Das Kellerkino "Infast" entsteht

  • Zwischenstand V1.0



    Ich habe zwar in den vorherigen Abschnitten einzeln die verwendeten Komponenten hin und wieder genannt, aber ich denke es kann nicht schaden hier einmal übersichtlich alle Komponenten kurz aufzulisten, welche beim aktuellen Stand V1.0 verbaut sind.

    • Lautsprecher: Grundkonzept 7.1.6
      LCR: 2x B&W 803S & 1x HTM3S
      Surround Ground-Layer: 4x B&W CT 7.5
      Height Layer (25°): 4x B&W CT 7.5
      Top: 2x B&W CCM683 (verwendet als 2x Top Middle und als 1x VoG)
      Subwoofer: 8x Scan Speak 30W4558T00 in 60L CB (DBA)
    • AV-Verstärker: Denon AVC-X6700H
    • Endstufen: 4x Dynacors SL-900 (Ground-Layer) & 2x t.amp E4-250 (Subwoofer)
    • Player: Zidoo Z9X (Kodi), Fire TV Stick (Streaming) & Pioneer BDP-LX55
    • Beamer: Sony VPL-HW55ES
    • Leinwand: DIY mit BS65K Tuch (Bildmaß 2,40x1,35m in 16:9)
    • Lichtsteuerung: JB Media Light Manager mit verschiedenen Trust Dimmern und Schaltern
    • 4er Sitz-Couch in grau
    • Akustikbehandlung: Diverse 80mm AixFoam Absorber, Rockwool Sonorock-Dämmung und diverse Diffusoren sowie SK4 Schallschutztür
    • Cleane Optik mit roter verputzer Wand und extern ausgelagerter Audio-Technik


    Als Layout fahre ich eins für Atmos, DTX-X und Auro voll kompatibles Layout mit einer kleinen Besonderheit :zwinker2:


    In der Anfangszeit hatte ich "nur" das Atmos/DTS-X Layout in der 7.1.6 Konfiguration mit 2x Top Middle in Betrieb. Dieses Layout lässt sich für Atmos und DTS-X/Neural:X mit 7.1.6 nutzen und für Auro3D in 7.1.4.

    Nativ in Atmos funktioniert das (bei gut abgemischten Material) sehr gut. Fürs Upmixing mit Neural:X funktioniert dies auch sehr gut (verwendete diesen speziell bei Effekt- oder Horrorfilmen). Für die Auromatik und Musik oder manchen Filmen ist diese Konfiguration auch vollkommen ausreichend aber bei den meisten Filmen fehlt oben herum doch etwas die Umhüllung.


    Aufgrund früherer Tests und den bis dahin gesammelten Höreindrücken unternahm ich vor kurzem noch einen lang ersehnten Test mit der Verwendung der beiden Top Middle Lautsprecher als einen VoG. Mit dieser Konfiguration habe ich wieder meine üblichen Upmixer-Tests durchlaufen und musste feststellen, dass mir persönlich die Einbindung des VoG hier erheblich angenehmer gefällt mit einer besseren Umhüllung (als 1x VoG).


    In dieser Kombination verwende ich derzeit fast nur noch die Auromatik und selten den Neural:X Upmixer, welchen ich bis dahin sehr oft genutzt habe. Der Neural:X Upmixer macht an sich einen guten Job, aber macht manchmal ein paar Fehler wogegen die Auromatik einen völlig anderen Akustikansatz verfolgt und der Algorithmus (dadurch) so gut wie nie Fehler macht und man Ihn somit für alles verwenden kann (Ich wollte hier ein paar Worte dazu verlieren, da ich schon ein paar mal hierzu gefragt worden bin).


    Momentan muss ich diese Konfiguration über die Lautsprecheranschlüsse (intern oder extern) manuell Umstecken (und das Speaker-Preset wechseln), was ich in der Zukunft automatisieren möchte (dazu aber später noch mehr).



    Mit diesem Stand bin ich schon sehr zufrieden :dancewithme, aber es gibt natürlich noch mehr zu tun und auch manche Sachen können ersetzt werden.


    Nächste To Dos/Optimierungen:

    • Hushbox für den Beamer bauen
    • Automatische Umschaltung für die Top Middle Lautsprecher bauen und zusätzliche externe Endstufe besorgen .
      Bzgl. der Umschaltbox welche ich in den Niederspannungspfad (Cinch) einbauen möchte gibt es zwei Ansätze. Die erste und favorisierte Möglichkeit wäre über eine Relaisschaltung mit RC-Gliedern um diese Prellfrei hinzubekommen, da wir uns hier vor der Endstufe befinden. Falls ich diese nicht prellfrei hinbekomme muss ich auf eine aktive Lösung mit Operationsverstärkern umschwenken, welche etwas aufwändiger ist. Werde ich hierzu in diesem Thread auf dem Laufenden halten..
    • Allgemeines Einmessen diesen Standes mit Audyssey und auch nochmal eine etwas detailliertere Bildkalibrierung des Beamers mit dem separaten Sony-Tool (aufgrund des inzwischen großen Drifts reichen die Beamerinternen Parameter nicht mehr aus)
    • Gute und richtige 4er Heimkinositze. Plan wäre hierzu im Jahr 2022 mich zu informieren welche Sitze ich nehmen möchte um dann wenn es finanziell wieder besser aussieht diese für 2023 zu bestellen.
    • Nach all dem wäre dann ein Austausch des Beamers angesagt um hier auch auf HDR und 4K wechseln zu können.
    • Und so weiter und so fort :zwinker2:


    Damit ihr aber auch mal etwas zu sehen bekommt, habe ich in letzter Zeit versucht vom Heimkino auch Fotos zu machen. Hoffe es kommt auf den Fotos einigermaßen gut rüber, aber live wirkt es einfach doch am besten :)









  • Danke :sbier:

    Aktuell habe ich an Leinwandabstand von 2,7m was einen Faktor von 1,1 entspricht und ein Kompromiss aus 16:9 und 21:9 ist (Details siehe Abschnitt Bildkonzept). Ich könnte noch ca 30cm nach vorne rutschen auf 1,0 aber dann ist für 16:9 wirklich Schluss :big_smile:


    Bzgl Couch:

    Ja, so eine Couch hat schon gewisse Vorzüge, das stimmt! Aber das war damals nur ein Provisorium gewesen und daher ist diese nicht sehr bequem für längere Sessions. Jedesmal wenn ich aber in solchen richtig verstellbaren Sitzen liege/sitze, stellt sich immer so ein Will-Haben Gefühl ein :zwinker2:

  • Momentan stecke ich provisorisch wie folgt um:

    Im Top Middle Betrieb verwende ich die internen Endstufen des Receivers und daran sind auch die beiden LS angeschlossen.

    Im "Stereo-VoG" Betrieb schalte ich die externe Testendstufe ein und stecke daran die beiden LS an wobei die ext Endstufe mit einem "Cinchkabel" an den VoG Out der Vorstufe angeschlossen ist (im Parallelbetrieb der Endstufe erspare mir ein Y-Kabel).


    Alternativ könnte man die zwei LS dauerhaft an der ext Endstufe belassen, dann müsste man allerdings im Cinchzweig zwischen "Stereo" und "Y-Splitter" umstecken.



    Hoffe es jetzt etwas verständlicher.

  • Ah okay verstehe. Welche Testendstufe nutzt Du denn?

    Ach, nichts besonderes. Nur meine sehr alte t.amp TA 1050.

    Diese verwende ich normalerweise für all meine Audiomessungen, Tests und Basteleien.

    Funktioniert noch gut, aber hat schon ein paar kleinere Problemchen.


    Im Februar/März kommt dann hoffentlich die richtige endgültige Endstufe (geplant eine t.amp E4-250).

  • Bevor ich vor ein paar Tagen mich an die normale Einmessung gewagt habe, habe ich davor nochmal mein Subwoofer DBA eingemessen. Das habe ich früher schon paar mal gemacht und mittendrin des Baus, aber jetzt wollte ich es nochmal final machen.



    Hierfür habe ich nochmal die optimale Gainstructure und Pegeleinstellung an den Subwoofer-Endstufen ermittelt. Da ich ja "nur" vier 12 Zoll Chassis habe als treibende Kraft, fehlt im Prinzip etwas Pegel, womit ich laut optimaler Gainstructure die Endstufenregler auf max. stellen müsste, was mir im Raum aber ein minimales Rauschen erzeugt. Daher habe ich diese Regler etwas zurückgedreht, damit ich bei absoluter Stille nur ein ganz leichtes Rauschen wahrnehme.

    Zusätzlich habe ich noch am minidsp die Eingangsempfindlichkeit auf 4Vrms statt 2Vrms eingestellt um die Eingangsdämpfung des dsp reduzieren zu können.


    Mit diesen neuen Presets und des Einzelpegelabgleichs (jedes Chassis hat bei mir einen eigenen Kanal) bin ich nun in die Neuvermessung gegangen.

    Hierfür nochmal die richtige Verdrahtung kurz kontrolliert, was in diesem Fall nur ein Pegelvergleich zwischen einem Chassis (alle einzeln) und allen gemeinsam einer Seite ist. Im Idealfall sollte die Differenz +12dB betragen was wieder gepasst hat.



    Mein damaliges ermitteltes Delay von 20ms hat diesmal wieder sehr gut gepasst.


    Da ich inzwischen erheblich mehr und eine unsymmetrische Dämmung verwende, erreiche ich leider kein "perfektes" DBA mehr. In meinem speziellen Fall habe ich zwei Problempunkte. Das eine ist eine lange Nachhallzeit bei 25Hz und einen Einbruch bei ca. 60Hz.

    Einen der Punkte von oben kann man mit den richtigen Settings gut in den Griff bekommen, aber leider nicht beide gleichzeitig.

    Ich konnte nun mit einem Trick einen Kompromiss finden, der für mich in Ordnung und mit dem damaligen zeitlichen Aufwand in Ordnung war.

    Dieser war, dass ich einen frequenzabhängigen Pegeloffset erzeugen musste, mit dem das DBA sehr empfindlich reagiert.


    Zusätzlich habe ich noch das kleine Problem, dass die Frequenzen größer 60Hz in der Längsachse positionabhängig wird, was ich in meinem Fall mit nur einer Sitzreihe momentan so akzeptiert und für nicht dringend erachte.



    Das fertige Endresultat mit meiner leichten persönlichen House Curve ist nachfolgend zu sehen.



    Da die Messung mit recht geringem Pegel Abends durchgeführt wurde, kann im unteren Pegelbereich des Waterfall ein paar Hintergrundgeräusche vorhanden sein.

  • Das schaut für mich nach Grundrauschen aus, das ist doch kein modales Verhalten?

    Hast du wirklich mit 80db gemessen und auf 80-20db skaliert? Wenn ja dann miss mal 100db und 100-40db skalieren.

    Eine senke bei 60Hz sehe ich nicht, oder ist die an einem anderen Ort messbar?

  • Das schaut für mich nach Grundrauschen aus, das ist doch kein modales Verhalten?

    Hast du wirklich mit 80db gemessen und auf 80-20db skaliert? Wenn ja dann miss mal 100db und 100-40db skalieren.

    Eine senke bei 60Hz sehe ich nicht, oder ist die an einem anderen Ort messbar?

    Ja, die Reste beim Wasserfall ist Grundrauschen. Ich weiß nicht exakt, mit welchem Pegel ich gemessen habe, REW war unkalibriert. Ich habe im Abgleichvorgang nur relativ gemessen.

    Ich versuche bei der Skalierung immer 60dB relativ zu haben, was mit Deinen Vorschlägen gut passt.


    Werde in Zukunft eh nochmal kalibriert/absolut messen, um die Distortion und sonstige Parameter zu ermitteln. Das mach ich separat, wenn die Gesamteinmessung erledigt ist.


    Ja, du kannst diese Senke nicht sehen, da die gezeigte Grafik das Endresultat zeigt mit dem genannten Kompromiss und dem im Frequenzgang "geglätteten" Verlauf.

  • Ah okay alles klar. Das müsste aber echt sehr gut aussehen, die ersten 30db die man hier sind sehen hervorragend aus. Bin aus eine absolut Messung gespannt, oder so wie du vor gehst, kann das nur gut sein:respect:


    Erzähle mal was von deinem "Trick" und dem frequenzabhängigen Offset:)

  • Bzgl "Trick":

    Im Prinzip habe ich bei der aktuellen Einmessung festgestellt, dass ich beim hinteren Gitter eine größere Dämpfung benötige (für gleichmäßigere Magnitude) als bei früheren DBA Messungen noch mit weniger oder fast keiner Dämmung.


    Im Detail wurde festgestellt, dass ich für die oben bereits genannten Problempunkte eigentlich am besten zwei unterschiedliche Dämpfungswerte des hinteren Gitters benötige.

    Somit habe ich nun getestet wie es sich verhält, wenn ich im DSP nur für das hintere Gitter und den "oberen" Frequenzen einen EQ mit Dämpfung setze und den Pegel Offset des hinteren Gitter auf den niedrigen benötigten Wert ( -2dB in meinem Fall) reduziere (für die ganz niedrigen f).

    Als EQ habe ich einerseits einen low shelf getestet, welcher seltsamerweise nicht funktioniert hat und als zweiten EQ einen Peak mit definierter Güte getestet für den 55Hz Bereich, welcher dann gut aber nicht perfekt funktioniert (aktueller Stand).


    Ob ich damit nun wirklich die Ursache damit beheben konnte oder nur an der Wirkung etwas verändert habe ist mir bisher leider nicht bekannt. Aber solang das Ergebnis zählt :zwinker2:



    Vielleicht weiß von den anderen DBA Experten wieso diese 25Hz "Resonanz" im Nachhall so lange und konstant vorhanden ist, obwohl sich die beiden Wellenfronten in der Magnitude gut auslöschen :think:

  • Konnte nun noch einen kleinen weiteren Umbau durchführen, welchen ich schon lange überlegt und geplant hatte aber jetzt erst langsam dazu gekommen bin.


    In diesem Fall handelt es sich um einen neuen Platz des Halters meiner neuen Harmony Elite. Meine alte Harmony 900 habe ich jetzt doch nach langem überlegen und abwarten doch noch gegen eine Harmony Elite getauscht. Bisher war die Ladestation entweder im Nebenraum irgendwo oder früher im HK selber im Technikrack gelegen.

    Ich wollte diese aber immer schon im Bücherregal direkt neben der Eingangstür haben, aber aufgrund einer fehlenden Steckdose lange herausgezögert. Nun konnte ich hinter dem Bücherregal eine Steckdose unsichtbar setzen und eine Reihe im Bücherregal ergattern, in welcher ich nun die Ladestation hinstellen kann und das aktuelle Best-Of meiner Discs präsentieren kann.


    Damit kann man nun vor der Tür einfach die Fernbedienung nehmen und durch die Tür eintreten :dancewithme


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