Beiträge von Cine4Home


    Hi zusammen,


    ich bin erst jetzt über diesen Thread gestolpert und weiß daher nicht, was hier vorher so "abging", aber hier sind einige nicht ganz richtige Informationen im Umlauf...

    - Rein bildtechnisch ist ein VW500 auf einem sehr ähnlichen Niveau wie alle anderen VW5x0 und daher kann man auch mit ihm HDR / DCI Inhalte sehr gut abbilden, wenn man MadVR nutzt.

    - MadVR kommt auch mit dem Gammadrift zurecht, weil es ja auf jedes beliebige Gamma umrechnet.

    - Gammadrift kann man mit der Sony Kalibriersoftware bearbeiten, ebenso Farbraumdrifts.


    - Farbtemperatur nachkalibrieren kostet nicht mehr Licht, als bei jedem anderen Digital / UHP Beamer auch. Blaustich durch Gammadrift betrifft nur die unteren IRE Levels.


    - Mit einer 3D LUT kann man den Farbraum jederzeit ohne Lichtverlust korrigieren. Farbraumkorrekturen haben keinen EInfluss auf den Weißpegel.


    - Den maximalen Farbraum erreicht der VW500 nicht im Custom Modus, sondern in einem der anderen Farbraum-Presets. Hier driften die Grundfarben übrigens grundsätzlich nicht. Betroffen sind immer nur verkleinerte Farbräume (z.B. BT709), weil hier die Grundfarben bereits "Farbmischungen" sind.



    Trotzdem würde ich an dieser Stelle von einem Gebrauchtkauf des VW500 ohne eingehende Vorabprüfung stark abraten. Grund ist einfach der massive und unberechenbare Kontrastverlust, unter dem der VW500 besonders leidet. Zudem sind die Geräte nun einige Jahre alt, die diesen Umstand noch begünstigen. Sony hat das Problem beim VW500 sogar damals eingeräumt und schon beim VW520 daran gearbeitet, da aber auch nicht mit vollem Erfolg.

    Nun ist der Schwarzwert ansich ja auch nur ein Aspekt und wenn man da kein Fetischist ist, bleibt auch mit Drift meist ein "brauchbarer" Schwarzwert. Problem ist aber, dass durch den Kontrastverlust / Gammadrift auch Gamma-Artefakte entstehen, was dann in dunklen Szenen wie hässliche JPEG Artefakte aussieht. Und die Iris fängt an zu pumpen (weil der Gammaausgleich nicht mehr richtig funktioniert). Und rein nativ hat man es mit Pech am Ende dann nur noch mut 1500:1 zu tun.

    Wenn Sony VW, dann versuche, ein neueres Gerät zu bekommen, für €2500.- müsste schon einer der Nachfolger drin sein. Und bitte nie ohne Überprüfung vorab. Ein Sony, der in Ordnung ist, ist wirklich eine tolle Sache, aber nur dann ;-)

    Viele Grüße,
    Ekki





    LG gibt soweit ich weiß drei Jahre Garantie auf das Gerät.


    LaserEngine ist reparabel (sind so Array Module).


    Totalausfall bei Laserbeamern ist extrem unwahrscheinlich, weil da ja nicht nur eine Diode drin arbeitet. Wenn es plötzlich dunkel wird, ist die Ursache dann wohl eher das Treiberboard oder noch eher das Netzteil.

    Ich persönlich kenne nur einen Laserbeamer, bei dem die LaserEngine nach 200 Stunden von heute auf morgen die Biege gemacht hat: Sony VPL-VW5000 :shock:

    Gruß,

    EKki

    ich denke, es wird ein wenig die laser dimmung unterschätzt :think:

    ich kenne diese gerät natürlich noch nicht und habe wie ihr, keine nativen kontrast angaben, wenn die wie bei einigen geräten bei 300:1 liegen klar, das sollte nicht sein.

    aber dieses gerät hat eine dyn. laser steuerung und eine dyn. IRIS, wenn ich das richtig verstanden habe. damit sind fast die gleichen kontrastwerte bei 1% ADL möglich wie bei Dila/SXRD/Lcos. in der praxis, also auf der LW sehen bilder mit einer dyn. lasersteuerung nicht viel schlechter aus, als bei einem gerät was das nativ schaft.

    also die qualität die dyn. lasersteuerung ist wichtig für das ergebniss :zwinker2: und ich würde sie nicht als schummeln abtuen...

    Das kann ich tatsächlich so bestätigen. Der native Kontrast liegt auf Consumer - DLP typischen Levels so zwischen 600 und 1500:1.

    Aber das Laserdimming ist sehr effektiv und arbeitet sauber. Es streckt so um den Faktor 3 , so dass man am Ende so bei 3000:1 bis 5000:1 rauskommt.

    Und damit liegt der neue LG in etwa auf dem Niveau eines Epson TW9400 oder Sony HW45. Natürlich ist das kein JVC oder Sony VW Niveau, aber das ist auch gar nicht das Marktsegment, für das er gemacht ist, wie Aries schon richtig bemerkt hat.


    Zusammen mit einer Kontrastleinwand macht der LG im Wohnzimmer ein super plastisches Bild mit durchaus gutem Schwarzwert, auch im Kinoraum performt er gut und vor allem: Das Bild bleibt auch auf viele Jahre so, ohne Lichteinbruch oder Mega-Drift ;-)


    Viele Grüße,

    Ekki

    Viele stellen sich das immer so einfach vor: Iris rein, zu drehen, Kontrast super!


    Und als ob die Ingenieure alles Trottel wären, die aus Lust und Laune ihre technischen Entscheidungen treffen.

    Von wegen: Als wir damals eine Iris im Mitsubishi HC5000 Objektiv verbaut haben, gab es riesige Diskussionen mit Japan, wegen Wärmemanagement, Sicherheitstests, Material der Iris, lokale Aufheizungen, Brandschutz, CE Tests, etc etc... Und das war nur ein 1000 Lumen Beamer.


    Und ANSI Kontrast gegen On/Off tauschen, bei einem System, das im Ansi eh schon schwächer ist und im On/Off sehr hoch, ist auch nicht unbedingt eine qualitätststeigernde Entscheidung. Ich z.B. würde im GTZ380 nicht weniger ANSI haben wollen.


    Gruß,

    Ekki

    Und mit einer festen Iris im Objektiv verbessert sich auch der ANSI-Kontrast?

    Nein, der wird zumindest bei LCOS Geräten immer schlechter, je weiter man die Iris schließt.

    Im Grunde dreht man sich da im Kreis und das wissen auch die Ingenieure.


    Gruß.

    Ekki

    Das ist schon klar. Nur entsteht die Abwärme, neben der Elektronik hauptsächlich beim Leuchtmittel.

    Aber nochmal die Frage:

    Wo soll der Unterschied in der Thermik sein, wenn das Brutto-Licht per Blende reduziert wird, oder bei einem dunklen Bild die Chips das Licht weg genommen wird?
    Mit einer Blende wäre das sogar weiter weg von den empfindlichen Chips.

    Ganz einfach: LCOS Chips selbst absorbieren kein Licht.

    Die reflektieren immer, egal ob schwarz oder weiß ;-)
    Du hast keine Absorption an einer kleinen (unkühlbaren) Stelle.
    Denn man kann im Objektiv die Wärme eben nicht so einfach abführen.


    Ungeachtet davon: Wenn man bei diesen Kalibern ein Schwarzbild länger projiziert, fahren die Lüfter richtig hoch, um die stärkere Abwärme abzuführen.


    Deshalb reguliert man beim GTZ380 den dauerhaften Lichtstrom durch Dimming, denn dann muss keine so große Energie dauerhaft absorbiert werden.


    Viele Grüße,

    EKki

    Die Konvergenz bei Lars Mette war hervorragend. Jedenfalls sah es so in dem Video aus.

    Hatte Lars einen anderen GTZ380?

    Ne, ist das selbe Gerät.
    Die Konvergenzkorrektur war disabled und laut Sony Vetreter sollte man auch die Korrektur nicht aktivieren, weil alles buggy und Gerät evtl. abstürzen kann usw.

    Genau, das meinte ich ja mit "die 2KW müssen irgendwo hin" Einfach ein kleines schwarzes Blech ins Objektiv hängen kann bei 10,000 Lumen schon was wärmer werden ;-)

    Die Schärfe zu beurteilen, ist derzeit echt kaum möglich. Mir kam er auch "weicher" vor, aber bei dem starken Konvergenzversatz ist das auch nicht so überraschend. Habe aber auch schon überlegt, ob bei der Lichtleistung die typischen LCOS-Halos eine stärkere Rolle spielen.

    Irgendwie war auch die ganze X1 Ultimate Engine noch gar nicht aktiv.

    Danke für den ersten Überblick.

    Hat sich Sony zum Thema Iris geäußert?

    Nein, aber Mal ehrlich:


    Ich kaufe doch nicht ein 10000 Lumen Beamer um ihn dann mit einer Iris runterzukurbeln.
    Und bei solchen Energiemengen ist das auch nicht einfach so zu machen, denn irgendwo müssen die 2KW Energie ja schließlich hin ;-)


    Der GTZ380 ist einfach für große Bilder gemacht,


    Gruß,

    Ekki

    Ich habe Mal die ersten Ergebnisse, die Cornelius und ich mit dem Sony GTZ380 zusammengetragen haben, in einem Artikel zusammengefasst. Könnte für Euch ja interessant sein ;-)

    Leider war die gesamte "neue Signalverarbeitung" mehr oder weniger noch lahmgelegt, so dass sich der Test eigentlich auf die optischen Eigenschaften beschränkt, die meiner Meinung nach schon aber sehr final erscheinen.

    http://cine4home.de/erstes-tes…erlebensgrosses-heimkino/


    Viele Grüße,

    Ekki

    Sony wechselt keine einzelnen "Panels".


    Das geht gar nicht, weil WireGrids und Panels alle fest in der Lightengine verklebt sind. Die ganze Justage ist eine extrem komplexe und feine Angelegenheit, die nur mit aufwändigster Apparatur und Laservermessung zu bewerkstelligen ist. Sie ist derart komplex, dass die Leute hierfür von den Ingenieuren speziell geschult werden müssen. Bei dem VW1000/1100/500 wurde es sogar zum Teil noch selbst von den Chefingenieuren in der Fabrik gemacht!


    Gruß,

    Ekki

    Sehe ich auch so. Ein modulares Konzept wäre von Vorteil, wo fehlerhafte Teile einfach ausgetauscht würden.

    Das ist in diesem Fall leider nicht möglich, weil ja die Polfilter ein fester Teil der Light Engine sind und nicht nachträglich gewechselt werden können (die müssen so präzise mit Laser ausgerichtet werden, dass das nur in der Fabrik geht).


    Und in den Fällen, wo Sony den Kontrastverlust repariert hat, wurde auch einfach die LightEngine als ganzes "Modul" getauscht. Ein sehr teures Modul halt ;-)


    Alles andere ist bei den Profi-Geräten schon längst modular und wird auch entsprechend getauscht für Reparaturen.


    Gruß,

    Ekki

    Das glaube ich nicht ;)

    Ich auch nicht:

    Ich habe ja jahrelang derartige Qualitäts-Selektion für die Heimkinopartner der ProjektorAG durchgeführt und wir alle wissen, dass die "Toleranzen" der Hersteller willkürlich festgelegt werden und keinesfalls stringent sind. Was montags noch ein klarer Dead on Arrival wäre, kann Donnerstag schon ein "normales" Gerät sein.

    Konsequente Selektion nach sinnvollen Maßstäben kann man nur mit einem "Riesen" wie Celexon im Rücken bei den Herstellern durchboxen, die insgesamt sehr viel Umsatz mit dem Hersteller machen und dieser sich nicht traut, Reklamationen abzulehnen, um seinen Gesamtumsatz nicht zu gefährden.


    Und trotzdem(!) muss man jeden einzelnen Fall dokumentieren.

    Könnte ein ganzes Buch füllen mit den abenteuerlichsten Diskussionen inkl. extra eingeflogenen Fabrik-Leitern aus China etc.. etc..


    Das gilt für alle relevanten Beamer-Hersteller.

    Traurig, aber wahr.

    Gruß,

    Ekki

    Na dann ist doch gut, wenn es dann auch in der Serie erreicht wird (wovon ja eigentlich auszugehen ist).


    ANDY

    Konservativ würde ich Mal von 8500 Lumen kalibriert im Serienschnitt ausgehen.


    Leise ist er dabei aber nicht mehr! Im Gegenteil.


    Akustisch merkt man, dass sie aus nahezu derselben Chassis-Größe die doppelte Lichtmenge rausholen.

    Gruß,

    Ekki

    Und das der "Neue" trotz 100 % Laserleistung anscheinend "nur" knapp 6000 Lumen raushaut, sollte vielleicht auch erwähnt werden.

    Auch das hat sich seit meiner letzten Sichtung (vor knapp 7 Monaten) anscheinend noch nicht geändert.

    Wenn Ihr an realen Messwerten zum GTZ 380 (aktuelles Vorseriengerät, Stand gestern) Interesse habt:


    9200 Lumen kalibriert.

    Viele Grüße,

    Ekki

    Kennst Du den Grund?

    Sind teure Geräte mit begrenztem Absatzmarkt (Europäer sind entweder zu geizig oder können sich diese schlichtweg nicht mehr leisten).


    Außerdem sind die Handelsbeschränkungen / Auflagen sehr hoch, für derartige Nischenprodukte lohnt sich der Aufwand dann halt kaum noch.


    Und die "Big Player" wie Sony, Epson & Co... ja die sind irgendwo in einen Dornröschenschlaf gefallen.

    Die scheinen sich derzeit nur an dem HighEnd US-Markt zu orientieren.

    Gruß,

    Ekki