Welches NAS System verwendet ihr? Datensicherung?

  • Hallo,


    da ich gerade feststellen musste das ich meine Datensicherung daheim stark vernachlässigt haben. Daher suche ich jetzt performante Geräte!

    Ich wollte kein eigenes NAS bauen, hatte ich auch schon überlegt und ist möglich, aber es fehlt mir Zeit!

    Fürs Heimkino wollte ich eine Synology DS1819+ verwenden!


    Lasst ihr euer System mit Raid1 laufen oder sichert ihr die Daten sporadisch mit einem manuellen Backup oder gar nicht!

    Für die privaten Daten haben ich mir gedacht (und gekauft) ein einfaches Gerät von Orico für 4 Festplatten und dann kopiere ich die Daten in dem System von Platte 1 zu 2 sporadisch.

    Leg die Festplatte in einen Schrank und gut ist, falls mit der Platte im System etwas sein sollte, ist nur einen Teil der Daten verloren!

    Nun muss ich feststellen das kopieren innerhalb des Systemeinheit (Orico), also von Laufwerk 1 auf Laufwerk 2, läuft nur mit 14 MB das ist zu langsam.

    Auch wenn es nur 5-6 TB sind (5-6 Tage Kopierdauer), klar das kommt nur beim ersten mal vor, danach nur noch die geänderten/neuen Daten, aber ich hätte es gerne schneller!


    Gibt es da nicht einfache System mit denen das gut geht und die um die 100 MB beim Transfer liegen oder dann doch noch eine kleine Synology kaufen?

    Welche Software verwendet ihr zur Unterstützung für die Datensicherung?


    Gruß Jörg

  • Als normaler Datenspeicher reicht inzwischen die günstige J-Serie von Synologie locker aus.


    Für die Filme ganz normale Einzelplatten-Konfig: Damit braucht man im Fall des Falles nur eine HDD tauschen. Die Zugriffe Vierteln sind, die Ausfallwahrscheinlichkeit ist auch zumindest geviertelt.
    Als Backup dienen derzeit die orig. Scheiben. Da ich erst vor paar Monaten Alles aufs NAS gelegt hab, noch kein zusätzliches Backup gezogen. Werde ich wahrscheinlich noch auf 2 externen Platten (gibts geh schon mit 18TB Einzelplatten).


    Wichtiger die eigenen Dateien:
    Früher hatte ich klassisch ein NAS, wo ich 1x pro Tag von den PC per Skript gesichert hab. Auf dem NAS läuft ein Raid 1 mit 2x2 TB Platten und da zog ich laut Plan 1x pro Woche, ein Backup auf 2 wechselnde, externe Platten. In Realität nicht wirklich immer jede Woche ........


    Seit ich das neue NAS hab, wird auf dieses täglich meine Dateien gesichert.

    Das alte NAS dient als reines Backup Medium:

    Raid 1
    Auf dem neuen NAS läuft Hyberbackup (ein Programm von Synologie für Zeitgesteuerte Backup Aufgaben), welches um 03:00 diese Daten mit Versionisierung auf das alte NAS sichert.
    Im Normalfall ist das alte NAS für keinen PC im Netzwerk sichtbar, ein Zugang verbunden.

    Es wird auch per Taskmanager nur um 02:45 gestartet und um 03:30 wieder abgeschaltet.

    Somit ist es nur zu Zeiten aktiv, wo normalerweise kein PC eingeschaltet ist.


    Das alte NAS steht im anderen Haus, das neue NAS hier im Keller.

    Eigentlich würde ich noch auf einem gemieteten PC in einem Rechenzentrum sichern, jedoch dafür ist mein Internet zu langsam. Obwohl ich, auch vom NAS im Hintergrund, die wichtigsten Firmendaten auf einem Onlinespeicher spiegeln lasse. Der Server wird alle 4 für 14 Tage zurück gesichert.


    Ich hoffe, dass ich damit ziemlich Bombensicher bin.


    Aja, warum kein Raid für Filme: Den Tipp hab ich hier aufgegriffen: Die Datenmengen sind so groß, dass das wiederherstellen extrem lange dauert.
    Raid ersetzt sowieso kein Backup, Wiederaufbau dauert ne Ewigkeit und könnte die anderen Platten runter reißen. Also Platten schonen und für ein Backup sorgen.
    Raid macht Sinn, bei DAten, die sich täglich ändern, eine Filmsammlung ist recht Dauerhaft, so daß ein Backup in längeren Intervallen ausreicht.

  • Wie ich es mache, und das ist mit Sicherheit kein Maßstab:

    Aktuell Xeon-Server ESXi-Host, eine Syno NAS mit SHR2 (8-Platten, 22TB), diese hält Rechner-Backups und Mediadaten. 1. Backup der NAS geht auf eine lokal gesteckte 4TB Platte auf der die NAS nur direkt gewisse Sachen sichert. 2. Backup geht in die Cloud, auch nur selektiv noch ein kleinerer Anteil. Gesichert wird mit Hyper Backup, CloudSync und USB-Copy, und Veeam Backup (Free) am PC. ESXi hält aktuell nur VMs mit einigen Programmen, inkl. Plex, damit mein Rechner abgeschaltet werden kann. Bin damit aber nicht ganz happy.

    Die 1813+ packt volle GBit Bandbreite, aber nicht viel mehr, zumindest nicht via SMB/NFS. Besser wäre iSCSI. 1819+ sollte da keine Probleme haben.

    RAID1 ist übrigens kein "Backup"...


    Ziel ist es zukünftig eine "2-fache" Sicherung zu Hause zu haben - 1x Originaldaten + 1x Backup aller Originaldaten + kleinere Backups / Cloud. An einem Konzept dass die Daten, sollte der/die Rechner infiziert werden, nicht verschlüsselt werden können (Backups), arbeite ich gerade. Ziel ist es dass durch die Skript-Kiddies kein Schaden entstehen kann. Weiterhin auch die Cloud-Backups der wichtigsten Daten, denn ein Haus kann auch abbrennen, und Dokumente haben wir alle eingescannt. Geschweige dass 30 Jahre an Fotos verloren gehen...

    Also grob gesagt soll: TrueNAS auf ESXi, 8-Disk ZFS, Originaldaten -> BACKUP (Veeam B&R) -> Synology NAS (vermutlich iSCSI für Backup-VM), sonst Zugriff nur per Konsole, Syno macht nach wie vor kleine Backups auf die lokale Platte und Cloud.

    Aber es fordert viel Arbeit, da ich einiges im Konzept habe, eigene Nextcloud, OPNsense Firewall, 7 VLANs, Linux und Windows VMs, VPN-Anbindungen usw.


    Für deine Zwecke, und so wie sich das anhört, bist du dort, wo ich 2014 war:

    Kauf dir doch ne 8-port Synology, die Teile sind echt gut. Erstanschaffung ja locker rund €1500-€2000 wenn man die Platten zusammenrechnet.

    Aber - und das ist genau der Grund warum ich das obige geschrieben habe - eine Sicherung ist nur unter gewissen Bedingungen "sicher". Nie 100%, aber...

    Machst du es bspw. mit SMB, und hat du ja schön Zugriff per \\192.168.1.1\Daten oder ähnliches, kannst es gleich sein lassen. Denn: wo du (dein Benutzer) Zugriff hast, hat der Verschlüsslungstrojaner auch. Und dann musst nur noch das Laufwerk mappen, UAC abschalten (denn ja, wer mag denn diese lästigen Windows Meldungen dass man was riskantes tut?) und das Risiko ist komplett. Oder noch besser: dein eigener Benutzer ist der lokale Admin... sehe ich jeden Tag auf den Kundenrechnern. Die Trojaner "lieben" alles, was sich nicht in Windows System-Ordnern befindet - insbesondere die Sicherungsdateien. Schon die einfachsten stoppen die SQL-Instanzen, wenn welche laufen, damit sie die Datenbanken verschlüsseln können.

    Deswegen muss man die Zugänge möglichst absichern, sodass nur die Sicherungssoftware Zugriff auf das Backup-Repository hat. Mit einer Skript wahrscheinlich auch machbar, aber Veeam Backup Free macht da doch wesentlich bessere Arbeit. SMB geht auf jeden Fall (vlt. auch NFS), auch mit einem eigenen Benutzer und Kennwort. Erstmal sicherstellen dass dein aktueller Benutzer keinen Zugriff auf die Share(s) hat.

  • Machst du es bspw. mit SMB, und hat du ja schön Zugriff per \\192.168.1.1\Daten oder ähnliches, kannst es gleich sein lassen. Denn: wo du (dein Benutzer) Zugriff hast, hat der Verschlüsslungstrojaner auch.

    Deshalb wäre eher mein Tipp, statt einem teurem 8 Laufwerk NAS der Plus Serie, 2 günstige NAS aus der J-Serie und dann, wie beschrieben, das Backup NAS ist im Normalfall von keinem PC Erreichbar und auch nur zum Backup Zeitraum eingeschaltet.

    Solange man keine VMs, Datenbanken, Server, also wirklich Rechenintensiven Anwendugnen auf dem NAS laufen läßt ist die aktuelle J-Serie schon ganz OK.

  • Bei mir wird alles auf Synology DS416play (bisher 16 TB) gesichert im Synology Hybrid RAID (SHR)-Datensicherung mit 1 Laufwerk Fehlertoleranz. Nebenher sicher ich hin und wieder Mal zusätzlich separat auf Festplatte.

    Das Wichtigste war für mich allerdings die Anschaffung einer USV (APC 100€) nachdem mir durch Stromausfälle bereits 2 Festplatten zerschossen wurden. In unserer Wohngegend kommt es leider öfter Mal zu Stromausfällen, auch wenn mitunter nur für Sekunden.

  • das Backup NAS ist im Normalfall von keinem PC Erreichbar

    Wenn man es auch so konfiguriert, richtig. Oft ist es aber nicht, leider.


    Ahja genau, USV - ganz ganz wichtig. Hab auch meine Hardware auf der USV, natürlich. Ist das erste was ich nach der Syno gekauft hab. Aber genau, eine kleine USV reicht ja die nur paar Minuten Laufzeit, sogar mit dem Server, bietet. Die NAS kann ca. 30 Minuten betrieben werden.

  • Solche Zeiten sind ja nicht einmal notwendig. Meine 1819+ fährt z.B. direkt runter, wenn die Stromversorgung auf die USV wechselt. Zudem läuft die bei mir eh nicht dauerhaft. Bei Bedarf per Wake-on-LAN und nach Gebrauch wieder runter, da sie bei mir wirklich nur als Datengrab dient bzw. für Heimkinozwecke.

  • Meine USV hält wohl locker 30 min durch jedoch hab ich das Runterfahren der Synology bei 30 sec eingestellt. Also es reicht tatsächlich etwas kleines, damit lediglich das saubere Runterfahren ohne Datenverlust und Hardwareschäden realisiert werden kann. Eine sehr gute Investition.

  • Falsch verstanden. Wenn NUR die NAS dranhängt, dann hat sie 30min Autonomiezeit. Nur, es hängt nicht nur die NAS drauf... der Server, Switch, Firewall. Da bin ich ja bei paar Minuten und ja, das reicht.

    Aber ehrlich, das was die NAS verbraucht, auch wenn sie dauerhaft rennt (die Platten gehen schlafen), kann ich echt draufpfeiffen. Sehr sparsam das Ding.

    Aber gut, bei mir wird die NAS sehr oft verwendet.

  • Da haben wir hier im Forum ja schon ein paar Infos zu:


    Lohnt sich sicher, da mal durch zu lesen.

    Ich habe meine config in diesen Threads bereits näher beschrieben. In Kurzform: mini-itx board, esxi, centos, raid1, samba, backup mit rsnapshot auf externe usb hd.

  • Falsch verstanden. Wenn NUR die NAS dranhängt, dann hat sie 30min Autonomiezeit. Nur, es hängt nicht nur die NAS drauf... der Server, Switch, Firewall. Da bin ich ja bei paar Minuten und ja, das reicht.

    Aber ehrlich, das was die NAS verbraucht, auch wenn sie dauerhaft rennt (die Platten gehen schlafen), kann ich echt draufpfeiffen. Sehr sparsam das Ding.

    Aber gut, bei mir wird die NAS sehr oft verwendet.

    Vielleicht auch einfach nicht eindeutig formuliert. Bei mir hängen da noch 2x DX517 dran und selbst im Ruhezustand gehen da in Summe gute 100W durch. Muss ich einfach nicht haben, wenn die Notwendigkeit nicht da ist, aber das kann ja jeder für sich entscheiden und wenn die bei mir dauerhaft genutzt werden würde, sähe es sicher anders aus.


    Mal was anderes. Gibt es bezahlbare Lösungen für das Serverrack mit 16-24 Platten oder gern auch skalierbar? Bei Synology ist das für mich irgendwie dann doch too much, was dann aber zusätzlich noch in ein 600mm tiefes Rack passt? Hatte schon überlegt, so etwas mit einem Fantec Gehäuse selbst zu bauen und dieses zu halbieren:


    https://www.mindfactory.de/pro…ragegehaeuse_1253748.html


    4HE mit halber Tiefe für die Platten und die restliche Hardware separat darunter oder darüber?!

  • Wenn man es auch so konfiguriert, richtig. Oft ist es aber nicht, leider.

    Ich bin auch erst diesen Winter auf diese Idee gekommen, als ich mir ein neues NAS als Film-Datenspeicher gekauft hab.

    Es ist zum Glück nie Etwas passiert, somit war das doch nicht ganz so regelmässige, manuelle Backup OK.

    Nur hätte ich diese Idee für solch ein automatisches Backup früher gehabt, die ca. 300,- für ein 2. günstiges NAS + HDDs hätte ich sofort investiert.

  • Mal was anderes. Gibt es bezahlbare Lösungen für das Serverrack mit 16-24 Platten oder gern auch skalierbar? Bei Synology ist das für mich irgendwie dann doch too much, was dann aber zusätzlich noch in ein 600mm tiefes Rack passt?

    Wie wäre es mit diesem hier? Hat 55cm Tiefe. Ich habe das 2x4 Gehäuse von Fantec auch mit 55cm Tiefe. Mit Verkabelung bleibst Du da gerade noch unter 60cm.

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