! Bei überschaubaren englischen Sprachkenntnissen ! - Für welche Filme lohnt sich der Originalton?

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    Also auf Pause gehen, zurückspringen, die Untertitel aktivieren (sind 5 Klicks) und nochmal schauen.

    Damit ist der "Fluss" des Filmerlebnisses für mich schon stark in Mitleidenschaft gezogen und die Untertitel stören für mich die Immersion erheblich - aber ich sehe das nun als Lernziel und da ist das eben so.

    :sbier:

    Deshalb habe ich anfangs auch erstmal nur Filme, die ich schon kannte (tw. richtig gut), im OTon gehört - da ist Immersion nicht mehr so wichtig.

    Ja, vielleicht sollte man das auch mal betonen: Gerade am Anfang hilft es, zwischen "Filmschauen zum OTon-Lernen" und "Filmschauen zum Genießen" zu unterscheiden.

    Im Laufe der Zeit wächst das zusammen, aber man sollte das nicht gleich zu Beginn erwarten.

  • Ich kann da ja nur immer wieder auf (BBC)Nachrichten oder, wenns auch lustig und spannend sein soll, ne UK-Unterhausdebatte, verweisen.


    Zum einen knallt einem da nicht gleich ein texanischer slang um die Ohren, zum anderen garantiert die letztgenannte auch ne gewisse Kurzweil- und man kann sich häufig auch über die gegebene Thematik durchhangeln, wenn mal ein unbekannter Begriff auftaucht.

    Und wenn dann der MP aus Inverness zur reden beginnt, weiss man, dass es sogar innerhalb UK Menschen gibt, die definitiv kein Englisch reden:big_smile:


  • Ja, vielleicht sollte man das auch mal betonen: Gerade am Anfang hilft es, zwischen "Filmschauen zum OTon-Lernen" und "Filmschauen zum Genießen" zu unterscheiden.

    Im Laufe der Zeit wächst das zusammen, aber man sollte das nicht gleich zu Beginn erwarten.

    +1

    Wie eben auch bei anderen Dingen im Leben, zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.

    :zwinker2:


    Und wenn dann der MP aus Inverness zur reden beginnt, weiss man, dass es sogar innerhalb UK Menschen gibt, die definitiv kein Englisch reden

    Der ist wirklich gut!


    Ein Beispiel für nen wirklich geilen slang ist imo die 'Kunstsprache', die man bei The Expanse den Beltern verpasst hat.

    Da ist zB der OT imo ein Muss!

    Meine Kusine, die sonst fast alles in englischem OT schaut und damit gut zurecht kommt, sagte mir, den Belter Dialekt hätte sie nicht mehr verstanden.

    Für relative Anfänger wie mich also sicher nicht geeignet sondern eher etwas für sehr fortgeschrittene Freunde der Sprachkunst.

  • Zitat

    Für relative Anfänger wie mich also sicher nicht geeignet sondern eher etwas für sehr fortgeschrittene Freunde der Sprachkunst.

    Einfach mal reinhören, man versteht unterschiedliche Dialekte tatsächlcih auch unterschiedlich gut- so kann ich schottischen Singsang deutlich besser verstehen, als nen australischen Surfer.


    In D gibt es ja auch Regionen, wo umgangssprachlich Ende und Anfang eines Wortes gerne vernuschelt werden- dem Besucher aus der Fremde helfen dann auch zwei Jahre Deutschunterricht im Berlitz nix:big_smile:

    Ich meinte auch weniger, dass der Belter-slang gut zu verstehen sei, sondern dass er der Story hilft und man so profitiert, wenn man O-Ton hört.:zwinker2:

  • Ich meinte auch weniger, dass der Belter-slang gut zu verstehen sei, sondern dass er der Story hilft und man so profitiert, wenn man O-Ton hört. :zwinker2:

    Nun ja, es mag der Authetizität dienlich sein - aber, wenn ich etwas nicht verstehe, dann frage ich mich ob ich vielleicht gerade eine wichtige Information verpasst habe.

    Daher finde ich das generell unschön.

  • Dennoch möchte ich zukünftig mehr Filme im O-Ton schauen, Übung macht bekanntlich den Meister, und es wäre ein guter Ansatz für Filme die ich mir ein zweites Mal anschaue.


    Das ist genau der richtige Ansatz. Ich würde zwar nicht behaupten, dass man mit der Zeit alles versteht, man bekommt aber mehr "Gelassenheit", wenn es darum geht, Dinge nicht zu verstehen. Es ist einem dann egal, ob man Sachen versteht oder nicht. Grundsätzlich gibt es Filme, die sehr kompliziert sind zu verstehen, weil die Handlung rel. kompliziert oder die Zusammenhänge zwischen Personen komplex sind. z.B. hatte ich letztens bei "Spartacus" Probleme, die komplexen Verflechtungen im römischen Senat zu verstehen. Gestern bei "Menace to society" war der Slang schwer zu verstehen, die Handlung war aber einfach. Bei diesem Film aktivierte ich zusätzliche engl. UT.


    Tipp 1: Wenn man zwischendurch gar nicht mehr "mitkommt", Pauseknopf drücken und sich dann die imdb-Plot-Synapsis, bis zu dem Punkt, wo man auf pause geklickt hat, durchlesen ( auf Englisch versteht sich ). Falls es keine Synopsis gibt, kann man die längste Plot-Summary lesen bis zu dem Punkt, wo etwas gespoilert wird.


    Tipp 2: Ich habe damals vor 13 Jahren oder so in einem Englisch-Kurs einen Tipp bekommen: ESLnotes: The English Learner Movie Guides Dort sind filmgeschichtlich wichtige Filme aufgeführt, dessen wichtigsten Wörter und Expressions auf englisch hervorragend erklärt werden. Wenn man sich die Erklärungen durchliesst, bevor man den Film sieht, versteht man nachher fast alles und man lacht sogar oft weil man den Humor besser versteht.


    Beispiel Chinatown von Roman Polanski ( dieser Film ist einer der "schwerer" zu verstehenden):


    Zitat aus Film:

    Isn’t this something? Middle of a draught and
    the water commissioner drowns. Only in LA!


    Erklärung
    A “draught” is a shortage of water because there has not been enough
    rain. If a person “drowns,” they die from being unable to breath because
    they are under water. “Only in LA” is a colloquial way of saying “this is
    so strange it could only happen in LA!”

  • Zu Redewendungen und ähnlichem: Manchmal dauert das Kapieren aber auch recht lange.:big_smile:


    'My private Idaho'

    seinerzeit geschaut und toll gefunden.

    Auch wenn da imo sehr wenig mit Idaho und privat war.


    Dass 'My private Idaho' ein feststehender Begriff für 'meine kleine Welt' ist, hab ich dann Jahre später erfahren.:rofl:

  • Ich glaube, Gelassenheit beim Nicht-Verstehen ist ein sehr wichtiger Faktor. Nun verstehe ich englische Filme glücklicherweise beinahe immer sehr gut und habe kaum Verständnisprobleme, aber gleichzeitig auch eine große Gelassenheit beim nicht-Verstehen. Meine Frau mag leider gar nichts auf englisch schauen und wenn doch wird sie gleich aufgeregt, wenn sie einen Satz nicht versteht. Gleichzeitig aber, wenn wir etwas auf Deutsch schauen, ist es zu 95% egal, wenn man etwas nicht versteht.

    Es entsteht stets folgender Dialog _während_ des Films - "Hä? was hat der gesagt, hast Du das verstanden?" - "nö, hab ich auch nicht" - "na, okay". Und eben zu 95% belässt man es dabei, dass man einen Satz nicht verstanden hat - und 20 Sekunden weitere Dialoge mit diesem Gespräch überquatscht hat und damit auch nicht verstanden hat.


    Alleine der Glauben, dass man wichtige Dinge nicht verstanden hat, macht anscheinend schon so nervös, dass damit der ganze Flair zerstört wird. Daher kann ich ozon voll zustimmen. Gelassenheit hilft enorm dabei, durch einen Film zu kommen.

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