Neustart Dachgeschosskino

  • Neustart Dachgeschosskino


    So, nachdem Martin mich schon mehrmals erwähnt hat, wird es nun Zeit mit dem Baubericht zu beginnen. Das Kino befindet sich im Dachgeschoss (3. Etage). in einem Denkmalgeschützten Haus (ca.500 Jahre alt), Raum- in Raum Lösung, baubedingt mit drei Türen, aber ohne Fenster. Die Maße des Raumes sind auf die Höhe bezogen nicht ideal. 6,10m x 3,34m x 1,77m (Länge x Breite x Höhe). Akustische Maßnahme wurden kaum beachtet, musste einfach schnell gehen, mein Frau hatte die Erlaubnis gegeben und man weiß ja nie was noch passiert. Seitdem sind nun 13 Jahre vergangen, Lautsprecher gingen ein und aus und das Problem mit der Akustik, blieb logischerweise bestehen. Dann Martin in diesem Forum kennengelernt, akustische Messungen durchgeführt, Heimkinos von Martin und Dirk (Besuch bei Uwe fiel wegen Corona ins Wasser) angeschaut und angehört. Da wurde mir klar, was mit einer optimalen Dämmung, audioseitig möglich ist. Schlussendlich sind Martin und ich zu dem Entschluss gekommen, dass eine Verbesserung des Tons in meinem HK, nur über einen Neustart funktioniert. Zwischenzeitlich erschien noch Norman und haute in dieselbe Kerbe:rofl: . Tagelang gegrübelt und gezweifelt, ob ich mir diesen Umbau nochmal antun möchte , kam Jochen mit seiner HKV 1615 um die Ecke. Martin bot mir an, den Bau der HKV zu übernehmen und bei den ein oder anderen Detail hilfreich zur Seite zu stehen Nach einigen mehr oder weniger schlaflosen Nächten, ob man die Zeit und den Aufwand investieren möchte, andere Hobbies und Verpflichtungen sollten auch nicht vernachlässig werden, stand fest, ich ziehe das jetzt durch. Zunächst grobe Planung durchgeführt, was im Zuge des Neustarts durchgeführt werden sollte. Abrissarbeiten, Materialbeschaffung und Dämmung ( Ich erwähnte schon 3. Etage ) übernahm ich und die anderen Arbeiten ( Beplankung und Elektrik) , sollten Firmen übernehmen, da die Faktoren Zeit und Alter:opi:für mich eine wichtige Rolle spielten.

    1. Doppelbeplankung + Dämmung ( ISO Bond 100 mm ) 2. Linke Tür versetzen 3.Elektrik 4. Technik auslagern 5. Lautsprecher-Aufstellung 7.1.4 Dolby Atmos 6. Curved Leinwand AT Alles andere sollte je nach Situation angepasst werden, wenn ich was im Leben gelernt habe, einfach alles auf einen zukommen lassen .


    :cray:Lebewohl, war eine schöne Zeit



    Durchgeführte Arbeiten in den letzten 10 Wochen im Zeitraffer


    Entkernung


    Abtransport Rigips mit Hilfe von Gartenabfallsäcken über 3 Etagen



    Einbindung der Balken auf der hinteren rechten Seite, Raumgewinn ca. 10 cm.

    Dämmung hinten rechts (innen). Die Öffnung rechts, ist für den hinteren Back Surround bestimmt. Ständerplazierung, ist auf Grund des Eingangsbereiches nicht möglich.

    Versetzen der linken Tür

    Separates Abteil für die Technik

    Fertigstellung Dämmung und Doppelbeplankung

  • Schön Frank, dass du dich nun traust, etwas von dir und deinem Umbau preiszugeben. Frank schrieb mich an, ob ich nicht mal sein Kino besuchen könnte. Gesagt, getan traf ich auf einen äußerst sympathischen farbenfrohen Lebemann, welchen ich mittlerweile als guten Freund bezeichne. Bei gefühlten 40° verbrachte ich viele Stunden in der Hitzehölle, um das vorhandene Equipment erst einmal auf Vordermann zu bringen. Dabei fielen schnell recht grobe Schnitzer auf, die wir jedoch fix beseitigen konnten. Gepaart mit einem kleinen Subupgrade war das ein guter Schritt nach vorn. Gemessen am Aufwand hat Frank da 13 Jahre wirklich viel Potenzial brach liegen lassen.


    Gefühlt ist das nun 3 Jahre her, dieser Bericht behauptet anderes:

    Moe zu Gast bei Fr(ank)eunden


    Nachdem Frank einen Gegenbesuch im Mowoki abstattete war ihm klar, wie viel Potenzial es noch gibt und es juckte ihm ziemlich unter den Fingern. So führte eines zum Anderen und es entstand ein Plan.




    Das ist auch alles nicht in Stein gemeißelt, aber um einen groben Fahrplan in der Hand zu haben. Zum Beispiel wurde kurzerhand die rechte Wand etwas nach außen versetzt. So liegt nun auf beiden Seiten das wunderschöne Fachwerk frei und ein symmetrischer Raumeindruck ergibt sich. Dabei ist der Raum auch direkt noch breiter geworden, was mehr Raum für die Leinwand lässt usw. Eine Tür wurde umgesetzt und einiges bisher eingerissen. Dennoch ist selbst jetzt schon zu erahnen, was für ein tolles Upgrade das wird. An dieser Stelle auch vielen Dank für das blinde Vertrauen :sbier: Frank ist da wirklich zu allen Schandtaten bereit und wir werden sicher das ein oder andere noch anpassen, abändern. Tolles Projekt bisher :sbier:

  • Zwischenzeitlich ist auch wieder das ein oder andere passiert bei Frank. Da wir meist ein sehr schmales Zeitfenster haben und Frank leider 1h entfernt wohnt, läuft das mti den Fotos immer nicht so sehr.


    Wir haben zwischenzeitlich die Rahmenkonstruktionen für Basotect und Diffusoren an die Decke gebracht. Weiterhin wurde etwas von der Lehmdecke für die kommenden Atmosspeaker freigestellt. Da der Lehm auch extrem rieselt, hat Frank zwischenzeitlich die ganze Decke mit Unkrautvlies "gesichert".





    Im nächsten Step hat Frank dann fleißig alles gestrichen.





    Zu guter Letzt liegt mittlerweile auch Teppich drin. Die Wellen hat Frank noch ausgebessert und die erste HKV ist auch schon oben.




    Ich habe die ersten 4 Subgehäuse für die Front fertig, so dass (falls die Elektrik an der Front fertig ist), die Subgehäuse aufgestellt und die Front vollständig mit Isobond verkleidet werden können.



    Dienstag mache ich dann noch einmal ein paar aktuelle Bilder vor Ort :)

  • So, nachdem Martin mein gespaltenes Verhältnis zu Informationen in Schriftform ausgenutzt hat, über die letzten zwei Monate zu berichten, gibt es von mir nur noch kleine Ergänzungen. Für die vier Atmosspeaker, fuhr Martin seinen Laptop hoch und erzählte nebenbei was vom Satz des Pythagoras:waaaht:, gab dann mehrere Parameter ein und die richtigen Positionen für die Deckenlautsprecher waren ermittelt. Muss noch erwähnen, dass ich an diesem Tag viehische Ischias Schmerzen hatte, was soll‘s , Arschbacken zusammenkneifen und ran an die Arbeit. Zum Glück mussten nur an zwei Stellen der Lehm entfernt werden, da im hinteren Bereich kein Lehm vorhanden war. Drei Tage später was gegen Schmerzen spritzen lassen und festgestellt, dass sich erstens, die Schmerzen nach wenigen Stunden verabschiedet haben und zweitens, wie schwer furztrockener Lehm ist.


    Balken mit Acryl schwarz seitenmatt / Feuerrot gestrichen, war aber mit der schwarzen Farbe nicht so zufrieden. Kurz die Meinung meiner Frau angehört (reflektiert zu sehr), neu abgeklebt und einfach mit schwarzer Wandfarbe drüber gepinselt. Ist zwar vom Abrieb empfindlicher, sieht aber in meinen Augen besser aus. Dann die gesamten Wände gestrichen und nach langer Zeit wieder das Gefühl gehabt, dass es vorangeht.

    Acryl Wandfarbe

    Eine Woche später traf dann die bestellte Auslegware (Balsan Constellation 590 Galilee) mit den Maßen 7,00 m x 4,00 m ein. Schon beim Tragen, vom LKW bis zum Hausflur, wusste ich, was die Stunde geschlagen hatte. Du brauchst noch drei Mann zusätzlich, um das Eumel drei Etagen hochzuwuchten. Da machte sich die Mitgliedschaft in einem Sportverein wieder bezahlbar. Auslegware ausgerichtet, zwei Tage ruhen lassen und dann passend geschnitten. Glückseligkeit machte sich breit, musste mich erst einmal hinlegen und die Auslegware streicheln<3.

                               

  • Heute haben wir wieder ein wenig geschafft. Die vorderen Subtürmchen aufgebaut. Der ersten HKV ein Geschwisterchen bei Seite gestellt und ein wenig Kabel und Dämmung verlegt. Jedes Türmchen schön farblich kodiert.






    Da es so mit den HKV und der Leinwand vor den Türen recht knapp wird und zudem auch das schwarze Isobond so nicht vollständig reicht (in der Mitte wird noch aufgefüllt und ein Paket ist noch da), habe wir jedoch noch einmal in Frage gestellt, ob wir die Eckabsorber nicht doch auch auf 40cm reduzieren, statt aktuell 60cm.


    Laut SBIR Calculator sieht es aktuell so aus, sprich Auslöschung bei 86Hz.



    Laut Rechner macht gerade in dem Bereich der Dickenunterschied von 60 auf 40cm kaum eine nachteile Wirkung.



    Dadurch könnte die HKV auh 20cm weiter hinter, was den SBIR auch nach oben schiebt und dann eigentlich auch nur gering auffallen dürfte. Jedoch rutscht so dann evtl. der Erstreflexionspunkt etwas vor die Türen (diese sollen nru Rahmen mit Absorbermaterial werden und als Erstreflexionsabsorber dienen)



    An der Rückwand wird auch noch etwas Dämmung eingebracht und das DBA wird auch noch seinen Dienst leisten. Weiterhin sind die Wände im Dachgeschoss auch etwas durchlässig. Kurzum ich bin guter Dinge. Im nächsten Step kommen dann die Atmos und Surround Speaker und dann brauchen wir nur noch eine Leinwand um wieder in Betrieb gehen zu können. Die Feinheiten, Verblendungen, Absorber usw. können wir dann auch im laufenden Betrieb Stück für Stück wieder nachrüsten :)


    Wirkt langsam wieder wie ein richtiges Kino :sbier:<3

  • Hast du richtig gelesen. Die Speaker werden in der Decke versenkt, dafür wurde ja etwas Lehm aus der Decke entfernt. Speaker wird eine "Eigenentwicklung" :)


    Als Einbautiefe stehen aber auch bis zu den späteren Rahmen ~18cm zur Verfügung, wenn ich es noch recht in Erinnerung habe.

  • Puh, das hatte ich unter dem Teppich auf den Boden geschrieben :beat_plaste


    Ich meine irgendwas im Bereich 1,6-8m vorn und 1,8-2m hinten. Die Elevation liegt irgendwo im Bereich von 25-30°. Mehr ist leider nicht drin, da sonst der jeweils äußere Speaker weiter innen, als der äußere Sitzplatz wäre oder senkrecht darüber, wenn man auf zwei Speaker geht und dann sind es nur 80cm Hörabstand zu den äußeren Plätzen. Das wäre so alles nix.

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