The Batcave Theatre - Planung und Bau

  • Außerdem ist das IPS-Panel nicht gut geeignet. Das sieht man im Filmbetrieb doch sehr durchscheinen, dachte durch den Stoff dunkelt das genug ab. Da wäre OLED besser, damit man die Monitore anlassen kann und sie im Betrieb trotzdem nicht stören

    Ich habe ND Folie aus dem Fotobereich vor meinen Monitor geklebt. Dann ist der pechschwarz und die Schrift ist trotzdem lesbar.

    Sowas zum Beispiel: https://amzn.eu/d/eYGlg7V

  • Hallo Pascal,

    ich bin heute über Dein fantastisches Projekt hier im Forum "gestolpert" und habe die letzen 3 Stunden damit verbracht, mir alles durchzulesen und anzusehen.


    Ein unglaubliches Kino hast Du da auf die Beine gestellt, Hut ab auch vor der Planung und der handwerklichen Ausführung. Noch beeindruckender für mich die Tatsache der ausführlichen Dokumentation, der handwerklichen Tips und der Vielzahl von Ideen, um das alles zu verwirklichen. Ich werde einiges davon mitnehmen in mein diesjähriges Projekt Ich bin der Neue … welches ich mit ANDY_Cres von ARLED angehe, mehr Infos dazu kommen in den nächsten Tagen. Das ganze wird ein "Garagenlounge-Kino" im Cyperpunk-Style und da kann ich viele Anregungen von Dir gut mitnehmen. Zum Beispiel die Maskierung der Leinwand (bei mir eine MICRO-LED Wall) find ich mega, mal sehen ob das bei mir auch möglich ist.


    Weiterhin viel Spaß mit Deinem tollen Kino und ich bin gespannt was da noch so kommt :respect:


    Viele Grüße

    Holger

  • Ein weiteres Update im Batcave Theatre dreht sich um das Thema Multiformatfilme.

    Zur Erinnerung: Ich habe eine Leinwand mit Basisformat 2:1, welche seitlich (links/rechts) und von oben maskierbar ist.


    Multiformat-Filme wurden bei mir bisher auf Cinemascope-Breite abgespielt und auf entsprechendes Format maskiert.

    Also z.B. bei einem Film, welcher 2,4 und 1,78 Anteile hat: Leinwandmaskierung auf 2,4 . die höheren Anteile werden Dank MovieStarter auf die gesamte Bildbreite gezoomt und mittels PANSCAN-Datei wieder an den unteren Bildrand geschoben. Das führte allerdings dazu, dass alles höher als 2,4 oben im Kasch der Maskierung projiziert wurde - das hat doch ziemlich gestört. Leider gab es hierfür für meine Konstellation keine direkte Lösung, wie FoLLgoTT im Post hier

    erklärt hat (lieht an den Custom-Resolutions).


    Daher habe ich das Thema weiter analysiert.

    Erstmal habe ich mir alle Multiformat-Filme in meiner Datenbank geschnappt und die Formatverhältisse angeschaut, mit folgenden Erkentnissen:

    1. Es gibt doch deutlich weniger Multiformat-Filme als ich dachte! Gerade mal 21 Stück in meiner Sammlung von 1400+ Filmen. Dafür hat mich das Thema doch schon erstaunlich oft gestört..
    2. Es gibt unterschiedliche Arten, wie Multiformate eingesetzt werden: Von "Könnte ein gewolltes Stilmittel sein" bis hin zu "völlig abstrus, was soll das?" :-)

    Hier mal ein Beispiel für "Könnte ein gewolltes und sinnvoll eingesetztes Stilmittel sein" - Aquaman:

    pasted-from-clipboard.png

    Genau 2 Formate, relevant viele Anteile im höheren 1,78-Format, nur relativ wenig Wechsel.


    Dahingegen ein Beispiel für "Was soll das?" - Transformers:

    pasted-from-clipboard.png

    Mehrere Formate, mehrere hundert Formatwechsel.


    Da ich beim Anschauen von MI8 - als mal wieder höhere Anteile störend in die Maskierung gebeamt wurden - manuell die Maskierung an die jeweilige Bildhöhe angepasst habe, habe ich für mich festgestellt, dass es mich deutlich weniger stört wenn die Maskierung sich während des Films anpasst als gedacht.

    Daraus abgeleitet wollte ich folgende Strategie testen:

    • Multiformat-Filme sollen als CIW (Constant-Image-Width) abgespielt werden - heißt immer volle Bildbreite genutzt, auch bei Formaten < Basisformat 2:1
    • Bei "sinnvollen" Formatwechseln will ich diese mitnehmen - Maskierung soll sich während des Films anpassen (nur oben, nicht seitlich, da immer volle Bildbreite)
    • Anzahl der Anpassungen der Maskierung sollte möglichst gering ausfallen:
    • - wenn z.B. nur wenige Sekunden ein Cinemascope Format zwischen einem 1,x Format verwendet wird soll die Maskierung hierfür nicht wieder runterfahren.
    • - oder zwischen zwei 2,4 Szenen nur wenige Sekunden 1,x Format läuft, soll die Maskierung nicht hochfahren - dafür aber der Teil oben abgeschnitten werden, damit nichts in die Maskierung gebeamt wird.

    Hier zur Verdeutlichung zwei Beispiele.

    Aquaman:

    pasted-from-clipboard.png

    Die obere Zeitleiste zeigt die tatsächlichen Formatwechsel im Film.

    Die unteren beiden die von mir manuell eingestellten Maskierungs- und Cropformate. Alles <2:1 wird automatisch beim Abspielen in Vollbild 2:1 dargestellt und ggf. oben abgeschnitten.

    Wie ihr seht, habe ich die Anzahl der Formatwechsel auf ein Minimum reduziert. Zum Beispiel wird der kurze 2,4-Einschub bei Minute 30 im 2:1 Format belassen, auch die Maskierung - heißt hier habe ich dann zwar ein kurzes Stück 2,4 Film bei voller Öffnung der Leinwand (2:1 Format), also einen nicht maskierten schwarzen Balken oben - dafür aber keine Störung durch eine sich bewegende Maskierung.

    Andererseits wird der kurze 1,78 Abschnitt bei Stunde 01:25 auf 2,4 beschnitten - hier soll die Maskierung für diesen Mini Abschnitt nicht wieder hochfahren, sondern im Cinemascope Format bleiben und der obere Teil abgeschnitten werden.


    Hier noch ein Beispiel (The Dark Knight):

    pasted-from-clipboard.png

    Auch hier habe ich die Formatwechsel minimiert und die Mini-Abschnitte der 1,78 Anteile einfach auf 2,4 gecroppt. Nur bei längeren Passagen oder durch nur kurze 2,4 Abschnitte unterbrochene Anteile wechselt die Leinwandmaskierung ins 2:1 Format und wieder zurück.


    Für das "Cropping" habe ich einen Shader gebastelt, der per Web-API beliebig von oben "blankt".


    Ich habe nun für alle 21 Multiformat-Filme manuell mein Wunschverhalten definiert und bisher 2 Filme mit aktivierter "Multiformat-Anpassung" geschaut. Ich finde es sehr gut gelungen - ich nehme die Erweiterungen des Bilds in die Höhe mit wenn "sinnvoll", hole mir aber keine Nachteile wie fehlende Maskierung mit rein.

    Die Anpassung der Maskierung während des Film stört mich persönlich tatsächlich nicht (habe das so unauffällig wie möglich programmiert - ich behaupte, wenn man nicht weiß wann man drauf achten muss, merkt man es gar nicht :-)!)


    Folgende Learnings für mich:

    • Multiformat ist ein komplizierteres Thema als gedacht :-)
    • Es betrifft aber weniger Filme als ich vemutete.
    • Hätte ich mich schon vor der Wahl der Leinwand mit dem Thema so intensiv beschäftigt, hätte ich mir wahrscheinlich die seitliche Maskierung meiner 3-fach maskierbaren Leinwand komplett gespart - und stattdessen 2,0 bis 1,78-Formate auf 2:1 volle Bildbreite gestreckt und oben abgeschnitten. Also komplett Constant-Image-Width umgesetzt.

    So - ich hoffe es interessiert jemand, war doch ein wenig Aufwand das alles zusammenzuschreiben.


    Viele Grüße

    Pascal


    PS: Hier die komplette Analyse meiner 21 Multiformat-Filme. Vielleicht hilft das anderen zur eigenen Bewertung und Einordnung:

    ARsMultiformat.jpg

  • …. Du glaubst doch nicht, dass man sich in öffentlichen Kinos soviel Gedanken macht wie wir in unseren privaten Heimkinos ….IMAX und Dolby Theater mal ausgenommen.


    Als ich letztens mal Gelegenheit hatte mit einem Techniker für Kinos mich zu unterhalten, war der ziemlich erstaunt worüber wir hier uns immer austauschen … und es lesen hier welche mit 😎

    Das ist auch nicht böse gemeint, aber wieviele Besucher unsere Kinos, oder von öffentlichen Kinos, fällt sowas denn überhaupt auf?


    Ich hatte letzten Freitag Freunde zu Besuch, denen ich anhand Interstellar das NLS vom Envy vorführte.

    Als ich denen dann die Input Anzeige eingeblendet habe, um zu zeigen wie oft dort ein Formatwechsel passierte, mussten beide zugestehen, dass ihnen das noch nie aufgefallen ist.

  • Hat der Beamer kein Blanking?


    Ich blanke auf 21:9 und fertig. Gehe davon aus, dass der Scope so gewählt ist, dass die Filme in "Normalen" Kinos mit CS-Leinwand vorgeführt werden können, nicht nur in IMAX Kinos.


    Wenn man das nicht möchte, da die Filme scheinbar sowieso per PC abgespielt werden, kann man eine automatische Bildeinpassung nutzen. Namor hat dazu mal einen Anleitung gepostet.

  • Welche Datenbank hast du für die Analyse genutzt?

    Die Analyse basiert auf der "Deepscan"-Funktion des MovieStarters (erzeugt eine .panScan-Datei mit den Formatwechseln). Der Abspann wird offenbar nicht immer richtig erkannt, liegt eigentlich fast überall in 2,4 vor.

    Hat der Beamer kein Blanking?

    Doch, aber Blanking mache ich ja jetzt mit dem Shader (einfacher zu automatisieren und auch während der Filmwiedergabe zeitlich exakt anpassbar).

    Gehe davon aus, dass der Scope so gewählt ist, dass die Filme in "Normalen" Kinos mit CS-Leinwand vorgeführt werden können, nicht nur in IMAX Kinos.

    Das ist mit Sicherheit richtig. Mir geht es ja um den gewollten Effekt der Bildöffnung nach oben. Ich habe ja eine 2:1 Leinwand und kann daher den Großteil des nach oben geöffneten Bildes mitnehmen, ohne an Bildbreite zu verlieren oder seitlich maskieren zu müssen.

    Natürlich könnte ich alternativ einfach komplett auf 2,4 blanken/maskieren (so mache ich das z.B. auch bei Transformers mit unendlich vielen Formatwechseln). Aber bei einer überschaubaren Anzahl, mit vermeintlich gewollter Intention, wollte ich eben ausprobieren ob ich die Wechsel mitnehmen kann. Bis jetzt sag ich: Ja, geht und gefällt mir gut :-)


    Wenn man das nicht möchte, da die Filme scheinbar sowieso per PC abgespielt werden, kann man eine automatische Bildeinpassung nutzen. Namor hat dazu mal einen Anleitung gepostet.

    Klar, gibt noch viele weitere Möglicheiten damit umzugehen. Sicherlich auch Geschmackssache.



    Frage mich wie das in öffentlichen Kinos funktioniert? Dort fährt doch auch nicht der Vorhang/Maskierung auf und zu.


    Zumindest ist mir das noch nie aufgefallen.

    Ja, spannende Frage. Normalerweise ist in einem normalen öffentlichen Kino ja CIH umgesetzt. War aber bei keinem der obigen Filme im Kino, daher kann ich dazu nix sagen..

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