• Dazu habe ich viele Messungen mit unterschiedlichen entzerrungsansätzen durchgeführt. Mein Schluss war, dass bei iir filtern und identischem Endergebnis die phasenlage und das zeitverhalten am Ende identisch war, sofern der frequenzgang auch identisch war. Dabei war egal ob xo, peak, shelf, positive oder negative Filter nötig waren. Seitdem mache ich mir in dem Bereich nicht mehr so viele Gedanken. Ich Fülle ebenso eine senke nicht mit 3db auf, wenn nur 1,5db am Ende herauskommen. Gebe mich aber auch nicht der Illusion hin, dass ein absenken drumherum und ein nachträgliches anheben des gesamtpegels besser wäre.


    Ich glaube eure denkblockade liegt dabei, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von konsequentem eq Einsatz und daraus Resultierendem wirklich identischem Ergebnis haben und weiterhin, dass ihr auf den Raum betrachtet globaler denkt. So eine "hardcore" entzerrung macht wirklich nur für einen sehr kleinen abhörbereich Sinn :)

  • Der Frequenzgang und Phasengang stehen immer in einem festen Verhältnis zueinander. Insofern hat moe recht. Es ist egal, es kommt auf den FG an, der am Ende rauskommt. Solange wir von Minimalphasigen Systemen reden.


    Noch eine Ergänzung zu der Aussage von moe, wenn ich nur absenke, verschlechtere ich auch den Signal Rausch Abstand. Etwas, was man so gar nicht möchte.

  • Gestern habe ich dank Robert81 im work-delivery-Service einen T.Racks 4x4 bekommen und diesen auf Herz und Nieren durchgemessen und mit dem "kleinen" Mini-DSP verglichen (dazu an anderer Stelle mehr). In Zuge dessen habe ich die Nacht drei weitere messtechnisch denkbare Setups erstellt. Leider muss ich Timo zu Teilen recht geben, aber seht selbst.


    Das zuvor im Mini-DSP ermittelte Setup ergab sich mit ~15.75-16ms auch hier wieder. 16ms stellt dabei auch leider wirklich den Scheitelpunkt dar:



    Ein weiteres Setup ergibt sich bei 17.15ms (falsch beschriftet). Bei diesem schlägt die erste Mode wieder durch, dafür verläuft es oben rum messtechnisch deutlich besser.



    Das zweite Setup gefiel mir messtechnisch spontan wesentlich besser. Danach bin ich mit einem 20-120Hz-Signal durch den Raum gelaufen und musste feststellen, dass dieses aber überhaupt nicht funktioniert. Je nach Ort im Raum, dröhnt und wummert es oder die Tonalität verändert sich mit jedem Schritt.

    Kurzum es blieb das erste Setup (was von den Abständen auch logischer erscheint) stehen. Danach kam ich auf die Idee, einfach das hintere Array als Erreger herzunehmen und ein weiteres Setup zu bauen:



    Dieses vereint im Großen und Ganzen die Vorteile der anderen beiden Setups. Ein deutlich linearer Verlauf oben herum und eine kaum ausgeprägte Grundmode. Den EQ habe ich auch nur grob drüber geschmiert, da geht noch etwas. Beim durch den Raum laufen verändert sich die Tonalität auch kaum und es gibt nur wenige Stellen in denen es nur leicht unharmonischer wird. In der Summe erscheint mir das der Way-to-go.


    Daraus resultierend treffen sich auch Theorie und Praxis dahingehend wieder, dass es sinnvoll ist die Dämmung bevorzugt auf der Ebene zu verteilen, die am Ende auch absorbieren soll.


    Leider hat sich während der ganzen Messsessions ein Trafobrummen bei der Pronomic eingestellt, was ich in den kürzeren Tests vorher nicht wirklich wahrgenommen habe. Dieses scheint sich auch leise bis in die Speaker zu übertragen. Da muss ich mal schauen, wie ich das wieder lösen kann. Andere Steckdose oder Stecker drehen, hat daran erst einmal nichts verändert.

  • Kurze Erfahrungsergänzung noch von meiner Seite - es gibt auch schmalbandige Senken, wo anheben per EQ "verschwindet". D.h. +6dB eingestellt, messtechnisch macht das aber grade mal 1,5dB aus bzw. fällt im Wasserfall wieder super schnell ab. Ich habe jetzt die passende Physik nicht zur Hand, aber auch darauf sollte man immer ein Auge haben und es dann mMn. lassen. Oft messen sich solche extrem schmalbandigen Senken auch schlimmer, als sie sich anhören.

  • Leider muss ich Timo zu Teilen recht geben, aber seht selbst.

    Wieso denn leider:think:

    Ich glaube eure denkblockade liegt dabei, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von konsequentem eq Einsatz und daraus Resultierendem wirklich identischem Ergebnis haben und weiterhin, dass ihr auf den Raum betrachtet globaler denkt. So eine "hardcore" entzerrung macht wirklich nur für einen sehr kleinen abhörbereich Sinn :)

    Wer ist denn hier "eure" und "ihr"?


    Irgendwie haben die zwei Beiträge einen Faden Beigeschmack für mich:shock:

    Danach kam ich auf die Idee, einfach das hintere Array als Erreger herzunehmen und ein weiteres Setup zu bauen:

    Das hat bei mir leider aufgrund der identisch tiefen Ständerwerken nicht funktioniert.

    Dein hinteres ist ja nur 25cm tief, da treten solche Probleme wie zu lange Beugung nicht auf, sehr gut:respect:

    Wie ist es denn mit der Lokalisation des hinteren Arrays als Erreger, ich bin da eher ein Holzohr:beated:

  • Das leider bezieht sich darauf, dass eben kein besseres Ergebnis mit mehr Laufzeit zu erzielen ist.


    Im weiteren zitierten Bereich geht es nur darum zu verstehen, dass die Phase eine direkte Ableitung zum frequenzgang darstellt (soweit ich das in Erinnerung habe) . Ich bezog mich dabei auf die Bedenken deinerseits, die an sich ja korrekt sind, wenn es darum geht eine Resonanz nicht aufzufüttern. Wenn man jedoch einen komplett identischen frequenzgang herbeiführt, ist es egal ob schmalbandige auffütterung oder breitbandige Absenkung dazu genutzt werden. Das war weder ein Vorwurf noch sollte es einen Faden Beigeschmack haben, aber irgendwoher muss die unterschiedliche Ansicht / Erfahrung ja kommen, daher der einwurf welche Ursachen das sein können.


    Eine akustische Einschätzung der Ortung kann ich ohne speaker nur mit dem bass System so aktuell leider nicht geben. Ich arbeite quasi nur gerade vor.

  • Im weiteren zitierten Bereich geht es nur darum zu verstehen, dass die Phase eine direkte Ableitung zum frequenzgang darstellt (soweit ich das in Erinnerung habe) . Ich bezog mich dabei auf die Bedenken deinerseits, die an sich ja korrekt sind, wenn es darum geht eine Resonanz nicht aufzufüttern. Wenn man jedoch einen komplett identischen frequenzgang herbeiführt, ist es egal ob schmalbandige auffütterung oder breitbandige Absenkung dazu genutzt werden.

    Das ist korrekt.

    Auffüllen vor Resonanzlöchern ist sowieso eine zweifelhafte Sache. Das, was da gemessen wird ist eine Aufnahme am Mikrofonstandort. Einen Meter weiter sieht die Sache wieder anderes aus. Eine Gegenphasigkeit des Signals an der Stelle, wird nicht verschwinden, wenn man die ausbügelt. Bolle hat das ja auch schon festgestellt: 6dB rein und so gut wie kein Pegelgewinn. Schlussendlich werden nur die Bässe und Endstufen höher belastet. Und an einem anderen Hörplatz ballert es einem die Birne weg.


    VG

    Dieter

  • Das leider bezieht sich darauf, dass eben kein besseres Ergebnis mit mehr Laufzeit zu erzielen ist.

    Achso okay:)

    Naja komm, dass sieht selbst bei der 1. Variante schon sehr gut aus, versuche doch demnächst mal die senke mit verschiedenen Material herauszuhöhren, würde mich interessieren, auch mal an Stellen, wo die Senke nicht vorhanden ist, als Vergleich.

    Wenn man jedoch einen komplett identischen frequenzgang herbeiführt, ist es egal ob schmalbandige auffütterung oder breitbandige Absenkung dazu genutzt werden.

    Das hatte ich soweit nicht auf'n Schirm bzw. waren meine Vergleichsmessungen vermutlich nicht konsequent genug und unterschieden sich daher in Phase und Zeitebene.


    Eine akustische Einschätzung der Ortung kann ich ohne speaker nur mit dem bass System so aktuell leider nicht geben. Ich arbeite quasi nur gerade vor.

    Das wäre ja hier optimal wenn es nicht lokalisierbar ist:big_smile:


    Ich überlege meine Subs in der Front und Rückwand mal 20cm nach hinten zu schieben, mehr geht nicht ohne neue Gehäuse zu bauen.

    bleiben zwar immer noch 40cm Tiefe übrig, ist aber bei vielen Installationen unauffällig, erst wenn es darüber hinaus geht.

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