Planungs- und Bauthread erstes Heimkino

  • Herzlichen Dank und freut mich, wenn meine ausführliche Beschreibung für euch interessant ist. Will ja nicht langweilen. :beated: Geht auch demnächst weiter, da die ersten drei Boxen nun fertig montiert sind... :mad:

    Ich bin gerade in der Planungsphase und lese Bauthreads. So eine ausführliche Beschreibung hilft sehr!

    Ich werde versuchen auch etwas zu dokumentieren. Befürchte aber, dass ich dafür zu chaotisch bin ;-)

  • Da isser: der Erstgebohrene!


    Es ist wieder eine Weile vergangen, aber natürlich hat es in der Zwischenzeit Fortschritte gegeben: die erste Box ist fertig! Naja, streng genommen mittlerweile die ersten drei. :)


    Zur Fertigstellung waren noch einige, meist sehr überschaubare Schritte auszuführen:


    Frontplatte anleimen

    Nachdem die Box im letzten Schritt mit Dämpfungsmaterial befüllt wurde, kam nun die Frontplatte drauf. Im wesentlichen wurde wieder verschraubt, zusätzlich habe ich an den Versteifungspunkten vorsichtshalber noch ein paar Zwingen verwendet:



    Praktisch bei den Wolfcraft-Zwingen, dass man sich per Adapter aus zwei (zu kurzen) Zwingen eine lange Zwinge bauen kann. :) Der mögliche Anpressdruck ist zwar geringer als bei „normalen“ Zwingen, aber für meine Zwecke vollkommen ausreichend.


    Und es ist immer gut, seine diversen Holzreste aufzubewahren. Man weiß nie, wofür man sie noch gebrauchen kann: :byebye:



    Bündigfräsen:

    Da ja bei den ersten beiden Boxen die Seitenwände ca. 1 Millimeter zu kurz waren, musste der Überstand der Rück- und Frontwand per Bündigfräser entfernt werden:



  • Schrauben ersetzen:

    Damit die Front gescheit lackiert werden konnte, kamen die Schrauben der Frontplatte raus, die Löcher wurden auf 8 mm aufgebohrt, mit etwas Holzleim gefüllt und Holzdübel eingesetzt:



    Nachdem der Leim getrocknet war, wurde der Überstand der Holzdübel abgesägt und dann mit der Platte bündig geschliffen:



    Wobei ich zugeben muss, dass ich mit meinem Schleifergebnis nicht hundertprozentig zufrieden bin: Dübel und Frontplatte soweit anzuschleifen, dass sie sich wie eine einheitliche Ebene anfühlen finde ich sehr schwierig. So bleibt dann doch oft eine eine kleine Unebenheit, die man schlimmsten falls auch nach dem Lackieren noch leicht sieht.


    Außerdem kam es beim Aufbohren der Schraubenlöcher immer mal vor, dass auf der Oberseite kleiner Holzausriss aufgetreten ist, so dass die Oberfläche am Rand nicht mehr ganz plan war. Auch das sieht man nach dem Lackieren durchaus noch. Ich habe mir dann damit beholfen, dass ich beim Bohren ein flaches Stück Restholz oben drauf gelegt habe, um so den Ausriss möglichst zu verhindern.


    Von daher ist die Variante „Schrauben und dübeln“ zwar eine günstige Lösung, aber wenn man sie wirklich gut hinbekommen will, auch eine recht aufwändige. Oder ich brauche mal einen Bohr- und Schleifkurs. :beated:


    Kantenbearbeitung:

    Da ich die harten Kanten der Box sehr unangenehm fand, habe ich sie mit einem 45°-Fräser fix abgefräst:


  • Servus, schön zu sehen, wie liebevoll du da ran gehst. Auf dem Deckfurnier auf der Front hast du einen Patch mit auf der Außenseite der eingesetzt wird, wenn da vorher ein Astloch war. Da kannst du beim Bauen direkt drauf achten, dass auf die Innenseite zu setzen oder auf ein anderes Bauteil (Rückwand z.B.). Weiterhin hoffe ich, dass die Holzdübel aus dem gleichen Material, wie die das MPX ist. Aufgrund der anderen Faserrichtung werden die sich aber wohl leider so oder so mit der Zeit wieder absetzen. Wenn du die Oberfläche lackieren willst, ist zu überlegen, ob du nicht einfach noch 2-3mm HDF vollflächig aufleimst, dann kannst du die Schrauben auch einfach drunter lassen.

  • Lackieren:

    Danach wurde mit Warnex schwarz lackiert, zwei Schichten, mit Strukturwalze:



    Da die Boxen später allerhöchstens nur mit der Front zu sehen sein werden, reicht mir diese nur teilweise Lackierung.


    Aber wie gesagt: zum Teil lassen sich die Dübel und kleine Ausrissfehler unter dem Lack noch leicht erkennen. Andererseits wird sie keiner mehr sehen, wenn die Lautsprecher später hinter Leinwand oder Stoffbespannung verschwinden, daher geht das Ergebnis für mich in Ordnung.

    Einbau Neutrik-Buchse:

    Nun kam die Neutrik-Buchse an die Reihe. Damit die Buchse das Loch in der Rückwand möglichst dicht verschließt, wurde sie mit Dichtband umwickelt:



    Verwendet habe ich dazu ein selbstklebendes EPDM-Dichtband 20 mm x 1 mm: https://www.amazon.de/gp/product/B07KDC1WB1


    Dann mit liebevollem Druck in das Rückwand-Loch gepresst und festgeschraubt:


  • Servus, schön zu sehen, wie liebevoll du da ran gehst. Auf dem Deckfurnier auf der Front hast du einen Patch mit auf der Außenseite der eingesetzt wird, wenn da vorher ein Astloch war. Da kannst du beim Bauen direkt drauf achten, dass auf die Innenseite zu setzen oder auf ein anderes Bauteil (Rückwand z.B.). Weiterhin hoffe ich, dass die Holzdübel aus dem gleichen Material, wie die das MPX ist. Aufgrund der anderen Faserrichtung werden die sich aber wohl leider so oder so mit der Zeit wieder absetzen. Wenn du die Oberfläche lackieren willst, ist zu überlegen, ob du nicht einfach noch 2-3mm HDF vollflächig aufleimst, dann kannst du die Schrauben auch einfach drunter lassen.

    Moin! Ja, das stimmt, das hatte ich bei zumindest bei der ersten Front nicht beachtet. Bei den restlichen dürfte es aber keine sichtbaren Patches auf der Front geben.


    Die Holzdübel sind "natürlich" nicht aus dem selben Material: MPX ist Birke, die Dübel Buche. Darauf habe ich ehrlich gesagt nicht geachtet bzw. Amazon hat mir auch erst mal Buche angeboten. Ist für's nächste Mal vermerkt! :)

  • Chassis:

    Mit Dichtband ging es dann auch sofort weiter, diesmal für das Lautsprecher-Chassis:



    Ich habe das Band dabei so weit wie möglich nach außen geklebt, da mir das am sinnvollsten erschien.


    In jedem Fall verdeckt das Dichtband dabei mehr oder minder die Löcher für die Chassis-Befestigung. Damit es beim Festschrauben (mit stumpfen Schrauben) später möglichst kein Problem gibt, habe ich das Dichtband über den Löchern wieder etwas aufgeschnitten, damit die Schrauben besser durchgehen (kann man auf dem Foto nur sehr schlecht erkennen):



    Danach konnte das Chassis an das interne Lautsprecherkabel angelötet werden:




    Verwendet wurde mein gut 30 Jahre alter Brat-Lötkolben und ebenso altes verbleites Lötzinn… :big_smile:


    Nun wieder ein spannender Moment: hoffentlich passt das Chassis immer noch in die Front!?


    Damit ich das Chassis nach dem Einsetzen nicht mühevoll auf die richtige Position drehen muss, habe ich mir drei kleine Gewindestifte gesägt und als Führung in die Käfigmuttern eingeschraubt:



    Dann das Chassis auf die Gewindestifte gesetzt und heruntergelassen:



    und alles ordnungsgemäß handfest verschraubt:



    Puh, passt! :mad:


    Danach den Dichtigkeitstest durchgeführt. Ergebnis: Chassis lässt sich schwerer eindrücken als im nicht-eingebauten Zustand und springt nach dem Loslassen sofort in die Ursprungsposition zurück. Scheint also dicht zu sein! :-)


    Test 2 mit einem kleinen Test-Kabel und der obligatorischen 1,5 V – Batterie, ob das interne Kabel funktioniert und richtig gepolt ist: passt!



    Viele kleine Schritte, aber anscheinend erfolgreich am Ziel angekommen. Nun sind drei Boxen fertig und 9 Stück warten noch auf ihren Zusammenbau.

  • Frage zum Interner Helmholz-Absorber

    Ich bin in den letzten Tagen ehrlich gesagt etwas nervös geworden, als ich in zwei(?) halbwegs aktuellen Threads @Bolles Kommentare hinsichtlich der Ausschnitte in der Versteifungsmatrix und einem möglichen Internen Helmholz-Absorber gestoßen bin.


    Tenor war, dass die Ausschnitte in der Versteifung ungefähr zwischen 2/3 und 3/4 der Querschnittsfläche liegen sollten, da man sich ansonsten bei zu wenig Ausschnittsfläche womöglich unbeabsichtigt einen internen Helmholz-Absorber bauen könnte.


    Nun liege ich mit meiner Ausschnittsfläche gerade mal bei ca. 50%, was laut dieser Faustformel deutlich zu wenig wäre!



    Aber betrifft mich diese Problematik überhaupt?


    Wenn ich es richtig verstehe, geht es bei diesem Thema um stehende Wellen im Gehäuse und bei meinen Gehäuseabmessungen (innen 444 x 324 x 361 mm) treten stehende Wellen erst oberhalb von 380 Hz auf. Das wäre deutlich höher als der Scanspeak überhaupt arbeitet.


    Demzufolge müsste diese Thematik für meinen Fall doch irrelevant sein?

  • Ich sag mal so, bei 120Hz Trennung (LFE) mit 24db/Okt. Wäre die erste stehende Welle bei 380Hz um 36db leiser. Lass so einen einzelnen Sub um die 110db (im inneren Gehäuse) machen, dann bleiben um die 75db übrig. Weiterhin arbeitet die Bedämpfung in dem Bereich schon sehr gut.

    Ich persönlich würde es vernachlässigen, was sagen die anderen?


    Edit: Moe war schneller

  • Zwischenstand

    Im Moment musste der Boxenbau etwas pausieren, da ich mich vordringlich um andere Dinge kümmern musste. Aber 3 Boxen sind komplett fertig und 2 stehen zum Lackieren bereit. Box Nummer 6 ist ebenfalls im Bau, dazu aber nachher noch eine Frage.


    Kleine Hilfskonstruktion zum Schneiden des Dämpfungsmaterials

    Da es mir etwas zu fummelig war, beim Schneiden der Matten den unteren und oberen Anschlag (Tischkante bzw. Leiste) genau übereinander zu bekommen, habe ich mir aus Reststücken zwei kleine Hilfsanschläge gebastelt:



    Damit brauche ich das Dämpfungsmaterial nur noch passend an die Tischkante legen, die Leiste an die Hilfsanschläge und abschneiden:



    Ich weiß, nichts dolles, aber macht das Leben ein wenig einfacher. :-)


    Faux pas Box 6

    Bei Box 6 ist mir ein blöder Fehler unterlaufen: beim Zusammenleimen ist mir nicht aufgefallen, dass an einer Ecke ein kleiner Spalt offen geblieben ist, ungefähr auf 3,3 cm Länge, Spaltmaß knapp 1 mm.


    Ich habe nun zum Abdichten auf beiden Seiten Leim aufgebracht, kann man allerdings auf dem Foto nicht sehr gut erkennen:



    Reicht der Leim aus, oder sollte ich:

    • von Innen noch ein Stück Holz vor den Spalt leimen?
    • anderweitig abdichten?

    :blush:


    Danke vorab!

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