Mehrere Frequenzspezifische DBAs

  • Bei 10m Raumlänge liegt die erste Mode weit unter 20Hz. Laut Nils hört er mit seiner WallOffDeath unter 20Hz gar nix. Also warum noch nen Infrasub? Damit die Hütte auseinanderhält? Für Möbelvibrationen gibt es andere bessere Lösungen.

    Der große Bösendorfer Konzertflügel geht bis 16 Hz, Orgeln gehen auch oft bis 16 Hz, Es soll sogar einige geben, die bis 8 Hz spielen. In der Medizin nehmen wir die unterste Hörschwelle bei 20 Hz an. Es gibt jedoch Berichte von Menschen, welche die 16 Hz hören können sollen. Ob es sich dabei um miterzeugte Obertöne handelt, bleibt unklar. In jedem Falle erzeugt die taktile Wahrnehmung von Infraschall über die Haut Emotionen. Und ich vermute, dass die Wahrnehmung über die gesamte Körperoberfläche (wie in der Natur) anders wahrgenommen wird als eine Popo-Massage. Daher würde ich einen Bass im Ultraschall nicht abwürgen, sofern man sich nicht unnötige Intermodulationsverzerrungen einhandelt.


    Und geanu diese Intermodulationsverzerrungen wären ja m.E. das Argument, den Bass aufzutrennen in 2 Wege, denn es erscheint mir naheliegend, dass dieses Problem geringer wird, je weniger Frequenzen auf einem Chassis laufen. Aber dabei handelt es sich nicht um Wissen, sondern um Vermutungen.

  • Und ich vermute, dass die Wahrnehmung über die gesamte Körperoberfläche (wie in der Natur) anders wahrgenommen wird als eine Popo-Massage. Daher würde ich einen Bass im Ultraschall nicht abwürgen, sofern man sich nicht unnötige Intermodulationsverzerrungen einhandelt.

    Da kann je der Nils von berichten, de er eine potente Anlage hat. Meine, er schrieb genau das: unter 20Hz keine Wahrnehmung. Erst die Obertöne, also Vielfache der Grundfrequenz, bei Verzerrung.

  • Ich schrieb, dass es unter 20 Hz zunehmend weniger wahrnehmbar wird, nicht dass man gar nichts mehr wahrnimmt. :)

    Einen Sinus mit 10 Hz kann man noch hören (getestet mit wenig Klirr). Man muss ihn aber lauter drehen als einen mit 20 oder gar mit 30 Hz. Und im Film gehen 10 Hz praktisch komplett unter und werden verdeckt. Der Spaßbereich liegt bei ca. 25 - 40 Hz. Und der ist auch spürbar.


    Nach meiner Erfahrung ist es ein Irrweg, das Taktile unter 20 Hz über Subwoofer erzeugen zu wollen. Das funktioniert nicht. Da spüren wir keinen Luftschall mehr (alles getestet bis >120 dB). Es wird höchstens ein Holzboden oder ähnliches angeregt (selbst Möbelstücke in der Regel nicht mehr). Daher gehe ich ja auch den Weg über das schwingende Podest, das direkt angetrieben wird.

  • Bei wikipedia lässt sich nachlesen, dass Infraschall zu folgenden Wahrnehmungen bzw. Gemütszuständen führt:

    "Beklemmung, Unbehagen, extremer Traurigkeit, Reizbarkeit verbunden mit Übelkeit oder Furcht, einem „Kalt den Rücken runterlaufen“ und Druck auf der Brust."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Infraschall

    Darauf kann ich gerne verzichten, d.h. mir reicht der Frequenzbereich ab 20...25 Hz völlig aus.


    macelman

    Hattest Du nicht ähnliche Erfahrungen mit Deinem Infra-Sub gesammelt?

  • Einen Sinus mit 10 Hz kann man noch hören

    Der Meinung bin ich auch. Im Hifi Forum wurde mir das nicht geglaubt, meinten das wären nur mechanische Geräusche.

    15, 16hz sind eindeutig hörbar, wenn man weiter aufdreht. Aber Du meinst, das ist zuwenig, dass es noch Sinn macht?
    Wo hast Du den HighPass gesetzt?

    Ich frage da ich das MiniDSP nicht zum laufen bekomme (Die Software braucht den Flashplayer......) und beim T-Racks man den HP minimal bei 19,7hz setzen kann.


    Darauf kann ich gerne verzichten,

    Nicht in wenigen Sekunden der kurzen Effekte.

    Das ist eher ein Thema bei Dauerbelastung. Zum Beispiel Arbeitsplätze neben größeren Maschinen.

  • Ich kann’s versuchen meine Erfahrung zum Infra Sub wieder zu geben.


    Bei Infra Schall reden wir über Frequenzen unterhalb von 16hz was für das menschliche Ohr schwer hörbar ist.

    Elefanten und Wale verständigen sich damit und das sehr laut.


    Im Heimkino finde ich den Nutzen eines echten Infra Subwoofers begrenzt.

    Im Gegenteil, man sollte da wirklich aufpassen denn man bekommt bei diesen Frequenzen Beklemmungen und Schwindel.


    Was uns allerdings dieses wow ins Gesicht zaubert sind die frequenzen von 16-ca. 30hz im Tiefbass.

    Und diesen Bereich gilt es m.E. Zu optimieren.

    Um einen dedizierten Sub für diesen Bereich zu bauen würde ich nicht auf ein sog. Doppel DBA setzen sondern eher auf Lösungen mittels HORN oder IB.

    Wichtig ist dabei die 1. längsmode zu bekämpfen.

    Andi und ich haben das gelöst indem der „infra“ Sub (Tiefbass Sub) unter dieser ankoppelt.

    Zusätzlich kann das hintere Gitter des normalen DBA helfen die Energie zu absorbieren

  • Der Meinung bin ich auch. Im Hifi Forum wurde mir das nicht geglaubt, meinten das wären nur mechanische Geräusche.

    Ja, es wird viel Quatsch in Foren propagiert, den kaum einer nachprüft. :zwinker2:

    Man kann 10 Hz definitiv hören.


    15, 16hz sind eindeutig hörbar, wenn man weiter aufdreht. Aber Du meinst, das ist zuwenig, dass es noch Sinn macht?
    Wo hast Du den HighPass gesetzt?

    Ich möchte zumindest nicht zu früh beschränken, daher habe ich einen Hochpass bei 5 Hz gesetzt. Die -3 dB-Grenzfrequenz des DBAs liegt dann bei ca. 10 Hz. Früher mit dem bedämpften SBA habe ich bis 5 HZ runter gehört. Kein hörbarer Unterschied. Für die Auslenkung je nach Quellmaterial natürlich schon.


    Man muss aber aufpassen bei so tiefen Filtern. Die sind mit 48 kHz Samplingfrequenz sehr ungenau. Ich würde die mal am Ausgang des MiniDSPs nachmessen. Oft ist das Ergebnis kein richtiger Hochpass mehr, sondern irgendwas. Ich habe deswegen im ADAU1452 ein 4-fach-Downsampling durchgeführt. Dann sitzt auch der Hochpass richtig. Das geht mit dem MiniDSP natürlich so nicht.

  • Warum überhaupt ein hochpass?

    Schutz der Chassis?

    Ja, reiner Schutz.


    Gibt es bis auf eine Hand voll Tracks wirklich welche wo es ein Problem werden kann?

    Ich denke, die Handvoll trifft es schon gut. Es schützt aber auch gegen Testsignale, wenn ich mal messe und den Lautstärkeregler vergesse. :shock:


    Gut wenn er nicht schadet (?) der hochpass warum nicht, aber auf der anderen Seite warum schön wenn er zu 99,999% nicht benötigt wird.

    Da mein System linearphasig ist, schadet er nicht.

  • Auch hier soll zumindest der Ausarbeitung nach Pre-Ringing entstehen, was man zumindest bei Tönen hören kann.

    Wie schon anderweitig geschrieben, hatte ich die Hörbarkeit von Preringing für mich selbst mal untersucht. Ich konnte es im Mittelton erst bei Flankensteilheiten mit mehreren Hundert dB/Okt hören. Mein Hochpass hat gerade mal 12 dB/Okt. Also mit Sicherheit unhörbar.

  • Ich bin mir sicher 10 Hz nicht zuhören, auch 15 Hz nicht, kann das im Keller aber auch nicht 100% testen. GEnügend Schalldruckpegel ist nicht das Problem. Wenn ich solche Sinustöne mit sehr hohem PEgel abspiele werden aber immer auch höhere Frequenzen angeregt, VErzerrungen der Subwoofer, irgendwelche Resonanzen im Raum oder sonstwo im GEbäude. Immerhin regt man so auch die Bausubstanz fühlbar zum Schwingen an. Bei doppelter oder 4facher harmonischer Frequenz ist das Gehör eben ungleich empfindlicher.


    FoLLgoTT hast du bei deinem Hörtest mal eine real time analyser MEssung gemacht um auszuschließen, das da über 20 Hz tatsächlich garnix messbares an Schall im Raum ist?

  • FoLLgoTT hast du bei deinem Hörtest mal eine real time analyser MEssung gemacht um auszuschließen, das da über 20 Hz tatsächlich garnix messbares an Schall im Raum ist?

    Weil du es bist. :)


    Der Pegel ist kalibriert, also ca. 98 dB in den Messungen. Die nichtlinearen Verzerrungen liegen unter 2 % (stehen oben links).


    5 Hz:


    10 Hz:


    15 Hz:


    Ich stand während der Messung im Technikraum mit leicht offener Tür (die scheppert sonst). 15 Hz höre ich dort deutlich. 10 Hz dagegen sehr viel leiser und 5 Hz gar nicht mehr. Im Heimkinoraum habe ich das natürlich auch alles massenweise getestet. Das verhält sich dort genauso.

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