Wer schaut Filme mit Original Tonspur?

  • Die Diskussion wurde ausgelagert von hier >>> Herr der Ringe & Der Hobbit in 4K - Seite 11 - Musik und Film - Rezensionen - Heimkinoverein


    Mein erster Film in O-Ton war Terminator 2 :big_smile:. Seit dem schaue ich ich auch gerne Filme, welche Wiederschau-Potential haben im O-Ton an.


    Dazu gehören:

    • A Quiet Place :zwinker2:
    • Heat
    • Interstellar


    Einfacher fällt mir das bei britischen Filmen, die sprechen einfach deutlicher für mein Schul-Englisch.

  • ...Einfacher fällt mir das bei britischen Filmen, die sprechen einfach deutlicher für mein Schul-Englisch....

    ... solange es keine von Guy Ritchie sind.:rofl:

    Die britischen liebe allein schon wegen der Akzente ("Hollywood-Englisch" ist ja inzwischen extrem glattgebügelt und viele amerikanische Akzente finde ich einfach nicht "schön").

    Ganz toll: Harry Potter. :sweet_kiss::sweet_kiss::sweet_kiss:


    Ich schaue inzwischen alles auf Englisch und ohne UTs. Ist einfach Gewöhnungssache und über die Jahre so entstanden.

    Haarig ist es bisweilen mit Fachvokabular: Gerade die Amerikaner verwenden viel

    - Abkürzungen bei Militär,

    - Namen (Gesetzgeber, Beteiligte von Gerichtsverfahren, ..) bei Jura,

    - Formularbezeichnungen bei Verwaltung und

    - bei Politik kommen oft alle o.g. zusammen (ganz zu schweigen von Institutionen/Verfahren/Positionen/..., die es bei uns gar nicht gibt).

    Da spule ich kurz zurück und schaue mir das nochmal mit UTs an ... WENN es denn nur 1-2mal im Film ist.

    Wird's zuviel, schalte ich die UTs dauerhaft an. Aber das passiert höchstens bei 5-10% der Filme, die ich schaue.


    Netter Nebeneffekt: "Man lernt für's Leben." ;-)



    Gruß


    Simon2

  • Filme die ich bereits kenne schaue ich auch gern mal im O-Ton mittlerweile aber je nach Genre nur mit englischen Untertiteln. Mit deutschen Untertiteln oder ohne klappt es oft dann leider nicht.

    So geht es mir auch ...mittlerweile Schaue ich alles was ich bereits einmal gesehen habe im O-Ton (sofern O-Ton = englisch oder deutsch und nicht Russisch, Koreanisch etc. :beat_plaste)

    Und dann mit englischem Untertitel - Ton und Untertitel in unterschiedlichen Sprachen geht gar nicht.

    Da merkt man dass man ständig gedanklich switchen muss...

    Ohne UT geht nur bei Filmen die ich fast auswendig kenne, ansonsten wird mir auch zu oft genuschelt....


    Und fehlende Vokabeln kann man über den UT auch schnell identifizieren und bei Relevanz am Smartphone nachschlagen...


    HdR + Hobbit kommt bei mir dann sicher demnächst auch dran....dann natürlich in O-Ton :zwinker2:

  • Unabhängig von der Tonqualität finde ich O-Ton besonders vorteilhaft bei Filmen, die von der Sprache, insbesondere dem Slang leben. Allen voran z.B. Straight Outta Compton, 8-Mile, Fast&Furious, etc. Dieser Gangster Slang kommt auf Deutsch meist nicht halb so authentisch rüber.

    Ist natürlich für Schul-Anglikaner nicht ganz einfach zu verstehen und kommt auch echt auf den Film an. Straight Outta Compton fiel mir persönlich leicht, da ich einige Monate in LA gelebt habe. Bei beinhartem Eastcoast Slang oder Texas Rednecks Genuschel steige ich dann auch aus :blush:


    Aber um mal die Kurve zurück zum Herr der Ringe zu bekommen: lohnt es sich, den aufgrund der englischen Atmos Spur auf Englisch zu schauen? Ist der Klanggewinn deutlich? Will heute Abend endlich loslegen und bin noch am Schwanken...

  • Ich bin seit Star Trek Next Generation ein O-Ton-Gucker. Nach sieben Staffeln (gut verständlichem) Englisch ist man drin :D Der Unterschied in den Spuren ist oft eklatant (meine Frau mag nur deutsch, daher kenne ich manche Filme in beiden Spuren). Ich erinnere mich an Transformers 3 und den dritten Dark Knight als besonders krasse Beispiele.

    Herr Der Ringe würde ich in der Schwierigkeit eher oben auf der Skala einordnen; vieles undeutlich, wahnsinnig viele Personen, Orte und Dinge aus der Tolkienwelt, die Dialekte. Das ist schon ne Nummer. Lohnen tut sich O-Ton aber immer, das Flair ist einfach anders und weniger Synchro-steril ;)

  • Aber um mal die Kurve zurück zum Herr der Ringe zu bekommen: lohnt es sich, den aufgrund der englischen Atmos Spur auf Englisch zu schauen? Ist der Klanggewinn deutlich? Will heute Abend endlich loslegen und bin noch am Schwanken...

    Ich habe dir nochmal meine Beitrag dazu Zitiert, zumindest wenn es um die Kinofassung und den deutschen DD5.1 Ton geht finde ich den Unterschied gewaltig :zwinker2:

    Bei der Extended ist im Deutschen das DTS-HD Master 6.1 hinterlegt, da könnte es natürlich anders sein, das weiß ich nicht.




    dritten Dark Knight als besonders krasse Beispiele.

    Echt? Krass, dabei fand ich die Deutsche Tonspur ziemlich gut, letztens erst geschaut, als "The Bat" zwischen den Häusern startet hab ich mir fast die Ohren zugehalten.

    Hab während ich das schreibe nochmal nachgeguckt, du meinst wahrscheinlich die Deutsche Tonspur der BluRay oder? Die ist nämlich nur DD 5.1, auf der 4K ist sie in DTS-HD 5.1 (ich habe die 4K geguckt)


    Herr Der Ringe würde ich in der Schwierigkeit eher oben auf der Skala einordnen; vieles undeutlich, wahnsinnig viele Personen, Orte und Dinge aus der Tolkienwelt, die Dialekte. Das ist schon ne Nummer. Lohnen tut sich O-Ton aber immer, das Flair ist einfach anders

    Das ist gut zu wissen, vielleicht traue ich mich mal an ein paar andere Filme, die ich schon gut kenne, falls ich da noch weniger Probleme habe versuch ich mal noch mehr im O-Ton zu gucken.

    Ich bin eigentlich ein Fan der deutsc hen Syncho, weil die meiner Meinung nach echt gut ist, stören tut mich nur die Dynamikbeschneidung.

    Es gibt aber auch so markante Stellen, die im Englischen viel mehr Kraft hatten, da wäre z.B. "Duuuu... kommst nicht.... vorbeiiiii" VS "youuuuu... shall not pass" das macht richtig Spaß im O-Ton


    und weniger Synchro-steril ;)

    Ich mag das eigentlich gerne, mich stört es sogar bei deutschen Filmen, dass dort die Sprache nicht so klar und sauber aufgenommen ist.



    Gruß Jan

  • Oder als Frodo, Sam und Gollum durch das Moor laufen gibt es eine Kamereinstellung aus der Vogelperspektive, da watscheln nur matschige Gestalten entlang.

    Wenn du wochenlang durch Moore wanderst bist du auch nur noch eine matschige Gestalt... ;)


    Die Orks und Urukai dürften ja alle Masken sein oder?

    Größtenteils. Das macht einen großen Unterschied zum Hobbit.

    Nur in Massenszenen, z.b. in Moria, wo die auch noch kopfüber die Säulen runterkamen (was bei uns Fans damals für massive Kontroversen sorgte...) war es wohl CGI.



    Die Extended Fassungen schaue ich mir in aller Regel in zwei Tagen an

    Ich las: "schaue ich mir in der Regel alle zwei Tage an" ...

    und dachte "Reschpekt!" ...


    Haarig ist es bisweilen mit Fachvokabular: Gerade die Amerikaner verwenden viel

    - Abkürzungen bei Militär,

    Nicht nur da, eigentlich überall.

    Auf so Dinge wie "Hazmat" oder "K9" muss man erstmal kommen.

    Ich bin seit Star Trek Next Generation ein O-Ton-Gucker. Nach sieben Staffeln (gut verständlichem) Englisch ist man drin

    In TOS ist der Unterschied Synchro-Original noch viel krasser. Das war noch so eine typische 60er Jahre "Spass"-Synchro.

    Im engl. Original gibt es zwar auch Humor aber vieles kommt da ernsthafter rüber, wie es eigentlich auch gedacht war, Kirk z.B.


    Ich schaue seit bestimmt 20 Jahren Filme und Serien fast nur auf englisch, ich kanns nicht mehr sagen, welches mein erster ganzer Film in englisch war.

    Trotzdem habe ich bei diversen Filmen immer noch Verständnisprobleme. Krass war hier Tenet im Kino, aber den haben auch Muttersprachler schwer verstanden.

  • ...

    Ich las: "schaue ich mir in der Regel alle zwei Tage an" ...

    und dachte "Reschpekt!" ...

    ....

    Ich habe das sogar bei den ersten dreimal Lesen so verstanden und konnte es nicht glauben (zurecht, wie sich beim 4. Mal rausstellte ;-) )


    Nicht nur da, eigentlich überall.

    Das stimmt, aber bei so Militärfilmen ist es oft notwendiger für das Verständnis.
    Aber mit der Zeit kommt man auch da dahinter.

  • Sorry für das Off-Topic, aber das interessiert mich jetzt mal: Wie machen die "Nicht-O-Ton-Schauer" eigentlich mit Youtube?

    Gerade da gibt's doch sehr viel an Reviews (Filme, Hardware,...), Installation/Benutzung, Bildung, etc. und auch Unterhaltung in Englisch?

    Ich habe mal meine Youtube-Chronik überflogen und auf 2 deutsche Channels (Robert Hofmann & Just a kid from Germany) kamen massig englische/amerikanische:

    Chris Stuckmann, Jeremy Jahns, Mark Kermode, Fanboy Flicks, GoodBadFlicks, Spare Change, Stephen Colbert, Trevor Noah, John Oliver, Ordinary Things, Science Clic, Louis CK, Jason Sadites, BBallBreakdown, .... selbst die dt. Physikerin Sabine Hossenfelder macht alles auf Englisch.

    Vielleicht habe ich "die guten Deutschen" nur noch nicht gefunden (weil ich eben in einer Englisch-Bubble lebe), aber ohne Englisch wäre Youtube (und Internet überhaupt) für mich deutlich ärmer.

  • Echt? Krass, dabei fand ich die Deutsche Tonspur ziemlich gut, letztens erst geschaut, als "The Bat" zwischen den Häusern startet hab ich mir fast die Ohren zugehalten.

    Hab während ich das schreibe nochmal nachgeguckt, du meinst wahrscheinlich die Deutsche Tonspur der BluRay oder? Die ist nämlich nur DD 5.1, auf der 4K ist sie in DTS-HD 5.1 (ich habe die 4K geguckt)

    Du hast Recht, ich meine die beiden Spuren auf der BluRay.

  • Aber um mal die Kurve zurück zum Herr der Ringe zu bekommen: lohnt es sich, den aufgrund der englischen Atmos Spur auf Englisch zu schauen? Ist der Klanggewinn deutlich? Will heute Abend endlich loslegen und bin noch am Schwanken...

    Ja, absolut. Der neue englische Mix (Atmos und AC-3) ist deutlich basslastiger und auch dynamischer als der schlappe, alte deutsche Mix. Es handelt sich wirklich um einen neuen Mix. So wurden z.B. teilweise Effekte auf den LFE gelegt, die vorher gar nicht da waren. Die auf der Blu-ray in keiner der Tonspuren vorhanden und fehlen auch jetzt noch in der deutschen.


    Der neue englische Mix scheint übrigens bei der Kino- als auch bei der Extended-Version gleich zu sein. Zumindest stichprobenartig sieht es so aus.

    Dagegen ist die deutsche Tonspur der Kinoversion dynamischer als die der EE. Die Sprache und Musik ist bei der EE lauter und der LFE ist leiser. Hier hat sich zwischen Blu-ray und UHD anscheinend nichts geändert. Also voll verkackt...:blush:


    PS: Dann gibt es noch den inoffiziellen deutschen Mix, den die Tonspurgemeinde erzeugt hat. Dort wurde einiges an Dynamik korrigiert und Teile des neuen englischen Mixes verwendet...

  • Wenn ich einen Film gucke, will ich auch das bekommen, was die sich dabei gedacht haben. Es ist ja in etwa die Hälfte des Spiels der Darsteller die Sprache. Ich für meinen Teil finde es schlicht nicht zu ertragen, wenn der sprachliche Teil des Schauspiels von einem anderen Menschen stammt, als der Körperliche. Dazu kommt erschwerend, dass nur die allerwenigsten Synchronsprecher überhaupt mit dem schauspielerischen Niveau der Originaldarsteller mithalten können. Selbst wenn diese dann gut sind, passt es meist immer noch nicht zusammen.


    Wir haben selbst zu VHS-Zeiten die weite Reise durch die Stadt in Kauf genommen, um in der einzigen Videothek, die O-Ton verliehen hat, unsere Filme auszuleihen.


    Ich gucke auch asiatische oder russische Filme im O-Ton. Wenn ich dann ab und an mal auf de umschalte, kriege ich meistens direkt die Kriese.


    Ganz witzig eigentlich: Hört irgend wer eingedeutsche Musik? Da wird's dann schlagartig klar, finde ich. Man stelle sich die Songs, die man so kennt, mal von einem deutschen Synchron-Singer vorgetragen vor, haha..

  • Netter Rundumschlag an die deutschen Synchonsprecher :shock:

    Wie gesagt, ich mag deutsche Synchros sehr, wenn einem der O-Ton besser gefällt, okay, aber ihnen direkt Schauspieltalent und Können abzusprechen, da muss ich aber deutlich widersprechen!

    Du wirst dich halt zusehr an die Originalstimmen gewöhnt haben.

    Auch wenn der Vergleich mit der Musik mehr als hinkt, klar gibt es Cover auf Deutsch aus dem englischen.

  • Mir muss das Filmerlebnis insgesamt gefallen. Schaue ich einen Film zum ersten Mal im O-Ton (englisch), dann verstehe ich zwar den größten Teil, aber Spaß macht es spätestens dann nicht mehr, wenn ich doch etwas nicht verstanden habe und zurückspulen muss. Zudem muss ich mich konzentrieren und kann nicht so entspannt schauen. Untertitel mag ich gar nicht, da ich dann die Untertitel lese und mich nicht mehr aufs Bild konzentrieren kann.


    Daher schaue ich wie viele andere auch zunächst auf deutsch und danach auf englisch. Im englischen ist meist mehr Athmosphäre im Ton und dann gibt es häufig genug Puns, die kaum übersetzt werden können.


    Da gibt es aus meiner Sicht kein richtig oder falsch.


    Den HdR schaue ich natürlich nur noch im O-Ton, da ich ihn in-und auswendig kenne. Bei den großen Bildern würde es mir umso schwerer fallen, dieses von Untertiteln verschandeln zu lassen. Zumal häufig die englischen UT nicht nur die Worte wiedergeben, sondern auch Beschreibungen des aktuellen Geschehens.

  • Dazu kommt erschwerend, dass nur die allerwenigsten Synchronsprecher überhaupt mit dem schauspielerischen Niveau der Originaldarsteller mithalten können

    Das hängt von den Originalschauspielern ab. Einen Vin Diesel oder Stephen Seagal traue ich mir auch noch sprechen, ohne dass die "schauspielerische" Performance noch schlechter werden würde. :zwinker2:

    Viele unserer Synchronsprecher sind auch selbst Schauspieler, von der Synchro alleine kann ohnehin keiner leben.

    Ich bin mit den deutschen Sprechern im Allgemeinen sehr zufrieden, das Problem einer Synchro liegt eher in der Übersetzung selbst.

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