Der Heimkinoraum von Aries

  • Ich habe das Bild gerade auch meiner Frau gezeigt und ihr damit gezeigt, dass es auch noch viel schlimmer geht 😂

    Ja, es ist schon schlimm ... und ich dachte am Anfang dass ein 250 cm hohes Geräterack so großzügig geplant wäre, dass ich damit für alle Zeiten auf der sicheren Seite wäre.

    Tja, so kann man sich irren, ich musste ja nun notgedrungen die Endstufen upgraden weil ich sonst die Kanäle nicht mehr untergebracht hätte ...

    :) :woohoo: :freu:

  • Zum Thema Endstufen. War ebenfalls der Meinung das Endstufen nur minimal was tatsächlich beitragen ...

    Bis man mal wirklich krasse Endstufen gehört hat. Die Dynacord die ich benutze haben meine Endstufen die davor drin waren komplett in der Luft zerschossen.


    Frequenzgang ist das auch garnicht. Ein Frequenzgang ist auch nur ein Teil von Ton. Aber der ist vielschichtig. Solange da nicht groß rumgesounded wurde passt der aber.

    Ist halt SNR,THD,Impulsgeschwindigkeit usw usw

    Tendenziell bin ich der Meinung Verstärker sind für die Bildung einer Bühne extrem wichtig. Schlechtere Endstufen Arbeiten die Zeitinformationen nicht so genau heraus das unser Gehör/Gehirn überlistet wird. Richtig gute Endstufen können das.

    Natürlich ist der Lautsprecher selbst dafür auch extrem wichtig ... ist halt ne Kette und das schwächste Glied macht es kaputt.


    ABER bei aller liebe. Das Geld das man in Endstufen buttern muss um da dann doch noch relevant aber eben die letzten Prozente zu holen. Da ist erstmal der Raum, Lautsprecher, Aufstellung usw usw viel wichtiger als die Endstufen. Ist also wirklich so ne Sache, du hast alles andere? Endstufen machen noch Sinn aber sind halt Teuer im Regelfall.

  • Ja, da kannst du dir sicher sein, dass bei Aries alles andere wirklich optimiert ist.

    Nach meinem befinden sind die Lautsprecher aller erste Sahne. Da steckt eine ganze Menge Entwicklungsarbeit drin. Das Ergebnis ist genial geworden.

    Auch bezüglich der Aufstellung und der Akustik-Maßnahmen im Raum wird sich kaum jemand annähernd so viele Gedanken gemacht haben, so viel gelesen haben und so viel ausprobiert haben, wie Aries.

    Ich habe seinen Kino vor seinem Update genießen dürfen und war auch wirklich begeistert. In meiner Vorstellung gab es noch wenig Luft nach oben. Deshalb freue ich mich sehr, dass er durch seine neuen Endstufen für sich noch ein Zugewinn erhalten hat.


    Grundsätzlich sehe ich es natürlich auch so, Das erste Mal alle anderen Komponenten optimiert sein müssen, bevor man so viel Geld in die Endstufen steckt. Wie gesagt, in diesem Fall passt alles optimal zusammen.


    Nachtrag: optisch finde ich die Endstufen auch toll.

    ...nein, ich fahre (leider) keinen Porsche. (auf die häufige Frage zu meinem Nicknamen).

    Einmal editiert, zuletzt von nl-911 ()

  • da kannst du dir sicher sein, dass bei Aries alles andere wirklich optimiert ist.


    Ganz herzlichen Dank für die Blumen!

    :sbier:


    = = =


    Aufgrund der für mich unerwarteten Erfahrungen habe ich die letzten Tage über einige Punkte nachgedacht ...


    Es wird ja oft das Bild vom "schwächsten Glied einer Kette" bemüht.

    Ich denke, das Bild geht in die richtige Richtung, wobei man es allerdings nicht ganz so schwarz - weiß sehen sollte.

    Bei einer Kette mit 3 Gliedern wäre es so, dass eine 100% - 70% - 100% Kette die gleiche Kraft übertragen kann wie eine 70% - 70% - 70% Kette, nämlich 70%.

    Das wird bei einer Wiedergabekette, egal ob Ton oder Bild, i.d.R. nicht so extrem ausfallen, in der Tendenz passt es aber.

    Sinnvollerweise sollte man also die Priorität auf das schwächste Glied der Kette legen weil dort am meisten zu holen ist.

    Vermutlich ist das bei meiner Installation einer der Gründe warum die Endstufen sich hier recht deutlich bemerkbar gemacht haben.


    Daneben spielt es eine Rolle wie aufwendig die jeweiligen Verbesserungsmassnahmen sind.

    Insbesondere mit raumakustischen Massnahmen lässt sich für wenig Geld viel bewirken.

    In einem Wohnzimmer mag man dennoch hier duch ästhetische Erwägungen (oder den WAF) beschränkt sein so dass hier nur ein Kompromiss möglich ist.


    Die Lautsprecher sind natürlich besonders wichtig, in meiner Installation sind sie aber auch mit großem Abstand die teuerste Position.

    Zumal ich aufgrund des aktiv getrennten 4-Wege-Konzepts auch so viele Endstufenkanäle benötige, mit passiven Lautsprechern wären es nur 16 statt nun 46 (ohne Subwoofer).


    Nach der neuen Erfahrung würde ich in einem - das ist wichtig: - ansonsten bereits optimierten Setup* den Gewinn durch die Purifi Endstufen mit dem einer Altitude vergleichen.

    Eine Altitude hat allerdings neben den klanglichen Vorteilen auch noch einige Features die ihren Nutzen steigern.


    *In einem nicht optimierten Setup ist der Gewinn mit einer Altitude deutlich größer da sie z.B. Schwächen im Amplitudengang der Lautsprecher ausgleicht.

    In einem optimierten Setup braucht die Altitude weniger zu korrigieren und damit ist der klangliche Gewinn auch geringer.


    Bei meinem Setup bewerte ich die Lautsprecher und die Raumakustik (sowie deren Abstimmung aufeinander) als die beiden wichtigsten Faktoren für den Klang, die Altitude und die Endstufen bringen dann die letzten paar Prozent.


    Und bei den letzten paar Prozent sollte man auch erwähnen, dass es schon entsprechend hochwertiges Tonmaterial braucht damit diese Prozent auch wirklich zum Tragen kommen.

    Aber das ist auch mit den Subwoofern so, auch die sind nicht bei jedem Film und jeder Szene gleichermaßen gefragt.


    Dazu habe ich auch noch einmal überlegt wo denn nun die klanglichen Unterschiede der Endstufen herkommen.

    Von den technischen Daten her sind (gute und noch bessere) Endstufen nahezu perfekt.

    Okay, Rauschen kann bei der Stageline an wirkungsgradstarken Lautsprechern ein Thema sein.

    Aber Amplitudengang, Klirr, Intermodulationsverzerrungen, ... diese Werte liegen i.d.R. auf einem Niveau, dass es klanglich keinen Unterschied machen * sollte *.


    Und doch gibt es einen hörbaren Unterschied - wie beschrieben insbesondere bei komplexeren Signalen.

    Das lässt mich vermuten, dass es vielleicht doch die Intermodulationsverzerrungen sein könnten.

    Und vielleicht spielt auch die dynamische Wechselwirkung mit dem Lautsprecher noch eine Rolle, da der Lautsprecher auch ein Signal zurück in die Endstufe speist.


    Es gibt sicher Möglichkeiten die klanglichen Unterschiede messtechnisch zu erfassen und zuzuordnen, zumindest für mich ist es aber nicht klar worauf man nun speziell achten sollte.

    Und i.d.R. liegen solche aufwendigen / erweiterten Messungen auch nicht vor.

    Als erste Näherung kann man sich vielleicht mit allgemein niedrigen Verzerrungen behelfen in der Erwartung, dass damit auch die relevanten Verzerrungen bei komplexen Signalen geringer sind.


    Hier muss ich an dieser Stelle Stefan beckersounds im Nachhinein Recht geben, der mich schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen hatte, dass die Hypex nCore Module bessere Werte als die Pascal Module aufweisen.

    Die Purifi Module sind soweit ich weiß eine Weiterentwicklung der nCore Module.

    Möglicherweise ergibt sich damit ein klangliches Ranking von Purifi etwas besser als nCore besser als Pascal - da ich nCore nicht getestet habe ist das jedoch nur eine Vermutung.

    Preislich ist es zumindest klar: Purifi deutlich teurer als als nCore etwas teurer als Pascal.

    Aus Sicht Preis - Leistung wären dann die nCore Module der Sweet Spot.

    Die Pascal wären die Empfehlung wenn das Budget entsprechend begrenzt ist und die Purifi eine Option wenn zu viel genug Spielgeld vorhanden ist.

    :)

  • Dein Kettenbeispiel hinkt etwas. ☺️ In einer AV-Kette hast Du ja eine Reihenschaltung, d.h. 70-70-70 wäre viel schlechter als 100-70-100, da du die Prozente multiplizieren musst.

    Ich hatte ja geschrieben, dass das Beispiel mit der Kette zu stark vereinfacht ist.

    Die Multiplikation passt mMn aber auch nicht so richtig.


    Ein Beispiel zur Erläuterung ... nehmen wir Abweichungen vom linearen Amplitudengang.

    Wenn wir zwei Komponenten mit gewissen Abweichungen haben dann wird im Mittel die Summe zweier kleiner Abweichungen geringer sein als eine größere Abweichung weil die Abweichungen im Mittel nicht an den gleichen Stellen liegen.

    Konkrete Zahlen zur Illustration:

    Fall 1 / Komponente 1: +1 dB @ 500 Hz, Komponente 2: - 1 dB @ 3000 Hz

    Fall 2 / Komponente 1: +2 dB @ 500 Hz, Komponente 2: keine Abweichung

    Ich bewerte Fall 1 als den günstigeren (es geht nur ums Prinzip, z.B. ob nun eine Abweichung bei 500 Hz anders zu bewerten ist als bei 3000 Hz spielt dafür keine Rolle).


    Ich denke, dass der statistische Ansatz Summe der Fehlerquadrate als Analogie besser passen könnte.


    Es wird hier nun aber spekulativ, daher will ich die Diskussion hier auch gar nicht weiter fortführen.

    Und wie geschrieben, wir sind uns ja beide einig, dass die Analogie mit der Kette zu stark vereinfacht ist.

    :sbier:

  • Die Multiplikation passt mMn aber auch nicht so richtig.

    Doch, die passt. In linearen Werten entspricht eine Abweichung im Amplitudengang (z.B. Tiefpass oder PEQ) immer einer Multiplikation mit einer speziellen Übertragungsfunktion. Logarithmiert ist es dann eine Addition. +6 dB entspricht ja z.B. einer Verdopplung des linearen Wertes. :)


    Abgesehen davon sind diese ganzen Prozentspielereien rein fiktive Werte, die auf keinen objektiven Daten beruhen. Ich weiß, dass sie im Hifi-Bereich schon ewig gerne hergenommen werden, um den Anschein von objektiven Fakten zu schaffen. Das sind sie aber nicht. Sie sind frei erfunden. :zwinker2:


    Aber zurück zum Thema. Es freut mich, dass du bei dir eine Verbesserung erzielen konntest. :sbier:

  • Das aufwendigste Kapitel meiner Heimkino-Pläne für 2022 ist seit heute geschafft - die Erweiterung von 7 auf 9 Lautsprecher in der Basisebene ist fertig!


    Damit habe ich nun seitliche Surrounds bei 75° und 105°, das neu installierte hintere Paar bei 105° habe ich dabei als die "Haupt" Surrounds SL/SR definiert.

    Wie weiter oben geschrieben hatte das Remapping zwar bei DTS Tonformaten so funktioniert wie gewünscht, nicht jedoch bei Dolby Tonformaten.

    Die wesentliche Motivation für die Erweiterung von 7.x.x auf 9.x.x. war also die passende seitliche Lokalisierung bei Dolby Ton zu erreichen - nach dem ersten Hörtest kann ich bereits bestätigen, dass ich das angestrebte Ziel erreicht habe.


    Mehr zu meinen weiteren Erfahrungen später ...

  • https://www.heimkinoverein.de/…utsprecher-anordnung-png/


    Meine Meinung vor der Erweiterung von 7.x.x auf 9.x.x.war, dass für den Referenzplatz die 7 Lautsprecher ausreichen - sofern das Trinnov Remapping so funktioniert wie es sollte.

    Für DTS Ton war das der Fall, für Dolbyton jedoch nicht und wie bereits geschrieben funktioniert nun mit 9.x.x. die seitliche Positionierung bei Dolbyton so wie gewünscht.

    Besonders deutlich ist der Unterschied übrigens bei dem Atmos Demotrack "Audiosphere" wahrnehmbar.


    Was ist mir sonst noch aufgefallen?

    Da die 6 Surround Lautsprecher nun von den neuen Purifi Endstufen bespielt werden klingt es etwas anders als vorher - besser - daher ist der Vergleich nicht ganz so einfach.


    Zunächst zu meinem Höreindruck auf dem Referenzplatz:


    Hinsichtlich der Geschlossenheit des Klangraums war ich bereits mit 7 Lautsprechern sehr zufrieden.

    Ist es nun noch besser geworden oder nicht?

    Offen gesagt, vielleicht ein bisschen, vielleicht aber auch nicht.

    Der Unterschied ist zumindest nicht so groß als dass ich ihn eindeutig zuordnen könnte.


    Ein Vorteil ist allderings, dass sich der Klangraum seitlich etwas mehr ausdehnt.

    Das ist insofern auch einleuchtend weil die zusätzlichen hinteren Surround-Lautsprecher weiter vom Hörplatz weg sind als die Phantomschallquelle aus vorderem Surroundlautsprecher und Backsurround.


    Einen Nachteil habe ich aber auch gefunden:

    Bei nativer 5.1. Wiedergabe, d.h. nun sind nur die hinteren Surrounds aktiv, die Backsurround und die vorderen Surrounds sind nicht aktiv, funktionieren umlaufende Effekte nicht so gut wie bei nativer 5.1 Wiedergabe mit Phantomschallquelle aus vorderen Surrounds und Backsurrounds.

    Die Phantomschallquelle zwischen L/R @ 30° und Surrounds @ 105° funktioniert erstaunlich gut, es fehlt die Ausdehnung des Klangraums nach hinten.

    Das ist mit Phantomschallquelle mit den Backsurrounds besser.

    Als Option kann ich den Dolby oder den DTS Upmixer verwenden, damit passt es dann.


    Einen interessanten Punkt habe ich übrigens bei den Atmos Musik Aufnahmen von Bookashade und Yello gefunden.

    Da werden die Front-High Lautsprecher öfters genutzt (bei Atmos Filmton sind sie nur sehr selten aktiv) und das ist dann auch als größere Ausdehnung des Klangraums nach vorne-oben wahrnehmbar.


    Daneben habe ich mich auch in die zweite Reihe gesetzt.

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass die zweite Reihe bei mir direkt vor der Rückwandinstallation steht.

    Der Raum ist nur 580 cm kurz und damit ist das unabänderlich.

    In der zweiten Reihe ist es ein deutlicherer Nutzen durch die zusätzlichen Surroundlautsprecher.

    Hier funktionierte die Phantomschallquellenbildung zwischen vorderen Surrounds (oder aus Sicht der zweiten Reihe könnte man auch Front-Wide Position sagen) und Backsurrounds nur mäßig, das ist nun deutlich besser.

    Allerdings funktioniert die Surroundkulisse in der zweiten Reihe immer noch deutlich schlechter als in der Referenzreihe, das gilt ebenso für die Wirkung des DBAs.

    Nun ja, ich sitze da sehr selten.


    Upmixer


    So wie ich das sehe werden bei 5.1 und 7.1 nur dann alle 9 Lautsprecher der Basisebene von der Altitude genutzt wenn der Dolby oder DTS Upmixer aktiv ist.

    Wie bereits geschrieben bin ich nicht so ein großer Fan der Upmixer, für Filmton ist es okay, für Konzerte und Musik bevorzuge ich jedoch den nativen Ton.

    Nun hatte ich eine Idee:

    Ich definiere zusätzlich zum Standardpreset ein weiteres Preset, in dem nur die Lautsprecher der Basisebene enthalten sind, d.h. außer dem Center-High (den brauche ich) sind die anderen 6 Höhenlautsprecher entfernt.

    Damit findet kein Upmixing nach oben statt, die 9 Lautsprecher der Basisebene werden aber wie gewünscht alle genutzt.

    Das habe ich schon mal ausgetestet und das funktioniert so wie ich es mir vorstelle.

    D.h. ich werde zukünftig die Upmixer immer aktivieren - offen ist noch ob immer den Dolby Upmixer oder Neural:X für DTS Ton und DSU für Dolby Ton, damit werden die 9 Basislautsprecher genutzt.


    So viel für heute zu meinen Hörvergleichen.


    Zum Schluss noch, da schon öfters der Wunsch nach mehr Bildern geäußert wurde, ein Foto von letzter Woche vom Zusammenbau des zweiten Aries Lautsprechers.

    Zu sehen ist links die fertig montierte Rückseite der Schallführung mit den oberen 3 Wegen und rechts daneben liegt das Gehäuse.

    Im nächsten Schritt wurde dann die Schallführung in die entsprechende Aussparung des Gehäuses "umgeklappt" und eingeschraubt.


  • Das Geräterack hat mit den beiden weiteren Apollon Endstufen nun den Zielzustand 2022 erreicht:



    Ich denke, das werde ich so lassen, damit fühle ich mich nun "angekommen".


    Wie Ihr seht habe ich die DPSs nochmal anders angeordnet, statt 2 x 5 DSPs zu nebeneinander zwei Türmchen gestapelt habe ich die DSPs nun nebeneinander senkrecht gestellt.

    Das passt mit der Verkabelung besser und so kann ich auch die Wärme besser abführen.

    Die Flex DSPs werden seeehr heiß so dass eine externe Kühlung unbedingt erforderlich ist.

    Vielleicht geht es ohne Lüfter wenn man ein einzelnes Flex frei aufstellt, mehrere nebeneinander oder übereinander werden definitiv zu heiß.

    Mit den vier 120 mm Lüftern, die die Luft aus dem Fach heraus blasen, passt es dann.

    Das Geräusch der Lüfter stört mich übrigens nicht, da es im Kinoraum nicht wahrnehmbar ist.



    In den letzten Wochen habe ich auch (erneut) sehr viel Zeit in die Optimierung der Verkabelung gesteckt.

    Z.B. sind alleine in dem Fach mit den DSPs 10 Stromkabel, 10 SPDIF Kabel (Input), 40 Klinke auf XLR Kabel (Output) sowie die 4 USB Kabel für die Lüfter, und natürlich die 10 DSPs und die 4 Lüfter.

    Da kommt also mit 64 Kabeln schon einiges zusammen ...

    Ich habe tatsächlich mal ein Schaubild für die Signalkabel für die Akustik erstellt (Stromkabel und HDMI zum Projektor sind nicht eingezeichnet):



    Das nächste Kapitel, mit dem ich heute begonnen habe, ist das Review der Raumakustik.

    Insbesondere suche ich nach Optimierungen im Hinblick auf die Diffusoren.

    Erste Hörvergleiche haben erfreuliche Ergebnisse erbracht, hier ein Beispiel eines Aufbaus für einen Hörversuch zur Positionierung der Diffusoren - so wird es übrigens später nicht aussehen:



    Es zeichnet sich ab, dass ich die Raumakustik für Stereowiedergabe und Mehrkanalton zukünftig differenzieren werde.

    D.h. wenn ich zukünftig Stereomusik höre werde ich zusätzliche Elemente im Raum aufstellen, die für Mehrkanal Filmbetrieb dann wieder entfernt werden.

    Es wird also ein bisschen aufwendiger, das ist mir der klangliche Zugewinn aber wert.

    Da ich noch am Testen bin und auch zusätzliche Akustik Elemente beschaffen werde wird das Kapitel Raumakustik noch einige Tage brauchen, dann werde ich auch mehr dazu schreiben.

  • Sehr beeindruckend Aries. Sowohl das Rack und die verwendete Hardware, als auch die Liebe zum Detail, noch mehr jedoch der Drang der stetigen Weiterentwicklung und dabei auch vorhandenes wieder über Bord zu werfen oder in Frage zu stellen!

  • Die neue Deckengestaltung ist fertig:


       


    Die Hexagone wirken so ein bisschen a la 70er, da waren geometrische Formen auch in, z.B. Lautsprecher in Kugelform.

    Mir gefällt so etwas.


    Und wie ist es nun klanglich mit Absorbern statt Diffusoren an der Decke?


    Wobei ich ja nicht nur die Diffusoren an der Decke entfernt habe, auch für die 2 zusätzlichen Surround Lautsprecher mussten 2 Diffusoren weichen so dass nun noch 8 Diffusoren im Seiten- und Rückwandbereich vorhanden sind.



    Wie zu erwarten gibt es einen klanglichen Unterschied - dabei kommt es aber sehr darauf an ob es um Stereo oder >= 5.1 geht.

    Bei Mehrkanalton wird der räumliche Klangeindruck schon über die Surroundkanäle geliefert so dass die Diffusoren nur einen geringen Unterschied machen.

    Eigentlich braucht es mMn für >= 5.1 die Diffusoren daher nicht, aber natürlich schaden sie auch nicht für den räumlichen Klangeindruck.


    Ganz anders empfinde ich das aber bei Stereomusik.

    Das ist ein deutlicher Unterschied und hier fehlt ganz klar die schöne Räumlichkeit, die ich vorher hatte.

    Dafür ist aber auch der unerwünschte Effekte der zu hohen vertikalen Lokalisierung verbessert - wobei ich da noch eine weitere Maßnahme habe, dazu später mehr.

    Zukünftig werde ich daher zusätzliche Diffusoren im Raum aufstellen wenn ich Stereomusik höre, tatsächlich habe ich dazu zu den 12 Skyline Diffusoren 8 weitere 1-D Diffusoren beschafft.


    Aktuell bin ich noch am vergleichen welche Positionen für die Diffusoren für mich den besten Klang bringen.


    To be continued ...

  • Manches Mal wähle ich eher ungewöhnliche Lösungen.

    Um eine solche geht es in diesem Beitrag.


    Zunächst muss ich etwas ausholen ... es geht um die verschiedenen vertikalen Positionen bei meiner Installation.


    Raumhöhe: 258 cm

    Leinwandmitte: 129 cm

    Mitte der Bildformate 21:10 und schmaler: 129 cm (Nutzung volle Höhe der 21:10 Leinwand)

    Mitte des Bildformats 21:9: 118,5 cm (Nutzung 161 von 182 cm der Leinwandhöhe, Bildposition bündig mit unterer Leinwandkante)

    Akustisches Zentrum der FL, FR Lautsprecher: 129 cm

    Akustisches Zentrum der Center Lautsprecher: variabel, ca. Bildmitte 129 cm


    Auge und Ohr erste Sitzreihe (ca.) 110 cm

    Auge und Ohr zweite Sitzreihe (ca.) 145 cm


    Ich hatte mir bei der Planung meines Raum dazu einige Gedanken gemacht und die genannten Werte erschienen mir sehr sinnvoll weil:

    > Akustisches Zentrum ungefähr gleich Bildmitte

    > Bildmitte und akustisches Zentrum zwischen Auge/Ohr erste und zweite Reihe


    Aus Sicht Filmbetrieb und insbesondere bei Nutzung beider Sitzreihen sehe ich das weiterhin als passend an.


    Bei Stereomusik ergibt sich jedoch eine andere Situation.

    Wie ich geschrieben habe war ein Verbesserungswunsch dass die (zu hohe) vertikale Lokalisierung bei Stereoton mit Phantomcenter behoben wird.

    Genaugenommen ging es mir dabei um 2 Aspekte:

    a) Die zu hohe vertikale Lokalisierung

    b) Eine unscharfe vertikale Lokalisierung


    Für mich selbst war a) relativ okay, b) war nicht richtig zufriedenstellend.

    Für Gäste in meinem Raum passte beides weniger gut.


    Die Entfernung der Skyline Diffusoren an der Decke hat eine Verbesserung bei a) und b) gebracht, aber ich war damit noch nicht zufrieden.


    Daher habe ich im nächsten Schritt mit der Höhe der Sitzposition experimentiert.

    Zunächst habe ich ein Kissen untergelegt.

    Sowohl a) und b) wurden beide etwas besser.

    Als nächstes habe ich eine 10 cm Lage Caruso Isobond untergelegt.

    a) und b) wurden noch etwas besser.

    Dann habe ich zwei 10 cm Lagen Caruso Isobond untergelegt.

    Damit hatte ich nun die Ohrhöhe auf die Position der Lautsprechermitte gebracht und nun passte es sowohl für die Höhe der Lokalisierung als auch die vertikale Abbildungsschärfe für mich voll zufriedenstellend.


    Das ganze sieht nun so aus:



    Ohne Abdeckung durch die schwarze Decke hier der Isobond Aufbau:



    Zugegeben, auf den ersten Blick sieht das ziemlich merkwürdig aus.

    Natürlich stellt sich auch die Frage wie es sich auf zwei Lagen Isobond mit einer Rückenlehne von nur noch 35...40 cm Höhe sitzt.

    Es ist ziemlich straff aber tatsächlich finde ich das nicht unbequem.


    Ich habe dann auch mal probiert wie das mit dem Filme schauen ist.

    Auch dafür finde ich die höhere Sitzposition gut.

    Mir gefällt dabei, dass ich nun gleich oder höher als Bildmitte sitze.

    Ich schaue lieber auf das Bild herunter als zum Bild hinauf.


    Fazit:

    Wenn ich alleine schaue oder Musik höre (das tue ich immer alleine) dann ist das zukünftig der Standard.

    Wie gesagt, ich wähle manchmal eher ungewöhnliche Lösungen.


    :woohoo:

  • würde nicht glauben das du es als Dauerlösung in Betracht ziehst.

    Für Stereomusik ist das definitiv die Dauerlösung da es mir so besser gefällt.

    Für Filmbetrieb wird es so sein, dass ich die Isobond Lagen abbaue wenn ich mit Gästen zusammen schaue.

    Vermutlich werde ich dann erst mal so (also ohne Isobond) weiterschauen und das Isobond erst dann wieder aufbauen wenn ich Musik hören will.

    Das Isobond bleibt dann wieder bis ich Gäste habe.

    Kurz gesagt, die Faulheit wird entscheidend sein.

    :)


    PS

    Nutzungsanteile Film : Musik = 90% : 10% (grob geschätzt)

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