Beiträge von LuxTux

    Hallo Christian


    Danke für die abrundende Erwähnung des Interlaced Bildes aus dem Broadcast Bereich.

    Genau hier haben sich die TV Hersteller u.a. Panasonic, Philips einen heißen Kampf geliefert, wer das bessere De-Interlacing und anschließende Up-conversion auf Bildraten >50Hz liefert.

    Auch stand alone Technik wie aus den Faroudja Labs war z.B. in DVD Playern mit am Start.

    Für den Inverse Telecine ist es natürlich extrem von Vorteil, wenn man weiss welche Halbbilder man einfach zusammen schieben darf um aus ihnen 1 Vollbild als Ausgang für die Bewegungsschätzung zu machen.

    Kombiniert man 2 falsche dann hat man zw. jeder Bildzeile Bewegung von 20ms und wunderbar gezackte treppenartige Kanten.

    Dazu muss man aber erkennen das es sich vormals um Kino/Vollbild gehandelt hat. Könnt ja auch normaler TV Inhalt sein. Es gab kein Flag/Information im Bild die einem das Verraten haben.


    Im analogen TV war man seinerzeit von der notwendigen Bandbreite für ein Vollbild überfordert.

    Farbe, Bild, und AustastSignal = FBAS musste auf einen Träger moduliert werden.

    Daher wurden alle 20ms nur ein Halbbild übertragen. Erst die ungeraden, dann die geraden Zeilen.

    Der Empfänger "schrieb" das zeilenweise auf seine Bildröhre, deren Phosphore nachleuchten. Der Betrachter sah dann alles wie 1 Bild.

    Ich finde es gruselig, dass wir die Krücke Interlaced mir rüber geschleppt haben in den digitalen Broadcast. Das war nicht notwendig.


    Gruß, Tux

    Hallo liebe HK Bauer


    Ich habe mit bewusster, unfachmännischer Hinterlüftung schlechte Erfahrung gemacht :shock:

    Hatte in der alten Wohnung den Schrank 10cm vor die Aussenwand gestellt.

    Dann von oben eine aktive Belüftung mit geschlitztem Abluftkanal & Rohr-Ventilator gebaut, so dass die Raumluft immer hinter den Schrank geblasen wurde.

    Ergebnis: Eine prima Schimmelfarm durch warme Raumluft, die an der kalten aussenwand kondensierte :cheer:


    Gruß

    Hallo Baylock


    Bei 24fps liegen zwischen jedem Bild 41,666ms. Je schneller der Schwenk, desto mehr "springt" das Objekt im Bild von einer Position zur nächsten.

    Derart niedrige Bildraten sorgen aber auch für einen Stroboskop Effekt, daher zeigt man das selbe Bild mehrfach mit Blende dazwischen.

    Die Kinoprojektoren können mit dem physikalischen Einzelbild ja gar keine Zwischenbildberechnung machen, daher zeigt man es mehrfach.

    Dein TV oder Beamer kann das mit dem digitalen Material aber und tut es auf Verlangen.

    Nun muss Du dich kurz fragen: Was kommt rein - was geht raus ?

    Will heissen erkennt dein PJ die 24 Hz Quellmaterial und gibt er das dann auch 1:1 aus ?

    Ich glaube nicht denn das würde wie erwähnt zu sehr stroboskopisch aussehen. Also macht er eine Art Aufwärtskonversion auf 50 oder 60Hz.

    Das macht wohl jeder Hersteller nach eigenem Gusto.

    Ich weiss die alten 24 Hz aus dem Kino sind extrem ungünstig, weil die für 60Hz Bildrate eben im 3:2 pulldown enden :(gruselig.

    Bei 50Hz Bildrate wird es noch viel blöder, denn man kann die Quelle nicht einfach 4% schneller abspielen um auf ein ganzzahliges Verhältnis für den 2:2 pulldown zu kommen.

    Also irgendwann im Prozess zeigt der PJ dann ein "stolperbild" doppelt weil sein Bildspeicher zur Darstellung leer läuft.


    Gruß, Tux

    Kino Wohnzimmer von LuxTux
    - Ästhetik trifft Funktion -

    Konzept

    In diesem Einfamilienhaus sollte die beheizte Gemütlichkeit nicht gegen einen unbeheizten, niedrigen Kellerraum eingetauscht werden.

    Daher also die Doppelnutzung Kino + Wohnzimmer (Reihenfolge beachten!)

    Sämtliche Komponenten sollten entweder unsichtbar sein oder so wenig Platz wie möglich beanspruchen.

    Ich hatte auch noch eigene Vorstellung zur Raumbeleuchtung und Gesamteindruck, daher taugte mir der pure, oft genutzte Heimkino Ansatz nicht.

    Kinosessel passen optisch ebenso nicht hinein.

    Ihr werdet ein paar ungewöhnliche Detaillösungen finden.


    Raum

    20,4m2 - Breite: 3,8m, Länge: 5,3m, Höhe: 2,5m mit Fensterfront & Terassentür, Flachheizkörper.

    Die Größe gestattet keine raumgreifende Konstruktion mit tiefer Bafflewall und Dämmung.

    Ausrichtung des Lichtwegs auf die lange Achse war notwendig und die Fensterfront mit Heizung musste erhalten bleiben.

    Aber eine Abhängung der Decke um 10cm war möglich um darin die LW und die Atmos LS unterzubringen.


    Leinwand

    16:9 Format mit Dimension 2,5m x 1,4m --> 113"

    Mattweißes Tuch Gerriets Scene mit 0,98 Gain

    Selbstbau aus Keilrahmen und Tuch; nicht akustisch transparent.

    Die Unterkonstruktion aus 30x30mm Aluprofil ist beplankt mit einer leichten Forex Platte und außen mit Malervlies beklebt, wie der Rest der Decke.

    Die Leinwand ist an Scharnieren aufgehängt und klappt motorisch betrieben aus der Decke.

    Bei Nichtbenutzung verschwindet sie plan in der Decke.


    Lautsprecher

    Die Anforderung war das die Mains und die Subs vorne nicht tiefer sind als der Rollladenkasten: 16cm

    Idealerweise ergänzen bilden die Gehäuse dann zusammen mit dem Kasten eine Front. Der Selbstbau war also notwendig.

    Die Surrounds entstanden natürlich auch im Selbstbau als InWall parallel zu den Mains. Vorlage war hier Visaton Bijou 170.

    Die Decken LS kommen bündig zur abgehängten Decke. Alles wurde vorher simuliert und die Frequenzweiche passend berechnet.

    Herausfordernd war letztendlich auch Subwoofer Chassis zu finden die so flach bauen um mit 12 cm innen Tiefe auszukommen.

    1. Subwoofer: 4x ScanSpeak 26W/8534G00 in 62Liter geschlossen
    2. Main's: 2x Visaton Bijou 170 mit AL170 und KE25SC im Waveguide in 15L geschlossen
    3. Center: keiner/Phantom
    4. Surrounds: 4x Visaton Bijou 170 mit AL170 und G25FFL ohne Waveguide in 11L geschlossen
    5. Atmos: 4x Visaton Bijou 170 Light mit W170S und SC10N in 9L geschlossen

    Layout: 7.4.4 Atmos und Auro Vorgaben einhaltend.


    Elektronik

    • JVC DLA-N5 4k, HDR Beamer
    • Denon X4500H
    • Crown XLS1002 für Mains + Crown XLS 1502 für 2 Subs
    • MiniDSP 2x4HD für Mains & 2x4 für Sub
    • BluRay Panasonic UB824
    • AppleTV 4k
    • Playstation 4
    • Logitech Harmony Ultimate


    Raum Akustik

    Decke wurde mit Direktschwingabhängern entkoppelt und extra schwerem Knauf Silentboard beplankt.

    Ausgestopft mit Rockwool Sonorock. Wandanschluß gleitend. Jeder Profil-Kreuzungspunkt bekam Dämmstreifen.

    Die per Ständerwerk innen-gedämmte Aussenwand rechts bekam eine 2. Schicht Rigips Knauf Diamant, die verklebt wurde.

    Subwooferturm Front steht auf Gummimatten und ist mit flexiblem Parkettkleber an der Wand fixiert.

    Surround LS Gehäuse sind eingeschäumt in der Wand.

    Erstreflektionspunkte haben 5cm Basotect Panele bekommen. 4 Stück insgesamt.

    Die Leinwand hat eine Füllung von 3cm Basotect


    Licht

    Die Raumbeleuchtung darf das optisch schlanke Konzept nicht stören. und nicht im Lichtweg hängen.

    Ich hatte also die Freude LED Trockenbau Profile in die Rigips Platten einzuarbeiten.

    Die 24V LED Streifen haben CRi>90 und einen besonders feinen Pitch bei 10W/m oder 850lm/m Leistung und 2700k Lichtfarbe.

    Akzentspots beleuchten die Steintapete und die Front.

    Gesteuert wird es über DALI PWM Dimmer und Taster an der Tür.

    Ich habe nichts übrig für buntes Licht, daher gibt es das nicht im Kino.


    An dieser Stelle erscheint der Link zum Bauthread.


    Hier sind ein paar Bilder aus dem Album:

    Sitzlandschaft mit Surrounds - The Dark Side Nebensitz - The Light Side ;-) Licht bei Nacht - Front ohne Leinwand Frontansicht mit herabgelassener Leinwand Tiefe als limitierendes und gestalterisches Element 2-Wege Front mit 2 Subs Surround Back - Eben eingebaut Ansicht mit Restlicht Rückwärtiges Geräterack mit Denon X4500H

    Hallo WerleChr


    Zur Erklärung: Bei digitalen Videosignalpegeln ist man der Standard für den Broadcast übereingekommen, dass

    alles <16 ist "ultra" schwarz und muss vom Gerät nicht dargestellt werden

    alles >235 ist "ultra" weiß und muss nicht gewaschen werden :zwinker2:


    Das gilt für 8 bit Luminanz. Bei 10 bit im HDR Fall geht der Bereich natürlich bis 1023.

    Hallo Steinbeisser, Hallo an alle.


    Ich habe ein wenig Probleme mit dem weithin gebräuchlichen letzten Teil des Begriffs Frame Interpolation.

    Eine Interpolation bedeutet ja nicht mehr als eine gewichtete Mittelwertbildung, die 2 Bilder ....verschleift.


    Was bei JVC und anderen externen Geräten statt findet ist aber eine Motion Compensation. Nicht so gebräuchlich aber faktisch richtig.

    Hier wird a) der Film erkannt mit seinen 24 Bildern (oder der pull-down im 50Hz Bild) und dann b) unter dieser Kenntnis eine Zwischenbild-Berechnung durchgeführt.

    Die fehlenden Bilder von 24->50Hz werden also komplett neu erzeugt unter Anwendung einer Bewegungsschätzung der Objekte und erkannten Kanten.

    Das das nun gar nicht trivial ist und unter Umständen zu Artefakten führt haben wir ja alle gemerkt.


    Eine Problematik sind die Auf- und Zudeckbereiche (das Erwähnte Flugzeug vorm Berg). In unserem berechneten Zwischenbild ist das Flugzeug schon einen Tick von 20ms weiter ohne das neue Informationen vom Hintergrund schon eingetroffen wären. Das passiert leider erst nach 41,66ms.

    Hier muss der Algorithmus also benachbarte Bildbereiche hinein kopieren, was bei großzügigen Schwenks gerne zu den "Halos" führt.


    Ein andere Problematik sind regelmäßige, sich strukturell wiederholende Hintergründe vor denen Sich ein Objekt bewegt. Die Motion Estimation macht dann gelegentlich Fehlschätzungen und erkennt das neue Objekt viel zu weit weg wieder. Diese falschen Vektoren der Motion Estimation angewendet auf die Motion Compensation liefert zerrissene Objekte. Je weiter man den Bereich fasst in dem Bewegung erkannt werden soll, desto ungenauer wird es.

    Frage bis wieviel Pixel/Frame will ich noch Bewegung erkennen können ? --> Ach sooo viel ? Ja dann brauchen wir ne ganze Menge Speicher in Chip.

    Und weiter: wie hoch darf die Latenz sein ? Habe ich mehr Bilder auf die ich zurück/vor blicken kann um so besser (und teurer) kann es werden. Aber heutzutage will ja keiner mehr 60ms auf seine Darstellung warten.


    Ich habe ein wenig Erfahrung mit diesem Prozessing und den Problemen und kann einschätzen wie diffizil das ist.

    Persönlich liebe ich den sanften, glatten Look (a la C.M.D High) weswegen ich mir auch einen JVC gegönnt habe.

    24 Bilder/sek sind ein Dinosaurier alter Kompromiss, aus einer Zeit als Filmmaterial teuer war.


    steinbeisser, fürst erste mal nach Szenen schauen

    a) Schnelle Objekte vor statischem Hintergrund

    b) Statische Objekte vor global bewegtem Hintergrund (Pan, Schwenk)

    c) Regelmäßige bewegte Strukturen (Zäune, Gitter, Muster)


    Gruß, Tux

    Hi there


    Ich habe die Crown XLS1502 für 4 Subwoofer in Betrieb. Und XLS1002 für die Mains.

    Da es Class-D Endstufen sind werden sie kaum handwarm.

    Die Lüfter habe ich noch nie gehört.

    Eingebaute Frequenzweichen benutze ich nicht, das macht der MiniDSP davor.

    Bei maximaler Aussteuerung höre ich ein rauschen aus dem Sub's. Daher auf 9Uhr Aussteuerung zurückgenommen.


    Vorteile aus meiner Sicht: man hat Symmetrische XLR + Unsymmetrische Chinch Eingänge am Gerät.

    Empfindlichkeit kann von 1,4V PA Level auf 0,775V Heim Level umgeschaltet werden.

    Display und LED's ist abschaltbar.


    Gruß, LuxTux

    Hallo Schmitzi


    Mit geschlossen 62Liter netto solltest Du genau bei idealer Einbaugüte (Butterworth Absimmung) Qtc=0.707 und einer Grenzfrequenz von 36Hz landen.

    Mein kurzer Check mit BassCAD.

    In der Realität kommt dann halt noch der Raum mit dazu als Einfluß.


    Gruß

    Wie sieht es nach Eurer Einschätzung eigentlich mit der Verwendung von den typischen Alu-Profile aus, z.B. Stangenprofil 40x40 mm, Nutbreite 8 mm, Nuttiefe 12 mm.

    Mit den möglichen Winkeln und Verschraubungen sollte hier die Stabilität gut gegeben sein.


    Resonanzprobleme?

    Hallo HiFi Oldtimer

    Ich habe meinen Rahmen für eine Klappleinwand an der Decke mit 30x30 Aluprofilen gebaut.
    Der unattraktive Faktor dürfte das Geld sein.
    Ich habe 8,3€/m für das Aluprofil bezahlt.
    Das macht es für ein Ständerwerk schnell zu teuer.


    Resonanzen können immer dann auftreten wenn das Bauteil mehrfache der 1/2 Wellenlänge hat.

    Bei einer steifen Bauweise können diese Frequenzen eben um so weniger das Bauteil anregen.

    Hallo Simon


    funky möchte eben den HK Raum vom Flur trennen. Daher die Wand.

    Dein Vorschlag geht ja in die (Overkill) Richtung: DBA = Wand ! Richtig ?

    Was macht er mit den Wand-Teilen die nicht durch endlich große Subwoofer abgedeckt werden ? Anstückeln ?


    Gruß

    Hallo funky


    Ich will Dir nicht den Ethusiasmus nehmen, dennoch haben einige hier vor 20 Jahren angefangen sich in die Materie "einzuarbeiten" und sind bis heute nicht fertig geworden :shock: Nich weil sie langsam sind sondern gründlich. Und auch heute gibt es noch neue Erkenntnisse ! Also, lass dich nicht entmutigen :dance:

    Es gibt im HK ja u.a. die Themenbereiche:

    • Raumakkustik (Wellenlängen, Reflektion, Nachhallzeit, Schröderfrequenz, Moden, Reflektionen, Diffusor 1D/2D, Absorber, Strömungswiderstand, DBA/SBA/Multisub, Frequenzgang, DSP)
    • Lautsprecher (Impedanz, TSP Parameter, Wirkungsgrad, Frequenzgang, SPL, Klirrfaktor, Directivity, Frequenzweiche, Flankensteilheit, Resonanz, Gehäuse)
    • Verstärker (Leistung, Spannung, RMS, Peak, Class-D oder AB, Verzerrung (THD), Dämpfungsfaktor, Signal-Noise-Ratio, Gainstruktur)
    • Video (Farbräume DCI-P3, BT1886, BT.709, BT.2020, Farbsystem RGB, YUV, HLS, Subsampling 4:2:0/4:2:2, Gammakurven SDR/PQ/HLG, Auflösungen 4k, 2k, HDMI, Bitraten, Bildfrequenzen, Bildverarbeitung Frame-Interpolation, Tonemapping, Lichtleistung lux, Lichtstrom lm, LW Gain, Zoom, Lense shift, Formate 21:9/16:9, Codecs VC-1, H.264, HEVC)
    • Audio (Bitraten, Auflösung, Formate/Container PCM, Kompression/Verlustfrei, Kanäle vs. Objekte, Immersives Audio Atmos/Auro/DTS-X, LS Anordnung, Winkel)

    Jeder einzelne braucht eine Lebenszeit bis zur Perfektion, jedoch darf man auch Spaß dabei haben es einfach auszuprobieren :big_smile:

    Hallo Funky


    Wenn Du ein DBA bauen kannst (mit besagtem Raumgewinn) dann mache es.

    Damit hast Du ja dann im Ergebnis einen homogenen Bassverlauf ohne die modalen Raum-Probleme die ein SBA nicht beseitigen kann.

    Beim SBA müssten Rückwärtig aufwändige Maßnahmen (tiefe Absorber) zur Bedämpfung durchgeführt werden um es ideal zu machen.


    Gruß vom Tux