Star Trek (2009)

  • Into the Darkness fand ich sogar noch etwas besser als den ersten Teil

    Ja, der zweite (ohne "the") ist vom Erzählerischen her noch etwas stärker, der Auftakt sogar überragend. Man musste aber auch nicht erst die Charaktere einführen, sondern konnte gleich loslegen. Der dritte kann dann nicht mehr mithalten, da merkt halt dann doch die Qualität des Regisseurs.

    zumindest jeder zweite ;)

    :big_smile:

  • Was gefiel dir denn an Chris Pine in seiner Rolle nicht?

    Zuviel Milchbubi, zuwenig Macho.
    Das hat für mich, der mit der orig. Serie aufgewachsen ist, von Anfang an nicht funktioniert.
    Das gleiche mit Karl Urban: Auch wenn er ganz gut gespielt hat, aber sorry, nach all den anderen Rollen ist es schwierig, im das Zeisel ab zu nehmen.
    Deshalb wäre er IMHO als Kirk besser passend gewesen.

    ch fand es damals einen klasse Film, aber sehr schade, dass sie dadurch praktisch alle alten Filme, die ich pers. noch mehr mag, ungültig gemacht haben.

    Als eigenständige Filme mag ich dieses Trippe auch gerne. Der Cast funktioniert, es bringt schon StarTrek rüber.
    Und ja, das Problem mit den depperte Zeitreise-Reboot Geschichten ist auch hier gegeben. Deshalb ist dieses Tripple für mich eine eigene Filmreihe. Damit funktioniert es.

    Wie kommst du denn zu der steilen These?


    Ich behaupte eher, die meisten Trekkies, mich eingeschlossen, finden die neuen Filme (die sog. Kelvin Timeline) einfach nur als Mist...

    Wie gerade geschrieben, man muss dieses als eigenständige Filme sehen. Dann funktioniert es. Den Flair der ersten 9 Filme, der orig. Serie + TNG bringen diese 3 Filme nicht rüber.

  • Auch als eigene Filme haben sie Logiklöcher in der Größe supermassiver schwarzer Löcher...


    Genau, es gibt sie immer noch zu kaufen, sie werden noch ausgestrahlt und sind auch nicht indiziert worden

    Das sowieso.

    Aber auch innerhalb des Kanons. Durch den billigen Trick "Abspaltung einer alternativen Zeitlinie" finden die Ereignisse von TOS und der alten Filme und allem was danach kommt (TNG etc.) nach wie vor in der ursprünglichen Zeitlinie statt.

    Man kann die Kelvin Timeline getrost ignorieren.


    Viel schlimmer ist da Discovery, denn das soll in der ursprünglichen Zeitlinie stattfinden...



    Was mir nicht in den Kopf will, und das zeigt meiner Meinung nach die Unfähigkeit heutiger Autoren und die völlig fehlende Risikobereitschaft der Studios, warum man unbedingt an den alten Zöpfen festhalten, und das alte was mal erfolgreich war, unbedingt wieder aufkochen möchte.


    Das ST Universum ist groß genug dass man einfach mal wieder was neues bringen könnte.

  • Was mir nicht in den Kopf will, und das zeigt meiner Meinung nach die Unfähigkeit heutiger Autoren und die völlig fehlende Risikobereitschaft der Studios, warum man unbedingt an den alten Zöpfen festhalten, und das alte was mal erfolgreich war, unbedingt wieder aufkochen möchte.

    Das verstehe ich auch nicht. Das letzte Mal, dass Star Trek zeitlich vorangegangen ist, war "Voyager". Danach ging es immer zurück in die Vergangenheit von dem letzten Zeitpunkt aus betrachtet. Wenn ich Science-Fiction sehe, das generell in der Zukunft spielt, interessiert mich am wenigsten die Vergangenheit.


    Ich empfinde die neue Zeitlinie als Frechheit und konnte mich damit nie anfreunden*. Das wertet die alten Geschichten komplett ab, wenn man sie akzeptiert. Mit dem Trick kann man ständig bei Null anfangen. Ansonsten haben die neuen Filme aber in sich gut funktioniert.


    * im Übrigen auch nicht mit der Borg-Königin in "Star Trek 8", deren Existenz mal eben das gesamte, dezentrale Konzept der Borg vernichtet hat. Ansonsten war der Film auch gut, aber solche Sachen stören mich extrem. Die Kinofilme machen häufig mehr kaputt als sie zu den Serien beitragen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass sie für ein andere Publikum gemacht werden. Für mich waren die Filme daher immer nur Anhängsel zu den Serien, die sich aber nicht wirklich integrieren (auch von der Machart her).

  • Was wahrscheinlich daran liegt, dass sie für ein andere Publikum gemacht werden.

    Das glaube ich eher nicht. Die Star Trek Kinofilme waren noch nie für das ganz breite Kinopublikum, ohne eine solide Fanbasis wären die meistens sogar massiv geflopt. Gelddruckmaschinen waren sie schon gar nicht angesichts der Budgets, nicht mal der erfolgreichste aus der Reihe, also der hier besprochene. Link.

  • Die Star Trek Kinofilme waren noch nie für das ganz breite Kinopublikum, ohne eine solide Fanbasis wären die meistens sogar massiv geflopt.

    Das mag sein. Vielleicht liegt die Differenz in der Erzählweise auch daran, dass in einer Serie massig Zeit ist und auch langsam erzählt werden kann, während in einem Kinofilm nach spätestens 2 h Schluss ist und generell mehr der Fokus auf Action gelegt wird (->große Leinwand, lauter Ton). Alleine dadurch weichen alle Star-Trek-Kinofilme zumindest für mein Empfinden von den Serien ab. Sie fühlen sich einfach anders an. Und vieles, wofür ich z.B. TNG geliebt habe, geht in den Filmen unter. Sie fügen sich einfach schlecht in das Universum ein. Ich würde sogar so weit gehen, dass TNG, DS9 und Voyager mehr gemeinsam haben als die Serien mit den Filmen.

  • Alleine dadurch weichen alle Star-Trek-Kinofilme zumindest für mein Empfinden von den Serien ab.

    Das stimmt, liegt aber in der Natur der Sache. Serien funktionieren halt anders als Spielfilme.

    Extrembeispiel war die Serie 24. Obwohl es vom Grundkonzept her schon gar nicht gehen kann, musste man unbedingt auch noch einen Spielfilm dazu machen. Hatte natürlich nichts mehr gemein mit der Serie bzw. was sie ausgemacht hat.

  • Insbesondere die Filme 2 3 4 sehe ich eigentlich auch schon fast als Serie. Die muss man eigentlich schon am Stück gucken.

    Ich hätte es auch deutlich begrüßt hätte man einfach die neue Star Trek Filme in der time line irgendwie hinter den alten Filmen angeordnet statt diesen seltsamen Parallelen Zeugs.

    Aber dazu hätte man ja tatsächlich neue Charaktere entwickeln müssen und hätte nicht auf bestehende Eigenschaften der Bekannten zurückgreifen können.

    Das ist meiner Meinung nach ein generelles Problem Der Filmbranche seit vielen Jahren. Das Geld regiert und nicht die Kreativität…


    Zwar irgendwie verständlich, aber trotzdem für mich die Erklärung, wieso es so wenige wirklich herausragende Filme gibt seit Jahren, von der reinen Technik abgesehen.

  • Das Geld regiert und nicht die Kreativität…

    Mit Ausnahme vielleicht der 70er, als sich das New Hollywood bildete, war das schon immer so.

    wieso es so wenige wirklich herausragende Filme gibt seit Jahren,

    Das ist ein Wahrnehmungsproblem und dazu noch abhängig von der jeweiligen Generation.

    Früher war alles besser, hieß es doch schon immer. Herausragende Filme waren immer schon rar gesät. Mal ein paar mehr (90er) und mal weniger. Hinzu kommt, dass viele Filme über die Jahr(zehnt)e erst zum Kult wurden, manche sogar bis hin zur Verklärung. Ein jüngerer Film hat dazu (noch) gar keine Chance.


    Je älter man wird und je mehr Filme man gesehen hat, um so schwieriger wird es, wirklich noch beeindruckt zu werden. Letztendlich wird man auch anspruchsvoller. Aber neue Filme werden nunmal nicht für die 50jährigen gemacht, sondern für die 20jährigen oder noch jünger. Die haben dann auch kein Problem mit Remakes, weil sie die Originale sowieso nicht kennen.

    War aber bei uns genauso, als wir jung waren.

  • Die alte Serie muss man im Kontext der damaligen Zeit sehen. Da waren die Folgen sensationell: Russen, Chinesen, "PeopleOfColor" auf der Brücke. Der erste Kuss zw. PoC und Weißen im TV. Die gänzlich neuen SiFi-Aspekte, die zum ersten Mal in den Folgen behandelt wurden. Viele Themen in den späteren Serien waren thematisch nur noch Kopien. Das können wahrscheinlich die wenigsten jungen Leute einordnen.

  • Die neuen Filme mochte ich sehr, allerdings mochte ich auch das Abrams-Star Wars Suffix. Ich finde er hat den Spagat gut hinbekommen Fans zu bedienen und das Zeugs modernisiert auf die Leinwand zu bringen. Das Strickmuster ist relativ ähnlich bei beiden Trilogie-Dingsies, funktioniert aber für mich. Ich sehe lieber eine Art Remake - die nur behutsam experimentiert - aber ein geiles Technik-Update ist, als ein Remake was sich auf Teufel komm raus von dem alten Gedöns absetzen will (Picard war das für mich - das hatte so gar nichts mit Jean-Luc und praktisch allem zu tun was TNG war).


    Trek hat sich in den Serien gerne in Sci-Fi und Philosophie ausgetobt und auf der Leinwand dann eher massenkompatible Geschichten gebracht. Das Feeling war Bonus für Fans, das große Publikum hatte einen Sci-Fi-Film, in dem allerdings die Chemie zwischen dem Cast gut gepasst hat. Und den Cast hat JJ gut hinbekommen. Ich mochte gar den dritten neuen Trek recht gerne, weil alle Hauptdarsteller ihre Screentime und ihre Momente hatten. Und Kirk ... gibt so viele Chris - Hemsworth oder Evans doch wohl eher nicht. Pratt hätte mir noch gefallen ...

  • Zitat

    * im Übrigen auch nicht mit der Borg-Königin in "Star Trek 8", deren Existenz mal eben das gesamte, dezentrale Konzept der Borg vernichtet hat.

    das war doch nur (mal wieder) als Allegorie auf bzw. gegen den vorgeblich 'gleichmachenden Kommunismus' gedacht, hinter dem letztlich auch immer eine Köinigin o ein Herrscher steht, und das 'wir' nur Gaukel ist:zwinker2:


    Zitat

    Je älter man wird und je mehr Filme man gesehen hat, um so schwieriger wird es, wirklich noch beeindruckt zu werden. Letztendlich wird man auch anspruchsvoller. Aber neue Filme werden nunmal nicht für die 50jährigen gemacht, sondern für die 20jährigen oder noch jünger. Die haben dann auch kein Problem mit Remakes, weil sie die Originale sowieso nicht kennen.

    War aber bei uns genauso, als wir jung waren.

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