12“ Kickbass - JBL Stadium 1224- im H- Dipol-Testgehäuse

  • Hallo Leute,

    gestern hab ich zu Testzwecken 4 JBL 1224 abgeholt.

    Für 50€ das Stk. konnte ich nicht nein sagen.

    Falls diese mir zusagen kommen weiter 4 zum Einsatz.

    Hier die Daten.

    Das MMS ist jetzt nicht besonders niedrig, somit auch nicht gerade für Kickbass geeignet.

    Deshalb Versuch ich auf Empfehlung von Opa Uwe eine Dipolvariante, da meine Hauptlautsprecher und Surrounds eh aus Magnetostaten bestehen. Deshalb hab ich mich für ein H-Dipol-Gehäuse mit den JBL entschieden, die im hinteren sowie seitlichen Bereich(50-200Hz) zum Einsatz kommen. In der Hoffnung das diese Variante gut zu meinen Maggis passen und mir den gewünschten Kick/Trockenheit geben. Und eventuell meine geschlossenen 12“ Pyramiden ablösen.

    Zum Glück hab ich aus vorherigen Tests meine kleinen Gehäuse der jetzigen 12“er nicht weggeworfen und aus meinem Sperrmüll geholt.

    So sehn die alten Teile aus.

    Je Kanal werden 2 Gehäuse gestapelt und mit den JBL bestückt.

    Die Rückwand hab von den Gehäusen entfernt und eine Zwischenplatte mittig zu den Gehäusen gelegt.

    Dann kurzum ein Kranz gefertigt der mit der Zwischenplatte das H bildet. Somit kann ich die Tiefe nach vorne variieren und messtechnisch abstimmen.

    So sieht das ganze Provisorium aus.

    Nicht gerade hübsch, aber für Testzwecke ausreichen.

    Da ich erst eins fertig hab, aufgestellt und angeschlossen habe, kann ich noch nicht viel darüber sagen.

    Bin ziemlich skeptisch ob so eine offene Variante funktioniert, da ich nur die GG und BR-Gehäuse gewohnt bin/kannte.

    Aber der erste Hörtest mit nur einem Gehäuse lässt mich hoffen. Empfinde es schon trockener/schneller(kannaber nur Einbildung sein), aber das werd ich mit dem 2ten besser beurteilen können. Natürlich wär ein A-B Vergleich mit den Pyramiden mit Umschaltung am Besten.

    Mal schauen ob ich das hin bekomm um eine bessere Entscheidung fällen zu können.

    Hat schon jemand Erfahrungen mit Dipolbässe und Versuche getätigt.

    :sbier:

  • Kniff ich bin auch gespannt. Momentan spielen die Surrounds als Hauptlautsprecher.

    Hab einfach die Cinch getauscht um einen besseren ersten Eindruck zu erhalten.

    Bis jetzt nicht negatives empfunden, spielt schön mit den Subs mit und kickt auch schön vorne . Kann natürlich auch der bestehende noch sein der dies Abbildet. Auch der Phantomcenter und Gesamtgeschehen kommt von vorne/Mitte trotz seitlicher Anordnung der Surround die jetzt als Hauptlautsprecher laufen :respect:.

  • Da bin ich auch gespannt....nur weiß ich nicht wie sich was verändert bezüglich der Tiefe der 2 Kammern. Sollten diese generell gleich sein(was ich häufiger sehe).

    Was verändert sich wenn die vordere sowie die hintere Kammertiefe geändert wird.

    In welche Richtung ändert sich das.Hintere zur tieferen FQ, vordere zu höheren FQ.

    Da wurde ich noch nicht fündig hinsichtlich Erklärung/Veränderungen.

    Sonst könnt ich Messen und dementsprechend reagieren/verändern.

    Erstmal weiter basteln. Eventuell mach ich mir auch die Mühe und Konfektioniere den DSP um und schließe die bereits bestehenden Gehäuse auch mit an und schalt am DSP dann um, um besser beurteilen zu können.Hinsichtlich könnt ich dann beide Gehäuse in der Lautstärke und Entzerrung abgleichen und mit den High/Mid abstimmen um einen besseren A-B Vergleich zu bekommen. Aber dies ist leider mit zusätzlicher Arbeit/Zeit verbunden :cray:

  • Ja wobei ich da mit Größenordnungen um 0,5 bis 0,6 gute Erfahrungen gemacht habe. Am Ende geht die Güte ja nur nach oben bei wandnähe und geschlossen stimmt ja außer einem SUB auch kaum jemand die Güte so hoch ab. Der Bass wirkt immer etwas voller mit so höher Güte. Am Ende Geschmackssache. Wenn es nicht klingt dann wird es nicht daran liegwn, denke ich.

  • So Leute hier das Fazit zum Kick-Ripol-Testgehäuse(frei Schnauze) gegen geschlossenes Gehäuse.

    Teilnehmer 12“ Ciare.


    in einem 80L GG mit Qtc 0,58


    gegen


    JBL Stadium 1224

    In einem nicht berechneten Dipol-Gehäuse, zusammengeschustert aus einem früheren Kleingehäuse mit vorderem angebrachten Kranz das sich zu ein Dipol H-Gehäuse zusammenfügt.(siehe erste Posts)


    Ich hab mir die Mühe gemacht und den DSP für einen A-B Vergleich umprogrammiert um einen besseren Vergleich der 2 Gehäuse zu erhalten. Dank dem TeamViewer konnte ich paarweise auf dem Hörplatz die Testkandidaten umschalten.

    Die Trennfrequenzen hab ich für beide gleich eingestellt/ausgewählt sowie den Frequenzgang und in Lautstärke abgeglichen. Es soll ja ein fairer Vergleich werden.

    Von 60Hz-220Hz zu den Vollbereichsmagnetostaten(ab 220Hz) spielten die Kandidaten auf.


    Hier die Einstellungsmessungen/Abgleiche.


    Die linke Seite von den 2 Dipol 12“er und dem 1nem 12“er im GG.


    Hier die rechte Seite.

    und hier alle zusammen.

    Am Hörplatz wurde nochmals auf Gehör der Pegel sowie auf Phantommitte abgeglichen.

    Ich hoff der Abgleich ist gerecht:think:.


    Die Auswahl der Test-CD fiel auf eine offizielle Test-CD die von Jurymitglieder zur Bewertung des Deutschen sowie Europameister der Carhifi-Finalisten damals eingesetzt wurde und mir bis heute als Test-CD treu geblieben ist. Sowie eine erworbene neuere reference Recording CD von Stereoplay.


    Fazit:

    Das Dipolgehäuse hat gewonnen :dancewithme.

    Ob es nun an der größeren Membranfläche liegt?Glaub ich eher nicht 🤷‍♂️.

    Auf jeden Fall ist die Schnelligkeit/Trockenheit besser, trotz das das MMS der JBL fast doppelt so hoch ist als bei den Ciare mit einer dynamischen 0,58Qtc Abstimmung.

    Die Durchzeichnung von Zupfinstrumenten und Anschläge der Saiten sind Top.

    Schlagzeug, Pauken egal was, alles im Midbassbereich ist immer einen ticken besser.

    Immer wenn die Umschaltung von Dipol auf Normal stattfand hab ich doch immer was vermisst.Übertrieben gesagt wurde es Lauer, nicht so mitreisend, verbunden mit dem Gefühl da fehlt etwas.Im Gegenzug dachte ich immer da sind mehrere kleinere Lautsprecher am Zuge(wenn man das so beschreiben kann).

    Nach dem ganzen instrumentalen Test wurde ich neugierig auf die Musikbässes.

    Aber was soll ich da jetzt reinlegen was mir stets einen guten Beat gibt.

    Steinigt mich bitte nicht, die Wahl viel auf Boney M mit immer wieder trockenen und Synthesizer Beats bestücken Liedern in verschiedenster Richtung. Ich war happy einfach nur top und das alles ohne Multisubs. Später hab ich mal die Subs dazu geschaltet. Ich erkannt die Subs kaum wieder, einfach nur schnelle und trockene Rhythmen auf den Punkt am Hörplatz mit immer einem leichten Druck auf dem Ohr bei jeder Lautstärken-stellung ob laut oder leise:respect:. Stand ich auf und Bewegte mich aus dem Hotspot raus viel alles in sich zusammen und im Raum war die Dynamik verschwunden. Für mich als Einzelperson einfach traumhaft, für Mehrplatzsysteme bestimmt nicht zielführende und gewollt, aber das werde ich erst nachvollziehen können wenn das Gesamtsystem sitzt und dementsprechend eingestellt ist.

    Abschließend kann ich nur sagen, jeder wirklich jeder würde in einem Blindtest für die Dipole zustimmen. Auch meiner Freundin hab ich die Auswahl gegeben welche Einstellung Sie als besser empfindet und die hat mal gar keine Ahnung, aber in diesem Fall schon :rofl::freu::rofl::respect:.

    Und das sind nicht einmal ausgewählte Lautsprecher für diese Betriebsart. Ich möchte garnicht wissen wie solche ausgesuchten Lautsprecher mit weniger mms klingen. Hatte wohl nur Glück in diesem Fall und es geht bestimmt besser.


    in diesem Sinne werden 4 weitere JBL bei mir im Surround Einzug nehmen. Da überleg ich mir wie wohl so eine Batterie von Dipole im Frontbereich rüberkommen. Wenn ich alle 4 Gehäuse neu angefertigt habe kann ich diese ja mal in den Frontbereich stellen und testen. Dann hätt ich alles auf Dipol bis auf die Subs abgestimmt :think:.

    Ups hab ich ganz vergessen.

    Die Ciare 12“ er wurden mit einem Emotiva-Kanal 4Ohm 300Watt angesteuert.

    Die 2 JBL in Reihe 8Ohm mit 200Watt, möglich wäre auch, da die JBL einen 2/4Ohm Schalter haben auf 4Ohm zu switchen (50w mehr pro Chassi) aber da wird sich nicht viel ändern denk ich.

    Die Gehäuse standen mittig links rechts im L-Raum auf Surroundposition und wurden im Stereo ca 2m vom Hörplatz betrieben.

  • Du bist ja gemein...(uns so auf die Folter zu spannen)

    Edit: Meine damit deine Essenspause vor dem eigentlichen Bericht.

  • Nee Micha nur happy :P, schade das ich kein Vergleich habe mit solchen LS wie du hast oder geschlossene 12“er mit sehr wenig mms. Ich glaub bei GG mit weniger mms mit guten Tiefmitteltöner wird der Unterschied nur marginal sein. Da wird Martin/Moe eher ein Fazit/Vergleich geben können oder es ist einfach die Bauart.

    Aber dies kann ich leider nicht testen oder ich Kauf mir meine ausgesuchten


    und sende diese wieder zurück oder behalte sie gleich:freu:und stell wieder um.

    Ach ich find das Hobby einfach Klasse :sbier:.

  • Hallo Magneto,


    ich hab ein ganzes Heimkino mit Dipol-Subs.:dancewithme


    Und ja das funktioniert bestens.:woohoo:


    Wenn Du Dir neue Gehäuse baust, dann versuche sie Impulskompensiert zu bauen.

    Das reduziert die Verzerrungen und die untere Grenzfrequenz.


    Und wenn Du sie so hoch ankoppeln möchtest, dann baue ein V-Dipol. Bis 300 Hz möglich .

    Höher sollten die JBL auf keinen fall spielen. Viel zu langsam. Ich würde sie eher bis 100 Hz einsetzen.


    Und die Gehäusetiefe, soll gar nicht zu tief sein, da sonst wieder stehende Wellen entstehen. Gibt dazu Messungen in HobbyHifi !

    Ich habe die Rückseite noch zusätzlich mehr geschlossen, das mehr noch eine kleinere Niere dahinter entsteht. ( Raumanregung )

    Dann ist man auch etwas mehr variabel mit der Aufstellung und den Abstand zu Wand.

    Man kann also das Gehäuse dahinter so eng wie möglich nauen.


    Und parallel im Raum aufstellen.


    Es gibt vieles zu probieren. Hab etwa 6 verschiedene Gehäuse getestet. Und die V ist geblieben.

    Die von Squeezeman, ist die kleinste Bauweise.

    Aber leider nicht so hoch trennbar. Max 120Hz sollten es sein. Plus Sperrkreis darüber .


    Meine spielen mit einem Bassboost bei 31hz +6 dB linear bis 25 hz.


    Zu den Güten von Basstreibern.

    Theoretisch kann man auch unter Qts 0,3 verwenden. Es steigt der Frequenzgang zu den höheren stärker an.

    Ich habe auch die ScanSpeak 30er in mein Dipolgehäuse gesteckt.

    Ich suche die Messungen mal raus. Klanglich sensationell. Waren aber dann sogar mir etwas zu extrem.

    Zu dünn und mit etwas zuwenig Druck.


    Gut ist ein hoher Qts und hoher Vas.

    Und eine niedrige Fs. Unter 40 Hz.

    Nicht verkehrt ist auch ein ordentlicher Xmax.

    Wer möglichst feinste Details hören möchte, ( da gibt es auch bei Dipoltreibern große Unterschiede ) sollte auch auf geringe RMS achten.

    Auch die Verzerrungen sollten niedrig sein.

    Dann ist es wieder wie immer . Die teueren Chassis machen es meistens besser .:unsure:


    Ich freue mich aber über jeden, der das Dipolprinzip klanglich so erlebt, wie ich es habe.


    So jetzt viel Spaß.


    Gruß Chris



    Ps. solltest geignete Chassis brauchen, ich habe noch welche, die das Maximum aus allen Bereichen erreichen.

    Einfach Anfragen.

  • Hallo Chris,

    ja ich hätt es nicht gedacht das es so einen Unterschied gibt. Deshalb wollte ich auch einen direkten AB Vergleich gegenüber GG erstellen um es besser beurteilen zu können. Da ich nur über Dipol-Ripol-Bässe gelesen aber noch nie gehört habe. Aber nun möchte ich doch mehr über diese Art erfahren und im Heimkino austesten, da dies doch besser zu meinen Magnetostaten passt. Die Zusatz-Dipole von Magnepan hätten mich im Surroundbereich auch gereizt aber das PL-Verhältnis nicht erschwinglich für mich.


    Eigentlich wollte ich nur 4 JBL kaufen um die jetzigen 12“er in den Frontbereich zusätzlich mit einzubinden. Dies wird mein nächster Schritt sein also je 2Stk für L+C+R. Aber da ich die gebrauchten neuwertigen JBL für ein 50iger je Stk zahle und der Dipoltest mich überzeugte. Nehm ich jetzt doch alle 8 für die Surrounds im Dipolgehäuse. Bestimmt gibt es besser für diesen Einsatz und war mir auch bewusst mit dem hohen mms. Nun muss ich mit dem Arbeiten was ich hab oder es gibt bessere für das gleiche Geld und müsst mit dem Verkäufer reden. Nun such ich das beste Gehäuse für die JBL. Finde es klasse von dir das du mir Tips gibst um schneller an mein Ziel zu kommen. Über die Gehäusevarianten muss ich mich noch mehr belesen. Die JBL sollten in einen Bereich von 50-200hz aufspielen und deshalb suchen ich dafür das passende Gehäuse. Hättest du mir einen Vorschlag für die Gehäusegröße/Aufbau mit Skizze, damit ich eines mal bauen/testen könnte. Da würd ich gerne deine Erfahrung mit einbeziehen um das Testbudget niedrig zu halten.
    Dank schonmal im Voraus :sbier:.

  • Hallo Magneto,


    es geht nicht nur um den MMS Wert. Auch QMS ist sehr niedrig. 2,56

    Das bedeutet sehr hohe mechanische Verluste.

    Die von mir haben 10,5 .

    Gerade der von Dir beschriebene Bereich von 50-200 Hz ist der JBL wenig geeignet.

    Das ist ein Car Hifi Chassis . Für kleine Geschlossene oder mitlere Bassreflex.

    Deshalb die hohe Masse.


    Die von mir sind preißlich im gleichen Rahmen.


    Aber ich kann dich verstehen, das Du es erst mal testen möchtest.


    Ich habe auch zirka 30 verschiedene Tieftöner getestet, bis ich zufrieden war.


    Am WE werde ich mal eine Zeichnung oder Foto machen.

    Dann weißt Du was für ein Gehäusetyp ich meine.


    Gruß Chris

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