AXOPOLIS II - Weiterentwicklung meines Kellerkinos

  • Also... ich habe vorhin auch kurz mit Parzival korrespondiert...


    Nach dem enttäuschendem Ergebnis gestern habe ich danach nochmals eine Einmessung mit der App vorgenommen. Diesmal aber nur mit drei Messpunkten und diesmal mit einem besseren Ergebnis. Die Mains waren zwar immer noch so hoch, aber der Bass war wieder da. Keine Ahnung was ich da vorher falsch gemacht hatte. Weiteres habe ich dann auf heute verschoben, da es schon weit nach Mitternacht war :tire:


    Ich werde jetzt folgendes tun:

    1. Ich werde zunächst die Mains auf ein Level einpegeln - Referenz vorne links, auf 75 dB. Da ich meine untere Ebene über externe Amps (einer für VL/VR, einer für C und einer für SL/SR) betreibe, regele ich das mit den Lautstärkereglern an den Amps. Ich vermute mal, dass ich bei allen drei Amps die Lautstärkeregler etwas höher einstellen muss.
    2. Danach mache ich mit REW eine Kontrollmessung damit ich eine vorher-/nachher-Messung habe.
      Frage: mache ich das besser ohne DBA oder sollte das dafür eingeschaltet sein?
    3. Dann werde ich eine Einmessung des Systems mit der Audyssey App vornehmen.

    Die Deckenlautsprecher passe ich später an, da die direkt am Verstärkerausgang des AVR hängen und somit eine Einpegelung schwierig ist


    Danach werde ich wieder eine Messung mit REW vornehmen (auch hier meine Frage, ob mit oder ohne DBA), und ggf. den Bass etwas nach meinem Geschmack anpassen.


    Alles das natürlich erst nach dem Frühstück... nicht dass REW mein Magenknurren falsch interpretiert :mad:


    Wünscht mir Glück

  • Und schon stolpere ich über mein nächstes "Problem"... nicht wirklich ein Problem sondern eine Verständnisfrage, die wahrscheinlich schnell zu beantworten ist. Ich stelle diese Frage lieber hier, dann habe ich sie - und die Antwort - einfacher verfügbar als bei "Kurze Frage, kurze Antwort" wo sie mit der Zeit in der Menge untergeht.


    Ich möchte gerne meine untere Ebene auf ein Niveau einpegeln, beispielsweise auf 75 dB. Dafür habe ich zum einen die Lautstärkeregler meiner Amps und zum anderen die Lautstärkeeinstellungen (Pegel) in meinem AVR.

    Um die Lautsprecher manuell einzupegeln, sollte ich da zunächst die Pegeleinstellungen im AVR auf ein Niveau stellen?


    Beispiel:

    Ich habe FL auf +9.5 dB, den Center auf +12.0 dB stehen, FR wiederum auf 11.0 dB, und so weiter...

    Mal abgesehen davon, dass diese Werte zu hoch sind... sollte ich diese zunächst auf 0.0 dB stellen, um dann die Pegel mit den Lautstärkereglern der Amps einzustellen?


    Nach meinem Verständnis würde das so Sinn machen... verändern wird die Einstellung im AVR ja dann die Audyssey-Einmessung

  • Moin,


    der Onkyo hat doch ein eigenes Einmesssystem AccuEQ-Raumkorrektursystem, warum nicht damit?

    Ich habe auch verschiedene Endstufen im Einsatz, nicht regelbar, mit unterschiedlich hohen Ausgangsleistungen, bis auf die Subwoofer Endstufe.

    Audyssey hat bei meinem früheren Denon bei 8 Messpunkten zu meiner Zufriedenheit eingemessen.

    Selbst das Einmesssystem meiner aktuellen IOTAVX 17 funktioniert grob.

    Ich möchte damit sagen, die Regler von der Endstufe vielleicht auf volle Ausgangsleistung setzen, vorausgesetzt es ensteht kein Brummen oder Rauschen im Ruhezustand,

    das Einmesssystem müßte das berücksichten.

    Bei meinen früheren Einmesssungen waren zB. bei den Main Kanälen die dB gleich zwischen links und rechts , bei den anderen +- 0,5 DB Unterschied.

    Ich weiß natürlich nicht ob bei einer Externen Einmesssung im Onkyo durch die App korrigiert wird.

    Ansonsten würde ich im Onkyo alles auf 0 dB stellen.

    Das Einmesssignal wird ja an die Lautsprecher gesendet und dann von der App korrigiert.

    Bin aber diesbezüglich auch kein Meister nur Laie und kann nur über meine eigenen Erfahrungen berichten.


    Gruß Axel

  • Danach mache ich mit REW eine Kontrollmessung damit ich eine vorher-/nachher-Messung habe.
    Frage: mache ich das besser ohne DBA oder sollte das dafür eingeschaltet sein?


    Da der Übergang Subs zu Hauptlautsprechern einer der neuralgischen Punkte ist messe ich:

    - HL (z.B. Front links oder rechts) + Subs gemeinsam

    - HL ohne Subs

    - Subs ohne HL

    Damit kann mit REW nachvollziehen, ob der Übergang konstruktiv erfolgt (+ 6 dB an der Übergangsfrequenz) oder Auslöschungen vorliegen.

    Dies würde ich vor und nach der Einmessung durchführen.

  • sofern du das Geld für die MultEqx ausgeben willst, kann ich dir das kalibrierte Mikro leihen und dir Remote helfen. Das hat bei thx-man gut geklappt. Da war ich gestern.

    Danke, das weiss ich zu schätzen... und das wäre ja auch nicht das erste Mal :big_smile:  :sbier:


    Ich werde zunächst mal versuchen die Anlage mit der App einzumessen... dafür werde ich wohl noch ein, zwei Tage brauchen, weil ich mich zunächstt erstmal wieder in REW einarbeiten muss (man wird alt, und vergisst schnell).

    Und bevor ich die 200,- EUR für MultEX ausgebe, riskiere ich doch mal einen Blick in Richtung Dirac.

  • So... nachdem ich sehr viel Support erhalten - danke Parzival für das Video, und danke thx-man für das stundenlange Telefonat - und Einige davon auch umgesetzt habe, klingt mein Kino wieder so wie ich es haben will... glaube ich jedenfalls.


    Auch die Einstellwerte sind nun wieder halbwegs im Normalbereich


    IMG_9861.JPG


    Eigentlich wollte ich ja noch ein paar Messungen vornehmen, und zwar so wie es Aries vorschlug. Dabei musst ich jedoch wiederholt feststellen dass REW und ich in diesem Leben keine Freunde mehr werden. Mein Englisch reicht nicht um die Menüstruktur zu verstehen oder gar signifikante Einstellungen vorzunehmen Und dann wäre noch mein Problem, die Messergebnisse zu interpretieren und daraus resultierende Maßnahmen abzuleiten.


    Also habe ich mich auf das Messinstrument verlassen, das ich kenne... meine eigenen Ohren.

    Die RPGs in "13 Hours" klingen wieder so wie sie sein sollen... druckvoll und mit einem tiefen "wumm". Auch die Schiffsartillerie aus "Hacksaw Ridge" lässt wieder mein Kino beben, und bei "Bourne Identität" landen in der Treppenhaus-Schießerei die Patronenhülsen rund um mich auf dem Boden :big_smile:


    Ich habe daher, vorerst jedenfalls, auch dem Versuch widerstanden an den Einstellungen der Lautsprecherpegel noch weiter rumzufummeln, insbesondere an den Einstellungen der Subwoofer

  • Kannst du ganz grob abreissen, was du gemacht hast?

    Ich versuch es mal

    • zunächst am DBA die Lautsprecher für das hintere Array ausgestöpselt
    • Die Lautsprecherkonfiguration im AVR auf "klein" gesetzt, die Übergangsfrequenzen eingestellt (Front 80 Hz, Surround 90 Hz, Atmos 120 Hz), sowie die untere Ebene alle auf Pre-Amp gestellt
    • Alle Pegelstände im AVR auf 0.0 dB gesetzt
    • Da die Deckenlautsprecher keine externen Amps haben, die ich einstellen könnte, habe einen der Deckenlautsprecher als Basislautstärke genommen und auf ca. 75 dB eingepegelt. Dies, indem ich mit dem Lautstärkeregler solange nach oben geregelt habe, bis mein SPL ca. 75 dB anzeigte.
      Ich habe bei meinem Denon nicht die dB-Anzeige für die Lautstärke, sondern die 0-100 Anzeige... damit komme ich besser zurecht. Der Lautstärkeregler zeigte dann 83 an, bei einem Pegel von 75 dB am Deckenlautsprecher vorne links... dieser war dann meine Referenz.
      Die drei anderen Deckenlautsprecher lagen, ohne zusätzliche Nachregelung, ebenfalls bei 75 dB bei der Lautstärkeregelung von 83
    • Die anderen Lautsprecher dann so eingestellt, dass ich den Lautstärkeregler auf 83 beließ und mit der Pegeleinstellung am AVR die 75 dB für alle Lautsprecher erreichte (immer +/- 1-2 dB, da es hier lediglich um annähernd gleiche Werte ging)
      Die Subwoofer habe ich nur auf ca. 72 dB eingestellt, da ich sonst den Lautstärkeregler am DBA-Verstärker deutlich weit hätte aufdrehen müssen - das spielte in dem Fall keine Rolle, da bei der Einmessung als erstes der Pegel des/der Subwoofer auf 75 dB eingestellt werden muss, und ich dafür den Verstärker wieder deutlich leiser herunter regeln musste.

    IMG_9858.JPG


    Auf dem Foto ist noch das Umik-1 zu sehen... für die Einmessung habe ich dann das Mikro von Audyssey verwendet.


    Dann habe ich die Messung mit der MultEQ App gestartet. Für die Messung habe ich nur drei Positionen verwendet - vor allem auch, weil ich zu 99% alleine im Kino sitze und daher auch keine Kompromisse eingehen muss/will.

    Nach der Messung habe ich dann noch einige Einstellungen in der App vorgenommen. Welche Einstellungen das waren, zeigt am besten dieses Video ... den link dazu hat mir freundlicherweise Parzival gesendet, und es zeigt recht anschaulich wie man mit der App und Audyssey einmessen kann.


    Wichtig am Schluss ist, dass die Daten aus der App anschließend an den AVR gesendet werden. Damit war die Einmessung erledigt, zunächst mal mit einem zufriedenstellenden Ergebnis. Ob ich daran noch Feintunig vornehmen möchte, wird dann die Zeit zeigen


    Ach ja... natürlich muss dann noch das hintere Array des DBA wieder eingestöpselt werden :big_smile:

  • Wenn Dirac möglich ist, dann nimm Dirac - insbesondere wenn du mit REW nicht klar kommst.

    Bei Dirac mit Bass Control haben bis jetzt alle Kinos die ich gemessen habe gepasst. Da stimmte Phase und vorallem der Übergang zwischen Subs und Lautsprechern.


    D.h.: Du machst einmal eine saubere Einmessung mit 13 Messpunkten, danach brauchst du nur noch mit den Targets spielen, bis du eine gefunden hast, die dir gefällt.

  • Wenn Dirac möglich ist, dann nimm Dirac - insbesondere wenn du mit REW nicht klar kommst.

    Bei Dirac mit Bass Control haben bis jetzt alle Kinos die ich gemessen habe gepasst. Da stimmte Phase und vorallem der Übergang zwischen Subs und Lautsprechern.


    D.h.: Du machst einmal eine saubere Einmessung mit 13 Messpunkten, danach brauchst du nur noch mit den Targets spielen, bis du eine gefunden hast, die dir gefällt.

    Ja genau, das ist auch mein Plan... da ich aber meinen AVR grade erst neu gekauft habe, will ich meine Oma noch ein wenig stricken lassen bevor ich mir dazu noch das Paket gönne. Ich muss mich auch noch ein wenig in die Materie einlesen und schauen welches Paket genau ich benötige (Dirac-Live, -BC und -ART sind noch Neuland für mich). Ggf. erwische ich ja mal einen Sonderpreis, denn das soll Dirac ja auch schonmal im Angebot haben, denn 800 $ sind schließlich auch ne Hausnummer.


    Für den Moment bin ich mit dem Ergebnis zufrieden :sbier:

  • Soo... weil mir mein Problem mit der Einmessung dazwischengegrätscht ist, habe ich vollkommen die Berichterstattung über den Umbau in meinem Technikraum versäumt... das will ich hiermit nachholen.


    Anlass für den Umbau lieferte mir die Anschaffung meines neuen AVR, den Denon X4800. Dieser ersetzt meinen Onkyo TX-NR3030, den ich Ende 2014 erworben hatte. Damals waren er, und ein Gerät von Pioneer, die ersten "bezahlbaren" AVR mit Dolby Atmos.

    Über 11 Jahre hat mir dieser AVR nun treue Dienste bei mir inzwischen in zwei Kinos geleistet, bis er gegen Ende anfing zu schwächeln (gelegentliches Kratzen aus den Lautsprechern). Darüber hinaus habe ich im Laufe der Zeit auch einige Mankos dieses, ansonsten spitzenmäßigen, Gerätes festgestellt von denen ich früher keine Ahnung hatte - z.B. die konsequente Ausrichtung auf das hauseigene Einmesssystem AccuEQ, und damit kaum Möglichkeiten einer manuellen Einmessung, was u.a. auf ein Fehlen von Equalizern zurückzuführen war.

    Wie auch immer, die Technik hat sich weiter entwickelt und der neue AVR ist nun da. Bei dieser Gelegenheit wollte ich dann gleich auch mein Technikregal reorganisieren.


    IMG_9737.JPG


    Geplant war:

    • Dem neuen Receiver etwas mehr Platz zu gönnen, dahingehend dass ich ihn auch mal seitlich drehen kann wenn ich an die Rückseite muss
    • Die Geräte anders, und in meinen Augen sinnvoller, zu reorganisieren
    • Die Kabel sauberer zu verlegen (Spoiler: ist mir nicht gelungen)

    Als ich beim Bau meines Kinos auch den Technikraum eingerichtet hatte, habe ich mich von der Idee leiten lassen, die Regale im 19 Zoll Rackformat aufzubauen, damit die Geräte exakt da reinpassen. Das hat auch, bis auf eine Ausnahme, recht gut funktioniert.

    Die eine Ausnahme war mein Bluray-Player, nämlich der Panasonic DMP-BDT700, der mit 44,5 cm Breite gut einen Zentimeter breiter als der 19-Zoll Standard ist, und somit nicht zwischen die Regalträger passte.

    Auch für den AV-Receiver war das nicht die beste Idee, da ich ihn im Regal nicht drehen konnte. Wenn ich also mal hinten an die Anschlüsse wollte, ging das nur wenn ich ihn nach vorne herausgezogen hatte... bei einem Gerätegewicht von 28 kg nichts was man öfter machen möchte.

    Meine Idee war daher, zumindest dort wo der AVR sowie mein Bluray-Player hin sollte, von diesem 19-Zoll Standard abzuweichen. Gelöst habe ich es, indem ich einen Pfosten weggenommen und das darüber liegende Regal verstärkt hatte.


    IMG_9828.JPG


    Das Regal abzubauen, was meine ursprüngliche Idee war, ging nicht ohne weiteres, da ich zumindest die Netzwerkkabel vom Patchpanel hätte trennen müssen. Ein Wagenheber hat mir diesen Aufwand erspart, so dass ich die zwei oberen Ebenen einfach leicht anheben und zwei stabile Kanthölzer quer darunter verschrauben konnte.


    Nachdem das erledigt war, ging es an die Neubestückung des Regals.


    Der Beamer blieb an seinem alten Platz oben auf dem Regal, was vor allem daran liegt dass sich dort der Wanddurchbruch zum Kino befindet.

    Die Steuerung für die Lüftung meines Kinos wanderte eine Etage höher, nachdem ich die Front noch mit DC-fix verkleidet hatte. Ebenfalls ist der Mini-PC (mit Windows) von ganz unten in diese Etage gezogen. Der Verstärker für das DBA (Behringer iNuke6000DSP) blieb an seiner alten Stelle. Die beiden NAS (Synology) sind nach oben gezogen, so dass ich in diesem Regal alle Netzwerkgeräte zusammengefasst habe (Patchpanel, zwei Switche, zwei Hue-Bridges sowie die beiden NAS).

    In das mittlere Regal, passen nun die Zustpielgeräte, die da wären: BD-Player Panasonic DMP-BDT700, UHD-Player Sony UDP-X700, AppleTV 4K und das PI5 mit Libreelec/Kodi. Daneben dann der AVR mit seinen beiden Lüftern. Ganz rechts, weiterhin in einem 19-Zoll Rack dann die drei Thomann t.amp E-800 für Front L/R, Center und Surrounds (die Atmoslautsprecher sind nach wie vor direkt am AVR angschlossen). Ganz links dann die Harmony Elite in ihrer Dockingstation.


    Im unteren Regel hat nun der MacBook seinen festen Platz, und da steht auch zurzeit der alte AVR, allerdings nicht angeschlossen... ich finde, der macht sich dort besser als im Vorratskeller und irgendwann werde ich ihn in die Kleinanzeigen setzen :big_smile:


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    Der Plan war, die Verkabelung neu zu organisieren und etwas "ordentlicher" zu gestalten. Mit jedem Gerät wurde das immer schwieriger. Ich habe zwar, gegenüber früher, nun jedes Kabel mit Schildern bezeichnet, damit ich sie zumindest zuordnen kann, aber wirklich ordentlich sieht das jetzt auch nach dem Umbau nicht aus... nun ja, es ist ein Technikraum und vom Kino aus sind sie nicht zu sehen.


    Last but not least habe ich nun auch den Durchbruch zwischen Technikraum und Kino mit einer Scheibe Museumsglas verschlossen. Der Effekt ist so spürbar, dass ich mit frage warum ich das nicht schon längst gemacht hatte. Die Lüfter im Technikraum sind im Kino nicht mehr zu hören... na ja, wenn es ganz leise im Kino ist und ich darauf achte, dann schon, aber es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht :big_smile:


    IMG_9850.JPG


    Ich bin mir (fast) sicher, dass dies nun mein letzter Umbau in meinem Kino war. Im Grunde bin ich angekommen wo ich hinwollte. Eventuell wird noch an der Einmessung etwas gefeilt, und die nächste gravierende Änderung wird wohl ein neuer Beamer sein... das ist allerdings erst für Ende des Jahres geplant (sofern mein Sony HW55 bis dahin durchhält - der ist immerhin auch 12 Jahre alt)

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