Lexicon MC-10

  • Sprich nur bei Atmos und evtl. DTS:X? Ein Upmix ist da nicht möglich? Eine gebrauchte steht aktuell für 4500,- in Kleinanzeigen. Da ist die Lexicon schon noch eine andere Liga aktuell. Die SDP-55 hat jedoch auch einige interessante Aspekte.

  • Guten Abend,


    Ich habe am Wochenende eine Lexicon MC-10 aus dem bekannten guten Online-Angebot bekommen und habe kleinere Probleme damit, vielleicht kann jemand helfen?


    Ich empfinde ein auffälliges Rauschen. Beim Ein- und Ausschalten von Dirac (Room EQ) während des Film fällt mir auf, dass mit aktiviertem Dirac das Rauschen viel deutlicher ist.

    Angeschlossen ist die Vorstufe über die Chinch-Ausgänge an eine Parasound Endstufe, die XLR-Ausgänge per Adapter auf Chinch rauschen unabhängig von der eingestellten Lautstärke konstant - das hatte meine bisherige Denon Professional Vorstufe nicht!


    Eingemessen habe ich mit einem UMIK-1 sowohl mit der auf der Lexicon Homepage angebotenen Dirac Live Version 1.2 wie auch der aktuellen 3.0.9 von der Dirac Homepage. Habe zufällig gemerkt, dass das verstellen der Höhen- und Bassregler im Menü das Rauschen noch verstärkt...


    Kennt jemand das Problem? Hatte längere Zeit einen MiniDSP nanoAVR, dass das Dirac Processing Rauschen verursacht wäre mir neu.


    Würde mich sehr über Tipps freuen, andernfalls müsste ich das Gerät innerhalb der 14 Tage wieder zurück schicken.


    Herzliche Grüße,


    Falko.

  • Also ich hatte bis Ende letzten Jahres die Arcam 390 mit DIRAC 2 und 11.1 Kanälen im Betrieb und bei DIRAC Aktivierung hat nie etwas etwas gerauscht !

    Ich würde vermuten, das Rauschen hat einen anderen Grund.

    Ist es den weg wenn Du DIRAC im Menü auf aus setzt ?

    Ich bin betrunken vom Kitsch und bitter vor Neid.

    Frag ich den Regisseur, sagt er:Es tut mir leid,

    Das alles ist doch nur zur Unterhaltung gedacht.

    Was kann ich dafür, wenn ihr daraus ein Drama macht ?!“


    Aus dem Lied "Kintopp" von Keimzeit 1990

  • Hast du denn LS mit einem aussergewöhlichen Wirkungsgrad an der Kombi hängen ( zB Druckkammerreiber oä mit +95dB/W)?

    An 'normalen' LS sollte Rauschen eigentlich in 2m Abstand kein Thema sein.

    Ich habe zwar Hornlautsprecher, aber nichts besonders empfindliches - JBL 8333 Kinolaitsprecher mit 1" Horn. Die rauschen insgesamt ein klein wenig mehr als andere Lautsprecher, war in meinem Setup aber noch nie ein Problem.



    Also ich hatte bis Ende letzten Jahres die Arcam 390 mit DIRAC 2 und 11.1 Kanälen im Betrieb und bei DIRAC Aktivierung hat nie etwas etwas gerauscht !

    Ich würde vermuten, das Rauschen hat einen anderen Grund.

    Ist es den weg wenn Du DIRAC im Menü auf aus setzt ?

    Ja genau, wenn ich über die Schnellwahltaste den Dirac Room EQ wegschalte, ist auch das Rauschen sofort weg. Ohne Dirac rauscht es auch nicht mehr als mit der alten Vorstufe auch - da muss man schon mit dem Ohr nah ran gehen!

    Nutze Dirac über den MiniDSP NanoAVR schon einige Jahre, mir ist nicht bekannt, dass der Mic Gain etc. während der Messung am Ende einen Einfluss auf das ausgegebene Signal hätte.


    Das Gerät gefällt mir ansonsten sehr gut, auch die klangliche Verbesserung durch die Dirac Einmessung hört man deutlich und sehr vorteilhaft. Würde es gern behalten, aber mit dem Rauschen ist das Gerät nicht zu gebrauchen. Habe im Netz auch nichts zu Rauschen bei Arcam oder Lexicon gefunden, scheint kein generelles Problem zu sein.


    Vielleicht hat noch jemand einen Tipp oder Idee?

  • Hallo zusammen,



    ich habe seit kurzem eine MC 10 bei mir und möchte kurz meine Eindrücke schildern.



    Zur Ausgangssituation: Ich betreibe seit 2015 eine Nakamichi AV1-Vorstufe in 7.1 an Studiomonitoren von KS Digital. Dazu ein „Pseudo“ DBA mit 4 Subs, die auf dem Boden stehen, gesteuert mit einer DCX. Die Subs sind selbstgebaut mit 15er Dayton-Chassis. Eine brauchbare automatische Einmessung bietet die Nakamichi nicht, allerdings hat sie umfangreiche PEQs für 5.1 Kanäle, die hinteren Surrounds müssen ohne Korrektur auskommen. Nach dem Umstieg von SVS Subs auf die selbstgebauten Daytons hat der Bass überraschend gut funktioniert, so dass ich eigentlich recht zufrieden war.



    Aber eben nicht so wirklich zufrieden. Ich höre gerne auch Musik und dabei hatte ich das Gefühl, dass da noch mehr gehen könnte/sollte. Bass war jetzt ok, aber ansonsten fand ich den Klang immer etwas flach/detailarm, schwer zu beschreiben. Daher habe ich immer mal nach anderen Vorstufen geschielt, musste mich aber mangels Budget immer zurückhalten. Nach allem, was ich in den bekannten Foren gelesen habe, war die Yamaha 5100 eigentlich gesetzt. Allerdings hat Dirac durchaus seinen Charme und die Preisentwicklung der Lexicon ging ja schon etwas länger in die richtige Richtung. Als es jetzt bei einem bekannten Händler in Berlin eine „Retoure“ gab, habe ich zugeschlagen.



    Die Nachteile der Vorstufe sind ja hinlänglich bekannt und diskutiert: LFE-Bug habe ich gleich mal verifiziert. Auch der Umstand, dass man nur einen Speicherplatz für einen Dirac-Filter hat, ist ärgerlich.


    Die Bedienung fand ich anfangs (und eigentlich immer noch) etwas gewöhnungsbedürftig. Ich wollte natürlich schnell mal austesten und habe die Mains und meine Squeezebox drangehängt. Nachdem ich das verkabelt hatte, habe ich ca. 30 Minuten gebraucht, bis ich tatsächlich einen Ton herausbekommen habe, weil die Fernbedienung so ihre Eigenheiten hat und man über das Display und die Tasten an der Front das Menü nicht richtig bedienen kann (oder ich auch dazu zu unfähig war). Mal haben bestimmte Tasten der Fernbedienung reagiert, dann wieder nicht, ich bin fast wahnsinnig geworden. Klassisches RTFM-Problem, bin dann zufällig auf den Grund gestoßen.



    Mit Klangvergleichen ohne die jeweiligen Korrektur-Möglichkeiten habe ich mich nicht lange aufgehalten, schließlich wird im Normalbetrieb immer korrigiert. Und hier macht Dirac natürlich den Unterschied. Es hat etwas gedauert, aber inzwischen habe ich eine Einstellung gefunden, die mehr als eine Halbwertzeit von einigen Stunden haben sollte.



    Ein Problem für mich war am Anfang, dass Dirac mein DBA fast immer invertiert einmisst. Ein weiteres Problem (okay, das sind Herausforderungen und keine Probleme) ist, dass die Einmessung einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis hat. Also die Frage, wie viele Messpunkte ich nutze und wie ich diese Messpunkte um den MLP verteile. Und auch wie laut ich den Bass im Vergleich zu den restlichen Lautsprechern einmesse. Das Thema Zielkurve ist dann noch mal eine völlig neue Baustelle. Das ist eine riesige Spielwiese und hier ist der eine Speicher, den die Lexicon hat, ein riesiger Nachteil, wenn man systematisch Erfahrungen sammeln und optimieren möchte.



    Nach dem zähen Ringen am Anfang und einer steilen Lernkurve bin ich jetzt erst mal klanglich so zufrieden, dass ich die Lexicon auf jeden Fall behalten werde. Musik macht deutlich mehr Spaß und in Bezug auf den LFE-Bug könnte ich im Augenblick (noch) nicht behaupten, dass mir im Film etwas fehlt. Diverse Testszenen (John Wick!) lassen da nichts vermissen und Dune gestern Abend war auch nett.



    Insofern bin ich also erst mal happy, man muss aber wissen, auf was man sich einlässt. Für den ursprünglich aufgerufenen Listenpreis sind die „Macken“ eigentlich nicht tolerabel, für weniger als 1/3 des Neupreises vom Händler mit 5 Jahren Garantie ist das für mich ein guter Einstieg in die (Vorstufen-mit-)Dirac-Welt.

  • Stimmt, aber den 10-fachen Preis der Nakamichi habe ich auch nicht gezahlt. Die technisch gleiche Nachfolgerin von IOTAVX wurde ja am Ende für 800 € angeboten und dazu ist es etwas mehr als Faktor 2. Dafür gibt es Dirac plus Atmos, also für mich ok.


    Thorsten, mal wieder Treffen gerne, da wird aber ein Termin nicht ausreichen :zwinker2:

  • Die Bedienung fand ich anfangs (und eigentlich immer noch) etwas gewöhnungsbedürftig. Ich wollte natürlich schnell mal austesten und habe die Mains und meine Squeezebox drangehängt. Nachdem ich das verkabelt hatte, habe ich ca. 30 Minuten gebraucht, bis ich tatsächlich einen Ton herausbekommen habe, weil die Fernbedienung so ihre Eigenheiten hat und man über das Display und die Tasten an der Front das Menü nicht richtig bedienen kann (oder ich auch dazu zu unfähig war). Mal haben bestimmte Tasten der Fernbedienung reagiert, dann wieder nicht, ich bin fast wahnsinnig geworden. Klassisches RTFM-Problem, bin dann zufällig auf den Grund gestoßen.

    Wie Du im Thread lesen kannst, hatte ich die MC-10 ebenfalls zum testen hier. das Problem mit der subjektiv unsystematisch reagierenden Fernbedienung hat mich auch sehr gestört. Du schreibst, dass Du den Grund zufällig gefunden hast? Darf ich fragen, welcher das war?

  • Guten Morgen Falko,


    die Fernbedienung von der Lex ist lernfähig. Hier sind standardmäßig schon irgendwelche Geräte hinterlegt. Wenn man jetzt eine Quelle wählt, z.B. CD oder BD, glaubt die Fernbedienung, dass sie jetzt einen CD- oder BD-Spieler aus dem Hause Lexicon ansprechen soll und stellt die Tastenbelegung um. Das betrifft nicht alle Tasten, unter anderem aber das Steuerkreuz. Irgendwann habe ich halt etwas genervt angefangen, wahllos irgendwelche Tasten zu drücken und habe herausgefunden, dass ich die Vorstufe wieder bedienen kann, wenn ich die Taste AMP drücke. Natürlich war das anfangs ein Zufallstreffer und dann ging wieder nichts mehr. Hat etwas gedauert, bis ich das eindeutig dieser Taste zuschreiben konnte :silly:. Das steht natürlich auch in der Anleitung auf Seite 20, aber mit sowas rechnet man ja nicht.


    Nachdem ich mich vorgestern mal wieder über die Fernbedienung meines Panasonic 424 geärgert (u.a. Netflix-Taste) und ich keine Harmony oder sonstige andere Lösung habe, werde ich mich damit wohl noch einmal intensiver auseinandersetzen.


    Ansonsten bin ich nach wie vor happy, Dein Rauschen konnte ich zum Glück nicht nachvollziehen. Hat der Händler sich dazu noch geäußert?

  • Morgen Thomas,


    das mit dem Rauschen konnte ich später aufklären, nachdem ich eine Rotel RSP1576 MKII Vorstufe mit Dirac zum Testen hier hatte. Nachdem diese ebenfalls mit eingeschaltetem Diracfilter rauschte war mir klar, dass es nicht an der Lexicon gelegen hatte, sondern ich hier ein anderes Problem habe.

    Nach langem Austesten war es am Ende ein "ganz einfaches" Problem in der Gain-Struktur. Wenn ich manuell alle Pegel auf +8 bis 10 dB stelle, rauscht es kaum noch - ein klein wenig mehr Rauschen ist bei Hornlautsprechern ja nicht zu vermeiden. Bei aktiviertem Dirac setzt die Software die Pegel alle auf fast 0 dB zurück :think:. Das ist mir beim Hören gar nicht so aufgefallen, sondern erst mit Pegelmessgerät. Das Experimentieren mit den Pegeleinstellungen vor/während der Diraceinmessung hat leider nichts gebracht, bei aktiviertem Dirac kann ich auch nichts mehr an den Einstellungen zu Pegel und Abstand vornehmen, Dirac ist da leider sehr restriktiv.

    Ich habe mir dann (nicht nur deshalb) die Rotel RSP1576 in der MKI Variante gekauft, in der statt Dirac ein Equalizer implementiert ist, ich aber alle Pegel manuell einstellen kann und die volle Kontrolle habe :respect:

    Klingt traumhaft gut, und am Equalizer war ich noch gar nicht!


    Gruß,


    Falko

  • Hi Falko,


    also bei der Lexicon kann ich auch bei aktivem Dirac noch Pegel und Abstand der Lautsprecher einstellen, da ist nichts ausgegraut. Finde ich auch sehr hilfreich zur Nachbesserung der Anbindung der Subs. Auch sonst sind mir bisher keine Bugs aufgefallen. Sie vergisst auch nichts, obwohl ich immer alles per Funksteckdose komplett vom Strom trenne. Ich habe nur jetzt einen leisen Brumm von Sat-Receiver. Der ist aber eh ein Relikt aus alten Zeiten und fliegt dann eben raus.


    Glückwunsch zur Rotel, die hat mich auch mal interessiert. Allerdings hat die keine symmetrischen Ausgänge, da hätte ich alles mit Adaptern anschließen müssen, das war dann nichts für mich.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!