Bafflewall Layout

  • Hallo,

    ich habe zwar einen Bauthread der bereits vor Baugenehmigung des Hauses startete - möchte die folgende Fragestellung aber nicht Bestandteil dieses Baus sehen sondern etwas genereller. Es gibt tatsächlich einiges zum Thema zu lesen. Aber es ist, so scheint es mir, oft nicht konsequent, vllt. veraltet, fehlinterpretiert von Vorlagen wie Accousticfrontiers. Die Bauphysik wird auch stiefmüttlerlich behandelt.

    Anbei seht ihr eine Montagewand die als Bafflewall oder als offenes Gerüst durchgeführt werden könnte.

    Ich finde es unter bestimmten Raummaßen gar nicht so trivial, z.B. ein DBA größer 2x2 mit LCR zu kombinieren. Immerhin gehen die Gehäuse schon recht ordentlich in die Fläche bei geringer Bautiefe und könnten gar kollidieren.


    Das Anwinkeln ist ein, wie ich finde, bequemer und auch hübsch anzusehender Ansatz, die L/R in eine 30°-Position zu bringen. Das anzustellende Dreieck kann aber nicht beliebig gewählt werden da die horizontalen Positionen von L/R relativ fix sind bzw. die Position des money seat beeinflussen (Stereodreieck).


    Nun stelle ich mir die Frage 1: ob man die äußeren Spalten des DBA mit in den angestellten Winkel ziehen kann (sie daher auch eine 30°-Position einnehmen) oder besser nicht.

    Vergleich linke Seite und rechte Seite. Die kugelförmige Ausbreitung betrachtet müsste es dem äußersten DBA-Sub egal sein ob er eingdreht ist. Sein akustisches Zentrum liegt dennoch 1/8 von der Wand entfernt. In FoLLgoTT s Wall Of Death sind die äußersten mit eingedreht.


    Ich stelle mir und euch auch die Frage 2 ob man die L/R zum Beispiel 180°gedreht installieren kann. Andernfalls kollidieren sie hier z.B. mit den äußeren unteren Subs.

    Vorausgesetzt Horn oder Guide bleiben gleich. Im Beispiel sind es die beckersound b300/ Vollhanks, und 12" Subs mit 47L, also "zufällig" gleiche Gehäusegröße. Der Center könnte normal orientiert bleiben bei einem 2x4 DBA, bei einem 2x3 wäre das auch knapp. Ohrhöhe und akustisches Zentrum der L/C/R ist hier 1.2m.


    Bild:

    - die linke/gelbe Seite hat ein größeren eingedrehten Block um einen Sub mit einzudrehen

    - die L/R sind 180° um ihr akustisches Zentrum gedreht. Das bringt den Hochtöner der L/R unter das akustische Zentrum


    MfG

  • Ich denke das EIndrehen der Subs ist kein Problem, aber nicht notwendig. Weiterhin würde ich einfach alle Main-Speaker in der Höhe gleich etwas höher anordnen, so dass der TMT knapp über die Subs passt mit HT nach oben. Umgekehrt passiert es sonst schnell, dass die TMT genau auf halber Raumhöhe liegen, was akustisch nicht das Optimum wäre. Ich sehe in der SUme also überhaupt keine Probleme.

  • So, ich bleibe mal weiter generell beim Aufbau einer coolen Baffle Wall an Außenwand bzw. erdberührendem Untergeschoss.

    Die Unterkonstuktion der Wand steht auf dem Rohboden, entkoppelt mit Sylomerstreifen 25mm mit entsprechender Gewichtsklasse.

    Die UK soll dann nur an eine Wand fixiert werden, nicht mehr nach oben. Die Wandfixierung ebenso mit Sylomer-Vorsatzschalenhalterung. Hier gibt es keinen Lastabtrag.



    Holz UK bauen (kein Kontakt zur Decke)



    Bafflewall beplanken je nach Geschmack (GKB, MDF, GKB ... oder 3x GKB oder oder oder)

    und zum Hauptraum Estrichdämmstreifen gegenarbeiten (hier blau)



    Den Fußbalken rundum mit Dehnungsstreifen für Estrich einpacken.

    Den hinteren Teil der Bw mit Verbundestrich auffüllen, hier im Bild ockerfarben ein Kunstharzestrich



    Den Hauptraum mit schwimmenden Estrich CT, SR, CA was auch immer verarbeiten, Fußbodenheizung drinnen usw.



    Im Mittelsegment der Bafflewall ist im Beispiel 15cm hoch freigelassen. Estrich dahinter und davor sind bündig

    Diese Öffnung kann z.B. mit jeglicher Art Lochgitter geschlossen werden.



    DIe Raumzuluft einer KWL (im Beispiel 4x 75er Rohr) im Deckenbereich hinter der Bafflewall einleiten,

    im Hauptraum mit z.B. 4x75/ 2x90/ 1x125 ablüften. Volumenstrom 35 m3/h dürften ausreichen und unhörbar sein.


    Kino vervollständigen




  • Ich sehe hier ein Problem in den Ecken. Die sind ja dann in der Ausführung nicht sauber hinterlüftet bzw. es ist dort wenn überhaupt, nur eine unbekannte Zirkulation vorhanden.

    Gruß


    kottan



    Wer schweigt stimmt nicht automatisch zu. Manchmal hat er nur keine Lust mit ... zu diskutieren.

  • Ich sehe das Problem nicht, die aerodynamische Ausbreitung der eingebrachten Luft ist ja nicht linear.


    Der rückwärtige Raum hat im Beispiel (2,7m hoch) ein Volumen von 3,5m³

    Bei einem eingebrachten Luftvolumen von 35 m3/h im seichten Betrieb(siehe oben),

    haben wir etwa 10-fachen Austausch der Luftmenge pro Stunde.

    Da werden die Ecken natürlich mit "ausgespült".


    Wer noch Hosenträger zum Gürtel braucht, kann 2 der 4 75er Auslässe nach unten führen

    und zusätzlich 2 passive Überströmöffnungen im unteren Bereich der Ecken platzieren.

    Vollkommen eskalieren lassen kann man es, wenn man den hinteren Verbundestrichteil dann doch schwimmend einbringt und mit einer Heizschlange der FBH belegt. Als einzelnen Kreis ausgeführt kann man diesen auch losgelöst von der Hauptraumtemperatur offen lassen oder getrennt regeln.


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