Beiträge von Earl Grey

    Hallo zusammen,


    auch wenn ich in der letzten Zeit nichts mehr geschrieben habe, bin ich natürlich trotzdem im Hintergrund aktiv und führe meine Planung weiter.


    Im Moment plane ich den Aufbau der Baffle Wall und überlege

    a) welches Dämmmaterial ich hinter die Wall packen soll

    b) ob es eine geschlossene oder eine Hybrid-Baffle Wall werden sollte



    Meine Ausgangsüberlegung sah eigentlich bisher wie folgt aus:

    • Da ich ein DBA realisieren werde, wollte ich eigentlich nicht so stark hinter der BW dämmen, d.h. die BW möglichst dünn ausführen (da meines Wissens ein DBA besser funktioniert wenn die Subwoofer möglichst nah an den Wänden stehen).
    • Da ich andererseits den Raum auch zum Hören von (Stereo-)Musik nutzen will und mich daher ja auch für die Vollbereichs-Lautsprecher (Adam Audio S3V) entschieden habe, um in diesem Modus das DBA möglichst nicht zu nutzen, mag es andererseits sinnvoll sein, doch möglichst stark hinter der BW zu dämmen (zumindest meine ich, entsprechende Hinweise mal gelesen zu haben). Und ggfs. auch entsprechend auf der anderen Raumseite. Mir ist dabei bewusst, dass ich nicht den Platz zu Verfügung habe, um die niedrigen Frequenzen wirklich effektiv bedämpfen zu können (daher ja auch das DBA für den Kinobetrieb).
    • Bisher bin ich immer von einer geschlossenen BW ausgegangen.



    Frage 1: geschlossen oder Hybrid?

    Soweit ich gelesen habe (z.B. bei Acoustic Frontiers), ist eine Hybrid-Baffle Wall genauso effektiv wie eine geschlossene Baffle Wall, bietet aber durch die Öffnungen (oben und unten auf der Breite der BW) eine zusätzliche Bass-Bedämpfung. Gerade das wäre doch in meinem Stereo-Szenario von Nutzen?

    Wenn ja, wie groß (minimal oder maximal?) muss der Abstand des geschlossenen BW-Abschnitts von Boden und Decke sein?



    Frage 2: welches Absorber-Material hinter der BW?

    Außerdem schaue ich mir gerade diverse Materialien mittels „Porous Absorber Calculator“ (http://www.acousticmodelling.com/porous.php) an und frage mich, welche Frequenzbereiche für eine Dämmung hinter einer geschlossenen BW überhaupt relevant sind:

    • Bei einer Beplankung mit beispielsweise 2x Rigips 13 mm und 1x MDF 22 mm, in Summe also 48 mm, dürften die höheren Frequenzen an der Beplankung schlichtweg reflektiert werden und daher für die Auswahl des Dämmmaterials irrelevant sein (an dieser Stelle klammere ich zur Vereinfachung das Akustikmaterial aus, das auf die Beplankung aufgebracht wird, um Reflexionen der Leinwand zu mindern). Ist das korrekt?
    • Sprich unterhalb welcher Frequenz gehen die Schallwellen überhaupt durch die Beplankung durch und wären im Calculator zu betrachten?
    • Oder gehen sie eh nicht durch und die Befüllung mit Dämmmaterial dient nur dazu, keinen massiven Hohlkörper zu erzeugen??


    Wenn es eine Hybrid-BW anstelle einer geschlossenen BW wird, denke ich,

    • würden sich die niederfrequenten Schallwellen um die Beplankung beugen und durch das dahinter liegende Absorber-Material gedämpft werden
    • während die hochfrequenten Schallwellen weiterhin an der Beplankung reflektiert werden (mit Ausnahme derjenigen Wellen, die genau auf die Öffnungen treffen und damit durch das Dämmmaterial gedämpft bis absorbiert werden)

    Auch hier stellt sich mir die Frage: welcher Frequenzbereich ist für die Auswahl des Dämmmaterials entscheidend? Kann man das einfach anhand der Spaltbreite herleiten?


    Herzlichen Dank im Voraus! :sbier:


    VG Frank

    Wenn dem so ist, ist das sicherlich für den Moment eine sinnvolle Option. ICH versuche es einfach zu vermeiden. Es gibt in den Bereichen ja so viele Punkte, an denen jeder seine Stellen hat, die er für wichtig hält und für andere Banane sind. Ob es nun Verstärkerklang, Kabel, Diffusoren oder ein noch schwärzerer Stoff oder was weiß ich sind. Da muss jeder die für sich vertretbaren Optionen finden

    Ich bin ja noch an einem Punkt, an dem ich solche "Kleinigkeiten" ohne großen Aufwand mit einplanen kann. Soll heißen, wenn ich mit geringem Aufwand ein potentiell besseres Ergebnis erzielen kann, würde ich diesen Weg auch gehen.


    Ich habe mal ein wenig gegoogelt und bin schlussendlich auf die gleichen Aussagen gestoßen, d.h. dass der Unterschied bei gleichen Lautsprechern nicht wesentlich sein sollte, aber halt die Serienstreuung eine Rolle spielt. Und die bezieht nicht nur das Chassis mit ein, sondern auch Gehäuse etc. In Summe mag das dann doch vielleicht etwas relevant sein, wenn mir z.B. die Subwoofer nicht alle ganz gleich geraten.


    Ansonsten wurde als Vorteil der jeweiligen Schaltungen genannt:

    Parallelschaltung: der Defekt eines Chassis führt nicht dazu, dass alle Chassis ausfallen

    Reihenschaltung: "Lichterkettenschutz", soll heißen schießt man sich 1 Chassis durch Überlastung, hat man gute Chancen dass die restlichen Chassis der Reihe überleben



    Schlussendlich reden wir hier nur über einen Mehraufwand von ca. 160 Euro, bzw. bei Verwendung der Behringer sogar von einer Ersparnis gegenüber der STA-2000D. Welches Gerät wäre denn hinsichtlich Klang für das DBA zu bevorzugen: STA2000-D, Behringer NX1000 oder Crown XLS 1002?


    VG Frank

    Zur Abwechslung mal eine kürzere Frage: :big_smile:


    Ich hatte im letzten Post geschrieben, dass ich die Lautsprecher einer DBA-Seite per Reihen- und Parallel-Schaltung auf 6 Ohm zusammenschalten und pro Seite einen Kanal der IMG-STA2000D verwenden möchte (Chassis haben 4 Ohm, Nennbelastbarkeit pro Seite 6x150W = 900 W, STA2000D liefert 1000 W).


    Nun bin ich zwischenzeitlich über Moes Kommentar gestolpert, dass eine Reihenschaltung eigentlich nicht zu empfehlen wäre.


    Wenn ich das beherzigen will, müsste ich immer 2 Lautsprecher parallel schalten, also auf 2 Ohm. Die IMG-2000D käme dann nicht mehr in Frage. Ad hoc würde ich als 2 Ohm-Endstufen die Behringer NX1000 und die Crown XLS 1002 sehen, davon allerdings nun 3 Stück. Beide Endstufen liefern laut Herstellerangabe pro Kanal mindestens 500 W, die Summen-Nennbelastbarkeit der angeschlossenen Lautsprecher läge bei 300 W.



    Was würdet ihr empfehlen:

    • Behringer (ca. 555 Euro)
    • Crown (ca. 840 Euro)
    • oder doch bei 6 Ohm und der STA2000D bleiben?


    Als DSP habe ich weiterhin den Behringer DCX2496 eingeplant.


    VG Frank

    bei der Leistung der Chassis kannst du mit WinISD simulieren, bei welchem Volumen und wie viel Leistung es sein Xmax erreicht.

    Hallo CrownK2,


    wie „angedroht“ hier nun meine lange Antwort. :big_smile:


    Mit WinISD habe ich bisher, bis auf die besagte einfache Berechnung, noch nichts gemacht und kenne mich daher damit nicht aus; und von Lautsprecher-Auslegung habe ich eh keine Ahnung. An dieser Stelle kann ich mich sozusagen DoXers Thread-Titel „Baue mir einen Subwoofer, habe aber keine Ahnung“ anschließen… :beated:


    Ich habe aber trotzdem die vergangenen Tage immer wieder mal etwas mit WinISD gespielt. Ausgangslage war meine Kontroll-Berechnung gegenüber BassCAD, d.h. nach Spezifikation des Chassis berechnet mir WinISD (bei Ql 30 und Qa 5) ein Volumen von 53,32 Liter mit Qtc 0,625 und Fsc 37,36 Hz.


    Bei System Input Power von 150 W (also der Nenn-Belastbarkeit des Chassis) komme ich ohne Filter auf folgende Cone Excursion (blaue Kurve):



    Statt die Input Power zu senken, habe ich einen Highpass-Filter (fc=8 Hz, n=1) hinzugefügt und komme dann auf diese Cone Excursion:



    Transfer function magnitude sieht dann so aus:



    Mangels Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten kann ich nicht beurteilen, ob dies eine sinnvolle Kurve für das Chassis ist, oder nicht. Wenn ich mir allerdings die Bilder und Kommentare in DoXers Thread ansehe (Baue mir einen Subwoofer, habe aber keine Ahnung), dann sieht mein SPL-Graph dem dortigen sehr ähnlich aus und scheint daher vermutlich ok zu sein…



    Da mir die Fsc von 37,36 Hz etwas hoch vorkam, habe ich etwas mit der Gehäusegröße gespielt, aber einen sonderlich großen Einfluss scheint sie nicht zu haben: bei 70 Liter (grüne Graphen) komme ich auf Fsc 33,69 Hz (Qtc 0,572) und bei 110 Liter (rote Graphen) auf 28,82 Hz (Qtc 0,499).


    Anhand der Graphen würde ich sagen, dass mich die 70/100 Liter-Varianten nicht sonderlich weiter bringen: es gibt einen minimalen SPL-Gewinn zwischen 23 und 36 Hz und die „Amplifier apparent load power“ sieht bei den größeren Gehäusen etwas freundlicher aus. Dagegen sieht beim kleinen Gehäuse die Transfer function magnitude besser aus, ebenso das Group Delay.


    Aus meiner Sicht (sofern meine Annahmen richtig sind) könnte man hier nur noch darüber diskutieren, welcher Qtc besser ist: 0,625 oder 0,572 oder 0,499. Wenn ich nach „Baue mir einen Subwoofer, habe aber keine Ahnung“ gehe, wäre 0,625 völlig ok.


    Daher würde ich mich auf ein Innenvolumen zwischen 53 und 70 Liter einschießen. Das Gehäuse-Innenvolumen bei Bedarf nachträglich zu verringern, ist ja kein Problem.


    Und um wieder auf die Ursprungs-Frage zurück zu kommen: bei allen Varianten kann die Nennleistung von 150 W ausgereizt werden, so dass pro DBA-Seite 6x150 W = 900 W von der Endstufe geleistet werden müssen. Dass passt dann weiterhin zur STA-2000D (1000 W pro Kanal).



    Beim Probieren bin ich allerdings auch (wieder) auf FoLLgoTTs Artikel „Anleitung: Dimensionierung eines geschlossenen Subwoofers“ gestoßen. Im ersten Schritt habe ich ja sogar im Grunde genau das gemacht, was er in seiner Anleitung geschrieben hat. Aber wie schaut es mit seinem Hinweis auf die Linkwitz-Transformation aus, würde das bei meiner Box Sinn machen?


    Ich habe versucht in WinISD damit herumzuspielen, komme aber auf kein gescheites Ergebnis: nach der Transformation sieht SPL zwar besser aus, dafür schießt die Cone Excursion bei niedrigen Frequenzen unter die Decke. Wenn ich das per HighPass-Filter korrigiere, lande ich mit der SPL auch wieder auf normalen Werten, also kein Gewinn… Wie ich schon am Anfang schrieb: ich hab' keine Ahnung, was mache ich falsch?? :blush:


    VG Frank

    Hallo CrownK2,


    tut mir leid, dass es mit einer Antwort so lange gedauert hat, aber andere Dinge haben mich abgehalten.

    bei der Leistung der Chassis kannst du mit WinISD simulieren, bei welchem Volumen und wie viel Leistung es sein Xmax erreicht.

    Die kurze Version meiner Antwort: die Chassis dürften bis zu ihrer vollen Nenn-Belastbarkeit von 150W betrieben werden. Damit wäre die STA-2000D dann auch gut ausgelastet, sollte aber reichen.


    Lange Version der Antwort kommt im nächsten Beitrag. :shock:

    Steht das Podest denn direkt vor den unteren Subs, oder ist da noch Abstand?

    Theoretisch wäre beides möglich, aber da die hintere Sitzreihe vermutlich nur 50-60 cm Abstand zu den Subs haben wird, würde ich das Podest bis nach hinten durchziehen. Daher dann die Überlegung, die untere Sub-Reihe ca. 8 cm hoch zu setzen, damit sich die Chassis oberhalb des Podestes befinden.

    Wie löst du eigentlich die Herausforderung mit dem 48cm hohen Podest bei 218cm Raumhöhe? 10-15cm gehen ja bestimmt noch für die Akustik an der Decke drauf oder?

    Ja, das macht mir auch noch etwas Bauchschmerzen. Nach meiner alten Skizze bleiben sitzend nur ca. 20 cm Freiraum zwischen Kopf und Akustikdecke, das ist sehr wenig. Im Prinzip wird man sich etwas gebückt auf die hintere Reihe setzen müssen, normales Sitzen ist danach aber kein Problem. Ich werde schauen, ob ich in diesem Bereich die Akustikdecke verringern kann (bisher sind 20 cm grob geplant), so dass man beim Hinsetzen/Aufstehen etwas mehr Kopffreiheit hat.


    Wenn ich im nächsten Schritt die Grobplanung der Baffle Wall etc. abschließen kann und dann genauer weiß, wie die Sehabstände aussehen, muss ich die Sitzhöhen und Sichtlinien nochmal ausrechnen. Bei meiner jetzigen Skizze brauche ich einfach ein recht hohes Podest, damit die hintere Reihe die Unterkante der Leinwand noch ungehindert sehen kann.


    Notfalls wird es doch ein Kompromiss zwischen "über" und "zwischen" "den Köpfen durchsehen" werden... Zumal das hohe Podest auch die Positionierung des Projektors problematisch macht.


    VG Frank

    DBA - Elektronik:

    Nachdem ich oben nur über die Lautsprecher(-anordnung) geschrieben habe, hier der Vollständigkeit halber noch die nötige Elektronik. Auf Basis der diversen Diskussionen würde ich folgende Geräte verwenden wollen:

    DSP: Behringer DCX2496 UltraDrive Pro

    Endstufe: IMG Stageline STA-2000D


    Zur Auslegung der Endstufe habe ich mir folgendes überlegt:

    • Da ich von einem 2x3/x2-DBA ausgehe und die Scanspeak-Chassis eine Impedanz von 4 Ohm haben, habe ich mir als mögliche Gesamtimpedanz pro DBA-Seite 6 Ohm bzw. 2,6 Ohm ausgerechnet
    • Bei einer Nenn-Belastbarkeit pro Chassis von 150 W komme ich pro DBA-Seite auf eine Nenn-Belastbarkeit von 900 W.

    Mein Ansatz ist, dass die Nennleistung der Endstufe nicht geringer sein sollte als die Nenn-Belastbarkeit der Lautsprecher.


    Im Datenblatt der STA-2000D wird für den Brückenbetrieb an 4 Ohm als auch 8 Ohm eine Leistung von 2 x 1000 W angegeben. Eine Angabe zum Betrieb bei 2 Ohm oder 6 Ohm gibt es nicht.


    Meine Nachfrage bei Monacor hat aber ergeben, dass die Endstufe im Brückenbetrieb an 6 Ohm ebenfalls 2 x 1000 W abgibt. Ein Betrieb mit weniger als 4 Ohm wird nicht empfohlen. D.h. ich würde die Variante „6 Ohm“ einplanen und jeweils 1 Gitter an 1 Kanal der STA-2000D hängen.


    Oder spräche etwas dagegen?

    DBA: Berücksichtigung Podest

    Ich habe mich nachträglich gefragt, wie denn mein geplantes Podest zu meiner DBA-Planung passt.


    Da das Podest nach bisheriger Planung eine Höhe von ca. 48 cm haben wird (ja, klingt hoch, aber ich fürchte in diese Richtung wird es gehen), stellen sich mir folgende Fragen:


    1. Überdeckung des Podestes mit der unteren Subwoofer-Reihe


    Aufgrund seiner Höhe würde das Podest die untere Subwoofer-Reihe zum Teil verdecken:


    D.h. ich müsste diese Subwoofer mindestens 8 cm höher setzen als bisher geplant.


    Damit würden die Subwoofer quasi auf Bodenhöhe gegen die 2. Sitzreihe strahlen. Aber angeblich ist da ja bei Bass kein Problem…(?)



    2. Auslegung der vertikalen Subwoofer-Position anhand Boden oder Podest?


    Ich habe mir die Frage gestellt, ob es überhaupt korrekt ist, das hintere DBA-Array identisch zum vorderen aufzubauen oder ob man beim hinteren Array nicht vielmehr das Podest berücksichtigen müsste, also quasi als entsprechend verringerte Raumhöhe.


    Sprich gilt für den Bass das Podest womöglich als genügend schallhart, so dass für den Aufbau der Wellenfront die Podest-Oberfläche maßgeblich ist, nicht der darunter liegende Estrich??



    3. Sinn der unteren Subwoofer-Reihe


    Nach Lektüre von Nils Öllerers Abhandlung „Varianten des Double Bass Arrays“ muss man sich ernsthaft fragen, ob die untere Subwoofer-Reihe überhaupt benötigt wird.


    Wenn man die Variante „4 + 4“ mit der reduzierten Form „4 + 2“ vergleicht, gibt es kaum Unterschiede im SPL-Diagramm:


    Da fragt man sich, warum man das Geld für die untere Reihe ausgeben soll…


    Gibt es dazu Erfahrungswerte aus der Praxis, unabhängig von Nils’ Simulationen?


    VG Frank

    Du hast doch einen Waveguide bei der Adam. Daher verstehe ich die Frage nicht so recht bzw. weiß nicht genau was Du meinst.

    Hallo Jochen,


    ich meinte damit "Baffle Diffraction Step" bzw. "Baffle Step Compensation". Die Lautsprecher sind ja nicht für den Einbau in eine unendliche Schallwand konzipiert und besitzen keinen einfachen Schalter/Regler, mit dem man die 6 dB Bass-Lautstärkeunterschied der beiden Montagevarianten (freistehend vs. in Schallwand) einstellen könnte. D.h. ohne entsprechende Einstellung wird der Bass bei Schallwandmontage zu laut sein.


    Daher meine, zugegebenermaßen vermutlich recht rhetorische, Frage ob die Baffle Step - Kompensation über den DSP realisiert werden kann, und wie. Vermutlich eine langweilige Frage für die alten Hasen... :)


    Deinen Hinweis auf den Waveguide verstehe ich wiederum nicht. Der hat doch nichts mit dem Bass zu tun, sondern nur mit den Hochtöner...


    VG Frank

    Hallo Andy,

    Ist dann auch vom Komfort abhängig. Bei Adam musst du immer jeden einzelnen LS einstellen (USB über PC).

    In anderen 19 Zoll DSP´s geht so etwas per w-lan und dann für alle 3 LS gleichzeitig (wenn man das so will).

    Da ich bei mir alle 5 LS im Prinzip gleich eingebaut habe, wurde seitens Trinnov doch recht unterschiedlich ausgeglichen/optimiert. Man sollte dann schon einzeln anpassen.

    Mir ging es im Grunde zunächst nur darum, dass ich den Baffle Step überhaupt per internem/externen DSP behandelt bekomme. Wie gesagt eine mehr rhetorische Frage, da ich fest von einem "ja" ausgegangen bin; aber lieber jetzt einmal mehr dumm fragen als später dumm aus der Wäsche gucken. :zwinker2:


    Ein externer DSP ist natürlich praktischer, keine Frage. Der Name "Xilica" ist mir beim Stöbern auch schon ein paar Mal aufgefallen; wie du schon sagst preislich eine ganz andere Nummer. Thema für irgendwann später. :)


    VG Frank

    Hallo Andy,


    ich hatte Anfang der Woche Gelegenheit mir die S3V anzuhören: gefallen mir sehr gut! :thumbup: Zum Vergleich habe ich mir noch die Abacus Trifon 3 angehört: auch ein sehr guter Lautsprecher, natürlich etwas anders abgestimmt.


    Jetzt müsste ich beide Modelle direkt gegeneinander laufen lassen, aber diesen Aufwand will ich mir eigentlich nicht antun. Aus der Erinnerung heraus haben mir die S3V etwas besser gefallen. Wobei ich sagen muss, dass der Hochtöner etwas schärfer zur Sache ging als bei der Trifon. Aber da die Wiedergabeketten völlig unterschiedlich waren, kann man es wiederum schlecht dem Lautsprecher allein zuschreiben. Hat mich aber auch nicht gestört.


    Mal eine dumme, fast rhetorische Frage: die S3V haben ja keine explizite Konfigurationsmöglichkeit bezüglich Baffle Step. Habt ihr das über die DSPs in den S3V geregelt (auch wenn du geschrieben hast, dass du die internen DSPs eigentlich nicht benutzt) oder über externe DSPs? Bei mir wird es definitiv keine Trinnov werden, d.h. ich müsste es entweder mit den internen DSPs erledigen können oder einem externen DSP á la Behringer DCX o.ä. Ich vermute, das geht problemlos, möchte aber sicher sein. :beated:


    VG Frank

    Hallo Franz,


    ah, die Ecowatt-Modelle hatte ich noch gar nicht gesehen, hab immer stur nach dem normalen Silent-Modell gegoogelt. :beated: Aber stimmt, als Ecowatt-Modell ist der TD350 deutlich lauter als das Standard-Modell, da wäre in der Tat der TD500-ecowatt eine sinnvolle Alternative. Bei 240 cbm/h käme ich auch mit der kleinsten Stufe aus. Mal drüber nachdenken, ich müsste dann ja auch das etwas dickere Rohr hinter der Wandverkleidung unterbringen...


    Wie gut, dass ich die 125er-Bohrkrone noch nicht bestellt habe! :big_smile:


    VG Frank

    TD-500

    Und seit ihr zufrieden mit dem Gerät, der Geräuschentwicklung und den Luftströmungsgeräuschen?


    Der TD-500 wäre bei mir eigentlich überdimensioniert, da ich nur maximal 210 cbm bewegen muss. Der TD-350 braucht nur die Hälfte des Stroms, ist allerdings auch 4 db(A) lauter und die Rohre sind mit 125 mm etwas enger.


    Will aber nicht den Thread kapern... :beated:


    VG Frank

    Hallo Franz,


    für welches Modell von Soler und Palau hast Du dich schlussendlich entschieden und bist Du zufrieden mit der Lösung? Ich überlege bei mir den TD-350/125 Silent zu verwenden...


    Ich hatte erst den Helios SB EC 125 B im Sinn, aber der ist deutlich größer, teuer und verbraucht deutlichst mehr Strom.


    VG Frank

    Hallo zusammen,


    neben der Auswahl der Lautsprecher habe ich mich parallel auch mit der Planung des DBA beschäftigt:

    Planung DBA

    Grenzfrequenzen

    Grundsätzlich käme bei mir ein 2x2/x2 oder 2x3/x2 – DBA in Frage.


    Anhand der Raumabmessungen (4m Breite und 2,18m Höhe) und den Formeln bei Wikipedia komme ich auf folgende Grenzfrequenzen:

    vertikal: 157,43 Hz

    horizontal: 86 Hz bei 2x2, 129 Hz bei 2x3


    Laut Amroc-Rechner habe im Raum folgende Moden, bezogen auf

    Raum-Breite: 42.88 Hz, 85.75 Hz, 128.63 Hz, 171.5 Hz, ...

    Raum-Höhe: 78.67 Hz, 157.34 Hz, ...


    D.h. beide DBAs decken in der Vertikalen die Mode bei 78.67 Hz ab. Die Mode bei 157.34 Hz wäre eventuell auch so gerade eben abgedeckt (je nachdem wie gut Theorie und Praxis zusammen passen), sollte aber für den DBA-Betrieb vermutlich nicht relevant sein, da deutlich höher als die Trennfrequenz.


    Bei den horizontalen Moden wird die 85.75 Hz-Mode vom 2x2-DBA „gerade eben“ abgedeckt, vom 2x3-DBA ganz sicher. Die Mode bei 128.63 Hz vom 2x3-DBA wieder nur „gerade eben“.


    Wobei die Frage wäre, wie genau man diese Werte nehmen muss: wenn das DBA nur bis knapp unter eine bestimmte Moden-Frequenz wirkt, wirkt es dann gar nicht auf diese Mode, oder nur halt nicht vollständig?


    In Summe muss man vermutlich sagen: wenn man die Mode bei 85.75 Hz sicher bekämpfen will, muss man das 2x3-DBA nehmen. Richtig?


    Lautsprecher-Positionen

    Hinsichtlich der Postion der Subwoofer hat sich herausgestellt, dass bei 2x2 die Subwoofer an der Front problemlos passen, aber massiv mit dem rückwärtigen Fenster und der Heizung kollidieren:



    Die Heizung könnte ich versetzen, siehe dazu auch die Zeichnung zur 2x3-Variante. Das Fenster-Problem bleibt aber.



    Bei 2x3 wird es zwar an der Front etwas eng, dafür passt es aber auf der Rückseite besser:



    Wobei die äußeren Subs noch um ein paar Zentimeter nach innen wanden müssen, da sie in der Zeichnung in den Bereich der äußeren Lautsprecher angrenzen: und der wird ja bei mir angeschrägt sein.


    Die Kollisionen mit Fenster und Heizung sind auch hier vorhanden, wobei das Heizungs-Problem durch Versetzen der Heizung lösbar wäre. Sie säße dann genau zwischen zwei Subs; diese müsste ich hierzu ggf. etwas schmaler bauen.


    Beim Fenster habe ich dagegen keine echte Alternative, da ich mit dem Sub nicht weiter nach außen gehen kann. Aber ich könnte den Sub doch um 90° drehen: dann wäre das Chassis noch im gültigen Bereich und das Gehäuse kann hinter der Abschrägung verschwinden:



    Der Sub wäre dann in der Horizontalen halt 5-10 cm außerhalb der optimalen Positionen. Aber das sollte ja kein Problem darstellen?


    Bau der Subwoofer-Boxen

    Basierend auf den Abhandlungen hier: https://www.beisammen.de/index…ferchassis-messvergleich/ und hier: Gesucht: Das beste 12" Chassis für ein DBA scheint mir der „Scan Speak 30 W 4558 T00 Aluminium“ eine sinnvolle Wahl zu sein.


    Wäre ansonsten aus Budget-Gründen der Peerless XLS-P830452 eine qualitativ sinnvolle Alternative?



    Für den Scan Speak habe ich BassCAD und WinISD bemüht und deren Angaben für das Netto-Volumen einer geschlossenen Box (bei Qtc 0,707) variieren zwischen 53,32 l (WinISD) und 50,1 l (BassCAD). Wobei ich nicht weiß, ob beide Programme die gleiche Volumen-Art anzeigen.


    Ich habe mit BassCAD weitergemacht, da man sich dort schön das Gehäuse ausrechnen lassen kann. Inklusive einer Innenplatte komme ich dann auf ein Gesamtvolumen von 53,04 l.


    Das ist mit „0% gestopft“. Um an RE: Neue Subwoofer gesucht anzuknüpfen: sollte ich die Boxen mit MDM4 auskleiden? Und wenn ja, dumme Frage: wie macht man das genau (das MDM an alle Innenflächen kleben, nur an bestimmte, wie viel insgesamt verwenden)? Und dumme Frage 2: zusätzlich auch noch den Innenraum mit einem Material füllen?


    Auf dieser Basis komme ich schlussendlich auf ein Gehäuse-Außenvolumen von 71 l und einem Maß von 400x500x355 mm (HxBxT). Mit dieser Größenordnung kann ich im Moment gut leben. Holzstärke wäre 19mm und ich würde Multiplex verwenden.


    Stereo-Betrieb

    Noch eine an andere Frage:


    in meiner Planung der Prä-DBA-Ära hatte ich in allen 4 vertikalen Raumkanten Bass Traps vorgesehen. Wenn ich nun ein DBA realisiere, brauche ich sie nach meinem Verständnis nicht mehr.


    Nun gehe ich andererseits davon aus, dass ich Stereo-Musik vermutlich eher ohne DBA hören werde. In diesem Modus wäre im Grunde das Bass-Moden-Problem wieder existent. Sollte ich dann also trotzdem wieder Bass Traps einplanen, vielleicht in geringerer Größe?!



    LG Frank

    Hallo Andy,


    sorry, dass ich erst jetzt zum Antworten Zeit finde. Ganz lieben Dank für Deine sehr ausführliche Beschreibung! :thumbup:

    28 qm ist auch schon größer, daher die Gegenfrage wie weit sitzt du weg ?

    Das ist noch nicht 100% raus, aber vermutlich wird die Entfernung Haupt-Hörplatz zu Front-Lautsprechern (L/R) bei ca. 3,30 m bis 3,70 m liegen. Bei einem Abstand zur Leinwand von ca. 3 m - 3,5.


    LG Frank

    Hallo Andy,

    ich fahre in meinem WZ Kino eine Mischung aus Adam Audio S3V und S3H (im Front Main Bereich), allerdings mit zusätzlicher Unterstützung im TT Bereich.

    Was interessiert dich genau ?

    Dann habe ich mich vertan, ich dachte du hättest sogar die S5-Modelle. Ich habe mir gestern Abend nochmal deinen (sehr interessanten!) Bauthread durchgeschaut und so weit ich gekommen bin, warst Du damals sehr zufrieden mit den Lautsprechern. Siehst Du das heute ebenso (ich hoffe :zwinker2:)?


    Die zusätzlichen TT-Lautsprecher sind bei Dir nötig, weil Du einen recht großen Raum hast und hohe Pegel fahren möchtest? Bei mir wäre der Raum ja nur 28 qm groß und die Pegel m.E. nicht extrem hoch. Daher vermute ich, dass ich den Aufwand mit zusätzlichen TT nicht treiben müsste?


    Laut Datenblatt verspreche ich mir von den S3V, dass sie recht breit abstrahlen und somit die Sitzplätze recht gleichbleibend gut beschallen (Stichwort "horizontal directvity"). Wie sind diesbezüglich deine Erfahrungen?


    Und wie hast Du das Thema "Belüftung" der Lautsprecher gelöst? Sie sind bei Dir ja ebenfalls in der Baffle Wall integriert und dürften daher entsprechend warm werden.


    VG Frank

    Da zwei meiner Fragen noch unbeantwortet geblieben sind, möchte ich sie nochmal kurz in den Ring werfen: :zwinker2:


    Frage 4:

    Hat jemand Erfahrungen mit den o.g. Lautsprechern? Für Achenbach muss ich hier sicherlich nicht fragen (ich glaube nur sehr positives gelesen zu haben), aber wie schaut es mit den Abacus-Lautsprechern, Monitor Audio (möglichst CP-IW460X), Adam Audio S3V, Satorique 4 und der ADW Duetta (passiv/aktiv) aus? Gibt es hier Erfahrungswerte, positive wie negative?


    Frage 5:

    Gibt es im Großraum Mülheim/Ruhr Heimkinobesitzer, die die oben genannten Lautsprecher einsetzen und bei denen ich zum Hören vorbeikommen könnte?


    Danke vorab!

    VG Frank