Eine kultivierte und kontroverse (Bass)Diskussion möglich hier?

  • Hier ist ja die gleiche Messung, nur bis 600ms anstatt 300ms.


    Na, also. geht doch. :thumbup:

    Bis auf den Bereich zwischen 10-25 Hz ist das doch völlig akzeptabel, ohne gesetzte Filter. Da hab ich hier schon ganz andere Messungen gesehen.

    Leider ist die X-Achse nicht auf logarithmische Anzeige umgestellt, so daß man den Bereich nicht näher eingrenzen kann.

    Vielleicht ist die Messung ja noch irgendwo auf dem Rechner abgespeichert.

  • Mein Fokus würde jedoch auf 70Hz liegen. Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, dass der Frequenzgang dort natürich einbricht. Dennoch tut er es. Daraus resultierend, obwohl der Ausgangspegel an der Stelle verringert ist, gibt es einen ausgeprägten Nachschwinger der gerade mal gute 10dB leiser ist. Das ist ein eindeutiges Symptom für eine destruktive Resonanz oder eine Mode.

    Das könnte folgendes sein:


    1. Die 3. Längstmode.

    - wobei ich mir das aufgrund der bedämpften Rückwand eher ausschließe, weil das Material in dem Bereich schon sehr gut "arbeitet"


    2. Die 1. Vertikalmode.

    - wobei ich davon ausgehe, dass er in etwa Ohrhöhe gemessen hat und so ein modaler Nachschwinger, vor allem mit diesem Verhalten in dem Bereich nicht so aussehen würde.


    3. Eine Resonanz.

    - ich tippe auf die Holzpanele der Dachschräge.

  • Das könnte folgendes sein:

    Boahh, jetzt fall ich gleich um hier. :silly:

    Möglicherweise ist das auch einfach eine perspektivische Verzerrung der tatsächlichen Frequenz, durch die miserable Skalierung.

    Das hab ich jetzt wie oft angesprochen. :?:


    Die obere Skalierung entspricht dem doppelten Wert der unteren.

    Mit anderen Worten: Die kolpotierten 70 Hz sind in Wirklichkeit 100 Hz.

    Und der Abfall der Kurve hat überhaupt nichts mit dem Raum zu tun, sondern mit dem Tiefpassfilter des LFE Kanals, der bei jedem AVR den "Spaß" ausbremst. :opi:


    Manchmal sieht man in einer Messung auch nur Gespenster :dry:


    Gruß

    J

  • Ein Identisches Zerfallsspektrum in 10 verschiedenen Räumen klinkt einfach 10 mal gleich Punkt.

    Nö. Das Abklingspektrum hat keinen räumlichen Bezug, sprich der Vektor der Schallwelle ist dort nicht zu sehen. Z.B. klingt ein "verkehrt" herum DBA anders, weil man es teilweise von hinten lokalisiert. Und bei einer Multisub-Anordnung hat man diese gerichtete Wellenfront überhaupt nicht. Um alles zu erfassen, reicht die Messung an einem Punkt im Raum nicht aus.


    Das ist das, was viele nicht verstehen. Nur, weil die (freien oder günstigen) Messprogramme bestimmte Auswertungen nicht implementiert haben, heißt das nicht, dass damit alles abgedeckt ist. Möglich ist noch viel mehr. Vor allem, wenn man kreativ ist. :)

  • Die obere Skalierung entspricht dem doppelten Wert der unteren.

    Wie kommt man denn auf sowas?

    Unten vorne sind genausoviele Teilungen auf der Achse wie hinten oben, immer im 20 Hz Abstand, außer bei der ersten.

    Die Teilstriche laufen dann perspektivisch nach (links) hinten, über Eck und dann vertikal nach oben.

    Der Einbruch oben ist bei 70 Hz, der Ausschwinger darunter auch, wobei der dann etwas zur höheren Frequenz wandert, aber nicht 100 Hz sondern 80.


    Knapp über 100 Hz gibt es eine ähnliche Situation, einen Einbruch im Amplitudengang mit langem Ausschwinger.

  • Wie kommt man denn auf sowas?

    Unten vorne sind genausoviele Teilungen auf der Achse wie hinten oben, immer im 20 Hz Abstand, außer bei der ersten.

    Na in der Messung in Beitrag #280 sind auf der oberen Achse nur 10 Teilstriche zu erkennen. Zumindest auf meinem Monitor.

    Darum habe ich das als perspektivische Verzerrung wahrgenommen. :cray:


    Im letzten Bild (Frequenzgang auf Achse) sieht man das natürlich viel deutlicher. Das Bild hatte ich aber vorher nicht gesehen.

    Dennoch kann ich auch da keine 10dB Abfall ausmachen, sondern höchstens 5, wenn man den SPL auf 90dB mittelt.

    Der kleine Überschwinger von ca. 2db bei kurz vor 80Hz ist doch eher unkritisch.

    Die Problemstelle sehe ich hier auch ganz klar bei zwischen 20-30 Hz.


    Ich würde jetzt mal zwei, drei Messungen nachschieben, das Mikro etappenweise mal 20-30cm weiter vorne positionieren und schauen wie sich das dann darstellt. :think:


    Gruß

    J

  • Aubacke. :beated:

    Ich brauch entweder einen größeren Monitor, oder ne Brille. :beat_plaste

    Ich war mir sicher daß es unten 20 Striche sind.

    Habe beide Messungen (300+600ms) jetzt noch mal nebeneinandergelegt.

    Die NHZ sieht auf der 300ms Messung schlimmer aus als bei der Skalierung mit 600ms.

    Die bei 70 Hz würde ich irgendwo bei 350-450ms einordnen. Sehe ich doch richtig ?

    Das wäre für mich noch halbwegs im grünen Bereich.


    Natürlich kann man mit dem EQ, bzw. der Einmessung da etwas nachhelfen.

    Ich vermute mal mit aktiviertem Filter ist davon nicht mehr viel zu sehen.

    Ob da zusätzliche Raumakustische Maßnahmen notwendig sind, müsste man dann mal in der Praxis hören. :poppy:


    Gruß

    J

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