Der Screen Research Diskussionsthread

  • Also Fazit aus der Diskussion:

    Wer auf bestmöglichen Klang in seinem Heimkino Wert legt, der lässt die Leinwand am besten weg. :):sbier:

    Nö, das würde ich so nicht sagen... Mich selber wundert der Trend zurück zur Perforation gerade selber. Es hat ja einen Grund warum nahezu alle keine Folien im Kino haben. Damals war halt der Ton mehr im Fokus, und da ist ein Gewebe einfach besser. Ist ja nicht so, also hätte wir damals nicht verglichen ;-)

    Ich selber kann auch das Thema Schärfe bei mir nicht nachvollziehen, was aber an meinem 4k Shift Beamer liegen kann. Ich habe Muster hier und sehe da am Sitzplatz keinen Unterschied. Zwar glaube ich dem Andi_Cres hier, der intensiv verglichen hat, nur ist sein Beamer für mich dafür kein Maßstab, da der nicht nur um ein vielfaches heller ist, sondern auch sehr scharf sein wird.


    Davon ab gibt es ja auch eine Menge anderer Sachen die zu beachten sind... Ich habe die Lautsprecher links und rechts neben der Leinwand... Da ist das Tuch total egal...

    Was Reflexionen vom Ton angeht: Da sind beide ein großes Segel und der Vorteil der Gewebeleinwand ist auch nur dann gegeben, wenn hinter der Leinwand absorbiert wird, was oft nicht der Fall ist...

  • Das der Center und Main hinter der Leinwand beeinflusst werden ist klar, der Kammfiltereffekt zwischen Center und LW ist auch klar. Ich beziehe mich auf Deine Aussage, das die BackSR von vorne über die LW zu hören sind. Diese Reflexion der Back SR auf der Leinwand interessiert mich.


    Also konkret:

    Ausgehend vom BackSR: Schall geht durch den Raum - Schallreflexion an LW - reflektierter Anteil kommt am Hörplatz an.


    Daher auch meine Fragen zur unterschiedlichen Raumakustik in Abhängigkeit der Tuchart und deren Reflexion.


    Aber vl haben wir wirklich aneinander vorbei geredet. :sbier:

  • Nabend,


    ja ich würde den Trend eher in Richtung "schärfere" und hellere Projektion ansehen, was sich auf generell größeren Leinwänden mit immer weniger Abstand stützt.

    Daher hat sich der Anspruch an ein Bild mehr geändert, weil einfach mit entspr. Technik mehr geht.:zwinker2:

    Auch im Tonbereich greifen viele User zu drastischen Maßnahmen, als es vielleicht früher der Fall war.


    Und es ist wirklich der Fall, das eben ein Gewebetuch native Schärfe "raubt", daher geht der Trend wieder zu mehr Folien, die aber auch andere Löcher und Lochanzahl besitzen, als es früher zu kaufen gab.


    Nur bleibt eine Leinwand immer ein Kompromiss aus vielen Dingen. Und auch eine LED Wand ist ein Kompromiss:zwinker2:, je nachdem was für ein Anspruch auch dort benötigt wird.


    Geht es um bestmöglichen Klang (eben für Musik), der sollte in der Tat kein Tuch (egal was) davor hängen haben, nur dann ist i.d.R auch eine andere Priorität vorhanden.

    Oder die LS stehen eben nicht hinter der Leinwand. Daher für Stereo Musik seitlich davon und bei Filmen dann mit dem hinter der Leinwand stehenden Center. Auch eine Variante.


    ANDY

  • Nabend,


    deswegen sollte es hinter der Leinwand auch absorbierend sein und nicht reflektiv. :zwinker2:

    Ich könnte mir schon eine gewisse Reflexion von der Leinwand (wenn schallhart dahinter) wieder zurück vorstellen.

    Aber hängt auch von der Fläche der LW und Entfernung zu den hinteren LS sicherlich ab.

    Und auch von der Raumhöhe/Größe, was das ggf. für negative Auswirkungen hat.


    ANDY

  • Gerade dann, wenn der gesamte Raum akustisch optimiert ist und eine kurze NHZ hat, sind Reflexionen durch die Leinwand sehr wohl hörbar.
    Bei einer akustisch transparenten Leinwand und einer dahinter liegenden absorbtion ist der Effekt sicher deutlich geringer.
    Ich habe so einen auch schon mal, in Verbindung mit einer Curved Leinwand, als sehr störend empfunden. In besgatem Heimkino wurde der Schall der Surrounds wie durch eine Staellitenschüssel auf den Sitzplatzt zurückgeworfen. :blush:

  • Mich selber wundert der Trend zurück zur Perforation gerade selber. Es hat ja einen Grund warum nahezu alle keine Folien im Kino haben.

    Also ehrlich gesagt bin ich nicht mal sicher ob es so einen Trend überhaupt gibt. Gut, ein paar Leute (eigentlich immer die selben) propagieren sie und diskutieren darüber und noch weniger überlegen ernsthaft, ob sie nicht doch eine Folie nehmen sollen, aber das reicht für mich nicht aus, um von einem Trend zu sprechen.

  • Mich selber wundert der Trend zurück zur Perforation gerade selber.

    Ich kann diesen Trend nicht erkennen. Bisher hat kaum einer von Gewebe auf Mikroperforiert gewechselt.


    Es hat ja einen Grund warum nahezu alle keine Folien im Kino haben. Damals war halt der Ton mehr im Fokus, und da ist ein Gewebe einfach besser. Ist ja nicht so, also hätte wir damals nicht verglichen

    Naja, wer hat denn wirklich verglichen damals? Außer akustischen Messungen kam da doch nicht viel. Mikroperforierte wurden fast immer von vornerein ausgeschlossen.:zwinker2:


    Und es war ja auch nicht so, dass vor den Gewebetüchern alle mikroperforierte Tücher hängen hatten. Mikroperforierte waren schon immer sehr exotisch. Vor den Gewebetüchern hatten wir in der breiten Masse einfach gar keine akustische Transparenz, sondern den Center unter der Leinwand. Erst mit den Geweben und den dedizierten Heimkinoräumen hat sich akustische Transparenz richtig verbreitet.


    Das heißt auch im Umkehrschluss: die meisten haben nie mikroperforierte Folien gesehen oder verglichen, weil in den Foren immer nur Gewebe diskutiert und empfohlen wurden. Die mikroperforierten wurden meist von vornerein ausgeschlossen. Für den Ton gut, für das Bild nicht wirklich (je nach Sitzentfernung).

  • Sehe ich exakt so wie Nils (Follgott):

    Nach vielen Jahren in denen die Gewebetücher bei den LW-Tüchern absolut dominiert haben sind wir ja jetzt gerade erst an einem Punkt an dem über die Alternative mikroperforierte Folie überhaupt mal wieder angefangen wird zu diskutieren.

    Und das finde ich absolut begrüßenswert. :)

  • Sehe ich exakt so wie Nils (Follgott):

    Nach vielen Jahren in denen die Gewebetücher bei den LW-Tüchern absolut dominiert haben sind wir ja jetzt gerade erst an einem Punkt an dem über die Alternative mikroperforierte Folie überhaupt mal wieder angefangen wird zu diskutieren.

    Und das finde ich absolut begrüßenswert. :)

    Das sehe ich auch so.

    Wie bereits mehrfach geschrieben wurde ist eine Leinwand immer ein Kompromiss.

    Die immer-und-für-alle-beste-Lösung gibt es nicht da die Ansprüche und die individuellen Randbedingungen variieren.

    Übrigens … obwohl ich es selber nicht so habe denke ich, dass eine AT Gewebeleinwand für die meisten Fälle die beste Lösung ist.

    :)

  • Naja, wer hat denn wirklich verglichen damals? Außer akustischen Messungen kam da doch nicht viel. Mikroperforierte wurden fast immer von vornerein ausgeschlossen. :zwinker2:


    Und es war ja auch nicht so, dass vor den Gewebetüchern alle mikroperforierte Tücher hängen hatten. Mikroperforierte waren schon immer sehr exotisch. Vor den Gewebetüchern hatten wir in der breiten Masse einfach gar keine akustische Transparenz, sondern den Center unter der Leinwand. Erst mit den Geweben und den dedizierten Heimkinoräumen hat sich akustische Transparenz richtig verbreitet.


    Das heißt auch im Umkehrschluss: die meisten haben nie mikroperforierte Folien gesehen oder verglichen, weil in den Foren immer nur Gewebe diskutiert und empfohlen wurden. Die mikroperforierten wurden meist von vornerein ausgeschlossen. Für den Ton gut, für das Bild nicht wirklich (je nach Sitzentfernung).

    Natürlich haben wir verglichen und zwar fast in gleicher Art und Weise wie du es jetzt tust, aber halt unter anderen Bedingungen:

    - kleiners Bild

    - weniger Helligkeit

    - weniger Auflösung

    - dadurch mehr Fokus auf TON

    - weniger Headroom im Hochton


    Damals hatten wir halt gar keine Transparenten Leinwände und haben geschaut, was man vom Kino ins Wohnzimmer / Heimkino transportieren kann.


    Ich kann halt unter Realbedingungen (Betrachtung vom Sitzplatz) nur einen wirklichen Punkt ausmachen: "Helligkeit" und am Ende ja auch der Grund, warum du den Test überhaupt gemacht hast. Mit meinem Beamer sehe ich z.B. am Sitzplatz bei gleicher Helligkeit keinen Unterschied zwischen Gewebe und Mikroperforation. Mag sein das mein Beamer zu schlecht ist, aber wir konnten das auch an einem N5 und einem 7900er nicht ausmachen. Dabei meine ich nicht Messungen, sondern einfach ein subjektiver Vergleich vom Sitzplatz aus.


    Natürlich begrüße ich dennoch das man wieder mal nach links und rechts schaut. So eine Kombi mit Curved und Opere High Gain finde ich total spannend, gerade in Zeiten von HDR usw.. Ich bin gespannt wie das bei Dir am Ende ausschaut, wenn gleich ich auch da das Thema Hochton kritisch sehe. Du fährst dann in jedem Fall im roten Bereich mit den Hochtönern, was man aber auch ändern kann (du sowieso :sbier:)

  • Lange gab es bei uns auch nur Stewart als microperf. Tuch. Richtig teuer, aber gut. Diverse Veranstaltungsfolien und professionelle Kinotücher gabs nicht in Haushaltsmengen oder waren sehr schwer zu bekommen. Mit Screen Research kam das Gewebe so richtig in den Markt. Nicht billiger als Stewart aber eben anders und akustisch im Vorteil. Das dürfte um 2005 gewesen sein und die Franzosen waren noch am Ruder. Der Moiré-Effekt war eine Freude und mit Trickserei (Tuch drehen - andere Zoomeinstellungen) kriegte man das auch hin. Mich freut es, dass die Leinwandentwicklung voll in Fahrt ist. Fast im Jahrestakt kommen neue Hersteller und Tuchvarianten auf den Markt.

    Regelmäßig wird dann auch eine neue Sau (ähm Tuch) durchs Dorf getrieben.


    Zitat



    Ich kann diesen Trend nicht erkennen. Bisher hat kaum einer von Gewebe auf Mikroperforiert gewechselt.

    Trend sehe ich auch keinen. Wieviele haben sich denn hier im Forum ein microperf. Tuch gekauft?

    Glaubenspositionen die eine Lösung prinzipiell ausschließen halte ich für deplatziert. Beide LW Techniken haben Vor.- UND Nachteile.

    Die Projektoren werden auch immer schärfer, mit höherer Auflösung und vor allem günstiger.

    Welches Bild will ich haben? Wie hell, mit welchen Sitzabstand in welcher Qualität.

    Mich wundert das oft Projektor und Leinwand getrennt diskutiert wird. Die Kombination macht doch das beste Bild.

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