Mein erstes Kellerkino

  • Ich würde die Speaker wohl noch weiter zusammenführen

    Moe Was meinst du damit genau?


    Durchlass bei den Streben sieht schon bedenklich gering aus

    Das stimmt! Muss ich dir im Nachhinein recht geben. Betrifft aber ein Glück auch nur diese beiden Exemplare. Die restlichen sehen so aus:



    Beim Messen sind mir bisher ein Glück auch keine Unterschiede aufgefallen. Es war eine andere Anordnung weil ich die Chassisanordnung dort etwas verschoben habe um auf meine Wunschhöhe zu kommen.


    Subwoofer innen:


    Zu deiner Frage wegen den Bausätzen. Ich habe im Wohnzimmer auch Bausätze mit ScanSpeak Discovery Bestückung (aber ohne Ringstrahler: SAK 141, SAK 151 und SAK 241-C mit der normalen Gewebekalotte)

    Da sie mir vom Klangcharakter sehr gut gefallen aber für mein Kino eher ungeeignet waren, habe ich beim Entwickler angefragt ob es noch eine Alternative für mein Kino gibt und ihm mein Vorhaben geschildert.

    Er hat mich dann super beraten und angeboten das ich angepasste Weichen für mein Vorhaben bekommen könnte

    Die Basis bilden hier die größeren Modelle SAK 161 und SAK 181 die dann jeweils eine angepasste Frequenzweiche erhielten. Also für geschlossenes Gehäuse anstatt Bassreflex, Wandlautsprecher. Wir sind dann noch auf den Ringstrahler gewechselt. Denn hat er mir wärmstens empfohlen da er wohl den Hochton etwas unangestrengter wiedergibt.

    Bin auf jeden Fall super zufrieden mit den Lautsprechern. Toller Klang und Pegel können sie auch in dem kleinen Raum. Der Vorteil die Gehäuse von den Maßen frei gestallten zu können war bei dem kleinen Raum fast unbezahlbar.


    Habe ich das richtig verstanden, dass Du für die Trennwand Rigipsplatten auf OSB gepackt hast und somit eine Doppelbeplankung erreicht hast?

    Und das auf beiden Seiten (innen und außen) und dazwischen 80mm Sonorock - habe ich das alles soweit korrekt verstanden?


    Das hast du genau richtig verstanden. Hier sieht man es noch mal genauer. Die Innenseite ist hier verdeckt (ist aber gleich aufgebaut)


  • Moe Was meinst du damit genau?

    Je nach Trennfrequenz kommt es zwischen den Treibern zu Interferrenzen, je weiter diese auseinander sind. Weiterhin erhöht sich der Abhörabstand um beide noch als eine Schallquelle wahrnehmen zu können. In der Summe sind das sicher oft Optimeirungen akademischer Natur, jedoch versuche ich immer! Chassis so nah wie möglich aneinander zu bringen, da die Weiche dann besser funktioniert oder man unter Umständen höher trennen kann, oder da man manche Chassis so überhaupt erst sinnvoll mit einander kombinieren kann.


    Im konkreten Fall würde ich daher den HT 180° drehen so dass die eine Schraube die gerade Richtung Tieftöner zeigt, nach oben gerichtet ist. Danach den HT soweit nach unten versetzen, dass ich diesen u.U. sogar mit anfräsen würde (hängt aber maßgeblich von der Weiche und dem Einsatzzweck ab). Ich habe das hier mal skizziert:



    Je enger die Chassis beieinander sind, umso höher liegt die Frequenz bei der Interferrenzen auftreten (das ist auch ein Grund, warum die meisten D'Appolitos, keine sind. Da die Trennfrequenz meist für die Abstände viel zu hoch liegt).


    Der Gerd wird aber schon wissen, was er macht :)

  • Danke für die ausführliche Erklärung. :thumbup:


    Ich hab mal noch eine andere Frage:


    Hier geht es um die Anbindung des DBA an die Mains. Mein Front L steht in der Yamaha auf 3,05 m Entfernung. Die Einmessung hat mit als Entfernung für den Sub 3,70 m ausgespuckt.

    Nach vielem messen bin jetzt für die Subs bei 3,25 m gelandet. Hier hatte ich die größte Summierung bei der Trennfrequenz (80Hz). Ermittelt habe ich das nicht nur Messungen des Frequenzgangs sondern auch durch einen Sinuston von 80Hz über REW und zeitlich mit Umik als SPL-Meter über das verstellen der Entfernung die lauteste Stelle gesucht. Das ging für mein Verständnis sehr gut mit dieser Methode. Weiß nicht ob das so üblich ist?

    Mir geht es hierbei vor allem um das Verständnis für die ganze Sache.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann spielen DBA und Mains Phasengleich wenn an der Trennfrequenz die Chassis der Subs und der Fronts möglichst gleichmäßig zusammen ausschwingen um so die max. addition zu haben? Ist das so korrekt?

    Jetzt habe ich mal spaßeshalber angefangen die Enfernung des Sub im Yamaha extrem weit zu verstellen und dabei den Pegel bei 80Hz beobachtet. Bei 7,55 m Entfernung konnte ich die gleiche Summierung und den gleichen Frequenzgang messen. Dann dachte ich mir, logisch, die Wellenlänge bei 80Hz beträgt ca. 4,29 m. 3,25 (eigentliche Entfernung der Subs) + 4,29 m = ca. 7,55 m. Also spielen Front und Sub hier wieder Phasengleich und der Frequenzgang ist der gleiche wie bei 3,25 m.

    Was aber hier dann wieder nicht stimmt, ist die Zeitrichtigkeit des LFE Kanals? Der spielt doch dann im Filmbetrieb zu früh?

    Das heißt ich muss der Ankopplung des DBA an die Mains auch etwas die Zeitrichtigkeit des LFE Signals im Auge behalten?

    Ist das so korrekt was ich da von mir gebe? Oder totaler Unfug?:big_smile:


    Also versteht mich nicht falsch. Für mich hört es sich toll an. Möchte es nur richtig verstehen. Man will ja schließlich vorwärtskommen:-)

  • Das ist alles so korrekt. 80hz sinus halte ich aber für suboptimal, da du dabei den Bereich darüber und darunter vernachlässigst, der dir Informationen über den Verlauf der ganzen Flanke gibt. Sprich breitbandig kann ein anderes setup besser sein, aber lokal etwas schlechter oder eine Flanke verläuft nicht ideal und muss noch modelliert werden. Insgesamt hast du das Thema aber gut erfasst.

  • Super danke dir Moe! Dann bin schon mal nicht auf dem Holzweg


    Mich würden noch ein paar Meinungen zu meiner evtl. geplanten Anschaffung von Endstufen freuen.

    Macht es bei meiner Konstellation Sinn die untere Ebene oder zumindest die 3 Frontlautsprecher über externe Endstufen laufen zu lassen? Ich muss sagen das ich mittlerweile schon richtig laut höre.

    Kann mir auf Dauer vorstellen, dass es dem Yamaha gut tun würde. Auch wenn meine LS jetzt nicht gerade hochpotente Monster sind. Den allerbesten Wirkungsgrad haben sie auch nicht (wenn ich nach dem Datenblatt der SAK 181 gehe) was wieder für Endstufen sprechen würde.


    Wenn ja habe ich momentan eigentlich 2 Favoriten. Entweder 2 Stück STA-2000D oder 4 Stück STA-400D. 1 Stück STA 2000 und 2 Stück STA 400 ginge wohl auch.

    Crown XLS 1002 habe ich auch noch im Kopf. Ebenso wie die IOTAVX avxp1.


    Und nehmen wir mal an ich würde das machen mit den Endstufen, wäre es dann sinnvoll hier noch externe DSP´s zwischen AVR und Endstufen zu schalten?

    Ich habe es mal folgendermaßen erklärt bekommen: Die Lautsprecher in einer Nahfeldmessung mit dem Ausgangs-EQ des DSP entzerren, so das der LS ein möglichst lineares Signal in Raum gibt.

    Dann am Hörplatz über den Eingangs-EQ die Raumanpassung und Zielkurve vornehmen? Soweit die Theorie. Wenn ich hier richtig gelesen habe ist das so der übliche Weg den man zb. mit den Follhanks geht. Gut mir ist klar das da nur so geht da ja das DSP hier die Frequenzweiche der Follhank ist. Aber ich könnte sowas auch mit einem normalen Passivlautsprecher machen und hätte hier den Vorteil einer genaueren Raumanpassung?


    Ich tue mir irgendwie unheimlich schwer mit den paar Filtern des Yamaha eine schöne Zielkurve und gleichzeitig noch eine gute Anpassung hinzubekommen.


    Der Gerd wird aber schon wissen, was er macht :)

    Das Gefühl hatte ich absolut zu jeder Zeit:thumbup:

  • Also die externen DSPs lohnen sich meiner Meinung nach erst dann, wenn dir der AVR zu wenig macht und dessen Einstellungsmöglichkeiten nicht ausreichen.

    Als Entlastung sehe ich externe Endstufen auch, deswegen habe ich mich dazu entschlossen bei dem geringen Preis und um flexibler zu sein, jeden Lautsprecher extern anzusteuern, auch wenn dies größtenteils eine Leistungsverschwendung ist.


    Bei den STAs würde ich wenn es die werden, eher auf die 400D gehen, hier zahlst du pro Kanal weniger am Ende.

  • Ja mit Gerd hatte ich früher mal einige Zeit lang Kontakt. Kompetenter sympathischer Typ.


    Eine nahfeldentzerrung macht aus meiner Sicht mit deinem speaker keinen Sinn. Ein dsp auch nur dann, wenn die bordmittel des avr nicht ausreichen.


    Ich werde die Tage der sinbosen k4-450 noch einmal auf den Zahn fühlen. Das erscheint mir durchaus eine attraktive Alternative zu den monacors, wobei der Service bei monacor deutlich besser ist, von dem was ich bisher erfahren durfte / musste.

  • Danke euch.


    Ja den Sinbosen-Thread verfolge ich auch etwas nebenher.


    Würde die 400D für meine Fronts locker ausreichen? Gibts da so einen Richtwert was die optimale Leistung der Endstufe zum Leistungsbedarf der LS ist ist. Die SAK 181 hat zb. 90 Watt Nenn- und 120 Watt Musikbelastbarkeit bei 8 Ohm. Das lege ich jetzt mal zugrunde. Für mein Verständnis scheinen dann die 180 Watt bei 8 Ohm der 400D solide dimensioniert. Mehr schadet natürlich nicht

  • Danke euch.


    Ja den Sinbosen-Thread verfolge ich auch etwas nebenher.


    Würde die 400D für meine Fronts locker ausreichen? Gibts da so einen Richtwert was die optimale Leistung der Endstufe zum Leistungsbedarf der LS ist ist. Die SAK 181 hat zb. 90 Watt Nenn- und 120 Watt Musikbelastbarkeit bei 8 Ohm. Das lege ich jetzt mal zugrunde. Für mein Verständnis scheinen dann die 180 Watt bei 8 Ohm der 400D solide dimensioniert. Mehr schadet natürlich nicht

    Wo hast du die Chassis bzw. Bauanleitung der Lautsprecher bezogen?

  • Hallo zusammen,


    ich würde euch gerne mal um eure Hilfe bitten. Ich bin in letzter Zeit immer mal wieder am messen und versuche mein Kino weiter zu optimieren. Habe da auch schon für mich deutlich hörbare Fortschritte erzielt.

    Gehe aber mal davon aus, dass da noch mehr geht.


    Was habe ich bisher gemacht:

    • YPAO Einmessung mit 4 Punkten und Winkel-/Höhenmessung
    • Trennfrequenzen auf 80 Hz geändert (YPAO hat alles auf Fullrange gesetzt)
    • Delay mit REW kontrolliert und nachjustiert
    • Den YPAO-Linear in den manuellen EQ kopiert und dort so gut ich konnte versucht die Kurve zu optimieren. Entzerrung und Zielkurve
    • wieder eingepegelt
    • Anbindung des DBA an die Mains

    Ob ich das natürlich alles perfekt habe, wage ich mal zu bezweifeln. Anhören tut es sich für mich im Moment richtig klasse. Hab aber auch gemerkt, das ich von Zeit zu Zeit immer mehr rausgehört habe was störend ist und versuche das weiterhin auf einen möglichst perfekten Weg zu bringen. Am Anfang habe ich zb. mit einem zum Hochton abfallenden Frequenzgang gehört. Bei manchen Filmen hat dann manchmal was gestört. Habe dann festgestellt, dass es nicht der Hochton ist, sondern eher der Bereich zwischen 400-1500 Hz der schnell mal nerven kann. Deswegen habe ich aktuell versucht in diesem Bereich eine kleine Absenkung zu machen. Das hört sich jetzt bei besagten Filmszenen schon viel besser an.


    Vielleicht können wir da mal zusammen etwas drüber schauen. Ich habe jetzt mal bewusst diese Skalierung gewählt um da mal eine Richtung reinzubekommen.

    Den Einbruch bei ca. 190 Hz habe ich bei Front rechts und links. Einfluss der Seitenwand?



    Welche Messungen sind jetzt am sinnvollsten um euch einen kleinen Überblick zu verschaffen?


    Was mir ganz wichtig ist! Ich möchte es richtig verstehen um mir selbst zu helfen und um vielleicht auch wieder anderen helfen zu können:sbier:

  • Da hast du sicherlich recht. Aber wenn ich hier so manche Threads verfolge wie da akribisch genau gemessen und eingestellt wird, kann ich mir nicht vorstellen das, dass schon das Maximum ist was rauszuholen ist.

    Zb. ob der Frequenzgang nach Möglichkeit noch weiter entzerrt werden sollte. Der Bereich zwischen 80 - 200 Hz sieht für mich nicht gut aus. Mich interessiert das Thema sehr. Bin mir eben nur etwas unsicher ob ich auf dem richtigen Weg bin


    Hier mal mit andere Skalierung


    DonNico du meinst mit Sub ausgeschaltet, Sub eingeschaltet und dann mal auch nur Sub? Aber mit eingestellter Trennfrequenz?

    Die restlichen Kanäle mit Sub?

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