Der Diskussionsthread zur Opera High Gain mikroperforiert

  • Hi, ich finde das klingt interessant.. Welche Krümmung müsste eine Leinwand denn haben, damit das Ganze funktioniert ohne Hotspot?


    Der Radius sollte irgendwo zwischen Sitzplatz und Projektor liegen. Aber ich denke, wenn er etwas weiter hinten ist, wäre der Hotspot auch noch kaum sichtbar.


    Ich habe mir jedenfalls stärker gekrümmte Kederschienen bestellt und werden die Opera High Gain mikroperforiert aufziehen. Es wäre schön, wenn sich noch weitere beteiligen, weil das den Preis drückt und Stefan dann natürlich auch besser kalkulieren kann. :)

  • Hallo,


    fragen zur Opera High Gain.


    Könnte man hier die bekannten Daten dazu noch mal zusammen tragen.

    In wie weit ist es möglich die Leinwand beidseitig zu benutzen?

    Also wenn der Gain, Hotspot oder auch evtl. Glitzern auf der Vorderseite zu stark auftreten, was ja auch vermutlich von vielen Faktoren abhängig ist, kann man diese Leinwand dann auch mit der Rückseite benutzen die ja einen schwächeren Gain haben soll?


    Bei der Screen Research z.B., von der ich in dieser Woche ein Stück da hatte, sind beide Seiten extrem unterschiedlich.

    Also auch in der haptischen Wahrnehmung.

    Eine Seite war glatt, die andere wie ganz leicht angerauht.

    Also nicht einfach drehbar.



    Wie schon an anderen Stellen angemerkt,

    wird man ja mit einem kleinen Stück Leinwand, den Eindruck den eine komplette Leinwand wieder gibt, nicht so genau beurteilen können.


    Gruß E.

  • Also wenn der Gain, Hotspot oder auch evtl. Glitzern auf der Vorderseite zu stark auftreten, was ja auch vermutlich von vielen Faktoren abhängig ist, kann man diese Leinwand dann auch mit der Rückseite benutzen die ja einen schwächeren Gain haben soll?

    Ich werde noch mal Winkelmessungen der Rückseite und ein Foto reinstellen. Ich muss mal schauen, wann ich das schaffe.

  • Hallo,


    ich habe ja gesagt, dass die Rückseite mit Gain 1 nutzbar ist. Das ist die Angabe vom Hersteller. Nils hat das nochmal messtechnisch untersucht. Das ist auch so, jedoch fällt es unter Winkeln doch eher stark ab. Daher wäre das eher nicht meine Empfehlung das zu nutzen. Bitte entschuldigt, aber ich sage es lieber ehrlich als es so zu verkaufen.


    Das weitere Vorgehen ist nun folgendermaßen. Ich habe schon die ein oder andere Anfrage erhalten. Allerdings wollten alle auch ein Musterstück haben. Das kann ich auch nachvollziehen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Laufmeter etwa 250 Euro kosten wird (bei etwa 210 cm Rollenbreite). Leider ist das nicht so einfach, weil dieses Tuch eine Sonderanfertigung ist. Daher habe ich mir überlegt, dass ich nun die Mindestmenge von 10 Meter bestelle und es mit Nils teile. Dann baut Nils sich seine Leinwand. Und mit unserer Hälfte werden wir eine Prismasonic Konfektionierung machen und das im Showroom in Hamburg präsentieren. Von dem Rest werde ich Musterstücke schneiden und leihweise verschicken. Bis es soweit ist, wird es wohl etwa 5 Wochen dauern. Falls also Jemand jetzt "blind" das Tuch haben möchte, sollte er sich zügig bei mir melden.



    Vielen Dank und Gruß


    Stefan

  • Hallo allerseits,

    es ist schon eine Weile her, dass ich das Teststück vom Stefan Becker bei mir hatte, aber besser spät als nie.

    Als der Stefan fragte, welche Größe ich gern hätte, habe ich natürlich "so groß wie möglich" geantwortet. Was dann kam, war ein 1mx1,5m großes Stück, mit dem man einen wirklich guten Eindruck gewinnen konnte. Mit den üblichen DIN A4 großen Stücken hat man ja nur einen kleinen Eindruck. Also hier schon einmal top und vielen Dank an Stefan. :respect:

    Der Nachteil bei einem so großen Stück: Man kriegt sie nicht mehr so gut gespannt, also wurden die Stecknadeln durch Klebeband ersetzt.

    Anbei erst einmal ein paar Impressionen zum Selberschauen. Opera High Gain vs. Cheap Trick. Viel Spaß.

  • Ja, das Fazit? Gehen wir mal die wichtigsten Punkte durch:


    Helligkeit: Dafür machen wir ja den ganzen Spaß. Wie man an den Fotos erkennen kann, ist die Opera deutlich heller als die Cheap Trick. Aber: Sie ist nicht so viel heller wie erwartet. Die Cheap Trick mit einem Gain von 0,8-0,9 müsste nur gut halb so hell sein wie die Opera. Man sieht den Unterschied deutlich, aber sie blendet nicht. Das war für mich etwas überraschend, aber wie in einem anderen Thread hier diskutiert wird, arbeitet das Auge eben nicht linear. Noch vor wenigen Monaten hätte ich gedacht, ein Projektor mit kalibriert 2.500 lumen würde mir reichen, jetzt bin ich nicht mehr ganz so sicher. 5.000?


    Hotspot: Den sieht man auf den obigen Fotos mehr als deutlich. In der Realität ist der Hotspot nicht ganz so gut zu sehen. Ob man das im Film erkennen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber ja, er ist da. Der horizontale Hotspot lässt sich noch durch eine curved screen reduzieren.


    Sichtbare Perforation: Ich sehe aus 3,2 m Entfernung keine Unterschiede zum Cheap Trick, aber ich habe auch keine Adleraugen. Ich sehe eine leichte Unruhe im Bild. Also selber testen.


    Glitzern: Je höher der Gain, desto stärker das Glitzern. Eigentlich. Wie Nils in seinen bahnbrechenden Untersuchungen herausgefunden hat, hat die Opera High Gain einen hohen Gain und geringes Glitzern. Ich würde es nicht mal als Glitzern bezeichnern, sondern eher als Schimmern. Es ist definitiv unauffällig, aber natürlich mehr als bei einer neutralen Leinwand. Also selber testen.


    Schärfe: Schwierig. Ich hatte spontan den Eindruck, dass die Cheap Trick etwas schärfer ist. Im Detail (siehe auch die Fotos) fiel mir das aber nicht so auf. Es kann durchaus daran liegen, dass ich das Teststück nicht 100% gespannt bekommen habe. Hier also noch ein kleines Fragezeichen. Allerdings hätte ich es umgekehrt erwartet. Ich dachte, die Webstruktur eines Tuches würde mehr stören als die Löcher in einer planen Leinwand. Hier also kein eindeutiges Ergebnis. Aber wie gesagt, wenn ich mir Details angeschaut habe, dann sah ich keinen Schärfeunterschied.


    Hochtondämpfung: Hat Nils ermittelt, sie ist gering.


    Fazit: Die Opera High Gain hat eine nur geringe Hochtondämpfung, ist deutlich heller als die Cheap Trick, weist praktisch kein Glitzern auf, hat dafür aber einen Hotspot. Letzteres erscheint mir angesichts des Helligkeitsgewinns verschmerzbar. Schalldurchlässige Leinwände stellen immer einen Kompromiss dar, aber die Opera High Gain macht diesen Kompromiss echt klein. Sobald es geht, werde ich meine Cheap Trick durch eine curved Opera High Gain ersetzen. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich sehe derzeit keinen Grund, eine andere schalldurchlässige Leinwand zu nehmen als die Opera High Gain. Man hat gegenüber anderen schalldurchlässigen Tüchern fast keine Nach-aber sehr viele Vorteile.


    Dank: Mein besonderer Dank geht an Nils, der die Opera High Gain durch aufwendige und sachkundige Forschung gefunden hat und der uns an seiner Reise hat teilhaben lassen. Es ist klasse, da man sich bei Nils auf seine Angaben verlassen kann. Und an Stefan Becker für die Zurverfügungstellung des großen Testmusters.

  • Hochtondämpfung: Hat Nils ermittelt, sie ist gering.

    Bitte schau Dir die Messung von Nils noch einmal an. Die Dämpfung ist alles andere als gering. Die Kammfiltereffekte sind extrem stark ausgeprägt.

    Z.B. 10db schmalbandige Dämpfung bei knapp unter 9kHz.

    Die maximale Dämpfung beträgt 15db! schmalbandig zwischen 10 und 20kHz.

    Das ist brutal!

    Man kann die Dämpfung auch nicht mit einem EQ ausgleichen.

    Erklärung:

    Die Dämpfung entsteht hauptsächlich durch Kammfiltereffekte.

    Kammfiltereffekte entstehen dadurch, dass der Schall teilweise durch das Tuch geht und teilweise wieder zurück geworfen wird. Der zurück geworfene Schall wird von der Schallwand des Lautsprechers oder dessen Membranen wieder nach Vorne reflektiert und addiert sich konstruktiv oder destruktiv mit den Ursprungssignal. Daher der name Kammfiltereffekt. Der Frequenzgang zeigt schmalbannige Überhöhungen und Löcher. Er sieht aus wie ein Kamm.

    Die Frequenzen, bei denen Auslösungen oder Überhöhungen entstehen sind aber nicht konstant da Sie wegabhängig sind. Damit sind Sie aber auch winkelabhängig. Je nachdem, wie man den Kopf bewegt ändern sich die Frequenzen. Bewegt man die Lehne nach Hinten erhält man ein völlig anderes Intereferenzmuster.

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