rumpeli sein Heimkino Bautread

  • Aug 2007

    Liebe Freunde,

    da ich mich seit geraumer Zeit mit der Planung meiner neuen Kellergestaltung rumschlage fange ich mal an den Ist-Zustand vorzustellen.

    My Keller is my Castle! Ursprünglich war er zum lauten Musik hören, machen und gemütlichen abhängen gedacht. Das mit dem Kino kam erst später dazu, ist zur Zeit aber ganz klar die Hauptverwendung. Außerdem - leider, leider - ist er auch Stauraum für die Schuhe meines Schatzes, Winterklamotten Kinderspielsachen und und und. Obwohl schon beim Hausbau fest stand, dass das mein mein mein Keller wird.


    Nach anfänglichen DIY Versuchen aus zerlegten TFT-Monitoren, nem DDR Polylux Projektor und einem Betttuch eine vernünftige Star Wars Vorstellung zu bieten besitze ich seit Dez letzten Jahres eine Motorleinwand und CRT-Projektor. Zuerst einen prima Sony 1252 und nun den PG6xtra. Sound kommt aus drei Stereo Verstärkern und einem Sammelsurium aus insgesamt acht Boxen.

    Rumpel Keller 0.1 - Erste Schritte mit DIY Projektor im Musik-, Rauch- und Trinkzimmer


    Rumpel Keller 1.3 - schon der zweite CRT Projektor und Experimente mit mehreren Sitzreihen, Audio aus Stereoverstärkern und Boxen verschiedenster Herkunft



    Naja, es fühlt sich trotzdem die ganze Familie, Nachbarn und sonstige Kumpels hier sehr wohl:

    Einmal galt es 5 Leute unterzubringen (was eher selten vorkommt). Dazu stelle ich die zwei Sofas hintereinander und das hintere auf 4 Bierkisten:bier:. Heute saß ich zum ersten mal hinten -> wir brauchen unbedingt ein Podest - auch für die erste Reihe!

    Das ist der Grundriss

  • Alles ist sehr preiswert selbst gemacht und so sieht es auch aus. Bin wohl das Gegenteil von dem was man Perfektionist nennt.


    Als Beispiel das Wanddesign. Eines Tages in unserem örtlichen Baumarkt fiel mir so eine Palette neben der Farbmischmaschine auf. Da war der Ausschuss, wo sich der Kunde dann doch nicht für den zuerst auf der Musterkarte gewählten Farbton entscheiden konnte. Glück für mich, konnte dem Manager für 30 EUR die komplette Palette abquatschen. Auf ähnlich zufällige Weise kam ich an die Möbel, die meisten Instrumente und eben auch das Kino.


    Das nächste Kino soll nicht organisch gewachsen sondern durchdacht geplant sein. Die Ausführung eben auch nicht "hoppladihopp, 90 % reichen schon" sondern auch beim näheren hinsehen/hinhören noch "geil, genau so muss es sein".


    Und trotzdem muss aus Kostengründen die Technik, zumindest im Anfang, bleiben.


    An Funktionen braucht der Raum dies:


    CRT- Heimkino für fernsehen und DVDs. Zwei Hauptsitzplätze (meine Frau und ich) und 2-4 weitere niedriger Kathegorie (Selten mal Bekannte). Später mal muss ich dann auf vier vollwertige Plätze aufrüsten können. Vollwertig heißt für mich auch Füße hoch und guter Lümmelfaktor (aber keine Schweinereien!). Das Design von Boden, Wänden, Lampen wird sich an der Heimkinofunktion orientieren.


    PC-Arbeitsplatz zum surfen und rumfrickeln. Ein PC wird wohl auch immer Zuspieler für Kino und Musik bleiben. Weil ich eher unordentlich bin brauche ich hier auch etwas Abstellfläche.


    Sitzgruppe: gerne soll man sich auch mit 2-4 Leuten gemütlich sitzend auch ohne Kino gut in dem Raum unterhalten können. Sei es mit dem Nachbarn der nach Feierabend auf ein schnelles Bierchen reinschneit, wenn man nchst um zwei von irgendeiner Veranstaltung mit Freunden kommt und noch nen Absacker nehmen will oder eine Party für 40 Leute bei schlechtem Wetter ausrichtet und neben Küche und Wohnzimmer noch eine Kellerloungeanbieten will. Genau dafür ist der Raum jetzt ausgelegt.


    Zumindest ein Teil der Instrumente soll bleiben. Sie werden aber nicht sehr häufig genutzt. Bin mehr schlecht als recht Solomusiker und nutze die Sammlung eher zum abreagieren meinerselbst als der Unterhaltung anderer.


    Außerdem brauch ich auch 3 bis 4 m3 Stauraum für weiter vorne beschreibenes Ärgernis. Gut, Meine Moppedklamotten nehmen auch einiges weg. Meine Idee ist viels davon im großen zweistufigen Podest unterzubringen. Vielleicht gibt es auch eine Art Bühne um die Leinwand. Oben recht im Grundriss ist der Kamin, Gasheizung und Therme zu erkennen.


    Eigentlich wollte ich damit anfangen die Leinwand zu positionieren. 2,4 - 2,6 m breit 16:9. Hab da schon ein paar Ideen durchgespielt. Evtl. wird die vorhandene umgebaut oder , falls notwendig, baue ich eine akustisch transparente Rahmenleinwand.

  • Dez 2007


    Mit dem Ausräumen des ganzen Krempels fängt es an. Von dem Nachbarkeller, in dem der meiste Kram landete, traue ich mich kein Foto zu machen - der sieht noch schlimmer aus.


    Bei den meisten Kinobauten werden Leinwand und Projektor erst zum Schluss aufgehängt. Nicht bei mir. Während der gesamten Bauphase war das Kino im Betrieb.


    Mit der neuen Projektoraufstellung wurde das Raster noch mal vergrößert. Die dafür eingebauten weiteren Lüfter machten eine Hushbox nun unverzichtbar. Der an der Decke hängende Teil aus OSB wird aktiv entlüftet. Die Kiste mit dem blauen Teppich drin ist das Unterteil- Oben im Bild das Labyrinth zur Frischluftansaugung.

    Das Laminat wurde in zwei Chargen verlegt weil der Raum nicht vollständig leergeräumt werden konnte (sollte ja als Fernsehraum zur Verfügung stehen). ZUr Halbzeit wurde der Raum also von links nach recht umgeräumt und der Teppich als Schutz für das neue Laminat noch mal aufgelegt.

    Die Inspiration zum schwarzen Design mit dunklem Laminat bekam übrigens ich zuerst von dem Vodef sein Bauthread. Danke Volker

  • sehr schön zu lesen, ist abonniert .

    Kino immer im Betrieb kommt mir bekannt vor.....auch den Kinonamen....leider ist der von Dir vergeben.


    Möge die Krümmung mit Dir sein

    Ich bin betrunken vom Kitsch und bitter vor Neid.

    Frag ich den Regisseur, sagt er:Es tut mir leid,

    Das alles ist doch nur zur Unterhaltung gedacht.

    Was kann ich dafür, wenn ihr daraus ein Drama macht ?!“


    Aus dem Lied "Kintopp" von Keimzeit 1990

  • 31.12.2007

    Rigipsplatten wurden nicht gespachtelt sondern mit (möglichst) sauberer Sichtfuge verarbeitet. Die Wände sind mit Stoff bespannt, teilweise 16 cm Rockwool dahinter.


    Zwischendurch wurden verschiedene Anordnungen von Lampen, Lautsprechern, Sitzmöbeln getestet - das Endergebnis ist dann hoffentlich auch längere Zeit akzeptabel. Die neue Monstercouch steht hier z.B. provisorisch auf Steinen.

    Das sind jetzt Bilder von heute morgen und vorerst die letzten.


    Die beiden Sofas stehen auf rollbaren Podesten um den Raum flexibel nutzen zu Können und Zugang zur Heizung zu haben. Die Podeste sind mit schwarzem Teppich bezogen und können auch als Stauraum genutzt werden. Muss von Innen noch gestrichen werden, ggf. kommen noch Rollschübe rein.


    Die Hush box ist das einzige was schon wirklich fertig ist und IMHO auch ganz gut aussieht.


    Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neu Jahr, Gesundheit und viel Spaß an eurem Hobby!



    Rumpeli!

  • Position der Front Lautsprecher

    2. Januar 2008,


    Als Fronts benutze ich 3-Wege Visatons welche sich im neulich durchgeführten Vergleichstest der vier mir zur Verfügung stehenden Päärchen deutlich druchsetzen konnten. Testposition war ein Stereodreieck mit mir in Kino Poleposition sitzend. Mittel- und Hochtöner befinden ich ca. auf der Höhe der LEinwandmitte.


    Bei dieser Aufstellung stehen also zwei Türme 160x45x45 links und rechts vor der Leinwand - gefühlt mittem im Raum. Optisch gefällt das garnicht. IM Kinobetrieb wäre es noch fast auszuhalten wenn nicht auch noch die Reflexionen der nahen Leinwand von den inneren Seiten der Boxen dazukämen.


    Im endgültigen Aufbau sollen Fronts und Center hinter der Leinwand, also fast direkt vor der Wand. Um die Leinwand kommt ein 75 cm Rahmen aus Lautsprecherbespannstoff. Zum Testen stehen die Lautsprecher jetzt schon mal so. Dabei verliere ich sehr deutlich hörbar an klangqualität. Zumindest empfinde ich das bei Stereobetrieb mit Musik so. Es klingt etwas dumpfer, weniger filigran. Die Dynamik z.B. bei Schlagzeugaufnahmen ist deutlich schlechter. Ortung der Instrumente auch, wobei ich Ortbarkeit bei abgemischten Musikaufnehmen eh als Illusion empfinde (Vor einer Livebühne oder in der Philarmonie kann man auch nix mit dem Ohr orten).


    Bei Filmsoundtracks macht es mir vielleicht gar nicht so viel aus aber es wären doch Perlen vor die Säue geschmissen wenn das Potential der Lautsprecher durch falsche Aufstellung verschenkt würde.


    Gibt es geeignete Dämmmaßnahmen mit denen eine wandnahe Aufstellung meiner Lautsprecher möglich wird? Wie funktioniert das eigentlich bei plan eingebauten Lautsprechern? Eine Installation wie CEOofHell will ich mir gar nicht leisten aber die Optik einer vollverkleideten Frontwand gefällt mir ungemein. Wenn es schon mit meinen Boxen nicht funktioniert nach welchen anderen Typen müsste ich denn Ausschau halten?


    Ein Kompromis könnte vielleicht die Aufstellung der Fronts auf Rollbrettern sein. Musikhörsessions kommen gar nicht mal sooo oft vor. Aber wenn dann könnte man die Verkleidung wegklappen und die Lautsprecher mal eben in den Raum rollen. So richtig charmant finde ich diese Idee aber auch nicht.


    hmmmm....

  • 1. März 2008,

    Rumpeli Refugium 2.0 - Heimkino ist nun die Hauptanwendung für den Raum, weitgehende optische Umgestaltung


    So, der Bau ist nun zu ich sag mal 90 % abgeschlossen.


    Wie ihr seht hab ich mich gegen den optimalen Sound und für die Optik bei den Frontlautsprechern entschieden. Sind ja auch nicht die absoluten Highendteile sodass nicht mehrere tausend Euro Soundpotential verschwendet werden. Nacher kommt T@xi und misst mit Carma mal nach.


    Die Visaton Pyramide II stehen auf 60 cm Höhe so angewinkelt, dass die front senkrecht ist. Um Primärreflexionen und Bassüberhöhung etwas zu unterdrücken wurde der Raum neben und hinter den Boxen mit Rockwool ausgestopft. In der rechten Ecke steht eine locker aufgerollte Teppichrolle (Fliesrücken). Abgedeckt ist das ganze mit mit lautsprecherbespannstoffbespannten Lattenrahmen. Die müssen noch vernünftig aufgehangen werden.


    Hinter der elektrischen Rolloleinwand sind in Regalböden Kartons mit Ski- und Moppedklamotten, Kuscheltieren, Karnevalsverkleidungen und sonstigen leichten Textilien. Erhoffe mit dadurch auch etwas absorption in den mittlen Frequenzen. Die hohen werden wohl vollständig von Leinwand und Kartonage reflektiert.

    Unter dem Fenster ist ein 16 cm dicker Gitterrahmen mit Rockwool drin und recht dünnem Baumwollstoff drüber. Der Stoff wird an vielen Stellen zur Verkleidung von unterschiedlich dicken Rockwoolabsorbern verwendet. Die glatte Optik gefällt mir deutlich besser als das filzig, fusselige Molton. Dafür reflektiert er aber etwas mehr Licht.


    Der kleine Perser ist für das perfekte Flatterecho zuständig, welches ich mir unbeabsichtigt vor die Leinwand gebaut habe. Verstärkt wird der Teppich von zwei großen Sofakissen die da noch rumliegen. Erstaunlich wie gut das hilft.




  • In der Nordwestecke gibt es noch am meisten zu tung. Hier sind noch die Betonwände im Originaldesign zu sehen. Es gibt ja auch noch einige unterzubringen in dem Raum - Schlachzeuch, 6 Gitarren, 2 Keyboards, Schallplatten, Cds, DVDs, Noten und ein paar Bücher. Meine Frau fängt manchmal schon an zu meckern ich hätte doch versprochen das Zeuch kommt wieder aus dem Spitboden raus - mir graut's schon.



    Was mir in dem Raum noch fehlt - und zwar wirklich sehr - ist die Möglichkeit sich mit ein paar Leuten gegenübersitzend zu unterhalten und das Getränk griffbereit abstellen zu können. Irgendwie muss da noch ein Couchtisch mit Sesseln oder kelinem Sofa rein. Keine Ahnung wie ich das noch vernünftig integrieren soll.



  • absenkbare Türdichtung

    25. März 2008, 10:24


    zur besseren Schalldämmung nach außen wurde neulich eine absenknare Türdichtung Athmer schallex eingebaut. Geht spielend einfach...
    ... wenn man eine gute Oberfräse hat und damit umgehen kann (zum Glück kenn ich so jemanden). In die Unterseite der Tür kommt ein Nut 2 cm breit und 3,2 cm tief, die Dichtung wird mit 4 Schräubchen montiert und von Hand justiert.

    Bringt's was?


    Der meiste Schall ging bei mir eindeutig durch den 3-4 mm Spalt unter der Tür. Das Belegen der Tür mit 2 Lagen Teppich von innen macht da kaum einen hörbaren Unterschied. Vor der Dichtung hatte ich auch Teppich auf die Unterkante genagelt. Das dämmt genauso effektiv, schleift aber auf dem Laminat. Ich kann eine absenkbare Türdichtung unbedingt empfehlen, ohne die kann die Tür so dick und schwer sein wie sie will.


    Bei nächster Gelegenheit werde ich wohl noch ein zusätzliches Labyrinth mit Gummilippe um die Zarge konstruieren um letzte Spalte zu schließen.


    Gruß
    rumpeli

  • 19. Jaunar 2009



    ich lebe in der Vorstellung ein ziemliches Schnäppchenkino zu haben und betreiben was das Preis/Leistungsvehältnis angeht. Einerseits sehe ich das als Teil meiner planerischen Leistung an, andererseits ermutigt es vielleicht zur Nachahmung. Das sind die zwei Gründe für diesen Post.


    Ausnahme und größter Luxus ist natürlich der eigene Kellerraum - mit Geld und zeitlichem Aufwand kaum zu beziffern. Der Rest kommt vorwiegend aus Ebay, Baumarkt und Eigenleistung. Richtig billig war es am Ende dann doch nicht, dafür aber qualitativ ziemlich genau das was ich brauche.


    Die Liste ist aus excel kopiert und hier etwas unübersichtlich, sorry.



    Heimkino Kosten und Aufwand 35 qm Kellerkino mit CRT-Projektor und HTPC EUR
    Signalquelle PC E8400 als analoge Ton- und Bildquelle (Ebay) 600
    DVB-S2 Fernsehkarte (Ebay) 80
    und noch 1000 GB Festplatte (Ebay) 100
    Software (Multimedia Shareware) 50
    15 Zoll TFT Monitor (gebraucht Ebay) 30
    Video Splitter (Ebay) 15
    X-Box 360 HD-DVD-Laufwerk (Ebay) 19

    Projektor NEC 6PGxtra neuwertig (gebraucht Ebay) 500
    Fernbedienung für Projektor (Beisammen Flohmarkt) 80
    Lüfter und Kühlkörper für zusätzliche Kühlmaßnahmen 40
    Hushbox aus Resten von Raumgestaltung 0
    Ersatzteilprojektor (gebraucht Ebay) 250
    verschiedene Kabel (gebraucht Ebay) 15

    Leinwand 120'' 4:3 Motorleinwand Draper Baronet (gebraucht Ebay) 80

    Verstärker Yamaha AX 496 (front) (gebraucht Ebay) 35
    Kenwood KA-3020 (rear) (von Ehefrau geklaut) 0
    Onkyo A 300 (gebraucht Ebay) 10
    Technics SA-K6 (Sperrmüll) 0

    Lautsprecher 2 Visaton Atlas Compakt (front) (gebraucht Ebay) 150
    2 Visaton VIB Tristar II (rear) (gebraucht Ebay) 60
    1 Visaton Monitor WSP (center) (gebraucht Ebay/Selbstbau) 90
    1 Magnat Integra 2 (ganz wenig sub) (gebraucht Ebay) 1

    Audio sonstiges Kabelsalat (Ebay, Sperrmüll) 30
    CD-Player, Tape-Deck, Plattenspieler (Altbestand) 0

    Raumgestaltung 35 qm Laminat und Schaumfolie (Max Bahr) 350
    130 m Dachlatten(Praktiker) 50
    14 PLatten Rigips 6mm 40
    2 Platten OSB 15
    Schrauben 20
    2 Pakete Rockwool 35
    2 Rollen alter Teppichboden je 15 qm als Eckabsorber 0
    Abtönfarbe schwarz 30
    30 qm Stoff für Wandbespannung (gebraucht Ebay) 6
    5 qm Lautsprecherspannstoff für Absorber (Ebay) 20
    Kleinteile 20
    Werkzeug (Tacker, Pinsel, Cutter...) 30
    3 mal 5 x Halogenspoteinbausätze 45
    2 x 3 Funksteckdosen mit Fernb. 30
    Elektrokabel und Installationsmaterial 30
    absenkbare Bodendichtung Eingangstür 10

    2 Rollpodeste OSB-Platten 80
    Schrauben, Tackerklammern, schwarze Farbe 10
    8 qm Veloursteppich schwarz (Rest aus Fachhandel) 50
    8 Rollbretter (Möbelroller) 40

    Möbel Geräterack 2,2 m hoch, Selbstbau aus OSB, Schwarzlack 20
    Couch 1. Reihe, Leder Zweisitzer von Ehefrau geklaut 0
    Big Sofa 2. Reihe inkl. Kissen (gebraucht Ebay) 60
    Sofa 3. Reihe, Leder dreisitzer (gebraucht Ebay) 12
    Schrankwand hinten (gebraucht Ebay) 1
    Regal hinter Leinwand, Selbstbau aus Stahlschienen und OSB 50

    Sonstiges Aufschlag für Sachen, die ich vergessen habe (ca. 10%) 300

    Summe 3589


    Stunden Stunden Stunden:
    eigener Aufwand allgemeines lesen, lernen planen 120
    Einkaufen, abholen, Fahrzeit 30
    CRT Projektor einstellen anlesen 40
    CRT Projektor einstellen ausführen 70
    CRT Projektor tunen anlesen 20
    CRT Projektor tunen ausführen 20
    HTPC rumfummeln 30
    Raumgestaltung planen 15
    Heimkino bauen 150
    Schnäppchensuche (ebay) 70
    Summe 565


    Neue Bilder von Lautsprechern undkleinen Veränderungen der Einrichtung im letzten Jahr werden nachgereicht.

    Tschö
    rumpeli

  • 23.Januar 2009

    Hallöchen,


    nicht mal ein Jahr nach Fertigstellung gehe ich den nächsten größeren Umbau an. In der Garage liegen 2 qm Rockwool Fixrock 035 VS und 50 m Zinkblech U-Profil. Daraus sollen poröse Absorber werden. Fixrock 035 soll 50 kg/m3 haben, das schwarze Glasfaservlies passt optisch super in mein Kino.


    Der Raum hat 35 qm und 2,3 m Deckenhöhe. Den Messungen mit Carma*, am PC und Dennon Einmessmikro glaube ich nicht quantitativ. Fest steht aber, dass man mehr Raum- als Lautsprecherqualität hört.


    Ziel ist nun:


    -schlechte Raumsymmetrie durch Dämpfung der Primärreflexionen weniger gravierend machen

    -Frequenzgang glätten und Nachhallzeit reduzieren, soweit wie das mit porösen Absorbern möglich ist (ab 800 Hz bin ich schon unter 300 ms)

    -alle hörbaren Flatterechos durch kleine Einzelmaßnahmen beseitigen

    -evtl. im Nachgang noch mal Versuche mit Plattenresonator machen.


    Es sollen Matten mit 6 cm (gelb, transparent hängt unter der Decke) und 10 cm Stärke (rot) verbaut werden. U-Profile schwarz lackiern, Rahmen draus bauen (mit Poppnieten), Platten rein und in 6 bzw. 10 cm Wandabstand aufhängen. Die senkrechten Elemente sind 1 m hoch. Anschließend mal sehen wo die Bassfallen am effizientesten positioniert sind und wie dick sie werden. In der Ecke oben links ist kein Platz mehr, oben rechts der Lautsprecher ist 90 cm hoch. Da dröhnts auch ganz schön, drüber und drunter passen nochmal je 60 cm hohe Bassfallen.


    Möblierung ist auf der Zeichnung nicht vollständig. Für die Akustik wesentlich: zwei Ledersofas, ein Stoffsofa 2,7x1 m2, die zwei Podeste (s.o.), 1 Schlagzeug, 2 akustische Gitarren, insg. 8 Bassreflexboxen unterschiedlicher Größe und Abstimmung (mind. 50 l), 2 qm dicke Tepich am Fußboden, rest Laminat, 6 m Regalwand bis zur Decke Decke mit Rigips abgehangen, 15 qm Wand mit dünnem Teppich, 15 Beton mit dünner Stoffbespannung, Rest Beton mit Anstrich. Hinten, oben im Bild, ist die Heizungsinstallation hinter einem seh dünnen Vorhang.


    Ich würde mich sehr über eure Kommentare freuen. Vielleich hat ja jemand ein Programm*, um diesem unsymmetrischen Raum zu berechnen.

    * Anmerkung 12 Jahre später: das Programm heißt Room EQ Wizzard und inzwischen kann ich auch damit umgehen, bzw. bin schon wieder aus der Übung.

  • 15. März 2009, 12:37
    Der Plan weiter oben ist nicht gut lesbar.

    In hellblau die ersten Reflexionen zwischen Lautsprecher und Sitzposition, senkrechte Absorber in rot, gelb der Deckenabsorber.

    und noch ein paar Fotos von heute morgen


    Bei der Raumakustik müsste noch einiges gehen. Podest ist noch nicht gedämpft, da müsste ich noch mehr Steinwolle besorgen. Auch habe ich das Schlagzeug und die Gitarren noch nicht verbannt, die kann man aber recht deutlich raushören (zumindest bei Testsignalen).



    Bassmanagement ist sowieso immer noch eine Katastrophe. Das zeigen zwar auch die Messschriebe von Carma und Arta, viel aufschlussreicher finde ich aber den eigenen Hörtest.

    Spiele ein 100 Hz Sinuston und laufe dabei durchs Kino. Die Frequenz muss noch nicht einmal auf der Raummode liegen damit man sein blaues Wunder erlebt.


    Solche Testsignale können komfortabel mit Arta generiert werden.

  • 5. Juli 2009, 19:53

    neue Möbel, neue Lautsprecher, neuer Verstärker:

    Meine Podeste sind noch immer nicht gedämpft, dafür habe ich jetzt eins weniger. Das Big-Sofa-Liegewiese wich zwei Zweisitzern, welche nicht nur noch bequemer sind, sondern sich auch noch ruckzuck zur Sitzgruppe umstellen lassen. Mit 'nem Kumpel Whiskey trinken macht viel mehr Spaß, wenn man sich gegenüber sitzt und die Füße auf dem Tisch hat. Da man auf den neuen Sofas etwas höher sitzt, ist das vordere Podest nach einem Adhoc Entschluss dem Akkuschrauber zum Ofper gefallen.


    Ständig auf der Suche nach Lautsprecherschnäppchen habe ich uns mal wieder zwei Atlas Compakt gegönnt. Frei nach dem Motto: Hubraum ist durch nichts zu ersetzten, außer durch mehr Hubraum. Und welchen Vorteil bringts? Die schwarzen sind etwas schicker als die "tarnfarbenen". Ein homogener Surround Bass Eindruck soll ja auch durch eine gute Subwooferanbindung zu realisieren sein. Ich habe aber gar keinen Sub (noch nicht). Beim Podrennen donnert es jetzt jedenfalls von vorne und hinten recht ähnlich. Die VIB Tristar sind bis 50 Hz runter was die Messkurve angeht absolut passend.


    Im Bassbereicht kommen jedoch stark unterschiedliche Frequenzspektren der LS wegen der Aufstellung und Anregung der Raummoden zustande. Eigentlich spielt es da also keine Rolle ob die duch einen 8, 10, oder 12 Zoll Bass angeregt werden.


    Inzwischen wird im Keller mehr Musik als Soundtrack gehört. Wenn es richtig zur Sache gehen soll gerne auch mal Stereo aus 6 LAUTsprechern. Da haben die Atlas Compact noch was an Pegel und Qualität gebracht. Jetzt fehlen mir nur noch drei als Ersatz für Center und Backsurround




    Verstärkermäßig war ich bislang mit 4 Mittelklasse Hifi Stereoverstärkern unterwegs. Zugespielt wird sowieso vom PC weshalb mir der ganze DSP Vorverstärkerschnickschnack überflüssig schien.


    Nach ein paar wechselhaften Erfahrungen mit der Analogqualität von Soundkarten wollte ich nun aber doch mal eine digitale Zuspielung probieren. Außerdem dachte ich im Stereoklang hochwertiger Musikaufnahmen das Ergebnis meines Yamaha AX-496 noch verbessern zu können.


    Ausschießlich durch Testberichte und Ebaypreisvergleiche hatte ich mich auf die Yamaha RX-V1600, 1700, 2600 und 2700 eingeschossen und auch einen RX-V1700 zum Wunschpreis erstanden.


    Trotz potenter Endstufen, kompfortablen Surround Aufpolierern und Einmesssystem steht er jetzt wieder zum Verkauf. Den ganzen modernen Schnickschnack inkl. HDMI brauche ich doch nicht. Da ist der PC tatsächlich einfacher zu aktualisieren. Die Digitale Anbindung hing sich manchmal auf und macht das mit dem aktuellen Gerät auch noch. Analog läuft immer, allerdings mit viel schlechterer Dynamik (Lest dazu meinen Test zur Auzentech Forte). Im Stereo Direkt hätte ich mir, wie eingangs erwähnt, eine Steigerung zum 8 Jahre älteren und nur viertelsoteuren Stereoverstärker erwartet - ist aber nicht so.


    So ging ich also wieder auf die Suche nach einem richtigen Boliden. Leider hatte ich mit dem Entschluss zu lange gerungen und so einen Marantz SR 9300* hier aus dem Flohmarkt nur um wenige Minuten verpasst. Zum Glück bot dann aber ein Engländer aus Devon in der Bucht einen Pioneer AX10i für 450 GBP zum Sofortkauf an. Kein Risiko, kein Fiasko - dachte ich und schlug zu. Das Gerät lies ich von der Spedition dercourier.de abholen, welche hiermit ausdrücklich empfohlen wird.


    Was soll ich sagen, hört sich das Teil nun so geil an weil das Kupfergehäuse so schick ist, es so männlich groß ist, wegen des Gewichtes vielleicht oder weil man die ehemalige UVP kennt? Scheissegal - genau so muss ein klassisches Konzert, eine Rock-DVD ala Toto live oder ein Kriegsfilm klingen!


    Gruß
    rumpeli

    PS: schicke Kellerkinofotos lassen sich gut mit Stativ, Selbstauslöser und ohne Blitz machen (wurde hier schon oft beschrieben). Dazu im Vergleich hier noch einmal das selbe Mitiv mit und ohne Blitz. Der reale Raumeindruck liegt irgendwo dazwischen.

    *in 2019 hab ich einen SR9500 für die Garagen und Gartenbeschallung ergattert :-)))

  • Einschub aus aktueller Perspektive:


    In meiner Erinnerung war die Kombination aus Visaton Atlas Compakt und dem große Pioneer VErstärker für mich der geilste Sound den ich je hörte. Ob andere private Heimkinoanlagen oder professionelle Vorführungen, nie hatte ich das Gefühl gegen meine eigene Anlage wechseln zu wollen.

    Auch ganz fantastisch war die Spendor BC2 die irgendwann später kam. Und es kommen noch einige verschiedene Boxen. So schön wie damals klang es aber nie wieder im Keller.

  • 23. Januar 2010

    Vorne und hinten hat sich was bei den Lautsprechern getan.


    Auch als Center kommt nun eine Atlas Compakt zum Einsatz. Das war eigentlich lange überfällig.


    Heidaxx war so freundlich mir seine ausgedienten Kenwood SW-X1 für'n Appel undn Ei zu überlassen. HErzlichen Dank noch mal an dieser Stelle. Bei den Teilen waren die Sicken hinüber, welche sich aber total einfach austauschen ließen. Jetzt stehen die beiden Subs hinter der letzten Sitzreihe und bilden die BAsis für die Rear LAutsprecher. Angetrieben werden sie von einem Yamaha Hifi Stereo Verstärker AX-496.


    Beim Googlen nach den neuen Subwoofern bin ich auf eine m.E. echt witzige Seite gestoßen The bargin sub, cheapest route to 115dB at 25Hz



    Aus Anlass der neuen Lautsprecher wurden auch neue akkustische Messungen durchgeführt. Der automatischen Einmessung der Receivers traue ich leider überhaupt nicht. Dann doch lieber manuell einstellen. Gemessen wurde mit einem Brüel & Kjaer 2233 Schallpegelmesser, Filter auf linear gestellt in den Line Eingang der Auzentech Forte.


    Die Atlas Compakt sind von Haus aus sehr bassbetont. Um auf die abgebildeten Frequenzgänge zu kommen muss ganz ordentlich der EQ gequält und bei 63 Hz um 6 db der Pegel abgesenkt werden. Um die 500 Hz gibt es ein Loch, welches tatsächlich von den Lautsprechern zu kommen scheint. Eine Raummode hätte sich nicht auf allen 5 Boxenpositionen gleich heftig geäußert. Hier hilft leider auch der EQ des Pio nicht richtig weiter. Wenn ich mal Lust und Laune habe muss ich micht damit mal ans Visaton Forum wenden und die Weiche checken.


    Der Lautsprecher "rechts Seite" steht direkt vor dem Schlagzeug und den Gitarren. Die Resonanzen hört man man bei den Testtönen deutlich und ich glaube es auch im Wasserfalldiagramm zu erkennen.


  • 11. Februar 2011, 18:45
    Beim Schmökern im Ebay bin ich über ein Set Klipsch Lautsprecher, inkl. Sub und Receiver gestolpert. Das wär doch mal eine Frischzellenkur für den Sound im Rumpelkeller. Der Receiver hatte aber keine Schnitte, ist schon an ein Beisammenmitglied verkauft und den Sub brauch ich auch nicht. Die restlichen Boxen haben mich allerdings zum Grübeln gebracht - RF-62, RC-52, RB-51. Die sind nicht wirklich besser als die Atlas Compakt aber trotz geringerem Max Pegel im Filmton ....na eben anders. Klingt mehr nach THX. Bei weitem nicht der Weisheit letzter Schluss, nicht mein Geschmack bei Musik (zu angestrengt bei hohem Pegel, nicht so harmonisch bei Zimmerlautstärke) aber knackiger und spritziger bei Action Szenen, Knall und Klirrgeäuschen. Vielleicht brauche ich nur viel größere Klipsche oder andere Horn oder PA-Lautsprecher. Schick aussehen tun sie ja.


    Nicht akzeptabel war der jedoch Abfall im Stereobetrieb gegenüber meinen Alten. Deshalb wollte ich mal Canton antesten, wenn solche bei Bekannten im Wohnzimmer stehen fand ich es eigentlich immer ganz akzeptabel und selbst haben wir auch Fonums da.


    Ergo 900 DC und 3 mal CM 500 - weder so spektakulär wie die Klipsche noch so rundrum glücklich machend wie die Visatons. Hohe Lautstärken habe ich noch nicht ausgetestet und demnächst kommt noch mal eine Vergleichssession (Gäste willkommen) -> trotzdem, über das Set soll sich ein anderer freuen.


    Und nu???? Gewöhn ich mich bis zum nächsten Schnäpchen an die veilleicht doch nicht ganz so banalen Klipsche, geht es zurück zum 20 Jahre alten 4-Weger oder beides zusammen?

    Taxis Monitor Audio fand ich auch so schön knallig, an den Stereoklang erinnere ich mich leider nicht mehr. Richtig tief in die Tasche langen will ich auch nicht, schließlich bin ich doch eigentlich zufrieden bis rundrum glücklich. Hmmm


    Übermorgen geht's mal zum Costa nach Köln. Bislang kam ich vom freundlichen fremdhören immer mit dem guten Gefühl zurück die richtige Anlage zu Hause zu haben. Schaun mer mal....

  • 2. April 2011


    ich bleibe erst mal bei Visaton! Ein Atlas Compact wurde zum Center im zweiteiligen Gehäuse, der Tieftöner liegt im Originalgehäuse hinter der LEinwand.


    Die lezte errungenschaft sind zwei Atlas DSM MK II und eine IMG 1508 Enstufe, über die die beiden Subs und auch die Tieftöner der Atlas laufen (sollen). Der Verstärker brummt etwas, bei reinem Subwooferbetrieb geht es noch gerade so. Den Zalman hatte ich noch rumliegen, soo laut ist der Lüfter aber auch gar nicht.


    Die Atlas sehen für meinen Geschmack noch mal geiler als die kleinen Geschwister aus, alleine die Weiche ist schon ein richtig brontales Teil. Vom Klang sind sie aber etwas topfig. Hochton Kondensator habe ich schon mal ersetzt, das wars nicht. Im BAss geht auch nicht so viel mehr wie ich erwartet hatte, unter 32 HZ wirds auch bei den Großen dünn. Die Kennwood Subs gehen deutlich tiefer.


    Wenn mal wieder Zeit zum messen ist wird dem Klang richtig auf den Grundgegangen. Und dann brauch ich mal sturmfreie Bude, um zu testen ob das Biamping überhaupt einen hörbaren Sinn macht oder die Sache nicht sogar verschlimmbessert.


    21. Mai

    So, die Klangproble der neuen alten sind im Griff, so kann sich das hören lassen. (Details im nächsten POst)


    Zusatzlich dazu wurde die Aufstellung der Subs optimiert. Die dienen jetzt sowohl zum Entzerren der Raummoden < 100 Hz (ähnlich wie bei Earl Geddes) als auch der Pegelanhebung zwischen 25 und 36 Hz. Hinten steht einer mittig auf 150 cm Höhe und vor ein etwas leiserer Sub am Boden zwischen Center und Front rechts. Beide sind übrigens gegenphasig zu den 5 Hauptlautsprechern angeschlossen.

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