• Es gibt ja von Lynch Dune auch noch eine Langfassung mit über 180 min

    Die ist aber von "Alan Smithee"... also Lynch hat sich da distanziert.

    Ich hoffe ja, die 180min Version ist in dem super-duper-über-UHD-Paket in ansehnlicher mit Fassung drin.

    Darum ist die wohl nicht bei der neuen Disc dabei.


    Tatsächlich ist das ein Muster, wer die alte Version kannte und gut gefunden hatte, der hat heute wohl Probleme mit dem neuen.

    Wer den alten nicht kennt und den nach dem neuen kuckt, wird wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen...

  • Die ist aber von "Alan Smithee"... also Lynch hat sich da distanziert.

    Darum ist die wohl nicht bei der neuen Disc dabei.


    Tatsächlich ist das ein Muster, wer die alte Version kannte und gut gefunden hatte, der hat heute wohl Probleme mit dem neuen.

    Wer den alten nicht kennt und den nach dem neuen kuckt, wird wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen...

    "Alan Smithee" kommt immer dann zum tragen, wenn der eigentliche Regisseur eines Filmes nicht genannt werden will. In diesem Fall also Lynch. In der Filmgeschichte stolpert man also immer mal wieder über den fiktiven Smithee, wenn Regisseure sich von ihrem Film distanzieren und nichts damit zutun haben wollen ...


    Und nein, natürlich sind sämtliche drei Schnittfassungen inkl. der hier diskutierten TV-Adaption von Dune in der Ultimate Edition von Kochfilms enthalten. Allerdings nur der Kinocut als UHD, der Rest erstmals auf Blu-ray.

  • Zitat

    Passt zu (Hör-)Büchern, aber in Filmen möchte ich Dinge "sehen"...


    ..geht mir ähnlich..

    Und allzuviel 'voice from behind' geht meist auch mit richtig flachen 'wannabe-Meisterwerken' Hand in Hand, bei denen entweder das Budget oder die Fantasie von Drehbuchautor oder Regisseur doch sehr limitiert waren..


    Dennoch hoffe ich, dass mich der Film nicht enttäuschen wird..:think:


    - die oben angesprochene, eigentlich nicht vorhandene Bildqualität des Lynch-Films war damals auch mit ein Grund für meinen doch eher negativen Eindruck der Verfilmung.

  • - die oben angesprochene, eigentlich nicht vorhandene Bildqualität des Lynch-Films war damals auch mit ein Grund für meinen doch eher negativen Eindruck der Verfilmung.

    Ich habe ihn seinerzeit noch im Kino gesehen. Mein Eindruck war deshalb auch nicht besser, was aber nicht heißen soll, dass er besonders schlecht wäre. Lynch ist halt mMn ungeachtet seiner sonstigen Qualitäten nicht erste Wahl für so ein Werk (gewesen).

  • Sowas hasse ich ja in Filmen.:shock::zwinker2:


    Finde ich schwer unfilmisch. Passt zu (Hör-)Büchern, aber in Filmen möchte ich Dinge "sehen"...

    Außerdem wirkt es oft "faul" ... so als würde bei einem Konzert jemand die Noten vorlesen statt sie zu spielen. :byebye:

    Ist halt sehr buchgenau, das auch so zu machen. Der neue Film lässt mMn vieles davon schlicht weg, was es mMn ohne Kenntnis des Buchs oder alten Films nicht gerade einfach(er) macht, dem Ganzen zu folgen.

    Tschau

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  • Ist halt sehr buchgenau, das auch so zu machen. Der neue Film lässt mMn vieles davon schlicht weg, was es mMn ohne Kenntnis des Buchs oder alten Films nicht gerade einfach(er) macht, dem Ganzen zu folgen.

    "buchgenau" (in diesem Sinne) ist aber halt kein besonderes Qualitätsmerkmal für einen Film (ebensowenig wie "Cinemascope"). :rofl:

    Im Gegenteil: Buch und Film sind so unterschiedliche Medien, dass es selten einem Film guttat, "buchgenau" zu sein.

    Allein schon die "Rezeptionszeit" (~2 Stunden vs 20 - 200 Stunden) macht eine Fokussierung (= Ausblenden bestimmter Aspekte) notwendig.

    Einiges kann man durch "visuelles Erzählen" aufholen, aber trotzdem bleibt eine große Lücke.


    Ein Film kann mMn nur in dem Sinne "positiv buchgenau" sein, dass er die Stimmung eines (guten) Buches wiedergibt - das ist aber gerade nicht durch "Worttreue" zu erreichen.


    Wie schon erwähnt: Auch als Nichtkenner von Buch und Lynchversion hatte ich überhaupt keiie Schwierigkeiten, der neuen Fassung zu folgen.

    Ich vermute, diese "Befürchtung" ist letztlich wieder nur eine Ausprägung von:

    ...

    Mir scheint hier tatsächlich ein Problem zutage zu treten, das die Fans der Bücher und des Lynchs haben: Sie möchten, dass alles, was sie kennen, im Film vorkommt ...

    :zwinker2:

  • Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum hier immer wieder behauptet wird, dass Lynchs Vorlage näher am Buch sei wie die Neuverfilmung. In der Summe ist nämlich das Gegenteil der Fall. Das zeigt sich nur schon in vielen kleinen Details, die Villeneuve gekonnt einwebt und den Buchkennern ein verzücktes Schmunzeln ins Gesicht zaubert.


    Und Lynchs Version entfernt sich gerade im Schlussakt dann doch massiv vom Buch weg. Wie Villeneuve dies lösen wird, kriegen wir hoffentlich zu sehen.


    Ja, ich bin eigentlich nicht erstaunt, dass hier doch viele negative Stimmen zu finden sind. Es ist halt forderndes und somit mutiges Kino, was halt nicht jedem gefällt. Für mich ist’s eine Wohltat, wenn ich mir vor Augen führe, wieviel Murks Hollywood die letzten Jahre immer wieder nach der gleichen Routine produziert hat.


    Bleibt nur zu hoffen, dass dieses intelligente Stück Kino kommerziell belohnt wird und nicht gleichermaßen absäuft wie Bladerunner 2049.


    Deshalb, all jene, die ihn noch nicht gesehen haben, lasst euch bloss nicht entmutigen von negativen Meinungen hier und macht euch euer eigenes Bild im Kino. Denn dort hin gehört der Film nun mal.

  • ...

    Ja, ich bin eigentlich nicht erstaunt, dass hier doch viele negative Stimmen zu finden sind. Es ist halt forderndes und somit mutiges Kino, was halt nicht jedem gefällt. ..

    Ich bin auch nicht erstaunt darüber .... aber schon darüber, dass sie im Wesentlichen aus der Ecke der Buch- & Lynchfans kommt, denn gerade die stehen ja auf "Forderndes und somit Mutiges".


    (es gibt aber natürlich auch diesen "Einmal-Mut", der später langsam in Nostalgie kompostiert - ich selbst höre heute immer noch dieselbe Musik, die mich vor 30 Jahren forderte und Mut verlangte; aber seitdem auch nichts Neues mehr :mad:)

  • Ich bin auch nicht erstaunt darüber .... aber schon darüber, dass sie im Wesentlichen aus der Ecke der Buch- & Lynchfans kommt, denn gerade die stehen ja auf "Forderndes und somit Mutiges".

    Die Liebhaber der Lynchversion wollen hier nicht gescholten werden. Ich liebe Lynch‘s Dune und hab mit dem Film seit rund 35 Jahren eine sehr tief verwurzelte emotionale Bindung.


    Ich würde mir persönlich aber keinen Gefallen machen, beide miteinander vergleichen zu wollen. Zu unterschiedlich sind die beiden Ansätze und die der jeweiligen Zeit geschuldeten Inszenierungsstile. Beide funktionieren auf ihre Art ganz wunderbar und beide haben ihre Existenzberechtigung. Lynch setzt halt mehr auf ‚Spektakel‘. Das kann durchaus zu Irritationen führen bei der Neuverfilmung, da Villeneuve den Pomp bewusst vermeidet. Gerade bei einer Produktion dieser Größenordnung kann das den Mainstream (nicht abschätzig gemeint) eben durchaus vor den Kopf stossen. Umso erstaunlicher, dass Warner grünes Licht gab für diese Art der Inszenierung. Ein Hoffnungsschimmer, der das von mir geglaubte und für tot erklärte Hollywood Bombastkino neu belebt.

  • Ich finde sowieso, dass man frühere Verfilmungen mit aktueller Verfilmung besser nicht vergleicht. Ich muss dazu sagen, dass ich den neuen noch nicht gesehen habe und sowieso warte, bis er auf Scheibe rauskommt. Ich erwarte halt von einer Buchverfilmung, dass er Inhalt und Stimmung des Buches so rüber bringt, dass man (oder ich) die Verfilmung als gelungen bezeichnen kann. Dabei kommt es nicht auf die wortgetreue Übertragung von Buch auf die Leinwand an, sondern das Gefühl einen guten Film gesehen zu haben, der mich letztendlich genauso mitgenommen hat wie seinerzeit der Lesestoff.

    Das Buch hat mich in eine Welt eintauchen lassen, die i.W. in meinem Kopf entstand, wobei das Geschriebene die Vorlage lieferte. Herbert hat es geschafft, die Phantasie anzuregen und ich hatte demzufolge auch recht klare Vorstellungen über Handlung und vor allem den Protagonisten.

    Ein Film sollte es schaffen, diese Vorstellungen so gut wie möglich wiederzugeben und dazu noch handwerklich gut sein, womit ich jetzt nicht unbeding Tricktechnik/CGI meine.

    Das ist m.E. beispielsweise bei "Herr der Ringe" gelungen, auch wenn es inhaltlich einige Abweichungen vom Buch (bzw. den drei Büchern) gab, aber immerhin die Geschichte glaubwürdig wiedergegeben hatte (und ich hatte die Bücher mindestens fünf mal gelesen und glaube die Unterschiede zu kennen).

    Das hat m.E. der Lynch-Film von 1984 aber nicht geschafft, ich fand ihn sogar handwerklich eher schlecht... und ob es der neue schafft, und zwar nur für mich, werde ich dann sehen wenn er in meinem Kino läuft.


    Paul war eher ein Abklatsch von dem Paul, den ich im Buch kennengelernt hatte. Die Fremen waren bei weitem nicht so geheimnisvoll wie im Buch und gar schrecklich fand ich die Harkonnen-Brut, insbesondere den Baron Harkonnen, der im Film zwar eher eklig dargestellt wurde, aber bei weitem nicht so bösartig und verschlagen wie im Buch beschrieben. Ich könnte das beliebig fortsetzen. Einzig die Umsetzung der Kulissen mit seinem barocken Erscheinungsbild hatt m.E. was und auch die körperliche Entwicklung der Navigatoren war zumindest interessant.

    Insgesamt war der Film typischer Hollywood-Abklatsch und der Versuch, ein im Grunde unverfilmbares Buch in einen Film zu quetschen. Ich erwähnte wohl, dass ich seinerzeit das Kino verlassen hatte und einen kürzlichen Versuch mir diesen Film wieder anzusehen, abgebrochen hatte.

    Dieser Film orientiert sich an der Geschichte des Buches, ohne ihm jedoch gerecht zu werden.


    Ich werde mir den neuen Film natürlich ansehen und auch offen daran gehen. Dass ich das Buch zum letzten Mal gelesen habe, liegt satte 30 Jahre zurück, von daher sind mir viele Dinge nicht mehr ganz so präsent.

    Wenn der Film glaubwürdig die Erzählung des Buches wieder gibt und technisch sowie schauspielerisch gut verarbeitet ist, wie i.Ü. auch Einige erzählen, dann "verzeihe" ich auch die eine oder andere Ungenauigkeit.


    BTW: am kommenden Freitag startet bei Apple+ die Verfilmung von "Foundation"... auch hier ist die Erwartungshaltung hoch, denn das Buch (bzw. die Buchreihe) ist der absolute Hammer

  • Also dem neuen DUNE würde ich sicher vieles attestieren, aber MUTIG oder FORDERND wäre ganz sicher nicht mal im Ansatz auf der Liste.


    "Mutig", wenn man das überhaupt so nennen mag, ist mMn höchstens die Tatsache, dass sich Villeneuve an den Stoff an sich gewagt hat. Mutige Ideen oder Umsetzungen habe ich dagegen nicht eine ausgemacht. Fast würdest Du an dem Film als "mutig" bezeichnen?


    "Fordernd"? selbe Frage. :zwinker2:


    Gut, ich kenne natürlich die Story, von daher schwer zu sagen, wie er für den unbedarften Zuschauer wirkt. Ich persönlich finde aber, dass der alte Film mehr dazu auffordert, konzentriert dran zu bleiben.

    Tschau

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  • Ich war gestern im Kino und gebe ihm auch 10/10 Inhalt und Ton, Projektionsqualität war in dem Kino ok, aber weit weg vom IMAX Doppel 4k, bei meinem letzen Kinobesuch vor fast 3 Jahren...

    Klar sehr vieles in der Ästhetik des Film erinnert an Blade Runner 2049, den ich auch grossartig fand.

    Kann nur jedem empfehlen sich im KINO , mit der grösstmöglichen Leinwand , selbst ein Bild von dem Film zu machen, solange er dort läuft, Stichwort Bond 30.9.


    Einziges Haar in der Suppe ist, das er als Part one endet und man will wissen wie es weiter geht...

    Ich bin betrunken vom Kitsch und bitter vor Neid.

    Frag ich den Regisseur, sagt er:Es tut mir leid,

    Das alles ist doch nur zur Unterhaltung gedacht.

    Was kann ich dafür, wenn ihr daraus ein Drama macht ?!“


    Aus dem Lied "Kintopp" von Keimzeit 1990

  • Hat uns heute sehr gut gefallen - 8,5/10, vielleicht nach der zweiten Sichtung zuhause dann 9/10. Toller Look und die Geschichte wurde mal so erzählt, dass ich keine Mühe hatte sie (als Nicht-Kenner des Buches) zu verstehen. Insgesamt minimal lang, aber dadurch auch schön epische Momente.

  • Dune - Part 1 (2021)


    So allmählich arbeite ich die Filme ab, die ich schon lange sehen wollte und nach Der Rausch und The Father, war nun auch Dune dran.

    Zu erst einmal: Ich habe weder den Roman gelesen, noch kenne ich David Lynch‘s 80er Jahre Verfilmung.

    Jardowski‘s Doku habe ich vor einige Jahren gesehen, aber ich kann jetzt nicht sagen, dass mich das nennenswert beeinflusst hat.


    Jedoch bin ich ein großer Fan von Denis Villeneuve. Prisoners gehört zu meinen liebsten Thrillern. Außerdem beweist er in Arrival, Enemy und Prisoners, dass Symbolismus zu seinen Stärken als Regisseur gehört.

    Blade Runner 2049 war stilistisch einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Extrem ästhetisch ansprechend, tolle Musik.

    BR49 habe ich viel zu lange nicht gesehen und muss das dringend mal wieder machen!


    Zu Dune (2021):


    Positiv:

    - Der Film ist ästhetisch toll gemacht. Auf der Skala von modernen Sciencefiction-Filmen ist er wohl einer der schönsten und zeitlosesten Filme. Avatar fand ich damals schon grausam hässlich und er ist genau so schlecht gealtert wie erwartet. Die Disney Marvel Filme fand ich auch alle optisch ziemlich schwach. Die Disney Star Wars Filme fand ich da schon einiges besser.

    Aber Dune ist hier neben Interstellar so ziemlich das Beste, was ich bislang gesehen habe. Nicht bunt und matschig, sondern crisp und ominös. Total mein Ding.


    - Ich habe, wahrscheinlich wieder seit Interstellar, wohl keinen so ambitionierten Film gesehen. Die Kulissen sind gigantisch, Wetter und Umwelt wirkt natürlich und glaubhaft. Ich war einfach echt beeindruckt, was hier für ein enormer Aufwand betrieben wurde. Großes Lob!


    - mir gefallen die kulturellen Implikationen. Das Kostüme, Schmuck, Architektur, Waffen und Sprache der arabischen Kultur nachempfunden wurde, gefällt mir durchaus gut.


    - Grundsätzlich ist die Idee und das Setting des Films spannend und interessant.


    - leider habe ich den Film bislang nur auf deutsch gesehen und kann daher die schauspielerische Darbietung nicht vollends bewerten. Jedoch gefielen mir besonders Tim Chalamet und Rebecca Ferguson extrem gut. Sehr glaubwürdig, emotional. Sehr überzeugende Darbietung. Auch sind diese die beiden Charaktere, die den Film für mich weitestgehend getragen.


    - Gutes 3D, dass nicht zu aufdringlich war und das Erlebnis verbessert hat (leider war im Cinestar das Bild aber oft relativ unscharf und die Nachtszene war mir „zu dunkel“ bzw. Zu kontrastarm - würde das dann nochmal im Kino bewerten).


    Negativ:


    (Erstes) Fazit:

    Ein optisch fantastischer Film, der wirklich enorm ambitioniert ist, dem es für mich aber an Richtung und Tiefe fehlt.

    Auch finde ich, dass für einen Denis Villeneuve Film relativ wenig mit Symbolismus gearbeitet wird. Jedoch schließe ich nicht aus, dass mir Details entgangen sind, die den Film in meinem Ansehen steigen lassen. Stand jetzt bin ich eher zwiegespalten.


    Vorläufige Note: 6.5/10

  • Puh...ich mache mir zumindest mal ansatzweise die Mühe, wenngleich es wohl schneller ginge, du würdest das erste Buch lesen :mad:

    Ich lasse das mal im Spoiler, da auch die Antworten viel spoilern.



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