Das Kellerkino "Infast" entsteht

  • Ich hatte beide ASIO-Treiber installiert und mit beiden hat es nicht funktioniert (das mit der gegenseitigen Beeinflussung ist ein guter Hinweis und hab daher den anderen wieder deinstalliert).

    Auch die anderen Tipps hatte ich zum Teil schon probiert. Danke trotzdem :thumbup:


    Habe das Problem dann allerdings selbst gefunden und ist nun behoben :dancewithme

    Das erste "kleinere" Problem war ein bisschen das richtige zeitliche Einschalten. Die HDMI-Verbindung funktioniert am besten, wenn das HDMI-Kabel bereits an beiden seiten angeschlossen ist und dann erst der AV-Receiver eingeschalten wird. Dann wird die HDMI-Verbindung am zuverlässigsten erkannt und eingestellt.


    Das Hauptproblem war allerdings eine Einstellungsgeschichte in den ASIO4All Settings:

    Als Audio-Device habe ich nur den Display Audio und die Soundkarte aktiviert. Damit ich als Ausgang-Audiokanäle nur die 8 HDMI-Kanäle sehe, habe ich in den Settins die zwei Out-Kanäle der Soundkarte deaktiviert. Aber genau HIER lag aber das Problem. Ich musste nur die zwei Soundkarten Ausgangskanäle hinzunehmen und schon meckert er nicht mehr und es funktioniert damit einwandfrei.

    Ich verstehe es nicht ganz, warum er dieses Setting nicht mag bzw. wo das Problem hier sein soll, aber das ist mal wieder so ein üblicher IT-Punkt, den man vermutlich als nicht IT-Nerd nie verstehen wird :think:



    Nun geht es endlich ans Feintuning der Raumeinmessung. Bin mal gespannt wie viele Wochen ich benötigen werde, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden sein werde :rofl:.

    Möchte diesmal das Thema von Anfang an richtig angehen, womit hier Themen time delay, Sub-Übergangsbereich, House-Curve, etc. abgearbeitet werden müssen und das für viele Kanäle und mit Audyssey :waaaht:

  • Hallo, Dein Planungsaufwand ist wirklich bemerkenswert. Hast du weitere Bilder vom Baufortschritt? Besonders die Deckenverkleidung würde mich interessieren, auch wenn es schwer ist Adamantium vernüntig zu fotografieren :D


    Du planst mit einem 6700er und Front/Rear Height + Top Middle, genau das habe ich auch vor. Hast du eine Lösung wie man die Top Middle unter Auro als Stereo Voice of God ansteuert?

  • Ja, ich habe weitere Bilder vom Baufortschritt. Allerdings werde ich bei dem Kapitel meines Bauthreads erst im November oder Dezember sein. Das zusammenschreiben verschlingt mehr Zeit als gedacht :angry:.

    Wenn du solange nicht warten kannst, könnte ich Dir vorab ein paar Infos per PN zukommen lassen. Aber an sich habe ich für das vordere Deckensegel nur eine Holzkonstruktion gebaut, daran außerherum die Klemmleisten und dann den Adamantium eingeklemmt.

    Beim hinteren Deckensegel mit Akustikstoff und den Lautsprechern war es etwas aufwendiger aber das gleiche Prinzip.


    Ich plane nicht nur, sondern ich bin schon fertig geworden.

    Das ansteuern der zwei Top Middle als VoG ist eigentlich nicht schwierig. Man benötigt für die Top Middle nur eine externe Endstufe und baut in die Cinchverkabelung eine kleine Relaisschaltung ein, die am sinnvollsten über den zweiten Triggerausgang gesteuert wird. Diese Relaisschaltung lässt in der Config1 (Atmoslayout) und ohne Triggerspg.2 die zwei Cinchsignale 1:1 zu der Endstufe durch. In der Config 2 (VoG Ersatz) wird die Triggerspg.2 aktiviert und das eine Cinchsignal vom VoG Ausgang wird parallel an beide Endstufenkanäle geleitet.

    Diesen Test habe ich vor im November durchzuführen um zu beurteilen ob es messtechnisch (fgang und Co) Sinn macht und auch vom akustischen Gefühl in Ordnung ist bzw einen Mehrwert bietet.

  • Ich bin geduldig und kann auch auf deinen Bilder und Baubericht warten, also keinen Stress 😉


    Die Ansteuerung klingt interessant, aber für einen Laien, wie mich, auch etwas umständlich bzw kompliziert. Wenn es aber klanglich soweit klappt ohne Auslöschungen etc, würde ich das vllt nochmal genauer wissen wollen 😁👍

  • Bildkonzept



    Die erste und wichtigste Frage: 21:9 oder 16:9??


    Aus den nachfolgenden Gründen habe ich mich für ein 16:9 Leinwandformat entschieden:

    • Persönlich schau ich eine Mischung aus Serien, Konzerten, Filmen, etc.. Das Verhältnis von 16:9 und 21:9 Quellen beträgt ca. 50:50 hätte ich vermutet.
    • Der für mich vermutlich wichtigste Aspekt bei der Entscheidung war das Thema Beamer mit elektronischen Lensshift. Diese schränken die Auswahl nochmals ein und gibt es tendentiell eher bei den höherpreisigen Modellen, was mir damals das Budget gesprengt hat. Mir hat der zeitliche Versatz beim Formatwechsel gestört und habe auch davon gelesen, dass es hierbei immer wieder zu Problemen führen soll. Inzwischen soll es auch ein paar digitale Möglichkeiten den Formatwechsel schneller und zuverlässiger zu gestalten. Langfristig hätte ich auch gerne eine 21:9 Leinwand (ideal mit Maskierung), aber momentan und in naher Zukunft nicht eingeplant (siehe auch nachfolgenden Punkt).
    • Eine 21:9 Leinwand hat einen Einfluss auf mein Lautsprecherkonzept. Das Hauptproblem ist allerdings (mal wieder) die Raumbreite, da ich mit einer 21:9 Leinwand in einer ausreichenden Breite die vorhanden L/R Lautsprecher weiter nach außen setzen müsste, wo derzeit kein Platz mehr ist. Wenn, dann müsste ich die L/R eher nach innen setzen (sogar innerhalb der Maskierung, da diese nie perfekt akustisch transparent ausgeführt werden kann), womit der nicht mehr der für Musik wichtige 60° Winkel eingehalten werden kann. Dieser müsste geringer ausfallen und der Winkel zu den Side Surrounds wird dadurch nochmals größer (Gefahr eines akustischen Lochs), womit hier dann eigentlich Front Wider notwendig werden.
    • Nun wäre es noch möglich bei einer 16:9 Leinwand eine obere/untere Maskierung zu verwenden, wo ich mich dagegen entschieden habe. Einmal aus Kostengründen und andererseits wegen DIY (siehe unten).



    Welches Leinwandtuch?

    • Es sollte akustisch sehr transparent sein, da hinter der Leinwand der Center-Speaker positioniert sein wird.
      (gemessen habe ich bei dem von mir Verwendeten (siehe später) ca. 2dB Dämpfung @ 10kHz in 0°-Achse mit Leinwand und schwarzen Akustikstoff-Backing)
    • Die meisten bezahlbaren akustisch transparente Leinwände, sind gewebte Tücher (die mikroperforierten mal außen vor gelassen). Von den gewebten Tücher habe ich ein paar Muster/Abbildungen gesehen, aber die meisten haben aufgrund der Webung ein ungünstiges Muster drinnen, mit dem ich bei 4K (oder auch sonst) Angst habe für Moire-Effekte und bei manchen echt blöd ausschaut.
    • Eines der wenigen Tücher, bei dem kein Muster zu erkennen ist, war das BS65K Tuch (siehe nachfolgende Bilder)
    • Der Gainwert der Leinwand war/ist mir relativ egal. Der Blickwinkel sollte sehr breit sein und somit eher ein geringerer Gain. Außerdem habe ich aufgrund der 16:9 Leinwand ohne Maskierung immer das Thema mit den grauen Balken oben/unten. Daher war hier auch mal die Überlegung in Richtung einer grauen Leinwand zu gehen oder in Richtung Kontrastleinwand, allerdings gibt es die letztere nicht akustisch transparent.
    • Es gab damals und aufgrund der oberen Punkte noch keinen eindeutigen Kandidaten.

    Nahaufnahme des BS65K Tuchs mit Finger als Orientierung


    Nahaufnahme des BS65K Tuchs




    Welche Bildgröße?


    Der Iststand bei meinem damaligen Aufbau war ein 16:9 projiziertes Bild mit einem Blickwinkel von 45° (=Faktor 1,22), was für 16:9 Content groß und okay ist, allerdings für 21:9 etwas zu klein.

    Mit meinem damaligen provisorischen Aufbau habe ich einige Tests bzgl. Blickwinkel durchgeführt um ein Gefühl für verschiedene und meinem Wunsch-Winkel zu erhalten.

    Als Resultat habe ich für mich persönlich die maximalen Blickwinkel für 16:9 und 21:9 Content ermittelt.

    Dies wären für 16:9 ein Blickwinkel von ca. 45° (Faktor 1,2) und für 21:9 ca. 53° (Faktor 1,0). Mehr als die 53° sollten es allerdings nicht sein, da sonst meine Augen das gesamte Bild nicht mehr als Ganzes wahrnehmen kann und ab hier starke Kopfbewegungen notwendig sind um im Film folgen zu können. Bis ca. 50° können meine Augen dem Bildinhalt folgen, ohne den Kopf bewegen zu müssen, was sehr angenehm ist.


    P.S. Ich habe gehört und gelesen, dass der optische Bildeindruck sich mit größerem Leinwandabstand noch etwas verändert, aber das habe ich persönlich noch nicht vergleichen können (Kino außen vor gelassen). Diese Eindrücke sind bei einem Leinwandabstand von ca. 2,7 bis 3m ermittelt worden. Aber ich denke, dass das Problem mit der Kopfbewegung auch bei anderen Leinwandabständen bleiben müsste.



    Mit dem Wissen ging es dann ans Suchen bzw. Bestellen der fertigen Leinwand. Ich wollte eine fertige Leinwand haben, da ich noch nie zuvor eine Leinwand bespannt habe und bei dem Thema Bild nicht etwas falsch machen wollte.


    Dann kam ich allerdings über einen Freund und Forumskollegen hier zu einem sehr günstigen Angebot für ein BS65K Tuch bei sich in der Nähe. Dieses war aus einer vorhandenen Leinwand herausgeschnitten, da dieser größenmäßig und formatmäßig updaten wollte.

    Bei diesem Angebot musste ich einfach zuschlagen und nochmals vielen vielen Dank an @dakine55 für die Info und den Service des Besorgens, da es für mich zu weit weg war. Echt top von Dir :respect::sbier:

    Das Leinwandtuch hatte eine minimal effektiv nutzbare Größe von 266x145cm gehabt.

    Ich wollte die maximale Bildbreite mit dem vorhandenen Tuch rausholen und konnte ein Bildmaß von 240 x 135 cm ermitteln, was einem Blickwinkel von 48° (Faktor 1,1) entspricht und somit ein Kompromiss aus den oben angegebenen Maximalblickwinkeln ergibt (für 16:9 ein bisschen zu groß und für 21:9 etwas zu klein).


    Um diese Bildgröße mit dem knappen Tuch zu erreichen, musste ich eine spezielle Rahmenkonstruktion mir Überlegen um zusätzlich noch das schwarze Backing mit etwas Abstand realisieren zu können.


    Somit musste ich nun doch die Leinwand selber bauen, aber für den Preis wollte ich das Risiko eingehen :). An eine Maskierung oben/unten habe ich mich damals noch nicht herangetraut, da ich fand, dass allein der Bau einer für mich optisch ansprechenden Leinwand schon schwierig genug ist. Mir fiel damals keine optisch akzeptable Lösung für die Maskierung ein, welche auch noch automatisch und motorbetrieben funktioniert.


    Mehr Infos zu der Leinwand dann im späteren Kapitel des Leinwandbaus.



    Ausrichtung und Höhe:

    Idealerweise wollte ich die Mitte der Leinwand in der Hörposition haben, damit der Center schön aus der Mitte herauskommt. Aufgrund der Raumhöhe und Leinwandhöhe der 16:9 Leinwand ging dies nicht. Somit wollte ich Sie so tief wie möglich unten positionieren, ohne dass die Köpfe von großen Besuchern im 16:9 Bild zu erkennen sind, was gar nicht so einfach ist. Als das soweit geplant war, machte ich noch ein paar Praxistests und Vorführungen meiner Frau, welche mir noch einen wichtigen Aspekt mitgab bzw. angemerkt hat.


    Sie und wir liegen relativ flach, wodurch die Kopf immer etwas leicht nach oben geneigt ist. Dadurch ist das Sichtbild leicht nach oben geneigt, womit mit dieser ganz tiefen Position es auf Dauer etwas anstrengend für den Kopf geworden wäre. Als Kompromiss habe ich die Höhenposition der Leinwand nochmal ein paar cm nach oben verschoben (50cm Höhe Unterkante Leinwandtuch), was nun ein guten Kompromiss darstellen sollte. Auch aus dem Aspekt betrachtet, dass hoffentlich bald die Kinositze Einzug halten werden und damit der Sitzwinkel wieder etwas steiler sein sollte.


    Ich wollte den Bereich (Vorderseite) um die Leinwand möglichst dunkel haben. Da ich allerdings "nur" einen Akustikstoff verwende und die seitlichen Teile der Vorderseite angeschrägt sind, ist hier die Gefahr, dass das Licht der Leinwand den seitlichen Akustikstoff der Vorderseite aufhellt.

    Um dies zu verifizieren, habe ich ein paar Tests durchgeführt, ab welchem Winkel seitlich der Stoff aufgehellt wird und wenn wie stark.

    Der Bereich 0°-6° ist absolut dunkel und wird gar nicht aufgehellt. Im Winkelbereich 6°-20° ist der Stoff auch noch Dunkel und wird in der Praxis nicht wirklich wahrgenommen.

    Bei 30° ist der Stoff erhellt und leicht gräulich und größer 30° ist er stark erhellt und auch gräulich.

    Aufgrund dessen habe ich mich für einen Winkel von 15° von der Verkleidung entschieden, was im Endresultat aktuell auch vollkommen reicht und ich damit sehr zufrieden bin.

    Der Abstand Beameraustritt bis Leinwand beträgt ca. 4,5m.


    3D-Ansicht der Verkleidung Frontseite mit Leinwand, Couch und Rückwandverkleidung mit geplanter Hushbox


    3D-Ansicht des Lichtkegels des Beamer




    Edit: Beamer noch fast vergessen

    Schon vor längerer Zeit habe ich damals meinen ersten eigenen richtigen Heimkinobeamer gekauft.

    Geworden ist es damals der Sony VPL-HW55ES.

    In der engeren Auswahl standen damals ein Sony und ein JVC Beamer im 3k Preisbereich.

    Damals gab es noch nicht wirklich HDR und 4K. Es gab zwar erste 4K Beamer, die waren aber extrem teuer und brachten mir noch nicht wirklich einen Mehrwert.


    Die FullHD Beamer waren damals recht gut ausgereift und ich fand damals das Bild in der Preisklasse schon so extrem genial, dass ich gar nicht mehr investieren wollte. In meinem damaligen Bildvergleich fand ich die Motionflow Funktion im Sony erheblich besser als vom JVC, was für mich (immer noch) wichtig ist. Den für mich wichtigen Schwarzwert fand ich beim JVC in der Praxis nicht wirklich besser als beim Sony. Auch die Lautstärke war beim Sony erheblich leiser, womit ich mich mit diesen vielen Aspekten für den Sony entschieden habe.


    Mit dem jetzigen Heimkinobau habe ich den Beamer noch nicht upgedated. Hierzu muss ich warten bis ich finanziell wieder etwas Luft habe und mein neuer Wunschbeamer nicht billig ist.


    Apopro Wunschbeamer: Beim Thema HDR und Farbraum sehe ich inzwischen den größten Nutzen für mich und hierfür gibt es inzwischen ein paar Beamer, welche das gut (und automatisch) beherrschen. Dieses Thema ist leider durch die fehlende korrekte Normung sehr schwierig und habe daher gerne abgewartet. In das Thema Bildwiedergabe habe ich mich inzwischen auch schon gut eingelesen und die Ansprüche sind daher auch etwas gestiegen.


    Somit muss mein Sony Beamer noch etwas durchhalten :poppy:, aber er wird hoffentlich in Zukunft abgelöst :)

  • Beleuchtungskonzept



    Anforderungen, was die Beleuchtung können soll:

    • Sie soll über eine Universalfernbedienung gesteuert und integriert werden können (z.B. Logitech Harmony)
    • Sie soll sich auch über Hardwaretaster Ein- und Ausschalten lassen können
    • Sie soll dimmbar bzw. in der Leuchtstärker programmierbar sein und dies ideal bis fast Null ohne Flackern.
    • überall LED-Technik
    • Verschiedene Anwendungsszenarien sollen abrufbar sein


    In der Anfangszeit vor ca. 6 Jahren, fiel hierzu schon das Grundkonzept und die Auswahl der grundlegenden Komponenten. Diese wurden im Laufe der Zeit und ganz am Schluss entsprechend erweitert bis zum jetzigen Ausbau.



    Verwendet werden bei mir folgende Komponenten:

    • 5x Dimmer Trust ACM-100 (Unterputzvariante)
    • 3x Schalter Trust ACM-1000 (Unterputzvariante)
    • 1x Schalter Trust ACD-3500 (Steckdosenvariante) --> Dieser war ursprünglich für den externen kleinen Kontroll-TFT gedacht, was momentan aber anders gelöst wurde.
    • Lightmanager Mini von jbmedia
    • 6x GU10 LED Spot von Nichia dimmbar -> Der Vorteil dieser hochwertigen über den Fachhändler vertriebene Spots ist, dass diese bis komplett Dunkel ohne Flackern betrieben werden können.
    • 2x LED Spot in Halterung festverbaut dimmbar (ähnlich wie GU10) --> Die exakt gleichen GU10 Spots (von oben) gab es zu der Zeit leider nicht mehr, womit ich auf diese mit gleichen Farbwerten umsteigen musste --> Diese sind grundsätzlich auch gut dimmbar, aber nicht so extrem flackerfrei im ganz unteren Helligkeitsbereich
    • 10m LED Flexband dimmbar (4,8W/m, 2500K einfarbig, 12VDC) (davon 8m verbaut) --> dieses lässt sich mit dem Dimmer und Trafo perfekt flackerfrei betreiben. Die Helligkeit mit 4,8W/m ist absichtlich etwas niedriger gewählt, damit diese auch möglichst dunkel ausgesteuert werden können, was im Heimkino der Normalbetriebsfall ist. Es bringt nichts ultra helle Streifen zu haben, wenn diese nicht niedrig genug heruntergedimmt werden können. In meinem Fall sollen diese kein (richtiges) Licht erzeugen (dafür sind die anderen da), sondern nur indirekt die Wand bestrahlen.
    • 2x zum Flexband zugehörige Trafo (12VDC, 30W, dimmbar) --> Trafo und Flexband wurden bei isolicht gekauft, die gute Produkte anbieten

    Noch ein kurzer Hinweis zum Lightmanager Mini:

    Dieser ist relativ bekannt und es gibt viele Infos hierzu. Ich habe mich für Ihn entschieden, da dieser eine tolle, einfache und praktische Programmoberfläche (nicht Cloudgebunden!) bietet mit der ganz verschiedene Anwendungsszenarien erstellt werden können, welche über die Harmony ganz einfach eingebunden werden können. Außerdem kann dieser meine Trust Komponenten per Funk (ideal) ansteuern.

    Kleiner Fun-Fact: Im Funkprotokoll wurde für die Dimmstufen "nur" 4 Bit vorgehalten, womit "leider" nur 16 programmierbare Dimmwerte (was ca. 6% Stufen entspricht) sich verwenden lassen.





    Erklärung der Lichtbereiche:

    • Seitliche GU10 Spots (#2 der Grafik) zur Erhöhung der insgesamten Helligkeit des Raums. Diese sind im seitlichen Deckenkanal mit einer schwenkbaren Halterung verbaut und der Dimmer ist im Nebenraum verbaut.
    • Seitliche GU10 Spots (#1 der Grafik) zur Erhöhung der insgesamten Helligkeit mit der Möglichkeit der getrennten Ansteuerung im Vgl. der #2 Spots. Dies hat den Vorteil, dass der Leinwandbereich entweder sehr hell oder sehr dunkel eingestellt werden kann, unabhängig der übrigen Spots. Diese sind ebenfalls im seitlichen Deckenkanal mit einer schwenkbaren Halterung verbaut und der Dimmer ist ebenfalls im Nebenraum verbaut.
    • Seitliche indirekte Beleuchtung mit LED-Band (#4 der Grafik) zur Hervorhebung der seitlichen roten Wände um einen kleinen Eyecatcher zu haben um nicht wie eine tote schwarze Höhle zu wirken. Diese sind auch in den seitlichen Deckenkanälen verbaut, allerdings dahinter in einer Vertiefung um wirklich nur die Wände und die Absorber anzustrahlen. Die zugehörigen Trafos und Dimmer sind ebenso im Nebenraum verbaut.
    • In ungefähr Deckenmitte zwischen den beiden Deckensegeln sind zwei LED Spots in einem kleinen selbstgebauten Gehäuse verbaut (#3 der Grafik). Bei dem Gehäuse sind die Spots mit höheren Seitenwänden umgeben, die so dimensioniert sind, dass nur im näheren Sitzbereich direkte Lichtstrahlen hingelangen und in die Nähe der Leinwand keine gelangen. Diese sind speziell da, um im Sitz- und Essbereich eine direkte Beleuchtung zu haben und ein gutes Putzlicht :D. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass die restliche Beleuchtung nicht extrem hell eingestellt sein muss um am Sitzplatz es einigermaßen hell zu haben.
      Der zugehörige Dimmer ist im Gehäuse untergebracht und wird über den ursprünglichen Deckenlampenauslass versorgt, damit keine sichtbaren Kabel hingezogen werden mussten. Der originale Lichtschalter des Raums wurde demontiert und intern überbrückt, damit am Deckenauslass eine Dauerspannung für den Dimmer vorliegt.


    Der Vorteil dieser vier unterschiedlich einstellbaren Bereiche ist, dass das Verhältnis der verschiedenen Lichtstärken ideal und punktgenau auf das jeweilige Anwendungsszenario eingestellt werden kann.

    Komplett Aus und alles auf 100% als Putzlicht geht hierbei natürlich auch.


    Ein weiterer wichtiger Vorteil des Systems ist auch, dass der aktuelle Istzustand der Beleuchtung über einen externen Taster ein- und ausgeschaltet werden kann (was für mich und die anderen Familienmitglieder sehr wichtig ist). Dieser Taster hat die Größe und die Form eines normalen Lichtschalters, der statt dem originalem Lichtschalter an die gleiche Stelle montiert wurde. Damit kann nun wie gewohnt in jedem Raum des Hauses beim Eintritt in den Raum an der gewohnten Stelle das gesamte Licht mit der letzten Sequenz eingeschaltet werden und beim Verlassen des Raums auch ausgeschaltet werden. Wenn mit der Fernbedienung außerhalb des Raums eine Aktion gestartet wird, dann wird die Beleuchtung automatisch Eingeschaltet, bevor man den Raum betritt. Dies ist auch möglich.


    Übersicht der positionierten Lichtquellen im Raum



    Vielleicht noch ein paar kurze Worte zu einer programmierten Aktion mit der Harmony:

    Beim Starten eine Aktion wird die Beleuchtung in das Anwendungsszenario "Vorbereitung" versetzt (oder durch Drücken des Lichttasters). In diesem Szenario ist die Beleuchtung etwas heller, damit die Getränke, Essen und Co alles ordentlich positioniert und vorbereitet werden kann. Gleichzeitig werden damit auch die Aktoren für die jeweiligen Stromkreise (für die Endstufen) zeitlich mit 1s versetzt eingeschaltet (siehe Kapitel Stromversorgung).


    Je nach Film kann ich dann in das Anwendungsszenario "Film läuft dunkel" oder z.B. "Aus" mit zwei Hardkeys oder Softkeys schalten. Bei Pause oder einer kurzen Unterbrechung kann ich per Softkey in das Anwendungsszenario "Pause" wechseln, bei dem alle Lampen eingeschaltet sind, aber nur auf ca. 25% laufen.


    Beim Ausschalten des Systems wird automatisch wieder auf das Anwendungsszenario "Vorbereitung" geschalten, damit man beim Aufräumen wieder genug Licht hat und mit dem Lichttaster das Anwendungsszenario "Vorbereitung" beim nächsten Klick wieder gleich verfügbar hat.





    Das wars soweit von den Konzepten, Gedanken und Ansätzen. Weiter gehts dann endlich mit dem eigentlichen Baubericht und den ersten Akustikkomponenten.

  • Bau einiger Einzelkomponenten: Teil 1



    Subwoofergehäuse:

    Die Gehäuse für die 8 Subwooferchassis Scan Speak 30W/4558T00 sind an sich nichts besonders und daher hätte ich das hier kurz gemacht.


    Ich habe mich damals diesbezüglich informiert, verglichen, in WinISD simuliert und mich dann für 60L netto und geschlossen entschieden. Die Form des Gehäuses wollte ich flach gestalten mit einem Überhang der Rückplatte, damit ich diese direkt an die Wand montieren kann ohne zusätzliches Ständerwerk. Innen wurde zur weiteren Stabilität vier Querbretter als Innenverstrebung verwendet, damit es auch wirklich ruhig ist :D. Es ergeben sich somit die Außenabmessungen 60 x 60(72) x 26 cm.


    Als Material habe ich mich für mein beliebtes MDF Holz entschieden in 25mm Dicke (nur die Innenstreben haben 19mm). Die Lautsprecherkabel wurden an das Chassis für zuverlässigen Kontakt angelötet und der Kontakt nach außen wurde mit runden Speakonbuchsen umgesetzt. Ich wollte speziell die runden Speakonbuchsen haben, da diese nach allen Seiten einen gleichmäßigen Überstand haben und somit möglichst gut abdichten können, was mit den kleineren rechteckigen viel schwieriger ist, da dies an zwei Seiten nur ca. 4mm Überstand haben.

    Die Befestigung des Chassis erfolgte mit Einschlagmuttern für einen langen zuverlässigen Druck. An sich wurden die einzelnen Holzbretter nur miteinander verklebt mit ein paar wenigen "Angstschrauben" verstärkt.


                         


                  




    1D Diffusor für die Seiten (1D QRD):


    Für die Seiten war die Idee, jeweils unterhalb und oberhalb der Side Surround Speaker Diffusoren zu bauen, welche so groß sind, dass diese gerade so die Lautsprecher überdecken. Hierfür eignet sich ein 1D QR-Diffusor bzgl. der Bauform sehr gut. Damit können diese auch noch als Grundkonstrukt für die Klemmleisten der Verkleidung fungieren, womit sich eine Art Säule entsteht in der alles versteckt untergebracht ist. Ausreichend schwer und stabil sind diese ja :-)


    Als Vorgabe hatte ich eine ungefähre Breite von 60cm und eine Tiefe von 27,5cm. Die gesamte Höhe durfte 77cm betragen.

    Dieser Diffusor sollte üblicherweise bis möglichst tiefen Frequenzen sowie bis hohen Frequenzen korrekt funktionieren.

    Die obere Grenzfrequenz hängt nur von der lichten Fachbreite ab, womit diese relativ einfach berechnet und dimensioniert werden kann. Die Hauptbeschränkung nach oben hin ist die handwerkliche Genauigkeit wegen der immer schmäler werdenden Fächer und der verwendeten Materialien (Thema Trennwände).

    Die untere Grenzfrequenz hängt nicht nur von der Tiefe ab, sondern auch von der verwendeten Primzahl (=Anzahl der Fächer), womit diese Berechnung etwas komplizierter wird.


    Zur leichteren Dimensionierung bzw. Berechnung der Diffusoreigenschaften habe ich mir ein Excel-Tool geschrieben, welches alle Parameter von verschiedenen Vorgaben berechnen kann. Außerdem kann auch dieses das benötigte Holz berechnen, was die Fehleranfälligkeit erheblich reduziert und ideal für Dokumentationszwecke ist.


    Für meinen ersten Diffusor habe ich mich für eine lichte Fachbreite von 2,9cm entschieden (sehr anspruchsvoll) mit einer 3mm starken Trennwand. Damit erreiche ich eine relativ hohe Grenzfrequenz von 5940Hz was mit der Primzahl 17 eine Gesamtbreite von 59,2cm ergibt. Mit der lichten Tiefe von 26,5cm und der Primzahl 17 ergibt sich eine untere Grenzfrequenz von 610 Hz.


    (P.S. Frage an die Experten: Wie schaffen es manche Hersteller eine untere Grenzfrequenz von 500-700Hz zu erreichen (anzugeben) bei einer Tiefe von nur 10cm? (Faltung außen vor gelassen))


    Als Hilfswerkzeug für die 1D QR-Diffusoren habe ich mit 6 dicken Fichtenhölzern, welche mit Gewindestangen und Flügelmuttern verbunden sind, eine parallele Druckhilfe gebaut.



    Zum Bauvorgang selber bin ich wie folgt vorgegangen:

    • Abwechselnd ein Fachbrett und einen "Schlitzdeckel" mit zwei Brettern als Höhenvorlage zusammengeleimt (wichtig, nicht den Expressleim) (siehe Foto).
      --> Hier muss man leider relativ schnell arbeiten, damit der Leim noch nicht trocknet, bevor man alle Fächer zusammendrückt.
    • Zur Stabilisierung der Fächer habe ich in der Mitte der Fachrückseite einen kurzen Rest des "Schlitzdeckels" eingefügt und an den tiefen Stellen der Fächer ebenfalls einen langen Rest der "Schlitzdeckel" eingefügt.
    • Wenn dies möglichst schnell geschafft ist, dann weiterhin möglichst schnell den Deckel und Boden ankleben (siehe Foto).
    • Dann dieses Konstrukt möglichst gleichmäßig überall andrücken und etwas trocknen lassen.
    • Anschließend kann die Rückwandplatte angeklebt werden, die bei vorheriger korrekter Ausrichtung der Fächer auch exakt passen sollte ;-)
    • Dies habe ich dann für die 4 Stück mit 2 unterschiedlichen Höhen durchgeführt, ein Zwischenstück gebaut für die Aufnahme des Lautsprechers und anschließend lackiert und bemalt.
    • Die Bemalung müsste nicht zwingend sein, da mit 1cm Abstand ein Akustikstoff rüberkommt. Allerdings standen diese vor dem finalen Bau relativ lange unverkleidet im Raum und daher wollte ich ihn dunkel haben.


    Eine Vermessung des Diffusors ist mit meinen Messmöglichkeiten leider nicht möglich :angry:

    Allerdings verlief ein Klatsch- und Sprechtest positiv.



    Als Erfahrung von dem Bau dieser ersten Diffusoren kann ich folgendes mitnehmen:

    • Eine lichte Fachbreite von 3cm ist handwerklich (Hobbyhandwerker) möglich, aber sollte nicht unterschritten werden. Ich habe hierfür eine Tischkreissäge verwendet.
    • Das abwechselnde Zusammenkleben der Fächer dauert relativ lange, was in Bezug auf die Trocknungszeit kritisch ist. Daher ist eine Verklebung von mehr als 17 Fächer nur sehr schwer machbar.
    • Eine Dicke der Trennwand von 3mm ist in Kombination mit der großen Tiefe zu dünn, da diese (ohne viele zusätzliche Verstärkungen) relativ resonanzanfällig ist. Ein dickeres oder stabileres Material wäre hierfür von Vorteil, sowie mehr Verstärkungen.


    Klebevorgang der einzelnen Fächer


    Das Deckel- bzw. Bodenbrett wird anschließend angeklebt


    Die fertigen vier Diffusoren für die Seite mit schwarzer Bemalung und dem Zwischenadapter




    1D Diffusor für die Rückseite (1D QRD):


    Dieser Diffusor kommt unterhalb des Beamers und hat somit eine maximale Breite von 140cm zur Verfügung, welche ich auch unbedingt möglichst gut ausfüllen wollte.


    Aus den Erfahrungen der ersten Diffusor-Variante habe ich diesmal eine Trennwanddicke von 5mm gewählt und wollte eine etwas breitere lichte Fachbreite haben sowie die Tiefe nur ca. 20cm tief gestalten. Um bei der "geringen" Tiefe dennoch eine möglichst geringe Grenzfrequenz zu erhalten, biete sich die Primzahl 23 aufgrund ihrer sehr hohen Tiefeneffizienz an. Wenn man sich nun mit diesen Voraussetzungen die Varianten mal durchrechnen, kam ich zu einem Ergebnis, welches alle Bedingungen gut erfüllt.

    Dies wären eine Gesamtbreite von 134cm (Höhe 70cm), Lichte Tiefe von 20cm, Primzahl 23, eine lichte Fachbreite von 5cm womit ich eine untere Grenzfrequenz von 673Hz und eine obere von 3440 Hz erhalte.

    Da ich weiter oben ja geschrieben habe, dass mehr als 17 Fächer schwierig vom Kleben her ist, habe ich mich hier dazu entschieden den Diffusor in zwei Teile aufzuteilen, womit nur 12 Fächer zu kleben sind. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass ich hier auch wieder meine Haltevorrichtung verwenden kann und dass ich Sie aufgrund es geringeren Gewichts allein tragen kann.


    Das Sägen der Einzelteile und die Vorbereitung liefen aufgrund der Erfahrung diesmal schon erheblich besser und einfacher.

    Das Kleben lief aufgrund der geringeren Anzahl etwas entspannter und hatte somit auch mehr Zeit zusätzliche und mehr Verstärkungen einzubauen, was sich auch auf die Grundstabilität positiv ausgewirkt hat.

    Durch diese vielen Maßnahmen ist dieses Gehäuse erheblich weniger Resonanzanfällig, was auch vor allem auf die dickeren Trennwände zurück zu führen ist.


    Die eine fertige Hälfte mit der Ansicht von Hinten noch ohne Rückwand


    Die zwei fertigen Hälften


    Komischer weise habe ich von dem Diffusor kaum Fotos gemacht :angry:, aber ich glaube man kann es anhand den oberen zwei Fotos dennoch erkennen.

  • Bau einiger Einzelkomponenten: Teil 2



    2D Diffusor für die Rückseite (2D PRD = Skyline):


    Nun fehlten noch auf der Rückseite zwei Bereiche in denen bzgl. Größe die Skyline Diffusoren am besten passten. Hier wollte ich nicht wieder die EPS-Diffusoren verwenden, sondern wieder bessere aus Holz selber bauen.


    Bzgl. der Dimensionierung und Berechnung der Skyline Diffusoren war das Online-Tool von http://actools.tunetown.de/prd/ sehr gut geeignet. Das macht im Prinzip das gleiche wie mein Excel-Tool für die 1D QRD, das ist echt praktisch.

    Aus dem verfügbaren Platz ergaben sich folgende maximale Abmessungen: Tiefe max. 22cm, Breite max. 80cm, Höhe max. 60cm.



    Ich hatte mit den Voraussetzungen zwei engere Auswahlkandidaten:

    1. Elementbreite 34mm mit Reihen 24x17 (=82x58cm) was einen Frequenzbereich von 780Hz - 5044Hz ergibt mit 409 Elementen
    2. Elementbreite 44mm mit Reihen 13x12 (=57x53cm) was einen Frequenzbereich von 780Hz - 3900Hz ergibt mit 157 Elementen

    Die erste Variante wäre technisch schon sehr schick und toll gewesen, allerdings fand ich den erheblich größeren Aufwand nur wegen den offiziellen ca. 1000Hz in keinem Verhältnis und ich wollte ja irgendwann auch mal fertig werden :rofl:

    Somit entschied ich mich für die Variante 2.


    Zur geringen Verbesserung der Diffusionseigenschaften entschied ich mich noch dazu die Elemente an der Spitze etwas zusätzlich anzuschrägen.


    Da dieser Diffusor bei mir versteckt verbaut wird und somit optisch nicht schick und perfekt sein muss, wählte ich als Holz für die Elemente die Standard Fichtenbalken vom Baumarkt. Als Grundplatte wählte ich eine stabile 15mm Birkenmultiplex, damit sich diese durch die Verklebung nicht verzieht und die vielen Elemente stabil befestigt werden können.



    Der eigentliche Bau gestaltete sich im Gegensatz zu den 1D QR-Diffusoren recht einfach. Vom zeitlichen Aufwand nehmen sich die beiden Diffusorenarten glaub ich nicht viel. Der Hauptunterschied liegt eher darin, dass beim Skyline die Elemente nicht so präzise gesägt werden müssen im Vergleich zu den exakt breiten Fächern des 1D QRD womit das Arbeiten an sich entspannter stattfindet, obwohl es mehr Einzelkomponenten sind.

    Das Schlimmste bzw. Aufwendigste war beim Skyline ein wenig das "Entgraten" bzw. Kanten schleifen der Elemente. Hier gibt es bzgl. Workflow noch Verbesserungspotential.


    Das Zusammenkleben der Elemente war auch relativ entspannt, da hier kein zeitlicher Druck vorhanden ist im Gegensatz zum 1D QRD. Man kann hier mittendrin auch mal Pause machen und später weitermachen, was mit der Familie relativ praktisch ist. Somit hier ein großer Pluspunkt dieser Bauart.


    Durch die Bauweise, gibt es hier überhaupt keine Gefahr der Eigenresonanzen oder Ähnliches, egal in welcher Größe oder Elementbreite, was auch ein Pluspunkt für dies Bauart ist.


    Wenn ich in Zukunft noch weitere Diffusoren bauen muss, würde ich voraussichtlich (je nach Bauraumanforderung) den Skyline-Typ bevorzugen.


    Die vielen Elemente


    Verklebung der Elemente


    Fertiger Skyline-Diffusor bemalt





    Technikrack:


    Der Raum indem die Heimkinotechnik untergebracht wird, ist schon relativ voll und es ist nur noch unter dem Netzwerkschrank sinnvoll Platz für die Heimkinogeräte. Diesen geringen Platz wollte ich möglichst effektiv ausnutzen und entschied mich das Rack selber aus Holz zu bauen.


    Ich überlegte mir welche Klein-Geräte ich jetzt und in Zukunft noch haben werde, welche Maße übliche Vorstufen/AV-Receiver haben und wie viele Endstufen ich in dem Raum verbauen werde.


    Als platzmäßiger Kompromiss wurde der folgende Aufbau gewählt:

    • ganz unten Platz für 6 Stück 2HE Endstufen (z.B. 4x 2Kanal & 2x 4Kanal)
    • Eine Ebene für den AV-Receiver mit einer Holzunterkonstruktion aus 34mm Fichte
    • Drei Ebenen für diverse "Kleingeräte".
      Davon ist die unterste Ebene für den Blu-Ray-Player angedacht. In den zwei weiteren Ebene müssen sich dann die Mediaplayer, SAT-Receiver und evtl. Spielekonsole den Platz teilen.
      Für die drei Ebenen habe ich wieder meine alten Plexiglasbretter vom alten HiFi-Rack wiederverwendet, welche aus platzsparenden Gründen mit schmalen Aluprofilen montiert wurden.


    Dieses Rack sieht leider nicht so schick wie manch andere großen 19 Zoll Rackschränke aus, aber es war günstig und füllt diesen beschränkten Platz möglichst effizient aus.


    Planausschnitt der Frontansicht


    Gesamtes Rack noch ohne Plexiglasbretter


    Obere drei Ebenen mit den Aluprofilen


    Die oberen Ebenen mit Plexiglas

  • Danke :sbier:


    Ich hatte anfangs QRDude auch in meiner Quellenauswahl. Mir haben vom Einarbeiten in das Thema (damals) meine zwei Bücher und der angegebene Webkonfigurator etwas besser getaugt.

    Danke dennoch für den Hinweis. Jetzt bin ich schon gut eingearbeitet und kann mich mit dem auch mal austoben :D

  • Bauabschnitt: Vorder- und Rückseite


    Dieser Bauabschnitt hat im November 2020 begonnen und hat bis ungefähr Mai 2021 gedauert, bis diese Seiten vollständig fertig waren mit der kompletten Verkleidung. In dieser Zeit wurden teilweise auch andere Bauabschnitte durchgeführt, welche Notwendig waren um die exakte Passung der verschiedenen Teile zu gewährleisten.



    Begonnen hat es mit den ersten Bohrlöchern für die Halter der Subwoofer (siehe Bild). Hierfür wurden die 54er Fichtebalken mit starken Dübeln und Schrauben an die Wand montiert. Zum Ausgleich von Unebenheiten der Wand und zur leichten Reduzierung von Vibrationen wurden diese Balken mit 5mm Terrassenpads dazwischen montiert. Die Verschraubung der Subwoofer selber wurde über 4 stabile Schrauben realisiert, wobei die Löcher an der Subwooferrückwand erheblich größer gebohrt wurden, damit die Schrauben keinen Kontakt zum Subwoofergehäuse haben. Der Schraubenkopf wurde ebenfalls mit 10mm Terrassenpads bedeckt, damit möglichst keine Vibrationsübertragung über die Schrauben stattfindet. Damit das Gewicht des Subwoofers nicht allein über die Schrauben gehalten werden muss, wurde unterhalb ein Holzwinkel an den Balken geschraubt, welcher mit 20mm Terrassenpads gedämpft wurde und zu den Balken hinten wurden 10mm Terrassenpads verwendet. Damit ist diese Konstruktion sehr stabil und die Übertragung von Vibrationen auf das Mauerwerk wurde auf ein Minimum reduziert.





    Da hier zwei Standlautsprecher verwendet werden und ein Centerspeaker, welcher mit einem stabilen Standfuß ausgestatt ist, welcher mit einem Holzpodest auf die HT-Höhe der Standlautsprecher gebracht wurde, sowie der selbsthängenden Subwoofer war hier kein stabiles Ständerwerk der Vorderseite notwendig.


    Damit war der vordere Holz-Teil der vorderen Verkleidung vorwiegend nur an den zwei Seitenwänden und der Decke befestigt. Am Boden wollte ich nicht auf/in den Laminat bohren, womit die unteren Balken auf dem Boden aufliegen und "nur" zur Wand mit drei anderen Holzbalken fixiert wurden. Da die beiden seitlichen Teile der Holzkonstruktion in einem leichten Winkel von 15° in den Raum "hineinragen", wurden hier die angrenzenden Balken und Wandbalken in diesem 15° Winkel alle geschnitten. Damit konnten die Balken sauber miteinander verschraubt werden. Vorne rechts unten habe ich noch eine kleine Revisionsöffnung hineingebaut, welche später mit einer kleinen Abdeckung versehen wird, über dessen Zugang das Einmessmikrofon und das XLR-Kabel für die eigenen Messungen zugängig ist. Dies war mir wichtig, da ich oft in der Nacht Messungen durchführe, womit die Zugangstür zum HK während den Messungen geschlossen bleiben kann und ich bequem vom Nebenraum aus messen kann (hat unter anderem noch mehrere Vorteile).

    Ansonsten hat die vordere Konstruktion relativ wenig zusätzliche Verstrebungen bekommen, außer die Holzkonstruktion zur Abdeckung der LCR für die Diffusoren und Absorbermaterial.


    Der Abstand des mittleren Holzteils zur Rückwand beträgt 70cm und der Abstand der Außenkanten zur Rückwand beträgt 89cm. Dieser Frei-Bereich wurde fast vollständig mit Rockwoll Steinwolle gefüllt und im Bereich der beiden Außenwände wurde ein Abstand bzw. Freiraum von ca. 10-20cm eingehalten (zur Schimmelprävention).

    Eins habe ich allerdings bei der Ausführung nicht ganz bedacht. Da ich relativ wenig Zusatzverstrebungen habe, war es nun relativ schwierig das Unkrautvlies vernünftig und einfach zu montieren und musste hier leider etwas tricksen.


    Anschließend wurde dann auf der Vorderseite der vorderen Holzkonstruktion die Klemmleisten montiert. An den Außenkanten zur Wand wurde vorher allerdings noch ein dünner Streifen vom späteren Akustikstoff montiert, damit später der kleine äußere Teil der Klemmleiste in Richtung Wand auch bespannt werden kann um hier eine Gleichmäßigkeit der Reflexion und optischen Eindruck zu erhalten.


    Auf dem nachfolgenden Foto ist ein Zwischenstand der Verlegung der Klemmleisten mit dem Revionszugang zu erkennen. Die Klemmleisten der 15° angeschrägten Seitenteile mussten ebenfalls in diesem Winkel leicht angewinkelt werden.

    Nach der Montage der Klemmleisten wurde an den sechs sich ergebenen Bereichen die sechs passend zugeschnittenen Akustikstoffteile eingeklemmt. Bei den großen Flächen gelang dies gut und bei den schmalen Flächen war es schwierig die passende Startspannung des Stoffes zu ermitteln, damit der Stoff später nicht zu stark gespannt wird.

    Die 4 EPS Diffusoren sind (leider) hinter dem Unkrautvlies montiert und somit auf den nachfolgenden Fotos nicht zu erkennen.







    Das Prinzip des Holz-Grundgerüsts der Rückwand ist gleich wie bei der Vorderseite, allerdings bedingt durch die Gehäuseformen der CT7.5 und der Halterung für den Beamer waren hier grundsätzlich mehrere Verstrebungen notwendig, die ich aufgrund der Erfahrung der Vorderseite etwas passender positionieren und erweitern konnte. Die vier hinteren Lautsprecher erhielten separate Bodenbretter wovon die oberen beiden für die Height Lautsprecher schräg passend und auf maximale Höhe ausgerichtet sind (zusätzlich erhielten diese auch eine vordere Anschlagkante). Der große 1D QRD Diffusor erhielt auch ein separates Bodenbrett.


    Das Unkrautvlies konnte ich diesmal somit schon teilweise vormontieren. Die Abstände der Vorderkanten zur Rückwand betragen hier ebenfalls 70cm und an den Seiten 100cm. Die freien Bereiche wurden wieder mit Rockwoll Steinwolle gefüllt und die Abstände zur Außenwand eingehalten. Dann wurde noch der 1D QRD Diffusor draufgestellt und alle offenen Flächen mit Unkrautvlies bedeckt, was diesmal erheblich besser und viel leichter funktionierte. Anschließend wurden auch die vier Lautsprecher und die beiden Skyline Diffusoren positioniert.


    Danach wurden wieder die Klemmleisten mit den hintermontierten schmalen Stoffteile befestigt (siehe Bild). Die exakte Ausrichtung zu den oberen beiden Deckenkanälen (siehe spätere Posts) war etwas diffizil, da der Stoff der Deckenkanäle exakt in diese Klemmleisten später ebenfalls montiert werden müssen (genauso wie bei der Vorderseite). Der Übergang der Klemmleisten zum Beamerbereich musste lange überlegt werden, wie dieser umgesetzt wird, da die spätere Hushbox und dieser Bereich einen Holzrahmen erhalten soll, der optisch sehr gut in die gesamte Wandverspannung integriert werden soll.

    Das Bespannen der vier großen Flächen gestaltete sich relativ einfach und wurde von mal zu mal besser.









    Falls es einem nicht aufgefallen ist, die vorderen Seiten in der Nähe des Stoffes sowie nahe und große Flächen der Holzkonstruktion wurden mit schwarzer Farbe bemalt. Dies hatte einerseits den Grund, der langen Übergangsphase bis zum Endstand (indem ich keine störenden hellen Flächen haben wollte) und andererseits wollte ich jegliche Lichtreflexion durch den Stoff bei starker Helligkeit vermeiden. Dies wäre vermutlich nicht notwendig gewesen, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen.


    Grundsätzlich war das Kino immer verwendbar gewesen, bis auf einen ungefähr 2-4 wöchigen Zeitraum in dem die Hauptlautsprecher LCR die Seiten gewechselt haben und gewartet werden musste bis die Leinwand fertig war.

  • Bauabschnitt: Leinwandbau


    Ursprünglich wollte ich eigentlich die Leinwand nicht selber bauen, sondern eine fertige Rahmenleinwand kaufen. Allerdings kam ich günstig an mein bevorzugtes BS65K Tuch heran und musste da leider zuschlagen, womit ich dann leider schon wieder ein Thema mehr hatte in welches ich mich einarbeiten und mich informieren musste :angry:


    Nach längerem Überlegen und Informieren entschloss ich mich zu der nachfolgend beschriebenen Variante. Anhand der Querschnittskizze ist zu erkennen, dass der Keilrahmen von einem zusätzlichen äußeren Rahmen umrandet und verstärkt wird. Dadurch kann ich Ungenauigkeiten beim Bespannen verdecken und ich erreiche eine sehr gut Abtrennung zwischen der Leinwand und dem schwarzen Rahmen.


    Querschnitt-Skizze



    Da ich ein akustisch transparentes Tuch verwende, benötigte ich ein schwarzes Backing. Um dieses mit einem definierten geringen Abstand zu gewährleisten wählte ich als Grundbasis einen Keilrahmen vom keilrahmen.de Shop mit einer Standard-Vertikalverstrebung. Vorteil für mich ohne Besitz einer Oberfräse ist, dass der Randbereich eine Erhöhung von ein paar mm besitzt. Diesen Keilrahmen habe ich selber und passend zum Centerspeaker mit weiteren horizontalen Verstrebungen und Metallwinkeln verstärkt (siehe Bild).


    In die Vertiefung des Keilrahmen wurde dann ein schwarzer Akustikstoff als Backing getackert (siehe Bild), was mir mehr oder weniger gut gelungen ist, aber als erster Test war es eine gute Übung.

    Keilrahmen mit Verstärkungen


    schwarzes Backing



    Weiter ging es mit dem Bespannen und dem fest Tackern des Leinwandtuchs (siehe Bild). Hier hatte ich etwas Angst, aber das Tuch war glücklicherweise unempfindlich bzgl. der Spannung oder anderen kleinen Fehlern.


    Leinwandtuch



    Als nächstes wurde der Rahmen bzw. die Außenkonstruktion gebaut. Hierfür wurden 20mm und 12mm dicke MDF-Platten passend zugeschnitten und miteinander verleimt. Im fertigen Rahmen wurden dann die Außenkanten per Hand abgerundet. Das schwierige hierbei war, dass der innere Ausschnitt des Rahmens exakt den fertigen Keilrahmen aufnehmen muss bei einem geplanten Spiel von ca. 2mm :waaaht:.


    Dieser Rahmen wurde anschließend mit schwarzem DC-Fix beklebt. Schwierig war hierbei der Übergang bzw. die Schnittkanten von den Längsstücken auf die Querstücke. Mit etwas Präzision und einem sehr scharfen Cuttermesser gelang dies relativ gut :)


    Dann erfolgte die "Hochzeit" der beiden Rahmen, was dank präziser Ausmessung und Bearbeitung mit dem geringen Spiel ohne Probleme funktionierte. Dann beide Rahmen auf der Rückseite mit Metallwinkeln noch verbunden und fixiert sowie zwei Lasthaken montiert.





    Die gezeigten Vorgänge scheinen nicht spektakulär zu sein, aber ich habe hier Blut und Wasser geschwitzt und gehofft, dass es gut funktioniert.

    Dies hat es und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden :dancewithme


    Mir wurde schon gesagt, dass die gesamte Konstruktion sehr robust und stabil ist, was im Vgl. zu manch anderen Aluminiumrahmen ein großer Unteschied ist.




    Der Leinwandbau erfolgte zeitlich schon relativ früh im Januar 2021 gleich nach der Frontwand, da während der Bauphase das HK nutzbar sein musste. Außerdem war nur in diesem kurzen Zeitschlitz am Boden genug Platz vorhanden um die Leinwand zusammen zu bauen, da danach die Couch wieder an die ursprüngliche Position geschoben wurde und mit dem Bau der Rückwand starten konnte.

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