlich alles in OT (Englisch). Teilweise auch mal in chinesisch mit Untertiteln.


    Dass man mal ein/zwei Wörter nicht versteht ist kein Problem, das extrapoliert das Hirn schon.


    Mit Familie/Gästen idR deutsch.



    Und bzgl. “Faulheit”… naja ungeschickte Wortwahl, würde ich sagen. Aber es stimmt zumindest für die, die sagen, dass ihnen der OT einfach zu „anstrengend“ sei… nichts anderes bedeutet das Wort doch, und ich denke, so war es auch gemeint. :zwinker2:


    Und zur eigentlichen Threadfrage, die hier irgendwie gar nicht behandelt wird: das liegt im Geschmack und den Prioritäten des betrachtenden.

    mMn lohnte es sich für fast jeden Film, selbst bei Disney Zeichentrick á la Robin Hood (super Film zum Einstieg ins OT-Schauen)

    Tschau

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    Das MinMax

    Mitglied des HDRGB

  • Zur Verteidigung von Herrn Reuther sei gesagt, dass er sich wenigstens nie lumpen liess- wenn er abends -vor oder nach- seiner Arbeit mit 'seinen' Künstlern rüber ins Gasthaus kam, gab's nicht selten ein paar Runden auf ihn!:byebye:


    Da drückt man halt auch mal ein paar Ohren zu:rofl:

  • Und bzgl. “Faulheit”… naja ungeschickte Wortwahl, würde ich sagen. Aber es stimmt zumindest für die, die sagen, dass ihnen der OT einfach zu „anstrengend“ sei… nichts anderes bedeutet das Wort doch,

    Stefan, selten so einen Unsinn gelesen. Könnte auch vom Massa stammen, wenn die Sklaven auf den Baumwollfeldern wieder mal schlapp gemacht haben.

  • Diesen Vergleich halte ich nun wieder für Unsinn!


    Einerseits wird man hier cineastisch kaum für voll genommen, wenn die zugekaufte Hardware keine Referenzpegel wie ein IMAX schafft oder der Beamer unter 'consumer-Ware' läuft, hält aber´andererseits eine 'Fremdvertonung', deren Endprodukt weder die Künstler noch der Regisseur so gewollt haben, für völlig OK.


    Welches Attribut, dass besser als 'Faulheit' oder 'mirdochegal' passt, würdest du denn da bevorzugen?:big_smile:


    - Ich hatte zB irgendwann aufgegeben, 'The Malazan book of fallen' (Das Spiel der Götter) im O zu lesen, da ich es recht anspruchsvoll fand und mir die Mühe, den Brägen anzustrengen, schlicht zuviel war.

    Das war lediglich Faulheit, was soll es sonst denn sein?


    (wobei ich, Neugier siegt über Faulheit, die bereits in E veröffentlichte Forstsetzung natürlich doch schon gelesen habe):silly:

    Nicht falsch verstehen, auch ich schaue beileibe nicht alle Filme im O, und bei Büchern ist auch Englisch die einzige Sprache ausser D, die ich im O wirklich lesen und verstehen kann, selbst bei Französisch ist da recht früh Feierabend.



    Vor allem stört mich an dieser Diskussion ein wenig, dass offenbar die O-Schauer hier als 'komische Vögel' apostrophiert werden, da man 'als Deutscher' logischerweise natürlich auch mit deutschem Ton hört. :think:

  • Stefan, selten so einen Unsinn gelesen. Könnte auch vom Massa stammen, wenn die Sklaven auf den Baumwollfeldern wieder mal schlapp gemacht haben.

    Das Zitat von Stefan war nicht nett, aber die Revanche war im Ton auch unnötig. Könnten wir in Zukunft netter miteinander umgehen und weniger provokant schreiben?

    Diesen Vergleich halte ich nun wieder für Unsinn!


    Einerseits wird man hier cineastisch kaum für voll genommen, wenn die zugekaufte Hardware keine Referenzpegel wie ein IMAX schafft oder der Beamer unter 'consumer-Ware' läuft, hält aber´andererseits eine 'Fremdvertonung', deren Endprodukt weder die Künstler noch der Regisseur so gewollt haben, für völlig OK.


    Welches Attribut, dass besser als 'Faulheit' oder 'mirdochegal' passt, würdest du denn da bevorzugen?

    Dito. Das nächste Revanchefoul. Man sieht, einer provoziert, aber andere lassen sich darauf ein. Wäre es nicht schöner, wenn wir netter zueinander wären?

    Vor allem stört mich an dieser Diskussion ein wenig, dass offenbar die O-Schauer hier als 'komische Vögel' apostrophiert werden, da man 'als Deutscher' logischerweise natürlich auch mit deutschem Ton hört

    Weder das eine noch das andere sollte so sein. Bei Geschmacksfragen - und darum handelt es sich zweifelsfrei - sollte gegenseitige Toleranz herrschen.

    Ach, Leute, ich meine doch bestimmt nix böse. Ich dachte, das sei aus meinen Posts auch heraus zu lesen.

    Ich konnte das nicht herauslesen. Im echten Leben mit zwinkern kommt vieles anders herüber als in einem anonymen Internetforum. Insofern wäre es schön, von Anfang an freundlicher zu formulieren.

    Wenn jetzt einer denkt, ich würde es überheblich meinen, wenn ich z.B. von Faulheit schreibe, dem sei gesagt, dass es so einige Dinge bei mir gibt, die ich tun sollte, die aber meist an meiner Faulheit scheitern. Ich bin doch kein Ausnahme, nur ist halt jeder in anderen Dingen faul. Ab und an bekomme ich dann auch mal einen Input jemanden zu irgend einem Thema, dass ich es doch einfach mal machen sollte und es wirk ab und an auch. FInde ich zwischenmenschlich völlig in Ordnung.

    Dann haben wir sehr unterschiedliche Ansichten zum Wort "Faulheit". Bei mir ist das immer negativ und beleidigend belegt. Wenn man Drinr Intention nur durch eine lange Erklärung verstehen kann, wäre es schöner, wenn Du von Anfang an freundlicher formulieren könntest.

    Wenn ich dann schreibe, Ich habe meinen Spaß daran, ein wenig zu provozieren, ist der Teil "ein wenig" da schon zu beachten! So etwas lockt doch immer mal wieder den einen oder anderen aus der Reserve. Wenn im Ergebnis die Reaktionen dann aber gleich ganz dolle negativ werden, kann ich so etwas eben nicht machen.

    Ja, bitte. :sbier:


    Und zur eigentlichen Threadfrage, die hier irgendwie gar nicht behandelt wird: das liegt im Geschmack und den Prioritäten des betrachtenden.

    Genau so ist es. Insofern finde ich die Versuche, die Gegenseite zu bekehren, so unnötig. Aber das ist in der heutigen Gesellschaft normal geworden. Gut-böse. Wahr-falsch. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Auf der Strecke bleiben das gegenseitige Verständnis und das angenehme Miteinander. Das ginge ich schade und in diesem überschaubaren Forum unnötig.


    Jungs, es gibt doch viel mehr Dinge, die uns gemein sind als Trennendes. Warum sind wir nicht nett zueinander und versuchen, den anderen zu verstehen anstatt ihn zu bekämpfen und zu bekehren? Lasst uns doch gemeinsam unserem Hobby frönen und nicht gegeneinander.:sbier:


    Warum schreibe ich das do ausführlich? Mir geht es im Forum um Spaß. Ich will reingehen, etwas lernen, mich unterhalten und vor allem will ich mich nachher besser gehen als vorher.


    In letzter Zeit war es leider anders herum. Ich ärgerte mich immer öfters, überhaupt reingeschaut zu haben. Eine aggressive Atmosphäre, mehr Gegeneinander, weniger Miteinander, unterschwellige und offene Beleidigungen.


    Geht es anderen auch so?


    Also habe ich versucht, weniger reinzuschauen und habe kaum noch geschrieben, obwohl ich einen neuen Anamorphoten habe. Ideen, wie ich mein Heimkino verändern will. Ich hätte einige Themen.


    Aber mir graut schon vor den gehässigen oder überheblichen oder nervigen Kommentaren und sinnfreien Diskussionen. Dann schreibe ich lieber nichts.


    Aber das kann ja auch keine Lösung sein.


    Wen der Umgangston hier auch stört, lasst Euch das nicht gefallen, lasst Euch das Forum und den Spaß nicht nehmen. Schreibt, wenn Euch der Umgangston stört. Meldet unkollegiale Beiträge. Und bleibt selber sauber, auch wenn andere manchmal unmöglich schreiben. Und ermutigt andere "vernünftige".


    Auf ein angenehmes, kollegiales und informatives Forum, das unser Leben bereichert und uns lächeln lässt.

    :sbier:

  • Ich schaue auch immer im englischen OT, wenn ich alleine bin. Mit der Holden natürlich die deutsche Synchro.


    Wenn ich immer bei der Sache bleiben muss und meine Aufmerksamkeit voll in Anspruch genommen wird, wenn gesprochen wird bin ich viel involvierter, als wenn die deutschen Worte von alleine ins Hirn strömen.

    Was ich auch feststellte, ist, dass vor allem ältere Filme d.h. 80er/70er oder noch älter, im OT viel besser altern, als mit schlechter deutscher Synchro.

  • Also suke ich muss echt mal sagen: Man kann es auch übertreiben, mit der eigenen Empfindlichkeit. Du schreibst, "heute" wären es immer einer gegen den anderen. Ich halte mal dagegen und schreibe, dass es "heute" immer so sein muss, dass es allen recht ist, alle beachtet werden müssen, man also beim Schreiben sich schon Gedanken um die verzweigtesten Empfindlichkeiten machen muss, die einer daraus wird ableiten können, etc. Macht mir dann so auch keinen Spaß mehr. Ich finde, man muss auch mal seine Meinung sagen können, ohne, dass alle gleich in Ohnmacht fallen, oder die Kriegsbeile auspacken.


    Ich beuge mich der Mehrheit, habe aber noch nicht heraus gefunden, wie die hier aktuell tickt. Am Ende nur noch selbst-zensiert zu posten, werde ich nicht machen. Wenn ich also das Weltbild stören sollte, kann ich meine Themen auch mit meinen Kumpels im Keller besprechen. Fänd' ich allerdings einen Verlust.

  • Also suke ich muss echt mal sagen: Man kann es auch übertreiben, mit der eigenen Empfindlichkeit. Du schreibst, "heute" wären es immer einer gegen den anderen. Ich halte mal dagegen und schreibe, dass es "heute" immer so sein muss, dass es allen recht ist, alle beachtet werden müssen, man also beim Schreiben sich schon Gedanken um die verzweigtesten Empfindlichkeiten machen muss, die einer daraus wird ableiten können, etc. Macht mir dann so auch keinen Spaß mehr. Ich finde, man muss auch mal seine Meinung sagen können, ohne, dass alle gleich in Ohnmacht fallen, oder die Kriegsbeile auspacken.


    Ich beuge mich der Mehrheit, habe aber noch nicht heraus gefunden, wie die hier aktuell tickt. Am Ende nur noch selbst-zensiert zu posten, werde ich nicht machen. Wenn ich also das Weltbild stören sollte, kann ich meine Themen auch mit meinen Kumpels im Keller besprechen. Fänd' ich allerdings einen Verlust.

    Und ich glaube, die Wahrheit liegt dazwischen. Aber ist auch wieder nur meine Meinung.


    Und was ich immer wieder schreibe: es fehlt das Gegenüber in echt. Ohne Stimmlage, Mimick und Gestik wird vieles überbewertet, was der andere vielleicht gar nicht so gemeint hatte.


    Und jetzt zitiere ich einen alten Lehrer vom Abi, stehe hinter euch, lege die Hände auf eure Köpfe und sage "Harmonie, Harmonie"


    Was man in seinem Leben alles erlebt.


    :rofl:

  • Vor allem stört mich an dieser Diskussion ein wenig, dass offenbar die O-Schauer hier als 'komische Vögel' apostrophiert werden, da man 'als Deutscher' logischerweise natürlich auch mit deutschem Ton hört. :think:

    Wenn meine (englischen) Sprachkenntnisse besser wären würde ich die Filme auch im (englischen) O-Ton schauen.

    Ich denke, dass es den meisten anderen, vermutlich sogar fast allen, die keinen O-Ton schauen, auch so geht.

    Die Vorteile von O-Ton wurden ja nun oft genug genannt und ich habe hier keine ernsthaften Beiträge gesehen, die diese in Abrede stellen.


    Was ich allerdings für völligen Unsinn halte ist das Argument, dass eine Synchro gegen die Intention des Regisseurs verstoßen würde.

    In analoger Weise dürfte man Bücher nicht in eine andere Sprache übersetzen weil das der Intention des Autors widerspräche.

    Ich denke, das Gegenteil ist der Fall und die weit überwiegende Mehrheit der Regisseure begrüßt es, dass damit mehr Menschen ihr Werk sehen werden.


    Es "Faulheit" zu nennen wenn man nicht entsprechende Anstrengungen unternimmt um sich die für O-Ton schauen erforderlichen Sprachkenntnisse anzueignen finde ich auch unangemessen (es regt mich aber nicht auf wenn atom das schreibt).


    Was vielen Nicht-O-Ton Schauern wohl gemeinsam ist ist die Abneigung gegen Untertitel.

    Für mich zerstören Untertitel die Immersion.

    Damit macht mir Film schauen schlicht und einfach keinen Spaß.

    Also mache ich es auch nicht.

    Es ist ein Hobby, das Spaß machen soll, und da findet jeder seinen eigenen Weg.


    Genau so ist es. Insofern finde ich die Versuche, die Gegenseite zu bekehren, so unnötig. Aber das ist in der heutigen Gesellschaft normal geworden. Gut-böse. Wahr-falsch. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Auf der Strecke bleiben das gegenseitige Verständnis und das angenehme Miteinander. Das ginge ich schade und in diesem überschaubaren Forum unnötig.


    Ich halte mal dagegen und schreibe, dass es "heute" immer so sein muss, dass es allen recht ist, alle beachtet werden müssen, man also beim Schreiben sich schon Gedanken um die verzweigtesten Empfindlichkeiten machen muss, die einer daraus wird ableiten können, etc. Macht mir dann so auch keinen Spaß mehr. Ich finde, man muss auch mal seine Meinung sagen können, ohne, dass alle gleich in Ohnmacht fallen, oder die Kriegsbeile auspacken.

    Ich kann beide Standpunkte verstehen und finde, dass beide auch ihre Berechtigung haben.

    Siehe auch frühere Diskussionen zu political correctness - wie viel Rücksichtnahme ist angemessen?

    Es ist ein schwieriges Thema ... und ich schwanke auch selbst zwischen beiden Standpunkten hin und her.

    Im Zweifelsfall entscheide ich mich im Hinblick auf das Gesprächsklima im Forum dafür, Formulierungen zu entschärfen und Eskalationen so weit wie möglich zu vermeiden.

  • Bei Büchern ist es halt nur der reine Text, bei Schauspielern ist das gesprochene Wort, Stimme, Dialekt, dazu passende Mimik und Gestik integraler Bestandteil des Schauspiels, und da bleibt eine Menge auf der Strecke bei einer Synchro.


    Und was entscheidend noch dazu kommt, ist dass man versucht, bei Synchros noch einigermaßen auf Lippensynchronität zu achten, daher ist man dort nicht so frei in der Übersetzung/Übertragung wie bei einem Buch.

  • Da gibt es eine recht einfache Lösung, wenn man gewillt ist einen Film zweimal zu schauen.

  • Aries Danke für den prima Post! Ich habe auch noch mal drüber nachgedacht und muss wohl noch öfter "Meiner Meinung nach" oder "Für mein Empfinden", etc. dazu schreiben. Für mein Empfinden (:big_smile:) ist das zwar etwas absurd, aber wenn einige Gemüter so arg empfindlich sind, sollte man sich in einem offenen Forum wohl tatsächlich danach richten oder ein eigenes aufmachen.

  • Ich kann beide Standpunkte verstehen und finde, dass beide auch ihre Berechtigung haben.

    Siehe auch frühere Diskussionen zu political correctness - wie viel Rücksichtnahme ist angemessen?

    Es ist ein schwieriges Thema ... und ich schwanke auch selbst zwischen beiden Standpunkten hin und her.

    Im Zweifelsfall entscheide ich mich im Hinblick auf das Gesprächsklima im Forum dafür, Formulierungen zu entschärfen und Eskalationen so weit wie möglich zu vermeiden.


    Hier kann ich nur zu 100% beipflichten. Jeder bemerkt wohl, dass die Stimmung in vielen Lebenslagen angespannt ist. Daher im Zweifel doch einfach mal etwas softer formulieren oder vielleicht auch einfach garnicht. Es mag für manche Harmoniesüchtig erscheinen oder als "Kinderkacke". Aber das Stresslvel ist scheinbar für viele einfach so hoch, dass sie keine Lust haben sich hier weiter gestresst zu fühlen, sondern hier einfach einen ruhigen und netten Gegenpol suchen. Das Fehlen der vielen sozialen Kontakte auf realer Ebene unterstützt auch, dass in viele Antworten, Dinge interpretiert werden, die vielleicht garnicht so gemeint sind. Daher ist es doch umso wichtiger wohlwollend und sauber zu formulieren. Dennoch muss sich da am Ende jeder an seine eigene Nase fassen. Wenn dann für sich jeder einen Weg findet, manches einfach mal etwas zurückzunehmen und die anderen auch mal das ein oder andere zu überlesen, sollte sich doch ein wohliges miteinander finden lassen. In diesem Sinne einen guten Start in die Woche :sbier:

  • Ich unterstelle immer nichts böses, dann geht es mir besser. Ich schiebe es auf unglückliche Formulierungen, Mal schnell nebenher auf dem Handy geschrieben und nicht nachgedacht, wie es wirken könnte und außerdem hat nicht jeder jeden Tag einen guten Tag und kann auch Mal brummig sein. Das übersehe ich dann freundlichst und allen ist geholfen.

  • Bei Büchern ist es halt nur der reine Text, bei Schauspielern ist das gesprochene Wort, Stimme, Dialekt, dazu passende Mimik und Gestik integraler Bestandteil des Schauspiels, und da bleibt eine Menge auf der Strecke bei einer Synchro.


    Und was entscheidend noch dazu kommt, ist dass man versucht, bei Synchros noch einigermaßen auf Lippensynchronität zu achten, daher ist man dort nicht so frei in der Übersetzung/Übertragung wie bei einem Buch.

    Seit ich einen Reader habe, lese ich alles auf Englisch (bis auf deutsche Autoren natürlich). Hier habe ich mein eigenes Tempo, kann Vokabeln nachschlagen und lese Sätze auch dreimal, wenn es sein muss. Beim lesen habe ich den Ehrgeiz, das zu verstehen und mich da durchzukämpfen. Beim Filme Schauen bringe ich diesen Ehrgeiz nicht auf, trotz verschiedner Anläufe. Und auch wenn bei einer Synchro vieles auf der Strecke bleibt ist für mich der Verlust im O-Ton größer und beim Film habe ich eben nicht mein eigenes Tempo. Ich beneide/bewundere daher die O-Ton-Schauer immer ein wenig, bin aber tatsächlich zu faul, mich hier genauso reinzuhängen, wie beim Lesen.


    Ich habe auch nicht das Gefühl, dass O-Töner (:zwinker2:) hier als komische Vögel hingehängt werden, andererseits sollten man das O-Ton-Schauen auch nicht als das Ideal hinstellen, dem jeder nacheifern sollte. Das leigt nun mal nicht jedem und es gibt ja zum Glück die Sychro. Ihr müsst mal den polnischen Ton ausprobieren, wenn er denn auf der Disk ist :shock:.

  • Ich schaue die Filme in der Regel in deutscher Sprache.

    Filme gucke ich oft, um meinen Kopf frei zu kriegen von Anstrengungen der Arbeit usw.


    Wenn ich mal in der Film-Originalsprache geschaut habe, dann nur, um bestimmte Passagen tonal im Original zu hören oder die echten Stimmen der Schauspieler mit der Synchronstimme vergleichen zu können.

    Das Schauen mit Untertiteln empfinde ich zum Einen als zu anstrengend und zum Anderen als ablenkend. Wenn ein Schauspieler spricht, dann ist die Gestik/Körpersprache oft wichtig.

  • Das Schauen mit Untertiteln empfinde ich zum Einen als zu anstrengend und zum Anderen als ablenkend. Wenn ein Schauspieler spricht, dann ist die Gestik/Körpersprache oft wichtig.

    Das finde ich auch.

    In schwierigen Passagen schalte ich UT ab und zu mal dazu (auf Englisch) - sobald eine Einblendung kommt werden meine Augen magisch auf den Text gezogen, vom übrigen Bild bekomme ich dann fast nichts mehr mit. Und ich neige dazu dann nur noch den Text zu lesen und fast gar nicht mehr auf das gesprochene Wort zu hören.

    Für mich persönlich ist O-Ton-Schauen mit UT also tatsächlich schlimmer als mit Synchro zu schauen.

  • Ich habe es mal bei mir beobachtet: Wir haben uns übers Wochenende einige Episoden der 3. Staffel der Serie "The Expanse" angeschaut. Der englische Originalton war für meine Frau und mich sehr gut verständlich, es wurde allerdings, gegenüber anderen Filmen, auch ausgesprochen deutlich gesprochen. Unsere Verständnisrate lag bei etwa +90 %.


    Im Nachgang viel mir auf, dass es ja in Deutschland mit den Synchronstudios einen eigenen Zweig in der Filmschaffenden Industrie gibt. Und die machen zum Teil, wie ich finde, einen prima Job! Bei "The Expanse" fiel mir der Charakter "Drummer", gespielt von Cara Gee, auf. Ihre Stimme hat den Charme der Sprachausgabe eines älteren Navigationssystems. Dies wird auch von der deutschen Synchronisation sehr gut so abgebildet. Auch andere "deutsche Stimmen" amerikanischer Schauspieler wie Robert de Niro, Bruce Willis oder Kiefer Sutherland treffen Tonfall, Redefluss und Akzentuierungen der Schauspieler sehr gut bzw. bilden die Attribute nach.


    Folgt man @kinodehemms Link, steht allerdings zu befürchten, das zukünftig Samuel L. Jackson, Laurence Fishburne oder Cuba Gooding Jr. in den deutschen Versionen ihrer Filme alle von Roberto Blanko gesprochen werden.

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