Beiträge von Bladerunner1974

    Dieses Overacting muss man halt mögen. Das Schauspiel ändert sich ja nicht durch die Sprache?! :think:


    Hypes mag ich nicht, hab mich aber diesem hingegeben, da ich koreanische Filme LIEBE. Die Serie ist solide, aber doch zu vorhersehbar. Somit kann ich die überschwänglichen Kritiken nicht teilen. Was mich aber positiv begeistert hat, war die Bild- und Tonqualität. Der erste Stream, der mich "technisch" voll weggescheppert hat. :respect:

    Ich bin auch nicht erstaunt darüber .... aber schon darüber, dass sie im Wesentlichen aus der Ecke der Buch- & Lynchfans kommt, denn gerade die stehen ja auf "Forderndes und somit Mutiges".

    Die Liebhaber der Lynchversion wollen hier nicht gescholten werden. Ich liebe Lynch‘s Dune und hab mit dem Film seit rund 35 Jahren eine sehr tief verwurzelte emotionale Bindung.


    Ich würde mir persönlich aber keinen Gefallen machen, beide miteinander vergleichen zu wollen. Zu unterschiedlich sind die beiden Ansätze und die der jeweiligen Zeit geschuldeten Inszenierungsstile. Beide funktionieren auf ihre Art ganz wunderbar und beide haben ihre Existenzberechtigung. Lynch setzt halt mehr auf ‚Spektakel‘. Das kann durchaus zu Irritationen führen bei der Neuverfilmung, da Villeneuve den Pomp bewusst vermeidet. Gerade bei einer Produktion dieser Größenordnung kann das den Mainstream (nicht abschätzig gemeint) eben durchaus vor den Kopf stossen. Umso erstaunlicher, dass Warner grünes Licht gab für diese Art der Inszenierung. Ein Hoffnungsschimmer, der das von mir geglaubte und für tot erklärte Hollywood Bombastkino neu belebt.

    Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum hier immer wieder behauptet wird, dass Lynchs Vorlage näher am Buch sei wie die Neuverfilmung. In der Summe ist nämlich das Gegenteil der Fall. Das zeigt sich nur schon in vielen kleinen Details, die Villeneuve gekonnt einwebt und den Buchkennern ein verzücktes Schmunzeln ins Gesicht zaubert.


    Und Lynchs Version entfernt sich gerade im Schlussakt dann doch massiv vom Buch weg. Wie Villeneuve dies lösen wird, kriegen wir hoffentlich zu sehen.


    Ja, ich bin eigentlich nicht erstaunt, dass hier doch viele negative Stimmen zu finden sind. Es ist halt forderndes und somit mutiges Kino, was halt nicht jedem gefällt. Für mich ist’s eine Wohltat, wenn ich mir vor Augen führe, wieviel Murks Hollywood die letzten Jahre immer wieder nach der gleichen Routine produziert hat.


    Bleibt nur zu hoffen, dass dieses intelligente Stück Kino kommerziell belohnt wird und nicht gleichermaßen absäuft wie Bladerunner 2049.


    Deshalb, all jene, die ihn noch nicht gesehen haben, lasst euch bloss nicht entmutigen von negativen Meinungen hier und macht euch euer eigenes Bild im Kino. Denn dort hin gehört der Film nun mal.

    Die ist aber von "Alan Smithee"... also Lynch hat sich da distanziert.

    Darum ist die wohl nicht bei der neuen Disc dabei.


    Tatsächlich ist das ein Muster, wer die alte Version kannte und gut gefunden hatte, der hat heute wohl Probleme mit dem neuen.

    Wer den alten nicht kennt und den nach dem neuen kuckt, wird wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen...

    "Alan Smithee" kommt immer dann zum tragen, wenn der eigentliche Regisseur eines Filmes nicht genannt werden will. In diesem Fall also Lynch. In der Filmgeschichte stolpert man also immer mal wieder über den fiktiven Smithee, wenn Regisseure sich von ihrem Film distanzieren und nichts damit zutun haben wollen ...


    Und nein, natürlich sind sämtliche drei Schnittfassungen inkl. der hier diskutierten TV-Adaption von Dune in der Ultimate Edition von Kochfilms enthalten. Allerdings nur der Kinocut als UHD, der Rest erstmals auf Blu-ray.

    Na beide erzählen halt Dune :zwinker2:


    Aber die Version von Lynch nimmt sich doch viel mehr Freiheiten (was durchaus legitim ist). Bspw. Schallmodule… die gibt’s nicht im Roman und auch wird Paul nicht als gottgleiches Wesen beschrieben im Roman wie bei Lynch. Es regnet nämlich nicht im Roman :zwinker2:


    Offensichtlich hat der ‚fantastische‘ Touch, den Lynchs Version nun mal ausmacht, bei dieser Adaption gefehlt. Villeneuve ist viel geerdeter unterwegs.


    Ich liebe beides und bin sehr sehr glücklich damit.

    Nach der Vorpremiere diesen Mittwoch schrieb ich…:


    Emotional übermannt… schwer in Worte zu fassen, was wir da gesehen haben… Tränen in den Augen während des Films, obwohl er nicht perfekt war… audiovisuell KILLER… wer Sinn für Schönheit hat, wird überwältigt sein… fällt mir schwer in Worte zu fassen, was heute Abend passiert ist… wie meinte ein Reviewer… dies sei ein Arthouse-Blockbuster… ich glaube ich verstehe… verdammt mutiger Film, der, so befürchte ich beim Mainstream durchrasseln wird… Villeneuve wird seine Vision von zwei Filmen hoffentlich umsetzen können… ich habe aber Angst, dass der kommerziell nicht erfolgreich sein wird… gib Dir einen Ruck und geh ins Kino… eine Wahnsinnserfahrung !!!


    Vorab, ich liebe aus verschiedenen Gründen Lynchs Version, die er selber nicht mag und viele dem nicht wirklich etwas abgewinnen können. Wer den Roman von Frank Herbert gelesen hat, weiss, dass in Lynchs Dune sehr vieles frei interpretieret und dazu gedichtet wurde. Das muss man schon mögen, vom 80er Jahre Kitsch mal abgesehen.


    Denis Villeneuve, der seit 40 Jahren an seinem Traum arbeitete, seinen liebsten Roman Dune hoffentlich verfilmen zu können, ist der Vorlage weitaus treuer. Natürlich war auch Villeneuve gezwungen, einiges zu kürzen, aber Kenner des Buches dürften trotzdem sehr erstaunt sein über die Interpretation des Buches.


    Dune ist kein Mainstreamfilm, sondern ein Film für Erwachsene. Wer nicht bereit ist, sich auf ein langsames (nicht langatmiges!) Storytelling einzulassen, ist hier fehl am Platz. Auch ist es nützlich, sich vorab mit der Mythologie dieser Dune-Welt im Web auseinander zu setzen, da Nichtkenner des Stoffes leicht überfordert sein könnten. Die Komplexität von Game of Thrones lässt grüßen. Wer Willens ist zu investieren, wird mit einem Film belohnt, der vom emotionalen Impact her kaum zu topen ist. Dieser emotionale Punch wird vorallem durch die schiere Urgewalt dieser epischen Bilder und der zu jederzeit perfekten Verschmelzung des Scores und des Sounddesigns mit dem Bild hervorgerufen, nicht mit der Story. Da kaum vor Greenscreens gedreht wurde wirkt die Szenerie dermaßen echt und glaubhaft, es ist beängstigend. Villeneuve will auch nicht einfach anspruchsloses Mainstreampublikum bedienen. Der Inszenierungsstil und auch die Cinematographie erinnern stark an einen Arthousefilm. Es wird gezielt mit Unschärfen gespielt, die eben fokussieren und Kopfkino auslösen. Eine der künstlerischen Waffen, die entwaffnend ist.


    Der Messiasaspekt ist der Kern der Geschichte von Frank Herbert. Eine klassische Heldenreise, wie wir sie gerade in großen Produktion kaum noch gesehen haben die letzte Zeit. Im Gegensatz zu Lynch wird hier aber kein Hokuspokus veranstaltet, sondern glaubhaft die Zerrissenheit des Protagonisten dargestellt, der sich mit dieser Rolle nicht abfinden will. Auch hier ist Villeneuve nahe an der Vorlage.


    Es ist nicht der perfekte Film, aber es ist der perfekte Prolog. Denn eigentlich beginnt der Film erst nach 2.5 Stunden, nur um dann zu enden. Villeneuve pochte immer auf zwei Teile. Ob ihm und vorallem uns der zweite Teil vergönnt sein wird, hängt vom kommerziellen Erfolg ab.


    Daher hoffe ich, dass ihr alle ins Kino rennt und euch überwältigen lässt. Wir wollen den 2. Teil. Wenn ihr ihn gesehen habt, wisst ihr warum.


    Und schaut ihn euch auf dem grösst möglichen Screen an. Dune wurde im IMAX-Format gedreht und die Bildqualität ist schlicht perfekt. Wir haben das Glück in der Nähe einen neuen IMAX-Tempel zu haben. Unnötig zu erwähnen, dass das nur top notch ist.


    Aber auch wenn kein IMAX in der Nähe ist, geht ins Kino. Solche Filme sind rar, solche Erlebnisse nicht beliebig reproduzierbar. Etwas Grosses läuft da, und ich freu mich wie ein kleines Kind ihn am Montag im Rewatch zu sehen und die Woche darauf gleich nochmals.


    Mag mich nicht entsinnen, bei welchem Film ich schon mehrfach ins Kino gespurtet bin. :dancewithme

    Aries


    Zu Beginn des Threads hieß es doch… lasst den Spinnereien/Träumen freien Lauf… (nicht: erklärt warum ihr diesen Traum habt und was diese Technik denn besser macht als andere).


    Ich hatte ein subjektives und sehr emotionales Erlebnis mit dieser Marke. Angestoßen durch jemanden, der mein höchstes Vertrauen verdient.


    Mehr möchte ich dazu nicht weiter schreiben noch hier erklären müssen warum/wie/was (auf solche Diskussionen kann ich liebend gerne verzichten).

    Kürzlich entdeckt


    Bliss von Joe Begos

    Angst von Gerald Kargl

    Revenge von Coralie Fargeat

    Fail Safe von Sidney Lumet

    Promare von Hiroyuki Imaishi

    Mörderland von Alberto Rodriguez Librero

    Outlaws - Die wahre Geschichte der Kelly Gang von Justin Kurzel

    A Girl walks Home alone at Night von Ana Lily Amirpour

    Eighth Grade von Bo Burnham

    Fabric - Das Blutrote Kleid von Peter Strickland

    Berberian Sound Studio von Peter Strickland

    Memoir of a Murderer von Shin Yeon Won


    um nur ein paar Tipps abseits des Mainstreams zu nennen. Künstlerisch halt eher forderndes und anspruchsvolles Kino. Wer nur auf sinnentleertes BummBumm steht, ist bei diesen Filmen definitiv falsch.

    Grüss Dich Micha,


    vielen Dank für den Input. Doch, das konnte ich problemlos 1 zu 1 übertragen (Delay und Pegel). Hierbei unterscheiden sich die beiden Modelle ja nicht. Abstände bspw. wurden ursprünglich sowieso händisch gemessen, war also nur copy / paste jetzt. Und die Eq's in der Vorstufe werden gar nicht genutzt. Das läuft alles "extern" und werden von der Vorstufe nicht beeinflusst. Passt schon :)


    LG Stephan

    Vor ein paar Wochen gabs in Sachen Vorstufe ein schönes Upgrade. Die neue Kommandozentrale ist nun die AV8805 geworden und ersetzte die AV7704. Dass die neue Vorstufe das Utopia nochmals hörbar nach vorne bringt, hätte ich so deutlich nicht erwartet. Das neue Setup spielt nun nicht nur dynamischer und musikalischer (ich hab das Gefühl, dass ein Schleier vor den Lautsprechern weggezogen wurde...), sondern auch in allen Disziplinen kontrollierter und präziser. Die Auflösung ist top, ohne ins analytische und nervige abzudriften. Die Sprachabbildung ist nun auch präziser und dynamischer geworden. Die räumliche Darstellung hat am meisten hinzu gewonnen. Schon im blossen Stereobetrieb tritt die Musik merklich in den Raum, und dies bereits bei schlechter Aufnahmequalität (MP3 Quellen bspw.). Rundumstereoklang, also auch hinter dem Kopf, ist keine Seltenheit mehr. Wahnsinn! Und im Filmbetrieb habe ich das Gefühl, wir sässen in einer grossen Arena. Der Raum hat sich vollends aufgelöst und erscheint riesig. Unglaublich! Front Wide's brauchen wir mit dieser Bühne definitiv nicht. Auch schiebt die AV8805 unten rum mehr an. Gleichzeitig ist die Abbildung im tieffrequenten Bereich hörbar präziser und kontrollierter geworden. Somit habe ich nochmals an Schmelz und Wärme gewonnen, egal welches Format gerade läuft. Auch das Processing ist dem kleinen Bruder überlegen. Die Surroundbühne ist nun nochmals differenzierter und hörbar besser herausgearbeitet. Noch mehr mitten drin statt bloss dabei.


    An den sonstigen Einstellungen wurde nichts verändert. Noch immer arbeiten zwischengeschaltet die DSP's von Monacor und an der Einmessung von Jochen wurde auch nichts verändert.


    Besser geht natürlich immer. Aber die aktuelle Ausbaustufe macht schon höllischen Spass und bleibt nun erstmal für wohl längere Zeit so bestehen. :)

    Es will Dich mit meinen Worten auch nicht umstimmen. Es lebe die Geschmacksvielfalt :zwinker2:


    Anmerkung : Wenn ich schreibe und das Geschriebene unterstreiche mit


    ... ‚meiner Meinung nach‘ ...


    dann wäre ich nicht zu 100 % überzeugt von meiner Meinung. Deshalb, weil ich in Sachen ‚Train to Busan‘ restlos überzeugt bin, erspare ich mir diese Floskel :sbier:

    So unterschiedlich sind Geschmäcker - während ‚Train to Busan‘ einfach nur genial ist und sich über die Zeit retten wird, ist der Nachfolger ein billiger, reisserischer und so gesehen unnötiger resp. oftmals lächerlicher Film geworden. Schade!