ozon's Dachgeschosskino

  • Hier möchte ich mein Dachgeschosskino vorstellen. Für einen Bauthread war ich die letzten Jahre zu faul. Das Kino wurde im Herbst 2016 gestartet, zunächst als Wohnzimmerkino mit dem Epson TW9300. Zum Glück habe ich 2020 die Etage unter dem Dachgeschoss geerbt und konnte dort ein Wohnzimmer realisieren. Somit konnte das Kino richtig schwarz werden. Seit dem letzten grossen "Projekt", der Hushbox, die Dezember 2021 fertig wurde, ist das Kino vorläufig "fertig" bzw. präsentabel.


    Komponenten


    Raum: 5,85m*3,95m Dachgeschoss, Doppeldachschräge

    Beamer: JVC X7900 in Hushbox

    Leinwand: 2,40:1, akustisch transparent, 2,8m Breite, Eigenbau, Maskierbar

    Tuch: Alphaluxx Barium 6 Reflax (2016) ohne Backing

    AVR: Marantz SR5015

    BD: Panasonic UB9004

    Lautsprecher: 5.1.2: 3X Q-Acoustics 3090C (Front) / 4 X 3010 (Surround & Top-Middle)

    Subwoofer: 2 X SVS PB2000 Diagonalaufstellung ( 1 vorne rechts / 1 hinten links )

    DSP: Antimode 2.0 Dual Core

    Fernbedienung: Logitech Harmony Elite

    Klimaanlage: LG H09AL PRESTIGE INVERTER V, Singlesplit 2,5kW

    Sofa: Sofanella macello 2er mit Mittelkonsole Soff schwarz "Tripple"

    Vinyl-Fußboden und umlaufende Kabelkanäle: Klebevinyl Wineo Purline 1500 wood XS - Pure Black

    Teppich vor der Leinwand: Hornbach Velours Verona schwarz, 3,5m*1,75m gekettelt

    Absorber: 6 Hofa Bassabsorber hinter Leinwand, Sonitus leviter shape 12, 4 Plattenresonatoren Eigenbau

    Diffusoren: Thomann Diffusoren nachträglich schwarz lackiert

    Stoffe: DX-Fix (Leinwand), Tripple Black Velvet (Vorhänge auf Gardinenstangen links vor den Fenstern /Rechts vor der Tür), Adamantium Audio Dark Glue (Abklebung Front-LS, Dachschrägen und Balken oben), Akustikstoff von akustikstoff.com (Maskierung, Absorber, Himmel)

    Wandfarbe: Abtönfarbe Schwarz-Matt

    Fensterverdunkelung: Block out Folie von selbstklebefolien.com, Farbe schwarz, Kleber weiß


    Erwähnenswerte Eigenschaften


    Restlichteliminierung: Viel Energie habe ich in die Raumverdunkelung gesteckt: Das Kino wurde die letzten Jahre nach und nach immer Schwärzer. "Haptik" spielte eine untergeordnete Rolle.

    Klimaanlage: Die Klimaanlage befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Kernlochbohrung (siehe eigenes Bild). Der ca. 5m lange Kabelkanal im Raum ist schwarz-matt lackiert. Die Decke ist auf 2,45m mit Akustikstoff abgehangen. Die Klimaanlage ist somit unsichtbar und verursacht keinen unangenehmen Luftzug, weil der Wind durch den Akustikstoff fällt.

    Leinwand und Maskierung: Die Leinwand steht auf 4 Möbelrollen und lässt sich so unter der Dachschräge notfalls wegfahren, sogar in den Flur wenn es sein muss. Gegengewichte sorgen dafür, dass die Leinwand nicht umkippt. Die Leinwand ist oben nicht maskiert. Die Dachschräge ist mit DX-Fix abgeklebt, somit konnte ich auf eine obere Maskierung verzichten, um "Höhe" zu gewinnen. Die 2,40:1-Leinwand wird links und rechts mit Keilrahmen mit Akustikstoff maskiert, die einfach mit Winkeln auf die Leinwand gehängt werden.

    Frontlautsprecher vor der Leinwand: Zunächst standen die Front L/R mehrere Jahre hinter der Leinwand, ich war nie zufrieden mit dem Klang. Testweise habe ich die Lautsprecher vor die Leinwand gestellt. Der Sound war so deutlich besser (Kein Tuch mehr, mehr Stereodreieck, mehr Nahfeld ). Haptisch ist das so blöd, in Zukunft denke ich mir ggf. was anderes aus. Die Boxen und Ständer sind aber kpl. mit Adamatium Glu abgeklebt, im Film sind die Boxen unsichtbar.

    Hushbox: Die Konstruktion besteht aus der eigentlichen Box und einem eigens konstruiertem Regal auf Möbelrollen: Zugänglich ist die Box von oben. Der Deckel ist mit Gewindemuffen an die Box geschraubt, sodass dieser oft abgenommen werden kann, ohne dass das Holz kaputt geht. Um den Deckel öffnen zu können, muss die Box auf den Rollen von der Dachschräge weggefahren werden. Die Hushbox musste möglichst flach werden, da kaum Spielraum hinsichtlich Projektionsabstandsverhältnis mehr bestand: Der JVC X7900 ist bereits auf 100% Zoom. Der Lichtkegel geht ca. 8cm über die Köpfe hinweg. Jeder cm Platz in der Box über dem Beamer sorgt dafür, dass die Box weiter in den Raum muss (wegen der Schräge). Somit konnte ich eine 30cm hohe Box bauen. Das Ergebnis ist so, dass der niedrige Modus des JVC nicht mehr hörbar ist. Der hohe Modus ist etwas leiser als vorher der niedrige Modus. ich bin nicht 100% zufrieden aber eine deutliche Verbesserung ist es.

    Danksagung


    Bedanken möchte ich mich bei meinem "Erzeuger" (mein Papa), ohne dessen Wohlwollen und handwerkliches Geschick das Kino nicht existieren würde. Des weiteren bedanke ich mich bei meinem Cousin Till für den Bau der Leinwand (u.a.). Zusätzlich möchte ich mich bei meinem Cousin Thomas bedanken für handwerkliche Tätigkeiten am Haus, auch wenn diese nicht direkt das Heimkino betroffen haben. Bei meiner Schwester bedanke ich mich für die Bilder.


    Bilder

    Flur zum Kino, BD-Regal Eigenbau:


    Leinwand 2,40:1 unmaskiert:


    Maskierungen, Leinwand maskiert 16:9


    Sofa, Blick in den Raum:

  • Hallo Oleeinar, vielen Dank. Es gibt Kinos die deutlich besser verarbeitet sind, und auch bessere Technik haben. Haptik war mir nicht so wichtig. Mir war von Anfang an klar: Ich brauche eine 2,40:1 Leinwand, akustisch transparent mit Maskierung, einen sehr schwarzen Raum, dröhnfreien und eher dezenten Sound, eine Klimaanlage und wenig Beamergeräusche. Mehr brauche ich momentan nicht, ich bin zufrieden (noch).

  • So, normalerweise fängt man ja vorne an und hört hinten auf.... Ich mache es umgekehrt. Gerade habe ich im beisammenforum 2€ bezahlt um Zugriff auf meine alten Bilder zu bekommen. Das lasse ich jetzt mal unkommentiert.


    Hier der alte Bauthread: ozon's Dachgeschosskino


    Ich liefere hier, soweit ich es rekapitulieren kann, die Historie des Kinos nach:


    August 2016


    Ich mache einen Düsseldorf-Altstadt-Tripp mit einem guten Freund. Sternhagelvoll philosophiern wir nachts in einer Kneipe über Dinge, die man im Leben noch machen will (Kind, Frau, Urlaub). Ich sage "Nein.....Ich will jetzt endlich ein Heimkino haben und kaufe mir jetzt endlich einen Beamer um irgendwie mal anzufangen".


    Oktober 2016


    Die Planungen werden konkret, indem ich mich im Beisammenforum anmelde und mir Gedanken mache, wo Beamer und Leinwand platziert werden kann Links: Da sollte die Leinwand hinkommen. Rechts: Neben der Tür stand damals der Panasonic 65STW50, die Möbel die man erkennt existieren immer noch und sind jetzt schwarz. Auch erkennt man Technik die ich heute noch verwende (Boxen, Sub)



    Links: Alte Rückwand wo jetzt Beamer steht. Rechts: Alte Sicht auf die 5 Fenster, die Diffusoren existieren immer noch und sind jetzt schwarz.


    Skizziert wurde alles auf A3-Milimeterpapier


    November 2016


    Links: Der Epson TW9300 wird beschafft. Zunächst wird ein 7.2-Setup mit zwei Backsurrounds gefahren. Mitte: Zunächst wird mit einem Baumwolltuch von Tedox experimentiert, wie groß das Bild sein kann: Es sind gigantische 3,20m. Rechts: Technik befand sich zunächst neben der Tür an der Seitenwand.


    Weihnachten 2016


    Die Leinwand ist fertig und auch der erste "Wurf" des Kinos. Front L/R und Center sind hinter der Leinwand. Leinwandbreite 3,1m. Höhe Bildunterkante 31cm. Der Bereich um die Leinwand war bereits tiefschwarz. Der Rest des Raumes weiterhin "freundlich". Die Dachschrägen wurden mit DX-Fix abgeklebt, die Heizung links auf ca. 1,2m schwarz gestrichen.

  • Februar 2017


    Die 16:9 Maskierungen (Keilrahmen) sind fertig



    weiterer Jahresverlauf 2017 bis Dezember


    Links: Die weisse Wandfarbe wurde durch eine hellgraue ersetzt. Diffusoren wurden schwarz lackiert. Beamer Regal wurde dzum Absorber umgebaut. Rechts: Die Vorhänge aus Tripple Black Velvet werden installiert.



    Fensterverdunkelung: Die 5 Fenster wurden vor jedem Film mit Holzplatten verdunkelt, die nach dem Film wieder entfernt wurden. TV wurde damals meistens im Hellen Raum bei Tageslicht geguckt (mit VU+ UNO 4K)



    Mai 2018


    Die Klimaanlage wird installiert: Der Luftzug nervt gewaltig: Experimeine mit Akustikstoff vor dem Gerät beginnen



    weiterer Jahresverlauf 2018

    • Bild war mir immer schon "zu tief", Bild wird auf 2,8m Breite verkleinert und Sitzabstand entsprechend verringert: Neue Höhe Bildunterkante: 55cm
    • Die abgehängte Decke aus Keilrahmen/Akustikstoff wird installiert.
    • Das 7.2 Layout wird geändert in 5.2.2 ( keine Back-Surrounds mehr sondern jetzt Top-Middle )
    • Die Logitech Harmony Elite wird beschafft, somit kann die Technik an der Rückwand platziert werden (Die Harmony fungiert als Infrarotverlängerung)

    2019

    • Der schwarze Vinylfussboden und die Kabelkanäle in gleicher Optik wird verlegt.
    • Beamerregal wird durch ein "Ikea-3-Tisch-Regal" ersetzt

    2020

    • Das weisse Sofa wird durch ein schwarzes Sofa von Sofanella ersetzt
    • Da ich zwischenzeitlich die Etage unter dem Dachgeschoss geerbt hatte, konnte ich den ganzen Raum schwarz streichen.
    • Die Fenster wurden mit Block-Out-Folie abgeklebt, somit entfiel das Lästige verdunkeln mit den Holzbrettern.
    • Die Front L/R-Lautsprecher wandern vor die Leinwand ( viel besserer Sound ) und werden mit Adamantiom Glue abgeklebt, damit man sie im Filmbetrieb nicht sieht.
    • Der Epson TW9300 wird durch den JVC X7900 ersetzt (Dezember 2020)

    2021

    • Blu-ray-Regal im Flur wird gebaut (Birke multiplex 9mm)
    • Der Panasonic UB9004 ersetzt den Sony-X800
    • Die Hushbox wird gebaut (Ab November)
    • Die schwarze Wandfarbe ist nicht dunkel genug: Der ganze Raum wird mit schwarzer Abtörnfarbe nachgestrichen










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