Wall of Death

  • Wird das nur aufgetragen oder quasi mittels Bohrung ins Mauerwerk injiziert?

    Die Wand muss sauber und feucht gemacht werden. Dann wird er mittel Schlämme aufgetragen und ein paar Tage feucht gehalten. Es zieht ins Mauerwerk und dort bilden sich Kristalle, die das Mauerwerk 100% abdichten. Diese reagieren dann wieder mit Wasser und wachsen.

    Gibt es sogar für drückendes Wasser. Das haben wir damals bei einem Nachbar eingesetzt, bei dem aus einer Steller Wasser aus der Bodenplatte sprudelte. Konnte problemlos behoben werden.

  • Die Frage ist halt: was hast du als Prävention für die Zukunft vor? Dass das nicht das letzte Hochwasser war, liegt auf der Hand.

    Ehrlich gesagt, ich habe derzeit absolut keine Ahnung. :(


    Zur Gesamtsituation in dieser Gegend: die Leine ist 200 m Luftlinie von unserem Haus entfernt. Sie hatte in den letzten 10 Jahren schon häufiger einen Pegel erreicht, mit dem sie in unseren Garten kam. Das war aber immer nur kurzzeitig (1-2 Tage oder so). Sie hat also nie das Haus erreicht. Dieses Mal ist es anders. Sie hat zwar auch jetzt nicht das Haus erreicht, aber war so lange so hoch, dass das Grundwasser massiv angestiegen ist. Selbst auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist der Keller eines Hauses mit weißer Wanne (!) vollgelaufen. Das war also schon eine Situation, die zumindest bisher nicht alle paar Jahre vorkam. Das kann sich natürlich ändern, das weiß niemand.

    Den Heimkinoraum hatte ich damals beim Einzug von innen abdichten lassen. Hat aber anscheinend nicht viel gebracht. Soweit ich das sehen konnte, kam das Grundwasser vor allem durch Risse im Estrich und an den Seiten, wo der Estrich an die Wände anschließt. Die gefliesten Räume waren alle weniger stark betroffen. Allerdings drückte es auch hier durch kleine Ritzen an den Wänden und teilweise sogar durch die Fugen durch.


    Der Pelletkeller ist am schlimmsten betroffen gewesen. Dort stand 10 cm hoch das Wasser. Er ist aber zum Glück nicht mit dem restlichen Haus verbunden, sondern hat eine eigene Außentür. Von daher ist das Wasser von dort nicht direkt ins Haus geflossen.


    Hier der Vorraum des Pelletlagers (altes Öllager) mit der Förderschnecke:


    Da die Pellets hygroskopisch sind, haben sie natürlich sofort das Wasser aufgesaugt und sich verklumpt. Zum Glück nur bis zu einer gewissen Höhe, da wir regelmäßig gepumpt und gesaugt haben. Wir konnte die meisten Pellets in Säcke füllen und somit weiter heizen, indem wie sie direkt in den Zwischenbehälter schütten (hält 1-2 Tage, je nach Außentemperatur). Das Lager war natürlich randvoll. Wie sollte es auch anders sein, wenn sowas passiert. :zwinker2:


    Die Säcke sind erstmal im Keller verteilt (knapp 3 Tonnen):


    Hier die untere, feuchte Schicht. Sie hat sich inzwischen halbwegs verfestigt.


    Der Heizung gilt derzeit daher meine größte Aufmerksamkeit. Das Pelletlager ließe sich so umbauen, dass 10 cm Wasser kein Problem wären, z.B. mit einem aufgebockten Boden und einer dauerhaft installierten Pumpe. Ich möchte aber eigentlich weg von den Pellets, da wir über die Jahre damit so viele Probleme hatten (2 Rückbrände, Motordefekte, gebrochene Schnecke usw.). Gas-Wärmepumpe-Hybrid wäre eine Option. Eine Wärmepumpe alleine eher nicht, da die Vorlauftemperaturen zu hoch sind (derzeit 72 °C bei -9°C Außentemperatur). Aber das ist kein Heimkinothema, von daher müssen wir das hier gar nicht weiter vertiefen. Ich möchte ungerne das Bauforum zuspammen. :)


    Ob man das Haus von außen gegen Grundwasser wirklich dicht bekommt, oder das Heimkino nur von innen noch mal sauber abgedichtet werden kann, weiß ich nicht. Da müssen wir uns mal beraten lassen. Meine Maßnahme damals hat ja schon nicht gewirkt, von daher vertraue ich meinem Urteil da erstmal nicht unbedingt. :zwinker2:

    Übrigens konnten wir, als das Wasser da war, mit massenweise Silikon einige Stellen auf die Schnelle abdichten. Das hält zwar nicht ewig, hat uns aber Arbeit beim Saugen erspart, da einfach weniger Wasser eintrat.


    Zum Heimkino: derzeit läuft dort Luftentfeuchter und der Bautrockner wird heute geliefert. Da wegen des Hochwassers alle Leute Bautrockner und Pumpen gekauft haben, hat sich die Lieferung verzögert. Derzeit kann man aber sehr gut lüften, da die Außenluft so kalt ist. Ich hoffe nur, dass nichts im Mauerwerk gefriert. Unterm Erdreich wohl weniger, aber wir haben beim Kellereingang Wände, die direkten Kontakt mit der Außenluft haben. Immerhin gibt es im Keller eine Heizung und der Heizkessel erzeugt Wärmeverluste. Von daher ist es von innen nicht wirklich kalt.


    Die Subwoofer vorne haben sich unten etwas aufgebläht. Sie scheinen aber noch dicht zu sein. Das wird wieder trocknen, da mache ich mir wenig Gedanken. Das Schmutzwasser damals (30 cm hoch) haben sie auch überstanden. Von daher ist wahrscheinlich kein direkter Schaden im Heimkino entstanden. Das weiß ich aber erst genau, wenn ich es wieder in Betrieb nehme. Den Teppich haben wir übrigens während des Hochwassers entfernt und getrocknet. Auch der sollte es überstanden haben.



    Ich möchte hier noch mal an die große Unterstützung danken! Wir das Forum hier zusammenhält, ist wirklich einmalig! :sbier:

  • Moin. Wollte mal hören wie es jetzt bei dir im Kino aussieht bezüglich des Wasserschadens

    Danke der Nachfrage. Im Moment sind die Wände im Heimkino soweit trocken, in anderen Kellerteilen aber noch etwas feucht. Aktiv trocknen tue ich aber nicht mehr (ich bin gespannt auf die Stromrechnung :shock:). Der Teppich liegt wieder im Heimkino, es ist also wieder voll funktionstüchtig.


    Eine dauerhafte Lösung gegen eindringende Feuchtigkeit habe ich aber nicht und ich freunde mich immer mehr mit dem Gedanken an, alle paar Jahre (oder Jahrzehnte?) mit eindringendem Grundwasser zu leben. Ich denke nicht, dass man den gesamten Keller, der teilweise von Anbauten überdeckt wird, komplett abdichten kann. Es reicht ja eine kleine Ritze und das Wasser bahnt sich seinen Weg. Das Heimkino war ja von Anfang an von innen abgedichtet und Wasser kam trotzdem herein. So wie wir das jetzt überstanden haben, könnte ich damit leben. Solange es nicht zu oft passiert. Es war immerhin das erste Mal in 12 Jahren.


    Was noch wirklich in der Schwebe ist, ist die Heizung. Ich habe mir Angebote für Wärmepumpe und -contracting eingeholt. Das ist aber so teuer, dass wir momentan zu einem neuen Pelletlager tendieren, das den Boden nicht berührt, so das eine Pumpe zur Not das Wasser darunter wegpumpen kann. Aber wie das immer so ist, wenn der erste Ärger vorbei ist, verdrängt man ihn. Das Wetter wird besser und der Antrieb geht verloren. Ich muss mich aber spätestens vor dem Herbst darum kümmern. Bis dahin können wir problemlos Sackware in den Zwischenbehälter der Heizungsanlage kippen. :)

  • FoLLgoTT

    Changed the title of the thread from “Wall of Death (Wasserschaden)” to “Wall of Death”.

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